(Land) Nachfolger für das G36
https://www.handelsblatt.com/unternehmen...BfTM_gyG2M

Haenel vs. HK: Nächste Runde vor Gericht
"In der erbitterten juristischen Auseinandersetzung zwischen den beiden Waffenherstellern Heckler & Koch und C.G. Haenel wird am Dienstag (9.15 Uhr) vor dem Düsseldorfer Landgericht ein weiteres Kapitel aufgeschlagen. Es kommt zur mündlichen Verhandlung in einem Patentstreit: Heckler & Koch sieht ein eigenes Patent verletzt, Haenel hält besagtes Patent hingegen für nichtig. Es geht um Bohrungen im Gewehr, die einen raschen Wasserabfluss und eine schnelle Schussbereitschaft ermöglichen sollen, wenn Soldaten durch einen Fluss waten oder am Meeresufer landen - das nennt man in der Branche „over the beach“.
In einem separaten Verfahren hat Haenel eine sogenannte Nichtigkeitsklage beim Bundespatentgericht in München eingereicht. Die Logik dahinter: Ist das angebliche Patent aus dem Patentregister gelöscht, kann es auch keine Patentverletzung gegeben haben. Nun steht das Düsseldorfer Gericht vor der Frage, ob es für die eigene Entscheidung das Münchner Urteil abwartet - dann würde das Verfahren am Landgericht ausgesetzt und zöge sich hin, da München wahrscheinlich erst 2023 entscheidet. Die andere Möglichkeit ist, dass die Düsseldorfer Richter auf Basis von Gutachten schon für ein eigenes Urteil bereit sind. Das käme dann aber wohl nicht am Dienstag, sondern in den nächsten Wochen oder gar Monaten."

Für die Truppe stellt sich die Frage:
Wird ein neuer Verteidigungsminister überhaupt ein neues Gewehr bestellen wollen - und wenn ja, welches? Oder wird das ganze Verfahren neu ausgeschrieben?
Bleibt das G36? Wird es modernisiert?
Wartet man bis 2022/2023 bis die USA ihr (nun verzögertes) Next Generation Squad Weapon Vorhaben zu Ende bringt oder abbricht?
Viele, viele Fragen, deren Antworten wohl noch lange auf sich warten lassen werden.
Zitieren
Wäre nicht das beste die G36 einmalig auf fabrikneuen Standard bringen und zu modernisieren?

Medium Velocity-Granaten (40x51mm)

"Durch den Einsatz gefechtserprobter 40 mm HV-Komponenten bieten die neuen Medium-Velocity-Patronen (MV) von Rheinmetall dieselbe hohe Treffgenauigkeit wie HV-Patronen. Aufgrund einer konstanten Mündungsgeschwindigkeit von 100 m/s können die MV-Übungspatronen und MV-HE-Patronen über eine Entfernung von bis zu 700 m verschossen werden. Alle MV-Patronen sind mit den gängigsten LV-Werfern verwendbar."

FCS-MR800
https://rheinmetall-defence.com/media/ed...800_nB.pdf

G36A11 (H&K Bezeichnung)
Diverse Optiken
LLM
HK269 (Geht ohne Probleme soweit ich weiß, ersetzt den älteren AG36)
Bei Unterbaugranatwerfern zusätzlich FCS-MR800
RAL 7013 (Europa) / RAL 8000 (Orient/Afrika)

Fertig.

DANN wenn die Amis großflächig 6.8x51mm einführen, sollte man selbst eine Waffenplattform entwickeln und einführen, welche einen modularen Aufbau hat, wo man StG, lMG und GSSG mehrheitlich vereinen kann. Also mehrheitlich baugleiche Teile, einige Dinge müssen bei einem Sturmgewehr, MG und Gruppenscharfschützengewehr eben anders sein, sicher.
G36 nochmal auf das neue Kaliber umrüsten ginge sicherlich auch, genau wie HK433 aber warum dann nicht gleich eine ganz neue modulare Waffenfamilie, die den Preis drückt und die Logistikkette möglichst klein hält...
Als (dämliche) Interimslösung nen HK416A8 einführen wäre zwar typisch für den IST-Zustand aber ja...

Bzgl. RAL 7013 und RAL 8000
findet ihr RAL 8000 in (mittel)europäischen Gefilden RAL 7013 überlegen?
Zitieren
Meiner Ansicht nach ist in Mitteleuropa gerade eben das RAL 7013 überlegen. Lässt sich auch besser weiter abtarnen. Zum Vergleich:

RAL 7013

[Bild: https://lh3.googleusercontent.com/proxy/..._JOq1CiTtw]

RAL 8000

[Bild: https://pulverlacke24.de/media/image/3c/...00x600.jpg]

Zum Rest vom Schützenfest:

Es sollte eigentlich rechtlich machbar sein einfach neue G36 zu ordern. Da kommt aber vergaberechtlich das Problem, dass diese den alten G36 entsprechen müssten, was es verhindert dass man verbesserte G36 einführt (welche ebenso sofort verfügbar wären). Damit hätte man die (praktisch irrelevanten) Schwachstellen des G36 weiterhin. Aber das könnte man auch als Vorteile sehen: so weiß man wenigstens absolut exakt was man da hat und was genau es kann und wo es hakt.

Angesichts des aktuellen Beschaffungsdesasters bleibt eigentlich ohnehin gar nichts anderes mehr übrig. Eine interessante Option wäre es, dass ursprüngliche LMG36 zu ordern als G36 Ersatz (ohne Trommel, mit normalen Magazin). Das LMG36 wurde in der Bundeswehr eingeführt und könnte daher direkt einfach so geordert werden (man müsste natürlich erstmal die Produktion wieder anfahren).

Der Unterschied zum normalen G36 ist, dass das LMG36 dort wo das Rohr ins Gehäuse übergeht verstärkt ist und auch das Rohr selbst bis vor zur Gasabnahme stärker ausfällt. Die Waffe ist damit geringfügig schwerer, aber dieser kleine Unterschied macht schon erheblich was aus in Bezug auf das Heißschießen und andauerndes Feuern über längere Zeiträume. Zudem ist die Waffe damit etwas vorderlastiger was von Vorteil ist.

Deshalb wäre das meiner Meinung nach die aktuell beste Übergangslösung bis man irgendwann in eine komplett neue Waffenfamilie mit einem komplett neuen Kaliber und Funktionsprinzip umsteigen kann.
Zitieren
(12.10.2021, 13:40)Quintus Fabius schrieb: Meiner Ansicht nach ist in Mitteleuropa gerade eben das RAL 7013 überlegen. Lässt sich auch besser weiter abtarnen. Zum Vergleich:

RAL 7013

[Bild: https://lh3.googleusercontent.com/proxy/..._JOq1CiTtw]

RAL 8000

[Bild: https://pulverlacke24.de/media/image/3c/...00x600.jpg]

Ja, sehe ich genau so. Wollte EURE Meinung hören, gibt für mich nämlich keinen erkennbaren Grund die Schießprügel nicht standardmäßig in RAL 7013 auszuliefern und wenn man in die wärmeren Gebiete aufgrund von Zugzwängen aufbricht RAL 8000 draufklatscht.

(12.10.2021, 13:40)Quintus Fabius schrieb: Zum Rest vom Schützenfest:

Es sollte eigentlich rechtlich machbar sein einfach neue G36 zu ordern. Da kommt aber vergaberechtlich das Problem, dass diese den alten G36 entsprechen müssten, was es verhindert dass man verbesserte G36 einführt (welche ebenso sofort verfügbar wären). Damit hätte man die (praktisch irrelevanten) Schwachstellen des G36 weiterhin. Aber das könnte man auch als Vorteile sehen: so weiß man wenigstens absolut exakt was man da hat und was genau es kann und wo es hakt.

Naja, dann doch gleich das bessere Produkt aber das erschreckt mich ein wenig - mit dem vergaberechtlichen Firlefanz ... da kann ich mir nur an den Kopf fassen.

(12.10.2021, 13:40)Quintus Fabius schrieb: Angesichts des aktuellen Beschaffungsdesasters bleibt eigentlich ohnehin gar nichts anderes mehr übrig. Eine interessante Option wäre es, dass ursprüngliche LMG36 zu ordern als G36 Ersatz (ohne Trommel, mit normalen Magazin). Das LMG36 wurde in der Bundeswehr eingeführt und könnte daher direkt einfach so geordert werden (man müsste natürlich erstmal die Produktion wieder anfahren).

Der Unterschied zum normalen G36 ist, dass das LMG36 dort wo das Rohr ins Gehäuse übergeht verstärkt ist und auch das Rohr selbst bis vor zur Gasabnahme stärker ausfällt. Die Waffe ist damit geringfügig schwerer, aber dieser kleine Unterschied macht schon erheblich was aus in Bezug auf das Heißschießen und andauerndes Feuern über längere Zeiträume. Zudem ist die Waffe damit etwas vorderlastiger was von Vorteil ist.

Ja, sollten aber auch allen bekannt sein, die sich tiefergründig mit dem G36 und seinen Subvarianten beschäftigt haben.
Wobei ich denke, dass die neusten G36 (G36A11) vollkommen ausreichend wären.

(12.10.2021, 13:40)Quintus Fabius schrieb: Deshalb wäre das meiner Meinung nach die aktuell beste Übergangslösung bis man irgendwann in eine komplett neue Waffenfamilie mit einem komplett neuen Kaliber und Funktionsprinzip umsteigen kann.

Es wäre leider zu logisch, die G36 auf/nachzurüsten statt HK416A8 zu ordern...
Zitieren
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal...WYUyJhl9FQ

Für Heckler & Koch zeichnet sich Sieg im Patentstreit ab

Düsseldorf - In einem Gerichtsstreit über Gewehrtechnik mit dem Hersteller Heckler & Koch sieht es für den kleineren Konkurrenten C.G. Haenel schlecht aus. Bei der Verhandlung am Dienstag vor dem Landgericht Düsseldorf sagte die Vorsitzende Richterin Bérénice Thom, dass sie von einer Patentverletzung von Haenel ausgehe. Unklar ist aber noch das Ausmaß.
Zitieren


Gehe zu: