(Waffensystem) Sturmgewehre der Bundeswehr
Aus dem Strang über die P13:

Zitat:das Gewehr wollte man sowieso nicht . Dazu ist die Waffe wohl extrem pflegebedürftig , vor allem bei Verhältnissen in Litauen . Das war aber von Franzosen schon bekannt.

Extrem pflegebedürftig würde ich das nicht nennen. Es benötigt halt mehr Reinigung als ein G36, insbesondere auch damit es über längere Zeiträume zuverlässig funktioniert. Es muss auch häufiger gereinigt werden, obwohl es ja ebenso ein indirekter Gasdrucklader ist.

Ganz allgemein hat die Waffe Probleme damit, dass der Gasdruck relativ hoch ist (wenn die Waffe zuverlässig funktionieren soll, muss man ihn so hoch einstellen). Dass hat jedoch auch Vorteile in der unmittelbaren Verwendung, und stellt nur langfristig ein Problem dar oder bei mangelnder Reinigung. Das ist zudem auch Munitionsabhängig.

Eine interessante Aussage die man aus den USA noch zum HK416 regelmäßig hört ist, dass Kleinteile in der Waffe sich schneller abnutzen als man das bei anderen aktuellen Waffen kennt. Entsprechend könnte dies zu Funktionsstörungen führen, wenn man mit Waffen ins Gefecht geht, die schon länger in Verwendung sind.

Amüsanterweise ist das G36 schlussendlich (vor allem langfristig betrachtet) zuverlässiger, und funktioniert auch mit Schlamm, Staub, Schmauch in der Waffe etc. nachweislich besser und zuverlässiger als ein HK416.

Dennoch würde ich ein neues, richtig gereinigtes G95 im Gefecht vorziehen (bei einer Auswahl beschränkt auf G36 und G95).

Noch ein letzter Punkt der praktisch gar keine Beachtung findet und nirgends so richtig thematisiert wird: das G95 (Standard) hat einen kürzeren Lauf als das G36 (Standard). Der kürzere Lauf bedeutet, dass die Leistung des Kalibers nicht so gut ausgeschöpft wird wie beim G36. Auf größere Distanzen ist das G36 damit von der Zielballistik her überlegen. Da diese Distanzen aber in Wahrheit irrelevant sind, verbleibt nur der Umstand, dass das G95 damit meiner Ansicht nach lauter sein müsste als ein G36 und ein stärkeres Mündungsfeuer aufweisen müsste.

Dazu würden mich praktische Erfahrungen von Nutzern beider Waffen sehr interessieren, denn dazu habe ich keine validen Kenntnisse bzw. Informationen. Rein theoretisch müsste das G95 lauter sein, mit einem stärkeren Mündungsfeuer.
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(01.06.2026, 20:56)Quintus Fabius schrieb: Ergänzend hierzu:

Zitat:Aus den Teilstreitkräften kommt nur der Bedarf und das Beschaffungsamt in Koblenz ist für die Verträge und Ausschreibungen zuständig und die wirtschaftlichen Vergleiche der Angebote. Die Anforderungen kommen aus dem Ministerium . ........Diese Ergebnisse und die wirtschaftlichen Überprüfung aus dem Beschaffungsamt gehen zusammen wieder an das Ministerium wo ein Gebot dann ausgewählt wird . Weder das Beschaffungsamt noch die Truppe hat irgend einen Einfluss darauf ..........Einzig das Ministerium kann Änderungswünsche an die Anbieter stellen.........Wenn die Truppe irgend einen Einfluss gehabt hätte bei der Beschaffung Sturmgewehr hätte man garantiert nicht das letzt platzierte gewählt.

Das kann man nur hervor heben. Es wird viel zu oft so dargestellt, als würde die Truppe hier maßgeblich Einfluss haben. Den hat sie aber nicht.

Was für ein - Entschuldigung - Blödsinn ist das denn?

Die entsprechende Vorschrift - heute PBN, früher CPM - steht frei im Internet und räumt mit diesem Märchen auf.
Forderungen und Anforderungen werden nicht im BMVg erarbeitet, sondern je nach Art des Projektes durch Planungsamt und/oder BAAINBw.

Diese Arbeit erfolgt im IPT des jeweiligen Projektes und dort sitzen Vertreter von Planungsamt, BAAINBw und Truppe (BV).

https://www.bundeswehr.de/de/organisatio...nd-nutzung

Nummer 301 ff, da findet das BMVg überhaupt nicht statt.
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Schon die Forderung mit Lösungsvorschlag geht an die Abt Rüstung .
Die Abteilung Rüstung erstellt die eüstungswirtschaftliche Bewertung .
Die Abt Politik im BmVg erstellt die rüstungspolitische Bewertung .
Die fallgruppe Planung aus der Abt Rüstung gehört ebenfalls dazu .
Also schon bei Abgabe der FFFmLV sind 3 Stellen des BmVg an der Sache beteiligt .
Und alles läuft unter der Fachaufsicht der Abt Rüstung des BmVg.
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(02.06.2026, 10:47)alphall31 schrieb: Und alles läuft unter der Fachaufsicht der Abt Rüstung des BmVg.

Und an welcher Stelle erstellt das BMVg nun die kleinteiligen Anforderungen, die hier so oft moniert werden? Genau, an gar keiner.

Das BMVg führt Fachaufsicht, die Arbeitsprodukte erstellen andere - Planungsamt, BAAINBw und die Truppe. So einfach ist die Welt. Dem BMVg kann man hier höchstens ankreiden, dass es sich (meist) zu wenig einmischt und diverse Trauerspiele aus dem Bereich "Gesetze, Normen, Rechte und "Haben wir schon immer so gemacht!"" passieren lässt (Stichwort: ministerielles Forderungscontrolling).

Achtung, ein "Geheimnis": Woher kommen denn meistens die "weltfremden" Anforderungen in pFK und in der Leistungsbeschreibung? Richtig, aus der Truppe - dummerweise ist "die Truppe" auch ein großes Gebilde, vom kleinen Zugführer bis zum "Stabsbeamten".

Aber es ist halt viel einfacher, die gesamte Schuld dem Rüstungsapparat "außerhalb der Truppe" zuzuschieben Wink Jeder, der schon mal in der Rüstung gearbeitet hat kann belegen, wieviel "Tuch der Truppe" unter den Anforderungen liegt, wenn man mal daran kratzt.

Hier wird gerne die mangelhafte "Qualität" der Truppe und deren "erodiertes Fachwissen" bemängelt und jetzt soll mehr Einbindung der Truppe zu besseren Produkten führen? Etwas widersprüchlich, oder?
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Der entscheidendste Aspekt von Führung ist es meiner Meinung nach, Personen ausfindig zu machen, die für das jeweilige Einzelprojekt befähigt sind und diesen die Bevollmächtigung und die Verantwortung zu geben und so wenig weitere Stellen wie möglich darin zu involvieren.

Wie kommen denn diese Anforderungskatalog-Orgien "der Truppe" zustande ?! Wer ist überhaupt "die Truppe" ? Das ist ja keine geheimnisvolle Entität. Welche natürlichen Personen - respektive Personenkreise stellen das zusammen?

Die Antwort ist, dass auch "in der Truppe" wie auch in allen sonstigen mitbeteiligten Stellen / Gruppen / Untergruppen viel zu viele mitmischen und alles möglichst komplex, überladen, überfrachtet, mit einem Übermaß an lauter Verantwortungsdiffundierung betrieben wird.

Sturmgewehre sind kein Hexenwerk, sie sind technisch einfach. Es gibt Soldaten die sich damit perfekt auskennen. Aus diesen müsste jemand ausgewählt werden, der im weiteren mit nur wenigen Mitarbeitern bzw. einem kleinen Kreis festlegt was beschafft wird.

Die Dinge müssen einfach sein.
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(02.06.2026, 13:13)Quintus Fabius schrieb: Der entscheidendste Aspekt von Führung ist es meiner Meinung nach, Personen ausfindig zu machen, die für das jeweilige Einzelprojekt befähigt sind und diesen die Bevollmächtigung und die Verantwortung zu geben und so wenig weitere Stellen wie möglich darin zu involvieren.

Ganz deiner Meinung, damit triffst du den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf!

Nur, wer soll das bitte sein? Die gesamte "Entscheiderebene" der Bundeswehr zeichnet sich doch vor allem dadurch aus, dass man alle 2 Jahre über das nächste "Pflichttor" gehüpft ist, um querschnittlich und "breit" aufgestellt zu sein? Oder auch: Halbwissen in Reinform.

Dein Ansatz - den ich ausdrücklich teile - funktioniert nur dann, wenn man die gesamte Art und Weise, wie die Bundeswehr Personal verwalt... äh... "entwickelt" und "führt" von Grund auf neu denkt.

Die Geschichte um das G36 und dessen Nachfolger ist als "Exempel" durch aus gut geeignet an dieser Stelle.
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(02.06.2026, 18:56)DeltaR95 schrieb: Nur, wer soll das bitte sein? Die gesamte "Entscheiderebene" der Bundeswehr zeichnet sich doch vor allem dadurch aus, dass man alle 2 Jahre über das nächste "Pflichttor" gehüpft ist, um querschnittlich und "breit" aufgestellt zu sein? Oder auch: Halbwissen in Reinform.
Mal auf doof gefragt: Warum keine Zivilangestellten, die eben nicht der typischen BW-Karriereschiene entstammen?
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(02.06.2026, 19:51)Broensen schrieb: Mal auf doof gefragt: Warum keine Zivilangestellten, die eben nicht der typischen BW-Karriereschiene entstammen?

Weil es egal ist, ob Beamter oder Soldat oberhalb von A14 Wink So unterschiedlich sind die Laufbahnkonzepte nicht... außerdem hast du dann wieder jemanden, der das "Militär" nur aus Büchern kennt.

Faktisch suchst du jemanden, der "technischer Experte" auf seinem Gebiet ist - und so ein Projekt wie ein Sturmgewehr technisch und verwaltungsfachlich leiten kann - gleichzeitig aber mit seiner Karriere abgeschlossen hat und nicht über A13/A14 hinaus will.

An dieser Stelle nimm' dir bitte einen Stift, male einen Punkt auf deine linke Hand. Herzlichen Glückwunsch, da ist dein Projektleiter Wink
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Zitat:Sturmgewehre sind kein Hexenwerk, sie sind technisch einfach. Es gibt Soldaten die sich damit perfekt auskennen. Aus diesen müsste jemand ausgewählt werden, der im weiteren mit nur wenigen Mitarbeitern bzw. einem kleinen Kreis festlegt was beschafft wird.

Es hat doch auch keine Probleme gegeben , bei der vergleichserprobung nicht und auch nicht mit den Forderungen welche die Ausschreibung beinhaltete . Sie wurden ja auch von allen Anbietern erfüllt .
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Jägerbtl1 hat jetzt die ersten Waffen bekommen .
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Hensoldt Wird die neue Optik für die Kampftruppe der Bw auf dem G95 liefern .
Dabei handelt es sich um das ZF4 MKO mit einem auf das G95 ausgelegten Absehen in Kombination mit einem ACRO P-2(Aimpoint). Die Waffen werden dann auch nicht diese schwachsinnige notvisierung haben sondern das ursprüngliche eisenvisier.
Die Auswahlmöglichkeiten aufgrund der erfahrungsstufen bleiben weiter bestehen.
Die gleiche Optik wird auch schon für das Mg4 erprobt und soll auch für das Mg5 kommen .

Auch wenn ich sonst kein Freund von Rheinmetall bin , hier wurde einfach mit dem Nutzer Systeme gesichtet, eine Auswahl getroffen und bestellt , ohne Einbeziehung der Ämter der BW.
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(29.06.2026, 11:58)alphall31 schrieb: Hensoldt Wird die neue Optik für die Kampftruppe der Bw auf dem G95 liefern .
Dabei handelt es sich um das ZF4 MKO mit einem auf das G95 ausgelegten Absehen in Kombination mit einem ACRO P-2(Aimpoint). Die Waffen werden dann auch nicht diese schwachsinnige notvisierung haben sondern das ursprüngliche eisenvisier.
Die Auswahlmöglichkeiten aufgrund der erfahrungsstufen bleiben weiter bestehen.
Die gleiche Optik wird auch schon für das Mg4 erprobt und soll auch für das Mg5 kommen .

Auch wenn ich sonst kein Freund von Rheinmetall bin , hier wurde einfach mit dem Nutzer Systeme gesichtet, eine Auswahl getroffen und bestellt , ohne Einbeziehung der Ämter der BW.

Korrekt bitte wie folgt melden :
Es handelt sich um eine AUSSCHREIBUNGS FREIE Ergänzung Beschaffung für den IdZ Gladius Satz.!

Mit der normalen Querschnitt Bewaffnung und Optik Beschaffung aller übrigen Soldaten hat dies somit nichts zu tun.

Abrr, ja... Das Beschaffung Recht und Praxis der Bundeswehr ist ein traurig lächerlicher Witz und gehört ersstzlos abgeschafft!
BAAINBW einstampfen... Zivilisten in den WTD abschaffen....Kampf Veteranen Soldaten aus der Truppe rekrutieren und dort ALLE Waffen vergleichend bewerten, die für DEREN Truppe in Frage kommen. ... Und den Sieger beschaffen... Ohne Ausschreibung.
Zivilisten und Generals Gold Rand ABSCHAFFEN... Einfache Soldaten kaufen so einen über kandidelten Goldrand Mist eh nicht... Die kaufen EINFACH UND ROBUST.
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Zitat:Korrekt bitte wie folgt melden :
Es handelt sich um eine AUSSCHREIBUNGS FREIE Ergänzung Beschaffung für den IdZ Gladius Satz

Die Ergänzungbeschaffung war die beauftragte Obsoleszenzbeseitigung für alle bereits vorhandenen Ausführungen des IdZ Systems (müssten 4 sein ) . Diese umfasst BST, WOO und FüFu.
Die Beschaffung der Waffen und Optiken ist keine eigenständige Beschaffung der Bw, wäre wohl schon rein rechtlich nicht als ergänzungsbeschaffung durchgegangen . Auf die einzelnen Komponenten die beschafft werden hat die Bw recht wenig Einfluss . Rheinmetall könnte hierüber selbst sein RS556 noch in die Bw bringen . Diese Möglichkeit wurde ja schon mehrfach genutzt in der Vergangenheit .

Daher wäre es durchaus möglich das die Optik am Ende auch flächendeckend eingeführt wird. Es wird auf jeden Fall bedeutend billiger .
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