MBT Leclerc
#16
Zitat:Der Ladeschütze kann mit dem Kopf gegen die Panzerung bei einem Stoss aufschlagen. Er bekommt angst oder erkrankt, er verwechselt im Gefecht die Munition, er lässt sie sich auf den Fuss fallen.


Nur das gilt zum größten Teil für den Rest der Besatzung.

Zitat: Es gibt eine Menge Möglichkeiten für menschliche Fehler.

Und auch ne Menge möglichkeiten, dass die Technick versagt, wobei wie gesagt, dann sollte man vielleicht auch die restliche Besatzung ersetzen, dann macht keiner mehr Fehler.
Zitat:
Der Autolader des Leclerc gilt als schnell und zuverlässig, er wurde z.B. gerade beim koreanischen XK-2 kopiert. An dem Panzer hat die Türkei Interesse gemeldet.

Das heißt, aber nicht, das er automatisch allem anderen überlegen sein muss.


[quote Die meisten Panzer auf der Welt sind keine Leoparden, sondern sowjetischer Entwicklung. D.h. überall auf der Welt schafft man die Ketten mit 3 Mann problemlos zu wechsel, der Panzerkommandant muss eben mitanpacken. :wink:
Zitat:Ich schätze mal das er den mit einbezogen hat. Was die rußischen Modelle angeht, kann ich nichts sagen. Wobei ich aber immer davon ausgehe, das wenn 2 Hände mehr da sind einige Arbeiten schneller gehen.

Zitat: Die Vorteile des Leclerc liegen ganz klar in der modularen Panzerung, etwa wie auch beim Merkava 4. Dadurch kann man die Panzer immer verstärken oder beschädigte leicht durch Instandsetzung ersetzen. Dieses Prinzip wird z.B. auch beim Spz. Puma befolgt.

Das gilt aber auch für den Leo2, auch dort sind Teile der Panzerung Modular und können ausgetauscht werden.

Was den Puma angeht, so ist das nochmal was anderes, da hier ja nicht zum upgraden die Module abgenommen werden, sondern um ihn zum transport, oder aus Einsatz spezifischen Gründen abzunehmen.

Heißt, das die Module bei den meisten MBT immer dran bleiben, nur zum Erneuern oder im Rahmen eines Upgrade ersetzt werden. Dagegen wird sie beim Puma viel häufiger abgenommen und auch kann er ohne die Panzerung noch in den Einsatz.

Zitat: Weiterhin ist der Leclerc bei gleicher Motorisierung fast 10 tonnen leichter.


Ist aber nur 3 -4 Km/h schneller.

Zitat: Weil wegen der 3-Mann Besatzung er auch kürzer und tiefer ist. Das ergibt Raum für die Verstärkung des Panzerschutzes, einfach durch dickere Module. Der Leclerc bietet in Sachen Panzerung mehr potential.
'Nicht umbedingt. Ersten wird allgemein angenommen (Genaues wissen nur Leute die dazu nichts sagen) das die Panzerung des Leo2 A6 im Moment dicker ist. Wobei noch dazu sagen muss das der aufwuchs an Dicke durch Panzerung ja keine weitere meter an Dicke Bedeuten, daher sehe ich jetzt da nicht den Vorteil. Eher beim Gewicht sehe ich einen Vorteil, der Leclerc ist einfach Leichter, und kann daher noch mehr auf den Rippen vertragen als Leo2 oder M1. Wobei da der M1 mehr Probleme hat.

Zitat: Das Geschütz hat eine Kaliberlänge von L52, Leopard2 A6 hat L55, allerdings lässt sich die Kanone verlängern, da die Kanone beim Leopard2 A6 nicht Leopard spezifisch sondern von Rheinmetall ist
Zitat:Stimmt die Kanone ist nicht Leo2 spezifisch. Die L44 ist im Leo2 bis A5, im Merkava, M1, dem japanischen Typ90

Die L55 wird in zukunft auch im britischen Challenger 2 vertrieben.

Zitat: .... Die 3 Kaliberlängen machen nicht den Unterschied aus, dass man die Umrüstung vornehmen müsste.

Sie machen schon einen Unterschied, nur brauch man den im Moment nicht, da man eingentlich alles mit der alten Kanone platt machen kann. Auch ist in der Bundeswehr die L55 nicht unumstritten, weil sie schon zu lang sein soll (z.B. Probleme mit Schwinungen), außerdem gibt es in Urbanen Räumen Probleme. Nicht umsonst bietet KMW bei dem Leo2 PSO eine L44 an.

Zitat: Die Amerikaner wollen z.B. ihre L44 auch nicht verlängern, weil sie durch den DU-Penetrator der M829A3 Munition weiterhin grössere Durchschlagskraft haben. Beim Leoprad2 A6 wird ja keine Uran-Munition verwendet.

Das ist auch so ein Gerücht, mir hat mal ein Mitarbeiter von Reihnmetall erzählt das DU nicht besser ist als Wolfram, aber deutlich billiger. Da es als Abfall bei der Herstellung von Brennmaterial von Atomkraftwerken und Atombomben anfällt.

Die Amis wollen keine L55 aus den oben genannten Gründen, ihnen reicht die L44.
Zitat:Der Leclerc ist elektronisch weit fortgeschritten, er bietet neben der normalen westlichen serienelektronik TIS (etwa wie bei USA IVIS), das hat Leopard2 A6 nicht.

Man darf mich gerne korigieren, aber das wird mittels Faust ermöglicht. Was eingeführt wird.

Zitat:Leclerc hat aber noch mehr elektronisches Zeug, das nicht unbedingt in einem Kampfpanzer gebraucht wird

Alles was kaputt gehen kann geht auch Kaputt, daher wenn es nicht gebraucht wird sollte es auch nicht drin sein.

Welche Systeme wären das denn bitte??

Zitat: der ansonsten mehr Zukunftsperspektven als der Leoprad2 A6 oder auch der M1A2 bietet.

Wäre auch peinlich wenn nicht, er ist ja auch über 10 Jahre jünger.
Wobei, die Frage ist, ob die Reserven der anderen beiden nicht auch reichen?
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#17
Marc79 schrieb:Nur das gilt zum größten Teil für den Rest der Besatzung.


Und auch ne Menge möglichkeiten, dass die Technick versagt, wobei wie gesagt, dann sollte man vielleicht auch die restliche Besatzung ersetzen, dann macht keiner mehr Fehler.

Technisches Versagen is auch nemals ausschliessen.
Es geht darum, dass es keine berechtigten Zweifel am Autolader des Leclerc gibt.
Während Mutmassung über was wäre wenn, auch bei Menschen oder anderen Geräten gemacht werden können.


Marc79 schrieb:Das heißt, aber nicht, das er automatisch allem anderen überlegen sein muss.

Er erfüllt seinen Zweck, dadurch spart der Leclerc an Platz, damit unnötiger Panzerung in die Breite und kann dagegen mehr in die Dicke stecken.



Marc79 schrieb:Ich schätze mal das er den mit einbezogen hat. Was die rußischen Modelle angeht, kann ich nichts sagen. Wobei ich aber immer davon ausgehe, das wenn 2 Hände mehr da sind einige Arbeiten schneller gehen.

Der Panzerkommandant packt üblicherweise nicht mit an, er kommandiert, d.h. bei einer 4 Mann Besatzung. Die 2 zusätzlichen Hände sind oft nur theoretisch vorhanden. Wie gesagt, die Ketten lassen sich von 3 Mann problemlos wechseln.

Zitat: Die Vorteile des Leclerc liegen ganz klar in der modularen Panzerung, etwa wie auch beim Merkava 4. Dadurch kann man die Panzer immer verstärken oder beschädigte leicht durch Instandsetzung ersetzen. Dieses Prinzip wird z.B. auch beim Spz. Puma befolgt.

Marc79 schrieb:Das gilt aber auch für den Leo2, auch dort sind Teile der Panzerung Modular und können ausgetauscht werden.

Das stimmt nicht. Beim Leopard 2 A6 gibt es nur die vorne angebrachte Maske 20-30mm dicke Mehrschichtpanzerung. Mir wäre neu, dass die im ähnlichen Sinne modulare Panzerung wie beim Leclerc oder Merkava 4 zu bezeichnen wäre.:lol:


Marc79 schrieb:Was den Puma angeht, so ist das nochmal was anderes, da hier ja nicht zum upgraden die Module abgenommen werden, sondern um ihn zum transport, oder aus Einsatz spezifischen Gründen abzunehmen.

Das ist die modulare Panzerung, da ist nichts anedrs als beim Leclerc oder Merkava-4. Der Vorteil dessen ist nicht nur Transport oder spezifische Gründe, sondern das Potential neue verbesserte Module (z.B. schwerere Panzerung oder leichtere aber härtere etc.) herzustellen und problemlos auf das Fahrzeug aufzuhängen.

Marc79 schrieb:Heißt, das die Module bei den meisten MBT immer dran bleiben, nur zum Erneuern oder im Rahmen eines Upgrade ersetzt werden. Dagegen wird sie beim Puma viel häufiger abgenommen und auch kann er ohne die Panzerung noch in den Einsatz.

Nun, man kann auch bei Panzern unterschiedlich dicke Module aufhängen.
Um ehrlich zu sein, ist mir das Argument hier (für oder gegen etwas)entgangen.


Marc79 schrieb:Ist aber nur 3 -4 Km/h schneller.

Dann setzt er dickere Panzerung auf und wird gleichschnell, dafür aber stärker als das Gegenstück gepanzert.


Marc79 schrieb:.....
Eher beim Gewicht sehe ich einen Vorteil, der Leclerc ist einfach Leichter, und kann daher noch mehr auf den Rippen vertragen als Leo2 oder M1. Wobei da der M1 mehr Probleme hat.
Ja, das stimmt, in Verbindung mit dem modularen Aufbau kann die Panzerung des Leclerc schnell erhöht werden, sobald entsprechend dickere Module vorhanden sind.

Zitat: Das Geschütz hat eine Kaliberlänge von L52, Leopard2 A6 hat L55, allerdings lässt sich die Kanone verlängern, da die Kanone beim Leopard2 A6 nicht Leopard spezifisch sondern von Rheinmetall ist
Zitat:
Marc79 schrieb:Sie machen schon einen Unterschied, nur brauch man den im Moment nicht, da man eingentlich alles mit der alten Kanone platt machen kann. Auch ist in der Bundeswehr die L55 nicht unumstritten, weil sie schon zu lang sein soll (z.B. Probleme mit Schwinungen), außerdem gibt es in Urbanen Räumen Probleme. Nicht umsonst bietet KMW bei dem Leo2 PSO eine L44 an.

In Betracht dessen, dass für Leclerc Uran-Penetratoren bereit stehen, wird der Vorteil weiterhin beim Leclerc liegen.
http://www.janes.com/extracts/extract/jah/jah_0319.html

Marc79 schrieb:Das ist auch so ein Gerücht, mir hat mal ein Mitarbeiter von Reihnmetall erzählt das DU nicht besser ist als Wolfram, aber deutlich billiger. Da es als Abfall bei der Herstellung von Brennmaterial von Atomkraftwerken und Atombomben anfällt.
^^
Naja, nicht nur Amerikaner haben solche Munition, sondern eben auch Russland und Frankreich, wobei diese sie nicht einfach so überall verschiessen, sondern für den Ernstfall halten. Daher ist die These mit Grund für Einsatz Atombombenmüll eher ein Märchen.


Marc79 schrieb:Man darf mich gerne korigieren, aber das wird mittels Faust ermöglicht. Was eingeführt wird.

Der Leclerc hat sowas schon seit einem Jahrzehnt, was hier vielleicht in Zukunft eingeführt wird.


Marc79 schrieb:Alles was kaputt gehen kann geht auch Kaputt, daher wenn es nicht gebraucht wird sollte es auch nicht drin sein.

Welche Systeme wären das denn bitte??

So war das auch nicht gemeint, aber es wäre u.U. einige Kürzung ohne Verlust des Kampfwertes möglich.
D.h. all die eletronischen Dinge der M1A2 nicht nutzt, und die nicht direkt den Kampfwert steigern.
Etwa wäre eine elektronische Stimme bei Problemen sicherlich unnötiger Luxus.

Marc79 schrieb:Wäre auch peinlich wenn nicht, er ist ja auch über 10 Jahre jünger.


So kann man das sehen.

Marc79 schrieb:Wobei, die Frage ist, ob die Reserven der anderen beiden nicht auch reichen?


Welche Reserven noch, wenn man einen Panzer kauft, dann sollte er eine Zukunftsperspektive bieten. Nur der hohe Preis ist beim Leclerc ein Hindernis, ansonsten wäre der Panzer weit mehr gefragt.
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#18
Der Vorteil des Ladeschützen ist das man ein denkendes Wesen an Bord hat, der z.B. bei der britischen Panzertruppe, alle Positionen wie Fahrer und Richtschütze schon durchlaufen hat. Dazu hilft er bei der Verteidigung des Panzers. Hat sich im Irak bewährt. Ich ziehe immer einen Ladeschützen vor wenn ich die Wahl hätte.

Fällt beim LecLerc der Kommandant aus, kann keiner aus der Lucke gucken und dem Fahrer wichtige hinweise über die Umwelt weiter geben, z.B. entdeckt man schneller feindliche Schanzarbeiten, und kann leichter über was drüber gucken, und kann dem Fahrer sagen, "pass auf beim Wenden rechts hast du nur noch nen Meter".
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#19
Das Forum sollte direkt von der Hauptseite erreichbar sein Idea



Raider101 schrieb:Der Vorteil des Ladeschützen ist das man ein denkendes Wesen an Bord hat, der z.B. bei der britischen Panzertruppe, alle Positionen wie Fahrer und Richtschütze schon durchlaufen hat. Dazu hilft er bei der Verteidigung des Panzers. Hat sich im Irak bewährt. Ich ziehe immer einen Ladeschützen vor wenn ich die Wahl hätte.

Fällt beim LecLerc der Kommandant aus, kann keiner aus der Lucke gucken und dem Fahrer wichtige hinweise über die Umwelt weiter geben, z.B. entdeckt man schneller feindliche Schanzarbeiten, und kann leichter über was drüber gucken, und kann dem Fahrer sagen, "pass auf beim Wenden rechts hast du nur noch nen Meter".



Ein Mann weniger spart Platz, dadurch ist der zu panzernde Raum kleiner, das spart 10 Tonnen an Gewicht beim gleichen Schutzniveau. So wiegt ein Leclerc 55 Tonnen, ein Leopard2 AA6 ca. 62 T., Merkava und M1A2 65-70 Tonnen. Das heisst ein Leclerc, mit nur drei Mann, kann zusätzlich 10 Tonnen Panzerung aufladen, um dadurch einen höheren Panzerschutz zu erreichen.
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#20
Auf Southfront gibt es eine ins Englische übersetzte Analyse zum Einsatz des Leclerc im Jemen-Konflikt (im Dienst der VAE-Streitkräfte). Die Analyse ist ursprünglich auf Lostarmour.info in russisch (ukrainisch?) publiziert worden:
https://southfront.org/leclerc-mbt-yemen...ng-ground/

Zusammengefasst: Man ist ziemlich zufrieden mit der Leistung des Leclerc und weiss diesen auch einzusetzen. Mehrere Panzer wurden bei Kämpfen von ATGM getroffen, ein Fahrer wurde dabei getötet und ein weiteres Besatzungsmitglied verletzt. Keiner der Panzer wurde bislang vollständig zerstört.
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