Umfrage: Wie soll sich Europa positionieren?
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a) als enger Verbündeter der USA
13.51%
5 13.51%
b) als Gegenkraft zu den USA mit Russland, China und anderen neuen Mächten
13.51%
5 13.51%
c) als neutraler Mittler zwischen den Akteuren
18.92%
7 18.92%
d) Die EU macht ihre eigenen Politik, was bedeutet, dass sie auch nicht neutral ist.
54.05%
20 54.05%
Gesamt 37 Stimme(n) 100%
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USA und EU-Staaten vs. Russland
Sechs russische Landungsschiffe verlassen die Ostsee und fahren in den Ärmelkanal ein.
Ouest France (französisch)
Sechs russische Schiffe haben in den letzten Tagen die Ostsee verlassen und nehmen nun über die Nordsee Kurs auf den Süden. Es handelt sich dabei um die Olenegorskiy Gornyak und Georgiy Pobedonosets sowie die Pjotr Morgunow.

Einen Tag zuvor waren drei weitere Schiffe der Ostseeflotte gesichtet worden: die Korolev, die Minsk und die Kaliningrad.

Das Besondere an diesen Schiffen ist, dass sie alle Panzer- und Truppenlandungsschiffe sind, wie in der Bibel Kampfflotten beschrieben.

Ihre Ankunft vor der britischen und niederländischen Küste sorgte am Mittwoch für die übliche Aufregung und die üblichen Starts von Typhoon- und F-16-Kampfflugzeugen. Auch die E-3 Sentry spielte ihre Rolle. Sogar die belgischen Streitkräfte beteiligten sich an der Begleitung:
[Bild: http://lignesdedefense.blogs.ouest-franc...628005.jpg]
Die britische Presse beeilte sich natürlich zu erklären, dass diese beiden Flottillen eine potenzielle, aber sehr reale Gefahr darstellten, wenn sie ins Mittelmeer und dann ins Schwarze Meer eindringen würden (lesen Sie hier z. B. den langen Bericht der Daily Mail, dem die untenstehende Karte entnommen ist).

[Bild: http://lignesdedefense.blogs.ouest-franc...295901.jpg]

Zu welchem Zweck, wenn nicht zur Anlandung von Truppen im Falle eines möglichen Konflikts zwischen Russland und der Ukraine, sollten sie eingesetzt werden, so die Kollegen aus dem Vereinigten Königreich?

Auf französischer Seite bleibt man phlegmatisch... und erinnert daran, dass die Durchfahrt russischer Schiffe im Ärmelkanal und vor der Küste von Brest "üblich" ist und dass diese Schiffe das Recht haben, in diesen absolut internationalen Gewässern zu fahren. Also gehen Sie weiter, es gibt nicht viel zu sehen, Dekonfliction oblige...

Das Patrouillenboot Flamand spielte jedoch am Eingang des Ärmelkanals die Neugierigen. Das in Cherbourg stationierte Patrouillenboot ist für alle Arten von Aktivitäten (einschließlich der Durchfahrt von Migranten) alarmiert und spielte daher im Rahmen seiner üblichen Mission die Rolle des Begleiters. Aber "es wurden keine besonderen Vorkehrungen getroffen", heißt es von Seiten der Marine. Der Transit der russischen Schiffe wird jedoch "sicherlich" von den französischen Streitkräften verfolgt und ein Informationsaustausch mit den Verbündeten ist im Gange.
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(20.01.2022, 12:59)voyageur schrieb: Die britische Presse beeilte sich natürlich zu erklären, dass diese beiden Flottillen eine potenzielle, aber sehr reale Gefahr darstellten, wenn sie ins Mittelmeer und dann ins Schwarze Meer eindringen würden... Zu welchem Zweck, wenn nicht zur Anlandung von Truppen im Falle eines möglichen Konflikts zwischen Russland und der Ukraine, sollten sie eingesetzt werden, so die Kollegen aus dem Vereinigten Königreich?

Aus unserer rein egoistischen Sicht ist eine Verlagerung russischer Flottenkapazitäten nach Süden ja nur positiv zu sehen. Im Schwarzen Meer dürften diese im Konfliktfall uns selbst deutlich weniger gefährlich werden, als in der Ostsee, während dort vermutlich vor allem die USA ihre maritime Überlegenheit besser zur Wirkung bringen könnten als in der Ostsee. Die Bedrohung der NATO/EU-Südflanke durch russische Anlandung aus dem schwarzen Meer würde ich persönlich als deutlich geringer bewerten, gegenüber z.B. dem aktuell diskutierten Gotland-Szenario.
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Wenn diese Einheiten ins Schwarze Meer verlegen (wahrscheinlich), dient dass nicht einer Landung an der rumänischen, bulgarischen oder gar türkischen Küste sondern für den Fall eines Krieges mit der Ukraine einer Landung an der ukrainischen Küste. Beispielsweise könnte man in einem Handstreich damit Odessa nehmen und damit gleich das Hauptquartier der fast nicht mehr vorhandenen ukrainischen Marine und den bedeutendsten Handelshafen zugleich ausschalten. In der Stadt leben zudem hunderttausende Russen und nur ca 60% der Einwohner sind Ukrainer. Es wäre daher auch ein leichtes entsprechend bereits Agenten und Sondereinheiten dort vorzupositionieren und zugleich mit einem Aufstand der russischen Zivilbevölkerung die Stadt einzunehmen. Gab ja schon früher massive pro-russische Ausschreitungen in Odessa mit der Forderung eines Referendums über die Stadt wie bei der Krim und der Rückkehr ins russische Reich.
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(20.01.2022, 21:06)Quintus Fabius schrieb: Wenn diese Einheiten ins Schwarze Meer verlegen (wahrscheinlich), dient dass nicht einer Landung an der rumänischen, bulgarischen oder gar türkischen Küste sondern für den Fall eines Krieges mit der Ukraine einer Landung an der ukrainischen Küste.

Das erklärt sich von selbst. Nur sind sie erstmal da unten, stellen sie im Fall einer Eskalation der Gesamtsituation in der Ostsee keine Bedrohung mehr dar. Weswegen ich von unserer rein egoistischen Sicht sprach. Für die Ukraine macht es die Lage natürlich nur noch gefährlicher, weil die grünen Männchen in Küstennähe jederzeit schwere Unterstützung erhalten könnten.
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Exakt deswegen nannte ich Odessa. Man könnte vorher bereits dort pro-russische Unruhen generieren um sich dann als Retter des Friedens und der Menschenrechte der russischen Minderheit in Odessa aufspielen zu können. Durch den Verlust dieser Stadt und ihres Hafens käme die Ukraine selbst wenn sonst nichts genommen wird in eine unhaltbare Lage (ökonomisch etc)
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Man sollte an dieser Stelle auch anmerken, dass der Angriff von mehreren Seiten kommen könnte. So gibt es z. B. erheblichen russischen Einfluss, bis hin zur Stationierung von Truppen, in Transnistrien und Moldau. Dort wurden bereits vor Jahren Sorgen laut, dass russische Pässe verteilt werden, was faktisch nicht nur den Einfluss verstärkt, sondern auch dem Argument, man "helfe russischen Bürgern" Nachdruck verleihen würde. Und für die dort stehenden Kräfte, u. a. zwei motorisierte Garde-Schützen-Bataillone (82. und 113.), ist es ein Katzensprung von Tiraspol nach Odessa (ca. 100 km, recht gut ausgebaute Straßen). Wenn es schnell geht, sind die mot. russischen Truppen in zwei Stunden in Odessa, während alles nach Osten oder dem Schwarzen Meer schaut...

Schneemann
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