USA vs Nordkorea
Also erstens möchte ich mich in diesem Forum über den Koreakonflikt unterhalten und nicht über Pressefreiheit !
Gibt es einen solchen Thread schon ?
Zweitens ist unsere Presse, sind unsere Medien FREI, allein die Tatsache, dass shahab und 701 hier ihre persönliche Meinung kundtun dürfen beweist das. Das dürften sie im Iran, in Syrien oder Nordkorea nämlich nicht ! Insofern habe ich auch kein Problem damit, dass sie des öfteren die zensierten Meldungen staatlicher Medien posten. Wie schon gesagt, es ist einer diskussion zuträglich, auch die andere Seite zu hören. Ich glaube, die meisten in diesem Forum sind sehr wohl in der Lage zu unterscheiden, was einer freien Berichterstattung entstammt und was nicht Smile
Allerdings ist es einfach lächerlich und geradezu hanebüchen, unseren Medien zu unterstellen, sie seien genauso kontrolliert und zensiert wie in Diktaturen. Dass Journalisten und Redaktionen immer auch ihre eigenen Meinung vertreten halte ich für legitim, Blogger tun das schließlich auch !

Alle US-Einsätze in Somalia, Bosnien und Afghanistan und Lybien hatten das OK der UN, waren also völkerrechtlich einwandfrei. Kosovo war ein NATO-Einsatz, aber kein reiner US-Einsatz, denn in der NATO müssen ALLE Nationen zustimmen ! Die USA haben also lediglich den Irak-Krieg (fast) alleine begonnen, 1950 hat Nordkorea den Koreakrieg begonnen, es steht also gewissermaßen 1:1 Big Grin
Nordkorea postuliert seit Jahrzenten auch die gewaltsame Wiedervereinigung, dass shahab und 701 diese Tatsache schlicht unterschlagen passt natürlich in ihre Argumentation......
Die "Verbrechen" der USA in anderen Konflikten als Begründung dafür zu nehem, dass Nordkorea "friedliebend" ist, halte ich für schlichten Revanchismus: Es zeigt der Mörder auf den Totschläger und ruft "der ist ein Verbrecher....."
Ansonsten stimme ich dir zu, hunter.....

Und grundsätzlich traue ich einer Diktatur, egal welcher Farbe, nicht über den Weg ! Nordkorea hat wahrscheinlich Hunderttausende seiner Bürger in Zwangsarbeitslager gesteckt und es war in der Vergangenheit mehrfach nicht in der Lage, seine eigene Bevölkerung zu ernähren, womöglich sind 1 Millionen Menschen verhungert ! Sad
Und der Grund hierfür ist die nicht funktionierende Planwirtschaft und ihre kollektivierte Landwirtschaft, die hat nämlich noch nie irgendwo funktioniert, weder in Europa, noch in Asien oder in Afrika. In den Achtziger Jahren musste der Ostblock und die Sowjetunion riesige Mengen Weizen aus den USA einführen und ohne die Reislieferungen aus den USA und Südkorea wären in Nordkorea noch Hunderttausende mehr Menschen verhungert.
Ja richtig ! Die bösen Imperialisten haben was zu Essen geliefert - kostenlos ! Leider habe ich noch nie davon gehört, dass nordkoreanische Flugzeuge in Äthiopien Nahrungsmittel abgeworfen hätten oder nordkoreansiche Soldaten in Somalia Hilfslieferungen bewacht hätten.....
Man kann den Spieß mit den "Verbrechen" also auch umdrehen und mal fragen, wieviel HILFE Nordkorea notleidenden Menschen irgendwo in der Welt hat zugutekommen lassen......
Zitieren
http://de.ria.ru/security_and_military/ ... 23672.html
Zitat:Medien: USA verlegen zwölf F-16-Jäger nach Südkorea

14:07 11/01/2014


SEOUL, 11. Januar (RIA Novosti Die USA werden im Januar Medienberichten zufolge zwölf F-16-Jäger nach Südkorea verlegen. ...
Zitieren
und Südkorea zahlt dafür: http://de.ria.ru/security_and_military/ ... 27312.html
Zitat:Südkorea stellt 866 Millionen Dollar für US-Truppenpräsenz im Land bereit

15:08 12/01/2014


SEOUL, 12. Januar (RIA Novosti). Südkorea zahlt im Jahr 2014 umgerechnet 866 Millionen US-Dollar (920 Milliarden Won) zur Finanzierung der amerikanischen Truppenpräsenz (USFK) im Land, teilte die Agentur Yonhap am Sonntag unter Berufung auf das Außenministerium mit.

Das sind 5,4 Prozent mehr als im Vorjahr: 2013 hatten die Stationierungskosten 819 Millionen Dollar (869,5 Milliarden Won) betragen.
...
Zitieren
http://www.spiegel.de/politik/ausland/s ... 62832.html
Zitat:Spannungen mit Nordkorea: USA schicken weitere Zerstörer nach Japan

Sonntag, 06.04.2014 – 08:46 Uhr
Die USA reagieren auf die jüngsten Raketentests Nordkoreas und stationieren zwei zusätzliche Zerstörer mit Raketenabwehrsystemen in Japan. Die beiden Staaten wollen ihre Sicherheitskooperation ausbauen und schickten auch eine Warnung an China.

Die USA wollen bis 2017 zwei weitere mit dem Anti-Raketen-System "Aegis" ausgestattete Zerstörer nach Japan schicken. Dies sei eine Reaktion auf das "provokative und destabilisierende Verhalten" Nordkoreas, sagte US-Verteidigungsminister Chuck Hagel am Sonntag bei einem Treffen mit seinem japanischen Kollegen Itsunori Onodera in Tokio. Die USA haben in der Region bereits fünf solcher Zerstörer stationiert.
....
Zitieren
Zitat:US sending extra rocket unit to South Korea

WASHINGTON — The Pentagon says it is adding 400 soldiers to its force in South Korea. They are members of an Army battalion equipped with the Multiple-Launch Rocket System, an armored vehicle that fires surface-to-surface rockets.

A Pentagon spokesman says the extra firepower and soldiers were not requested by U.S. commanders in South Korea. [...] The unit deploying to South Korea on a nine-month rotation is the 2nd Battalion, 20th Field Artillery Brigade.
http://www.stripes.com/news/pacific/us- ... a-1.335728

Schneemann.
Zitieren
Der aktuelle (mögliche?) Atomwaffentest Nordkoreas hat die USA offenkundig bewogen, eine B-52 nach Südkorea zu entsenden:
Zitat:Pjöngjangs Atomtest: USA schicken Langstreckenbomber nach Südkorea [...]

Es soll ein Zeichen der Stärke sein - und eine Warnung in Richtung Pjöngjang: Nach Nordkoreas jüngstem Atomtest haben die Vereinigten Staaten einen B-52-Langstreckenbomber nach Südkorea geschickt. Der Bomber habe das Land in niedriger Höhe nahe der nordwestlichen Stadt Osan überflogen, teilte die Pazifik-Kommandostelle der US-Streitkräfte mit. [...]

B-52-Bomber, die auch als Nuklearwaffenträger eingesetzt werden können, waren schon mehrmals für jährliche Übungen nach Südkorea geschickt worden. Die USA haben in Südkorea 28.500 Soldaten als Abschreckung stationiert.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/n ... 71290.html

Schneemann.
Zitieren
Es scheint ein wenig das altbekannte "Zuckerbrot und Peitsche"-Diplomatiespiel zu sein: Nach seinem mutmaßlichen Wasserstoffbombentest hat die stalinistische Diktatur nun etwas überraschend Friedensfühler ausgestreckt und sucht anscheinend wieder einen Ausgleich. Das Problem indessen: Diese Art der Ping-Pong-Politik zwischen Drohungen und Weltuntergangsszenarien einerseits und Friedenstaubenallüren andererseits ist allerdings nicht neu und gehörte schon früher zum wirren (aber zugleich auch durchschaubaren) Politrepertoire der Pjöngjanger Führer. Infolgedessen sind die USA auch nicht wirklich überzeugt...
Zitat:Abrüstung gegen Friedensvertrag

Nordkorea bietet Verzicht auf Atomtests an

Nordkorea will auf seine Atomtests verzichten, wenn die USA im Gegenzug ihre gemeinsamen Militärmanöver mit Südkorea einstellen und einen Friedensvertrag mit dem Norden schließen. Die USA trauen dem Frieden nicht und weisen den Vorschlag zurück. [...]

Ähnliche Vorschläge hatten die USA vor einem Jahr als "indirekte Drohung" bereits abgelehnt. Auch diesmal hieß es umgehend aus Washington, man stehe zu seinen Sicherheitsverpflichtungen gegenüber Südkorea. "Es ist sehr schwierig, irgendeines ihrer Angebote ernst zu nehmen, insbesondere angesichts des vierten Atomtests", sagte der Staatssekretär im Außenministerium, Antony Blinken.

http://www.n-tv.de/politik/Nordkorea-bi ... 83116.html

Schneemann.
Zitieren
Nordkorea bellt halt öfter aber beißt fast nie. Die müssen eben ihr Volk auch bei Laune halten und zeigen, dass sie (angeblich) bei den großen mitspielen können. Es ist aber überhaupt schon beeindruckend, dass sie es technisch soweit geschafft haben.
Zitieren
Information 
Nach 5 Atomtests und etlichen Raketentests handeln die USA jetzt.

Zitat:USA stationieren THAAD Raketenabwehrsystem in Südkorea
Das Raketenabwehrsystem Terminal High Altitude Area Defense (THAAD) soll bis Ende des Jahres einsatzbereit sein.

7. März 2017 | 4:49 Uhr | Quellen: ZEIT ONLINE, dpa, AFP, AP, Reuters, stk

USA stationieren Raketenabwehrsystem in Südkorea

Zitat:USA stationieren Flugzeugträger vor Korea

Erst vor wenigen Tagen droht Donald Trump China mit einem Alleingang gegen Nordkorea.
Jetzt scheint der US-Präsident seinen Worten Nachdruck zu verleihen und beordert zusätzliches Militär in den Westpazifik.

Zu der Flugzeugträgergruppe rund um die "USS Carl Vinson" - einem sogenannten "Super Carrier" der Nimitz-Klasse - gehören ein Kampfflugzeug-Geschwader, zwei Lenkwaffenzerstörer und ein Kreuzer, sowie weitere Begleit- und Versorgungsschiffe.

09. April 2017 | 14:40 Uhr | Quelle: n-tv.de , chr/AFP

USA stationieren Flugzeugträger vor Korea
Zitieren
USA erwägen offenbar Präventivschlag gegen Nordkorea

Zitat:Unter Berufung auf mehrere Mitarbeiter von US-Geheimdiensten berichtete der US-Fernsehsender NBC am Freitag, dass die USA darauf vorbereitet seien, einen Präventivschlag gegen Nordkorea auszuführen, sollten sie davon überzeugt sein, dass Pjöngjang einen weiteren Atomtest vornehmen wolle.

14.April 2017 12:23 Uhr | Quelle: FOCUS Online cp/dpa

USA erwägen offenbar Präventivschlag gegen Nordkorea
Zitieren
Wie sieht eigentlich der chinesische Plan für die Post-Kim-Ära aus? Kann man sich unter den Beteiligten nicht auf einen etwas weniger martialischen Nordkoreaner einigen, der China genehm ist und keine Atomwaffen benötigt?
Und wenn man den gefunden hat, müsste man den Kim halt beseitigen.

Damit wäre doch allen geholfen. Und China müsste eigentlich das grösste Interesse an einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel haben. Spätestens, wenn Korea wiedervereinigt ist.

So gesehen ist es mir ein Rätsel, warum nicht die Chinesen einen Präventivschlag vorbereiten, meinetwegen gemeinsam mit den Amerikanern.
Zitieren
China wird aber kein Interesse an einem wiedervereinigten und mit den USA verbündeten Korea haben, umgekehrt werden die Amerikaner kein vereintes Korea wünschen, dass sich stärker an China orientiert. Insofern ist für beide Seiten momentan eine stabile Zwei-Staaten-Lösung die beste Variante, und solange der Kim-Clan an der Macht ist wäre diese garantiert. Wenn der eben nur etwas stiller halten würde, dann hätte das jetzige System auf Jahrzehnte Bestand.
Zitieren
Wie stellt Ihr euch denn eine Wiederveinigung in Korea vor ? 25 Millionen Nordkoreaner, seit Generationen hirngewaschen und lausig ernährt, mit 50 Millionen Bewohnern einer modernen Industrienation mit bürgerlichen Freiheiten + Wohlstand etc ? Nach wie vor bleibt die schärfste Waffe Nordkoreas gegenüber dem Süden die bedingungslose Kapitulation samt Grenzöffnung.
Ein geschlagenes Nordkorea könnten nur die Chinesen stemmen. Die Frage ist, ob die das wollen.
Zitieren
Zwar würden die Großmächte ihre Ansichten und machtpolitischen Ambitionen in die Option einer Wiedervereinigung mit Sicherheit einfließen lassen wollen, die entscheidende Frage aber wäre auch, ob die Koreaner sie sich aktuell überhaupt wünschen. Im Süden gibt es, bei aller Aversion gegen das irrlichternde Regime im Norden, große Sorgen dahingehend, dass der Süden eine "Wiedervereinigung" im deutschen Rahmen gar nicht stemmen könnte.

Die Kosten für die südkoreanische Volkswirtschaft wären wesentlich höher, pro Person gesehen, als dies bei der deutschen Einigung der Fall war. Zudem ist der Norden im Vergleich mit der DDR quasi eine verödete Trockensteppe. Banker und Politiker im Süden haben solche Szenarien schon in den frühen 2000ern durchgerechnet und waren ziemlich ernüchtert. Wenn, dann würde man nach dem Sturz der Kim-Clique eher erst einmal die Trennung aufrechterhalten wollen - vielleicht mit einem weniger unberechenbaren General an der Spitze - und dann das Land über ein Jahrzehnt (oder länger) im wirtschaftlichen und demokratischen Aufbau unterstützen und langsam an den Süden heranführen wollen. Erst dann könnte man über eine echte Vereinigung nachdenken. Alles andere würde den Süden quasi in den Bankrott treiben.

Schneemann.
Zitieren


Gehe zu: