Äthiopien
#1
Was ist denn da los? Confusedhock:
Zitat:74 Tote bei Angriff auf chinesische Ölarbeiter
Sieben chinesische Mitarbeiter entführt

Im Osten Äthiopiens sind bei einem Angriff auf Ölarbeiter einer chinesischen Firma mindestens 74 Personen getötet worden. Unter den Opfern sind gemäss Firmenangaben 65 Äthiopier und neun chinesische Ölarbeiter.

(sda/Reuters) Die Angreifer hätten nach einem Schusswechsel mit den mehr als 100 äthiopischen Bewachern der Anlage kurzzeitig die Kontrolle über das Ölfeld übernommen, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua einen Mitarbeiter des Unternehmens am Dienstag.
Quelle: http://www.nzz.ch/2007/04/24/al/newzzF0WEI32O-12.html

Leider ist über den grösseren Zusammenhang noch nichts in dem Artikel. Bei "Osten von Äthiopien" fallen mir spontan Eritrea und die Ogaden-Region (Südosten, somalische Separatisten) ein.
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#2
Inzwischen hat sich die "Nationale Befreiungsfront von Ogaden" zu dem Angriff bekannt. Diese Gruppierung kämpft für die Unabhängigkeit des Ogaden von Äthiopien und war auch sonst in jüngster Zeit ziemlich aktiv.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 41,00.html
http://en.wikipedia.org/wiki/Ogaden_Nat ... tion_Front
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#3
Obs da - im weiteren Rahmen - einen Zusammenhang zur Situation in Somalia gibt? Eine solidarische Aktion der lokalen Gruppen gegenüber den Islamisten in Mogadishu? Die äthiopische Armee wird nun in diesem Gebiet verstärkt in Aktion treten müssen und damit evtl. den Druck auf Somalia lockern. Es kann ja keinesfalls im Interesse von Äthiopien sein, dass aufgrund solcher Angriffe die ausländischen Ölfirmen aus dem Land abziehen; ich könnte mir vorstellen, dass diese Situation kurzfristig höhere Priorität bekommt als das Engagement der Armee in Somalia.
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#4
auch die Tagesschau berichtet darüber http://www.tagesschau.de/aktuell/meldun ... F3,00.html

wobei ich den Bogen nicht nur zum Ogaden ziehen möchte (das liegt sowieso nahe);
ich finde es auch bemerkenswert, dass es ausgerechnet chinesische Arbeiter getroffen hat - die Chinesen haben in Xinjiang (Ostturkestan) ja auch ein Problem mit Unabhängigkeitskämpfern - sollte hier eine Vereinigung dieser (islamischen) Widerstandskämpfer mit den Islamisten in Somalia erfolgen, dann hätte es tief folgende Konsequenzen - da würden die Karten neu gemischt und die Würfel erneut geschüttelt

- die USA, Äthiopien und China plötzlich Schulter an Schulter in einer gemeinsamen Schlacht gegen den Teror, der von Afghanistan ausgeht und immer noch in dne Gebieten der Paschtunen auf afghanischer und pakistanischer Seite Unterstützung findet ....
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#5
Ethiopia hunts for kidnapped Chinese oil workers

http://www.reuters.com/article/worldNews...edType=RSS

Zitat:ADDIS ABABA (Reuters) - Ethiopian troops searched on Wednesday for seven Chinese and Ethiopian workers kidnapped in a rebel attack on an oilfield that killed 74 people in a remote and barren southeastern region. (...)
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#6
zum Hintergrund
http://derstandard.at/2637301
Zitat:Grenzkonflikt zwischen Äthiopien und Eritrea droht zu eskalieren
von Redaktion | 03. November 2006, 16:06
Äthiopischer Ministerpräsident wirft Nachbarstaat vor, in der UN-Pufferzone 10.000 Soldaten zusammengezogen zu haben
....
eine aktuelle Entscheidung
http://de.rian.ru/world/20091223/124481412.html
Zitat:UN-Sicherheitsrat verhängt Waffenembargo gegen Eritrea
19:45 | 23/ 12/ 2009

NEW YORK, 23. Dezember (RIA Novosti). Der UN-Sicherheitsrat hat am Mittwoch ein Waffenembargo und weitere Sanktionen gegen Eritrea verhängt.
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#7
http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C8 ... ntent.html
Zitat:Solarenergie
Wundersame Kabel in Äthiopien
Die Solarenergie hat das Leben in einem äthiopischen Dorf von Grund auf verändert und das Unternehmertum angekurbelt. Den Bürgern gefallen die Solaranlagen auf ihren Dächern so gut, dass sie an das reguläre Stromnetz gar nicht mehr angeschlossen werden wollen.

24. Dezember 2010

...
Rema ist vor vier Jahren das erste mit Solarenergie gespeiste Dorf in Äthiopien geworden. Das Projekt der von Deutschen gegründeten Stiftung Solarenergie hat für so viel Furore gesorgt, dass sogar der ehemalige Präsident Bill Clinton zu Besuch kam. Mehr als 50 Dörfer folgten dem Beispiel Remas. Die Solarenergie soll auch das Wirtschaftsleben in Regionen ankurbeln, die vom Fortschritt bisher abgeschnitten waren.
...
das ist wieder etwas, wo China inwischen deutlich preiswerter liefern kann als Europa - und damit seinen Vorsprung in Afrika ausbauen könnte
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#8
Und wo ich wieder das kotzen kriege wenn ich denke das wir unsere Unternehmen mit 25 MRD subventionieren und es einfach nach China verpufft, weil sie dort die produzieren.

Aber für Äthiopien ist es ne gute Idee. Bei 50 Dörfer scheint es ja ganz gut zu funktionieren (da ja meist Misstrauen erstmal besteht)
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#9
Zitat:Ethiopia forces thousands off land - Human Rights Watch

Ethiopia's government has been accused of forcing tens of thousands of people off their land so it can be leased to foreign investors. US-based Human Rights Watch says people are being forcibly relocated to new villages that lack adequate food, farmland and facilities.

Ethiopia has already leased out more than 3.6 million hectares (8.8m acres) of land - an area the size of The Netherlands - HRW says. [...] HRW says it has evidence that some 70,000 indigenous people in the western Gambella region were relocated against their will to new villages that "lack adequate food, farmland, healthcare and educational facilities".

The group said it spoke to more than 100 people in May and June last year for the report.
http://www.bbc.co.uk/news/world-africa-16590416

Und was werden die ausländischen Investoren machen? Mais für Biosprit anbauen, während noch mehr Leute hungern?

Schneemann.
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#10
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft ... 11489.html
Zitat:Äthiopien
Zwei deutsche Touristen getötet

18.01.2012 · Nun ist es traurige Gewissheit: Außenminister Westerwelle hat bestätigt, dass bei dem Überfall auf eine Reisegruppe im Nordosten Äthiopiens zwei deutsche Touristen getötet wurden. Zwölf Menschen konnten inzwischen per Hubschrauber gerettet werden.
...
im Grenzgebiet zu Eritrea - wer weiß, wem dieser Überfall zuzuschreiben ist.
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#11
Bei schweren Ausschreitungen in Äthiopien sollen mehr als 400 Menschen getötet worden sein. Der Konflikt hat verschiedene Ursachen, einerseits spielt der Konflikt zwischen Kleinbauern und korrupten Bürokraten - die Land an ausländische, oft asiatische Investoren verkaufen - eine Rolle, andererseits schwelt aber auch der Streit zwischen den Ethnien (s. hierzu Oromo) und zwischen den Parteien (das Land wird seit 1991 von der sozialistischen Revolutionären Demokratischen Front (EPRDF) regiert, die im Gegensatz zur CUDP ["Koalition für Einheit und Demokratie"] und der UEDF ["Äthiopische Demokratische Kräfte"] steht. Seit dem Jahr 2010 wird der regierenden EPRDF zudem vorgeworfen, zunehmend autoritärer zu herrschen und sich auf Wahlbetrug und Einschüchterung der Opposition zu stützen.
Zitat:Unruhen in Äthiopien nehmen zu

Im ostafrikanischen Äthiopien verschärfen sich die Unruhen, bei denen Menschenrechtsgruppen zufolge mittlerweile mehr als 450 Menschen umgekommen sind.

Während der jüngsten Protestwelle wurden fast ein Dutzend Fabriken beschädigt und mehr als 60 Fahrzeuge in Brand gesteckt, wie ein regierungsnaher Radiosender am Freitag meldete. Am vergangenen Wochenende waren mindestens 55 Menschen in einer Massenpanik ums Leben gekommen, als die Polizei eine regierungskritische Demonstration in der Oromiya-Region nahe der Hauptstadt Addis Abeba auflösen wollte. [...]

Die Menschen in der Region leiden unter den Folgen einer rasanten Industrialisierung, die vor allem ausländische Investoren nach Äthiopien lockt. Sie beschuldigen die Regierung, ihnen ihr Land zu rauben, um es anschließend günstig an Unternehmen zu verkaufen.
http://de.reuters.com/article/thiopien-u...EKCN1271I9

Schneemann.
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