Schweiz
#46
http://www.sueddeutsche.de/geld/schweiz ... -1.1130927
Zitat:Schweiz
Euro-Bindung für den Schweizer Franken?

12.08.2011, 18:07
Von Wolfgang Koydl

Die Schweiz kämpft gegen ihre eigene Währung: Weil der starke Franken ihre Exportwirtschaft bedroht, wollen die Eidgenossen den Wert ihres Geld unbedingt abwerten. Die Regierung erwägt sogar, den Franken an den Euro zu binden - doch das wäre nicht so einfach.
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schon vor vier Wochen hatte SNB-Chef Hildebrand die Tür für eine vorübergehende Anbindung offen gehalten. Nun bestätigte ihn sein Vize, Thomas Jordan. Auf die Frage, ob ein solcher Schritt mit der Verfassung vereinbar sei, antwortete er mit einer für einen Zentralbanker überraschenden Direktheit: "Solange dies mit der Preisstabilität in der langen Frist vereinbar ist, sind vorübergehende Maßnahmen, die den Wechselkurs beeinflussen, in unserem Mandat enthalten."

Vielleicht, so die unausgesprochene Hoffnung der Wächter über die Schweizer Währung, reicht es ja schon, mit den starken Kanonen zu drohen, um die Franken-Spekulanten in die Defensive zu treiben.
und wenn die Schweiz gleich dem Euro beitreten würde :mrgreen:
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#47
haha ganz schlau oder was, dank Griechenland @ co die Währung runterdrücken ohne für Griechenland @ co finanziel aufkommen zu müssen, wie die Deutschelande :mrgreen:
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#48
so isch es
http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/anle ... 97046.html
Zitat:29.08.2011, 16:27
Erleichterung für Eidgenossen: Franken erleidet Schwächeanfall

Nach monatelangem Höhenflug gibt die Devise deutlich nach. Neben den Aktionen der Schweizer Notenbank trägt dazu auch die Abkühlung der heimischen Konjunktur bei. Denn die starke Währung hat schon einigen Schaden angerichtet.
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gut, dass wir den Euro haben, gell? :twisted:
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#49
http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/anle ... 00586.html
Zitat:06.09.2011, 14:39
Starke Währung: Schweiz koppelt Franken an Euro

Der Höhenflug der Landeswährung schadet der Schweizer Wirtschaft.
Die Notenbank zieht die Reißleine: Ab sofort toleriert sie keinen Euro-Wechselkurs unter 1,20 Franken mehr. Die Währung stürzt ab.
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http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/anle ... 00702.html
Zitat:06.09.2011, 13:23 Kommentar
Die Intervention der Schweizer Nationalbank kann nur funktionieren, wenn die Grenze von 1,20 Franken pro Euro bedingungslos verteidigt wird. Die Chancen stehen gut, dass es klappt
Schwächung des Franken: Euros kaufen, als gäbe es kein Morgen

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#50
http://www.sueddeutsche.de/geld/hoechst ... -1.1140294
Zitat:Höchstgrenze für den Franken Wagemutig in Zürich

07.09.2011, 17:03
Ein Kommentar von Wolfgang Koydl

Mit einem waghalsigen Manöver hat die Schweizerische Nationalbank sich und das Land in ein Abenteuer gestürzt. Der Ausgang ist alles andere als sicher: Künftig wird es noch weniger von eigenen Entscheidungen abhängen, was in der Schweiz passiert.

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tja, da hilft eigentlich am Besten, gleich der Euro-Zone beizutreten .... dann könnten die Schwyzer zumindest mit schnurre, analysierä (überprüefe) und imische (handle)
@Hunter1: äs fägt eifach mit dir :wink:
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#51
Zitat:tja, da hilft eigentlich am Besten, gleich der Euro-Zone beizutreten
Das ist mit der Kopplung ja nicht beabsichtigt. Die soll vorübergehend sein - wie vorübergehend, hängt von der weiteren Entwicklung im Euroraum ab. Die Kopplung ist für mich auch ein Zeichen, dass man, wenigsten bei der SNB, zuversichtlich ist, dass sich der Euro wieder stabilisieren wird.
Übrigens danke für diesen kritischen Artikel. Die hiesigen Politiker haben sich quer durch die Parteienlandschaft klar hinter den SNB-Entscheid gestellt. In den Medien wurde der Schritt der SNB eher gelobt. Die fehlende Kritik ist mir ein wenig verdächtig.
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#52
http://www.focus.de/finanzen/news/schwe ... 78984.html
Zitat:Schweiz klagt gegen deutsche Steuerfahnder
Steuersünder-CD: Neue Beweise gegen Finanzbeamte

Sonntag, 08.07.2012, 21:20

Die Schweizer Justiz drängt auf eine Bestrafung der Steuerfahnder, die 2010 eine CD mit den Daten deutscher Steuersünder gekauft haben. Die deutschen Behörden blocken ab. Nun gibt es angeblich neue, belastende Beweise.
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#53
das Abkommen dürfte "tot" sein
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/d ... -1.1412566
Zitat:Daten von Steuersündern
NRW kauft trotz geplantem Abkommen Steuer-CD aus der Schweiz

14.07.2012, 15:27 Von Hans Leyendecker

Es gleicht einer Torpedierung des geplanten Steuerabkommens zwischen Deutschland und der Schweiz: Nordrhein-Westfalen hat erneut eine CD mit Daten von Steuersündern gekauft. Das Material aus der Schweiz sei erstklassig, heißt es in Behördenkreisen.
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und http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 44354.html
Zitat:14.07.2012

Schweizer Banken
NRW erwägt Kauf von weiteren Steuer-CDs

Im Visier sind vor allem Steuersünder mit großen Vermögen: Eine CD mit Daten von Steuersündern hat das Land Nordrhein-Westfalen bereits gekauft. Nach Informationen des SPIEGEL prüft das Land noch zwei weitere Datensätze.
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#54
http://www.tagesschau.sf.tv/var/storage ... lement.jpg

http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten ... iegsspiele

http://www.google.de/#hl=de&tbo=d&sclie ... afe=active

Für Optimisten ist das einfach nur ein Versuch der Schweizer Armee, angesichts zusehender Kritik im eigenen Land eine Legitimation für sich selbst zu erfinden.

Für Realisten wie mich, ist diese Übung ein Beweis für die Qualität der Schweizer Armee und ihren Realitätssinn.
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#55
http://www.spiegel.de/politik/ausland/sc...04650.html

Zitat:Referendum: Große Mehrheit der Schweizer für verschärftes Asylgesetz

Die Schweizer haben mit großer Mehrheit ein verschärftes Asylgesetz bestätigt. Es ermöglicht beschleunigte Verfahren, schränkt Chancen auf Asylanträge ein und erlaubt "spezielle Zentren" für Bewerber, die Schwierigkeiten machen.
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#56
http://www.sueddeutsche.de/politik/volk ... -1.1883791
Zitat:9. Februar 2014 16:47

Volksabstimmung
Schweizer stimmen für Begrenzung der Zuwanderung


Die Schweizer haben für die Initiative "gegen Masseneinwanderung" der erzkonservativen SVP gestimmt. Damit fordern sie ihre Regierung auf, die Zuwanderung von EU-Bürgern in das Land zu begrenzen. Das Ergebnis könnte weitreichende Folgen haben.
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#57
Erich schrieb:http://www.sueddeutsche.de/politik/volks...-1.1883791
Zitat:9. Februar 2014 16:47

Volksabstimmung
Schweizer stimmen für Begrenzung der Zuwanderung


Die Schweizer haben für die Initiative "gegen Masseneinwanderung" der erzkonservativen SVP gestimmt. Damit fordern sie ihre Regierung auf, die Zuwanderung von EU-Bürgern in das Land zu begrenzen. Das Ergebnis könnte weitreichende Folgen haben.
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Eine der wenigen echten Demokratien hat abgestimmt. Da half auch die massive einseitige Einflußnahme der Medien und Eliten nichts. Der Normalbürger beginnt sich endlich zu emanzipieren und wird selbst aktiv.
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#58
Die Entscheidung der Schweizer ist zu respektieren. Und anderswo kann eine andere Entscheidung kommen - das ist auch zu respektieren, ohne Schaum vor dem Mund:
http://www.faz.net/aktuell/politik/die- ... 94646.html
Zitat:Die EU und das Schweizer Referendum
Gespräche ohne Schaum vor dem Mund

10.02.2014 · Nach dem Referendum muss die Schweiz mit der EU neu verhandeln. Dabei kann Bern nicht mit allzu viel Entgegenkommen rechnen. In Brüssel sieht mancher sogar eine willkommene Chance, um bei alten Streitthemen endlich EU-Interessen durchzusetzen.
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gerade läuft übrigends "hartaberfair" - Stimmungen vrs. Argumente
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#59
Sagen wir so: Es war wohl sehr knapp, nach meinem Wissen haben 50,3% im "Ja" votiert. Interessant ist, dass sich grob entlang einer Art Mittelachse der Schweiz die Distrikte der Kantone meistens für ein "Ja" entschieden haben, die östlichen und westlichen Landesteile eher hingegen für "Nein", d. h. gegenüber Deutschland und Italien tendierte man eher zu einer Zustimmung (zur Begrenzung). Allerdings ist das Tessin ein wenig ein Ausreißer (s. u. Absatz).

Interessant ist jedoch auch, dass in der Finanz-"Hauptstadt" Zürich gerade mal 33,4% mit "Ja" gestimmt haben, offenkundig ist man sich dort, wo viele Finanz-, Wirtschafts- und Politiklinien zusammenfließen, durchaus und eher bewusst, dass das Votum auch negative Auswirkungen haben könnte und man blickt ein wenig mehr mit Sorge auf die Begrenzung (vermutlich, weil man die möglichen negativen wirtschaftlichen Folgen - besonders auch was qualifizierte Zuzügler angeht - erahnt, ja sogar wohl kennt).

Am höchsten war die Zustimmung zur Begrenzung mit 74,3% übrigens im italienischsprachigen Distrikt Riviera im Kanton Tessin - also nicht in einem Gebiet, dass an Deutschland angrenzt (was wiederum interessant ist). Vermutlich liegt dies daran, dass das wunderschöne Tessin, wo ich auch schon mal Urlaub gemacht habe, auch ein Ort für viele ist, sich dort fest niederzulassen (nicht nur Deutsche, sondern auch Franzosen, Slowenen und neuerdings auch Russen). Möglich, dass dies der Angst vor einer Überfremdung Vorschub geleistet hat.

Schneemann.
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#60
Schneemann schrieb:Sagen wir so: Es war wohl sehr knapp, nach meinem Wissen haben 50,3% im "Ja" votiert. Interessant ist, dass sich grob entlang einer Art Mittelachse der Schweiz die Distrikte der Kantone meistens für ein "Ja" entschieden haben, die östlichen und westlichen Landesteile eher hingegen für "Nein", d. h. gegenüber Deutschland und Italien tendierte man eher zu einer Zustimmung (zur Begrenzung). Allerdings ist das Tessin ein wenig ein Ausreißer (s. u. Absatz).
Die Grossstädte wie Zürich sind gegen diese Initiative. Je ländlicher ein Gebiet ist, desto weniger Einwanderung möchte man zulassen.

Zitat:Interessant ist jedoch auch, dass in der Finanz-"Hauptstadt" Zürich gerade mal 33,4% mit "Ja" gestimmt haben, offenkundig ist man sich dort, wo viele Finanz-, Wirtschafts- und Politiklinien zusammenfließen, durchaus und eher bewusst, dass das Votum auch negative Auswirkungen haben könnte und man blickt ein wenig mehr mit Sorge auf die Begrenzung (vermutlich, weil man die möglichen negativen wirtschaftlichen Folgen - besonders auch was qualifizierte Zuzügler angeht - erahnt, ja sogar wohl kennt).
Die Städte haben sich an einen Ausländeranteil von 25-35% schon gewöhnt (Schnitt Schweiz 23%), da ist die Angst vor Überfremdung gering. Und es gibt natürlich die realen Nachteile durch Zuzügler, in den attraktiver Wohnlagen verteuern sie den Wohnraum massiv. Es ist nicht so, dass sie keine Probleme verursachen würden. Die Infrastruktur ist auch am Anschlag (insbesondere die Bahn), durch den enormen Zuzug der natürlich um mindestens 200% grösser ist als jetzt z.B. in Deutschland.

Zur Verteidigung muss man erwähnen, dass wir in den letzten Jahren wirklich überspült wurden mit Ausländern. Manchmal fühlt man sich schon ein wenig wie in einer Deutschen Enklave. In der Nord- und Ostschweiz ist ja die "Masse" zugezogen (überwiegend Deutsche) und nicht in die Westschweiz. Das im Zusammenhang, dass wir uns generell schwer tun mit unserem grossen, dominanten Nachbarn ... Westschweizer haben hingegen überwiegend positive Gefühle zu Frankreich/Paris, so lassen sich die Unterschiede erklären. Wir bewundern die Deutschen nicht wirklich, denke das hat schon auch mit den Weltkriegen zu tun und mit zum Teil ziemlich grossspurigem Auftreten (vieles sind auch Vorurteile). Das wird in der Schweiz nicht gern gesehen, ich persönlich mag die direkte Art der Deutschen, das übertriebene Diplomatische find ich jetzt kein Vorzug der Schweizer.

Zitat:Am höchsten war die Zustimmung zur Begrenzung mit 74,3% übrigens im italienischsprachigen Distrikt Riviera im Kanton Tessin - also nicht in einem Gebiet, dass an Deutschland angrenzt (was wiederum interessant ist).
Das Tessin leidet extrem unter Lohndumping. Unsere Löhne sind eigentlich zu hoch, aber eben auch die Preise. Viele der Grenzgänger von Italien die im Tessin arbeiten, arbeiten zum Teil zu echten Dumpinglöhnen. Das geht für die Grenzgänger auf, da die Lebenshaltungskosten deutlich tiefer als in der Schweiz sind. Für die Schweizer Arbeiter im Tessin angeblich ein riesiges Problem / der daraus folgenden sehr hohen Arbeitslosigkeit. Ist bis jetzt aber nur im Tessin der Fall. Kann aber natürlich auch noch in anderen Grenzregionen folgen, bei den hohen Löhnen die wir haben. Ich bin eh der Meinung dass unsere Löhne mit das Hauptproblem für all die Probleme sind. Wir brauchen günstigere Güter und tiefere Löhne, dann bleiben wir konkurrenzfähig ... das ewige Inseldenken geht mir auf den Wecker.

Und schlussendlich gehts auch um die Frage, ob wir Schweizer überhaupt so viele Menschen wollen. Ewiges Wachstum der Bevölkerung kanns ja nicht sein. Wir lieben ja unsere hübsche Landschaft ... hier folgt bald einmal die Eco-Pop Initiative, die eine generelle Nivellierung verlangt (minimales Bevölkerungswachstum erlaubt). Schutz der Umwelt, um das Modewort zu gebrauchen ... nachhaltiges Wachstum. Wir müssen ja nicht wie Sklaven der Wirtschaft folgen und nur das machen was ökonomisch am besten ist ... klar, wenn wir immer mehr qualifizierte Personen rein lassen, wäre das der sicherste und einfachste Weg zu Wohlstand. Fertig ausgebildete Fachkräfte kosten ja weniger als solche die man über Schulen ausbilden muss (die Kosten fallen ja im Ausland an).

Zitat:Vermutlich liegt dies daran, dass das wunderschöne Tessin, wo ich auch schon mal Urlaub gemacht habe, auch ein Ort für viele ist, sich dort fest niederzulassen (nicht nur Deutsche, sondern auch Franzosen, Slowenen und neuerdings auch Russen). Möglich, dass dies der Angst vor einer Überfremdung Vorschub geleistet hat.
Nein, das glaub ich nicht. Hier gibt es ein echtes Problem bei der Arbeit ... aber das ist auch regional verschieden. In der restlichen Schweiz hat der Arbeitnehmer sehr gute Chancen im Markt.

Wollte dich nicht korrigieren Schneemann, nur so als kleine Ergänzung eines Direktbetroffenen. Smile Im Grossen und Ganzen hast du es nicht schlecht zusammengefasst. Wink Interessant ist ja auch eure Sicht der Dinge ... mal die unverblümte Sicht der Dinge würde mich auch interessieren.

"Hart aber Fair" hab ich auch geschaut, ist natürlich nicht repräsentativ, aber den Eindruck konnte man schon gewinnen, dass das Volk bei euch auch ganz gerne mal zu einer Sache abstimmen möchte. Aber eben ... es kann auch zu fragwürdigen Entscheiden führen, wenn Volkes Seele kocht. Z.B. beim Minarettverbot ... find ich z.B. ein absolutes Unding, dass man christliche Türme erlaubt und den Moslems die Dinger verbietet.
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