Südkorea
#31
Ein neuer Kopf an der Spitze Südkoreas - Moon Jae-in, ein ehemaliger Menschenrechtsanwalt; einer, der trotz aller Provokationen aus dem Norden den Gesprächsfaden nicht abreißen lassen will. In Zeiten, in denen die schrillen und Hardliner-Töne zu dominieren scheinen, auch seitens Trump, könnte er der notwendige Ruhepol werden. Für das Land, dass intern mit heftigen politischen Krisen konfrontiert ist - was viele Südkoreaner an den Eliten in ihrem Land zweifeln ließ -, auch was die Samsung-Dynastie und die Inhaftierung von Ex-Präsidentin Park betrifft, könnte er Stabilisierer und ein Hoffnungsträger sein:
Zitat:Südkoreas neuer Präsident: Linker mit persönlicher Nordkorea-Vision

Der Linksliberale Moon Jae-in übernimmt nach dem Skandal um seine konservative Vorgängerin das Präsidentenamt Der politische Werdegang von Moon Jae-in, Südkoreas neuem Präsidenten, spiegelt geradezu sinnbildlich die turbulente Historie des Landes wider: Als linker Studentenaktivist wurde Moon in den 1970er-Jahren unter der autoritären Herrschaft Park Chung-hees verhaftet. [...]

Zudem zieht mit Moon nicht nur ein langjähriger Oppositionspolitiker ins Präsidentenhaus ein, sondern auch der Sohn eines nordkoreanischen Flüchtlings. Während des Koreakriegs floh sein Vater aus Angst vor den kommunistischen Truppen auf einem UN-Frachter gen Süden. [...]

Moon, Vater eines Sohnes und einer Tochter im Erwachsenenalter, hat Rechtswissenschaften an der Seouler Kyung Hee University studiert. Schon damals vertrat der Studentenaktivist und spätere Menschenrechtsanwalt die Ansicht, Nordkoreas Regime solle für seine Taten zur Rechenschaft gezogen werden, nicht aber das einfache Volk.
http://derstandard.at/2000057337445/Der-...Praesident

Schneemann.
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#32
Schleichende Abkehr vom Atomstrom auch in Südkorea:
Zitat:Südkoreas neue Regierung strebt Energiewende an

Südkoreas neue Regierung strebt offenbar in der Energiepolitik eine Abkehr von Kohle- und Atomstrom an.

Der Umweltschutz werde künftig eine zentrale Rolle spielen, hieß es am Sonntag in Regierungskreisen. Geplant sei, Steuern auf Kohle- und Atomenergie einzuführen, sagte ein Regierungsberater. Die Regierung des liberalen Präsidenten Moon Jae In plane, den Anteil erneuerbarer Energien von rund fünf Prozent auf 20 Prozent bis zum Jahr 2030 zu erhöhen. Dies sind bislang vor allem Wasserkraftanlagen. Auch der Anteil der Stromerzeugung durch Gas-Kraftwerke soll deutlich steigen. [...]

Der Beitrag der Atomenergie soll von 30 Prozent um knapp zehn Prozent sinken. Der Anfang Mai gewählte Präsident Moon hat bereits zehn alte Kohlekraftwerke vorübergehend stillgelegt. Vor der Wahl hatte er zugesagt, den bereits geplanten Bau von neun Kohlekraftwerken sowie acht Atomreaktoren zu überprüfen.
http://de.reuters.com/article/s-dkorea-e...EKBN18V0R5

Schneemann.
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#33
(05.06.2017, 13:20)Schneemann schrieb: Schleichende Abkehr vom Atomstrom auch in Südkorea:
Zitat:Südkoreas neue Regierung strebt Energiewende an

Südkoreas neue Regierung strebt offenbar in der Energiepolitik eine Abkehr von Kohle- und Atomstrom an.

Der Umweltschutz werde künftig eine zentrale Rolle spielen, hieß es am Sonntag in Regierungskreisen. Geplant sei, Steuern auf Kohle- und Atomenergie einzuführen, sagte ein Regierungsberater. Die Regierung des liberalen Präsidenten Moon Jae In plane, den Anteil erneuerbarer Energien von rund fünf Prozent auf 20 Prozent bis zum Jahr 2030 zu erhöhen. Dies sind bislang vor allem Wasserkraftanlagen. Auch der Anteil der Stromerzeugung durch Gas-Kraftwerke soll deutlich steigen. [...]

Der Beitrag der Atomenergie soll von 30 Prozent um knapp zehn Prozent sinken. Der Anfang Mai gewählte Präsident Moon hat bereits zehn alte Kohlekraftwerke vorübergehend stillgelegt. Vor der Wahl hatte er zugesagt, den bereits geplanten Bau von neun Kohlekraftwerken sowie acht Atomreaktoren zu überprüfen.
http://de.reuters.com/article/s-dkorea-e...EKBN18V0R5

Schneemann.

Südkorea geht den Weg Westeuropas und wird bald genauso dahin siechen. Bei einer Geburtenrate von 1,2 Kindern Tendenz sinkend ist der Zusammenbruch nur eine Frage von wenigen Jahrzehnten. Wie schlimm muss es um ein Land bestellt sein, indem Paare kaum noch Sex haben?

http://www.mopo.de/news/panorama/geburte...t-24703700
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#34
Zitat:Südkorea geht den Weg Westeuropas und wird bald genauso dahin siechen.
Nein, das Land hat politisch gerade erhebliche Erschütterungen durchgestanden und hat sich nun für einen neuen, reformorientierten, meinetwegen linksliberalen Präsidenten entschieden, den die Wähler zudem mit einer passablen Mehrheit ausgestattet haben. Man wusste vorab genau, wofür er steht (Menschenrechtsanwalt, Ausgleich mit dem Norden, Reformen). Die Südkoreaner haben sich also bewusst für einen Neuanfang entschieden und haben die Wirrungen der konservativen Park-Herrschaft, die das Land ins Chaos von Korruptionsskandalen gestürzt hatte, abgeschüttelt. Es sieht also eher nach Aufbruch aus als nach einem Dahinsiechen. Und wer sagt überhaupt, dass Westeuropa dahinsiecht?
Zitat:Bei einer Geburtenrate von 1,2 Kindern Tendenz sinkend ist der Zusammenbruch nur eine Frage von wenigen Jahrzehnten. Wie schlimm muss es um ein Land bestellt sein, indem Paare kaum noch Sex haben?
Wie weit muss die Geduld eines Moderators reichen, damit solche doch in der Tendenz schlagwortartig dahingepfefferten Sätze, die bar jeder Logik und jedes Kontext Energiepolitik mit Geburtenraten verknüpfen, dennoch stehengelassen werden? Angry

Schneemann.
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