Rechtsradikalismus in Deutschland
@Quintus
Dei der AfD handelt es sich aber eben analog der NSDAP nicht um eine extrem rechte oder linke Strömung, sondern einem völkisch Orientierte. Das was du selber immer propagierst, im Prinzip vertrittst du 1:1 das Kernelement der AfD. Das ausschliessen von allem was nicht in dieses Korsett passt.

Mitleser schrieb:Afd zu wählen ist tatsächlich die einzige Einflussnahme die den Leuten bleibt.
So kam die NSDAP auch an die Macht. Du kannst doch nicht irgendwas wählen, nur weil dir das Bestehende nicht passt.
Im Artikel ist ja gut beschrieben, dass die Deutschen mit die grössten Profiteure der Globalisierung sind. Wirtschaftlich gibt es überhaupt keinen Grund, diesen Ängsten Raum zu geben. Lies doch mal den verlinkten Artikel durch, vielleicht erkennst du dich da ein paar mal drin.

Zitat:Diejenigen die das nicht möchten hat man der Einfachheit halber auch einfach zu Rechten umdefiniert, sich also ein großes rechtes Lager selbst gemacht.
Nein eben nicht, das klassische rechts-links Schema hat sich quasi aufgelöst, ersetzt wird es durch das Völkische, ich gehöre hier hin / du nicht, notfalls müssen wir dich mit Gewalt entfernen. Das Übel ist nicht mehr der Linke oder der Rechte sondern der "Fremde".

Zitat:Im Grunde hat man nichts ausgelassen, was den gesellschaftlichen Zusammenhalt zerstören konnte.
Wenn Solidarität bei der Grenze unmittelbar endet, ist das sicher nicht das, auf dem sich eine Gesellschaft aufbauen sollte. Aber eben, wie auch schon im Artikel erwähnt wird, viele Europäer sind nach wie vor keine Demokraten, unter dem Deckmantel ist nach wie vor das alte Gedankengut noch vorhanden.
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phantom schrieb:
Mitleser schrieb:Afd zu wählen ist tatsächlich die einzige Einflussnahme die den Leuten bleibt.
So kam die NSDAP auch an die Macht. Du kannst doch nicht irgendwas wählen, nur weil dir das Bestehende nicht passt.
Im Artikel ist ja gut beschrieben, dass die Deutschen mit die grössten Profiteure der Globalisierung sind. Wirtschaftlich gibt es überhaupt keinen Grund, diesen Ängsten Raum zu geben. Lies doch mal den verlinkten Artikel durch, vielleicht erkennst du dich da ein paar mal drin.
Was ich wähle, gehört zu den Dingen von denen Du nichts weißt. Tatsächlich ist meine Wahlempfehlung, irgendeine bizarre Minipartei zu wählen, bibeltreue Christen oder die Nichtraucherpartei oder sonst was schräges unter 5%.
Und die AFD mit der NSDAP zu vergleichen ist, nun ja, kurios. Man sollte die afd nicht mögen, aber wer das gleichsetzt hat keine Ahnung. Lies mal was über Aufbau, Organisation, Ideologie und Unterstützer der NSDAP, Du wirst staunen. Aber NS-Verniedlichung ist ja gerade in.
Was die Beurteilung unter anderem des Unterschieds von Globalisierung zu Masseneinwanderung oder sonstige Einschätzungen betrifft:
Du selber glaubst ja z.B., dass die illegalen Einwanderer den Deutschen die Rente bezahlen werden (hast Du im Migrationsthread mal gemeint mir erklären zu müssen).
Das sind genau die Parolen, die außer Dir kaum noch jemand glaubt. Es ist derart abwegig, dass nicht mal mehr die Grünen es noch behaupten. Du begreifst ganz offensichtlich weder die ökonomischen noch die sozialen Probleme der aktuellen Entwicklung.
phantom schrieb:
Zitat:Diejenigen die das nicht möchten hat man der Einfachheit halber auch einfach zu Rechten umdefiniert, sich also ein großes rechtes Lager selbst gemacht.
Nein eben nicht, das klassische rechts-links Schema hat sich quasi aufgelöst, ersetzt wird es durch das Völkische, ich gehöre hier hin / du nicht, notfalls müssen wir dich mit Gewalt entfernen. Das Übel ist nicht mehr der Linke oder der Rechte sondern der "Fremde".
Du begreifst gar nicht, dass "No Borders" gravierende soziale und finanzielle Folgen hat (siehe oben), deshalb kann eine Forderung nach Grenzkontrollen für Dich nur "völkisch" motiviert sein.
Du lebst ja selber in einem Nazistaat mit Grenzkontrollen und Ausschaffungen, bist Du dann eigentlich Mitläufer oder siehst Du Dich im Widerstand ? :mrgreen:
phantom schrieb:Wenn Solidarität bei der Grenze unmittelbar endet, ist das sicher nicht das, auf dem sich eine Gesellschaft aufbauen sollte. Aber eben, wie auch schon im Artikel erwähnt wird, viele Europäer sind nach wie vor keine Demokraten, unter dem Deckmantel ist nach wie vor das alte Gedankengut noch vorhanden.
Solidarität funktioniert innerhalb einer wie auch immer definierten Gemeinschaft, und auch da nicht immer. Was Du meinst ist was anderes, aber das sollte Dir jemand anderes erklären.
Wenn eine Bremer Putzfrau ihren Wohlstand mit dem Rest der Welt teilen soll weil irgend welche nicht betroffenen Leute sich dann besser fühlen oder daran mitverdienen, dann wählt die eben eine Partei die wenigstens verspricht das zu verhindern. Vollkommen logisch, was soll sie sonst machen ? Um eine Fabrik oder so zu erben ist es ja zu spät. Ist sie dadurch rechts ? Nö, aber am langen Ende wird sie es vermutlich, weil die von den "No Borders"-Trotteln herbeigeführte Lagerbildung dazu führt.
Die Entwicklung läuft längst auf eine Abwicklung der Demokratie hinaus. Schau Dir Ungarn an, dann siehst Du die Zukunft Europas. Unabhängig davon, wie viele Leute "Alles Nazis" schreien. Die antidemokratischen Initiativen gehen interessanterweise in Deutschland, anders als in Ungarn, nicht von Rechtsparteien aus. Am Ende werden einfach die Reichen und Rücksichtslosen von der Spaltung der Gesellschaft und vom Demokratieabbau profitieren. Das wird kein neuer NS-Staat, aber trotzdem hässlich.
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Da du offensichtlich nicht nachlesen möchtest, zitiere ich dir ein paar Ausschnitte ...
Auszug aus dem Interview mit dem Historiker schrieb:Erstaunlich sind vor allem das Tempo und die Heftigkeit, mit der sich in letzter Zeit diese Verschiebungen vollziehen.
Ja, vor allem im Vergleich zu den Entwicklungen davor. Die Grünen haben in Deutschland Jahrzehnte gebraucht, um in der politischen Mitte anzukommen. Sie sind als Protestpartei von links gestartet, mit viel Aufruhr, und haben sich dann mühselig und in kleinen Schritten einen Platz im Parlament, in den Kommissionen, schliesslich auf Regierungsbänken erobert. Der Durchbruch der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland, die seit letztem Sommer sozusagen von null auf 15 Prozent oder mehr gesprungen ist, verlief im Vergleich geradezu handstreichartig.

Gibt es in der deutschen Geschichte Parallelen?
Was die Dramatik der Entwicklung angeht, muss man weiter zurückblicken als in die 80er-Jahre, nämlich in die Weimarer Republik der 20er- und frühen 30er-Jahre. Völlig unabhängig vom Programm, das eine Partei vertritt, irritiert es einen Historiker, wenn eine neue Formation aus dem Stand 24 Prozent der Stimmen erobert, wie die AfD in Sachsen-Anhalt im März. Darin drückt sich eine quasi-revolutionäre Unruhe aus.

Politiker, die vor den neuen Rechten warnen wollen, sprechen schon länger von angeblichen «Weimarer Zuständen». Ist der Vergleich mit der Vor-Hitler-Zeit nicht überzogen?
Was die Überrumpelungsdynamik angeht, nicht. Die erinnert tatsächlich an die Rasanz, mit der sich die Nationalsozialistische Partei in der Weimarer Republik politisch durchgesetzt hat. Erst hatte die NSDAP 18 Prozent, dann auf einmal 30, und bald war Regieren gegen sie faktisch unmöglich. Seien wir ehrlich: Heute weiss auch niemand, wo der Aufstieg der AfD einmal eine Grenze finden wird. In Österreich holte der Kandidat der Rechtspopulisten von der FPÖ die Hälfte der Stimmen. Wer hätte das noch vor kurzem für möglich gehalten.

In den 20er-Jahren stürzte die Welt in eine schwere Wirtschaftskrise. Ist heute die Krise der Globalisierung ein Grund dafür, dass die Demokratien im Westen unter Druck geraten? Weil der Westen gerade seine wirtschaftliche Ausnahmestellung einbüsst?
Vielleicht. Gleichzeitig ist es ja keineswegs so, dass Globalisierung heute zum Nachteil des Westens verläuft, also sozusagen gegen seinen Erfinder zurückschlägt. Der Rückschlag ist mehr kultureller Art. Vielleicht kann man sagen, dass das, was Globalisierung bedeutet – Freihandel, aber auch weltweite Migration – heute erstmals wirklich in den Köpfen und im Alltag der Menschen angekommen ist. Viele sind durch die neuen Abhängigkeiten verwirrt. Und erstmals scheinen sich die Menschen zu fragen: Will ich das eigentlich? Nützt mir das überhaupt? Auch darin zeigt sich eine tiefere kulturelle Parallele zur Krise der 20er-Jahre: Vielen Menschen fällt es schwer, Modernität zu bewältigen. Es geht um eine eigentliche Krise des Weltverstehens.

Deutschland ist wirtschaftlich in einer beneidenswerten Lage. Formiert sich deswegen der politische Protest hier vor allem als eine Art kulturelle Konterrevolution von rechts?
Jedenfalls ist der Protest anders gelagert als in Griechenland, wo die Menschen vom Bankrott ihres Staates bedroht sind und deswegen die sozialistische Linke wählen. Deutschland ist im Vergleich dazu offensichtlich ein Gewinner der Globalisierung. Die Unterschiede zwischen Reich und Arm sind zwar gewachsen, aber der Mitte geht es so gut, dass der ökonomische Populismus und Alarmismus, den man jetzt überall hört – «Hilfe, wir fallen immer weiter zurück» –, nüchtern besehen jeder Grundlage entbehrt. Die Theorie, dass es die ökonomischen Verlierer sind, die die Rechtspopulisten wählen, in Deutschland, der Schweiz oder den USA, stimmt jedenfalls nur zum Teil. Ihre Verluste sind häufig nicht wirkliche Verluste, sondern eher gefühlte oder befürchtete.

Lassen Sie uns über die AfD sprechen. Was ist das überhaupt für eine Partei?
Die AfD ist eine merkwürdige und widersprüchliche Partei, eine Art Chamäleon, das je nach Umgebung verschiedene Farben zeigt. Das hat damit zu tun, dass sie auf einem Umweg geworden ist, was sie heute ist. Gegründet wurde sie als Professorenpartei gegen den Euro, in einem hochbürgerlichen Milieu. Ihr Appeal ging aber weit über den Euro hinaus, indem sie generelle Ressentiments gegen Politik und Staat ansprach, die bei Akademikern erstaunlich weit verbreitet sind. Diese Strömung, die den bürgerlichen Konservatismus neu definieren will, weil dieser angeblich seinen angestammten Platz verloren hat, wirkt in der Partei immer noch fort.

In der Flüchtlingskrise hat die Partei aber ein neues, viel grösseres Reservoir angebohrt.
Ja. Nach ihrer Häutung im vergangenen Jahr und dem Abgangs ihres Gründers Bernd Lucke ist sie gleichzeitig zur Partei des kleinbürgerlich-proletarischen Aufstands der Frustrierten geworden. Sie gibt jenen Bürgern Heimat, die System und Eliten verachten, Fremde draussen halten wollen und sich ins Gewand des völkischen Nationalismus hüllen. In dieser Allianz von hohem Bürgertum und Proletentum ist die AfD heute Protest von Eliten und Aufstand gegen die Eliten zugleich.

Deutschland schaffe sich gerade ab, glauben viele AfD-Wähler. Dass letztes Jahr unvermittelt eine Million Flüchtlinge ins Land gekommen sind, hat die Dringlichkeit ihrer Ängste dramatisch verstärkt.
Es gibt tatsächlich viele Untergangsphantasien. Das sind zwar Phantasien, aber gleichzeitig sind sie eben auch Ausdruck einer ernsten Krise des Vertrauens. Man möchte den Menschen immer zurufen: «Die Welt ist viel stabiler, als Ihr denkt! Die Beharrungskraft dessen, was Ihr beschwört, ist sowieso strukturell viel stärker als das, was von aussen kommt. Und wenn das Althergebrachte in Gefahr ist, das christliche Abendland zum Beispiel, dann von innen, weil es nicht mehr gelebt wird. Nicht von aussen.» Aber das nützt wenig, weil diese Menschen in ihrem Kokon der Verschwörungstheorie für Argumente unerreichbar sind.
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Nö, ich hatte es ja gelesen. Ist wie einer der Diplom-Meteorologen die von Klimawandelleugnern ranzgezogen werden. He, ein Fachmann, dem muss man einfach glauben.

Auszug aus dem Interview mit dem Historiker schrieb:Gibt es in der deutschen Geschichte Parallelen?
Was die Dramatik der Entwicklung angeht, muss man weiter zurückblicken als in die 80er-Jahre, nämlich in die Weimarer Republik der 20er- und frühen 30er-Jahre. Völlig unabhängig vom Programm, das eine Partei vertritt, irritiert es einen Historiker, wenn eine neue Formation aus dem Stand 24 Prozent der Stimmen erobert, wie die AfD in Sachsen-Anhalt im März. Darin drückt sich eine quasi-revolutionäre Unruhe aus.
Dass dies etwas damit zu haben könnte, dass die Ereignisse sich mit dramatischer Geschwindigkeit abspielten, anders als die Ursachen für das Erstarken der Grünen, kommt weder dir noch ihm in den Sinn.
Die Realität und ihre für jeden absehbaren Langzeitfolgen werden einfach vollkommen ausgeblendet. Tolle Analyse.
Tatschlich ist in diesem Fall das Tempo sogar eher beruhigend, es deutet nämlich darauf hin dass es für viele ein rein taktisches Wahlverhalten ist. Die Afd ist ja auch ein Hühnerhaufen und keine Massenbewegung.
Auszug aus dem Interview mit dem Historiker schrieb:....
In den 20er-Jahren stürzte die Welt in eine schwere Wirtschaftskrise. Ist heute die Krise der Globalisierung ein Grund dafür, dass die Demokratien im Westen unter Druck geraten? Weil der Westen gerade seine wirtschaftliche Ausnahmestellung einbüsst?
Vielleicht. Gleichzeitig ist es ja keineswegs so, dass Globalisierung heute zum Nachteil des Westens verläuft, also sozusagen gegen seinen Erfinder zurückschlägt. Der Rückschlag ist mehr kultureller Art. Vielleicht kann man sagen, dass das, was Globalisierung bedeutet – Freihandel, aber auch weltweite Migration – heute erstmals wirklich in den Köpfen und im Alltag der Menschen angekommen ist. Viele sind durch die neuen Abhängigkeiten verwirrt. Und erstmals scheinen sich die Menschen zu fragen: Will ich das eigentlich? Nützt mir das überhaupt? Auch darin zeigt sich eine tiefere kulturelle Parallele zur Krise der 20er-Jahre: Vielen Menschen fällt es schwer, Modernität zu bewältigen. Es geht um eine eigentliche Krise des Weltverstehens.
Das übliche - "die Leute sind eben zu rückständig um ihr Glück zu begreifen". Genau so ein Geschwafel ist es, wovon wir schon zur Genüge haben. Auf die Idee dass Freihandel nicht "offene Grenzen" heißt kommt der gar nicht erst.

Auszug aus dem Interview mit dem Historiker schrieb:Deutschland ist wirtschaftlich in einer beneidenswerten Lage. Formiert sich deswegen der politische Protest hier vor allem als eine Art kulturelle Konterrevolution von rechts?
Jedenfalls ist der Protest anders gelagert als in Griechenland, wo die Menschen vom Bankrott ihres Staates bedroht sind und deswegen die sozialistische Linke wählen. Deutschland ist im Vergleich dazu offensichtlich ein Gewinner der Globalisierung. Die Unterschiede zwischen Reich und Arm sind zwar gewachsen, aber der Mitte geht es so gut, dass der ökonomische Populismus und Alarmismus, den man jetzt überall hört – «Hilfe, wir fallen immer weiter zurück» –, nüchtern besehen jeder Grundlage entbehrt. Die Theorie, dass es die ökonomischen Verlierer sind, die die Rechtspopulisten wählen, in Deutschland, der Schweiz oder den USA, stimmt jedenfalls nur zum Teil. Ihre Verluste sind häufig nicht wirkliche Verluste, sondern eher gefühlte oder befürchtete.

"Oder befürchtete". Das ist doch mal ne Verniedlichung.
Es geht nicht um Ängste oder sonstige Befindlichkeiten. Es geht um die Realität und die für jeden Realschüler absehbaren Folgen der dramatischen Fehlentwicklung.
Wie kommen Leute, denen offensichtlich jeder ökonomische und soziale Sachverstand fehlt, eigentlich dazu dauernd anderen die Welt erklären zu wollen ?
Dass Sozialstaat und offene Grenzen nicht gleichzeitig funktionieren ist z.B. eine ökonomische Binsenweisheit. Wie kann man an so was vorbeilabern und erwarten, dass man trotzdem ernst genommen wird ? Und es für einen Rechtsruck halten, wenn einem keiner mehr zuhört ?
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phantom:

Zitat:@Quintus
Dei der AfD handelt es sich aber eben analog der NSDAP nicht um eine extrem rechte oder linke Strömung, sondern einem völkisch Orientierte. Das was du selber immer propagierst, im Prinzip vertrittst du 1:1 das Kernelement der AfD. Das ausschliessen von allem was nicht in dieses Korsett passt.

Ein primäres Ziel der NSDAP war die Überwindung der Nation respektive das klassischen National-Staates und der Ersatz desselben durch eine rein rassische Beurteilung der Menschen. Aus diesem Grund war die NSDAP im Kern auch so Anti-Etatisch. Ein rassisch hochwertiger Norweger war hier mehr Wert als irgendein rassisch geringwertigerer Deutscher etc

Im Kern zählte daher eben nicht die Nation, sondern die Rasse. Deshalb verfolgten die Nationalsozialisten auch als erste eine Pan-Europäische, Post-Nationale Politik. Und aus dem gleichen Grund wurden überzeugte Nationalisten jüdischer Religion verfolgt und umgebracht, obwohl ihre Vorfahren seit Jahrhhunderten Deutsche waren und sie politisch rechts standen und obwohl sie überzeugte Nationalisten waren (gerade viele jüdische Deutsche waren politisch sehr rechts).

Im weiteren basiert jede Partei, jede Art von Politik, jede Art von politischem Selbstverständis auf einer Art von Ausschließung:

Die Mitte definiert sich durch die Ausschließung der Unterschicht, die Grünen definieren sich durch die Ausschließung der Rechten, die Muslime durch Ausschließung der Nichtmuslime.

Jede Art von Gruppe besteht nur dadurch, dass sie vor allem anderen definiert was sie nicht ist, also ein Gegenüber, eine andere Gruppe definiert.

Alles ausschließen was nicht in das Korsett passt ist gerade eben deshalb genau so die Eigenschaft der Grünen wie der Linken wie der Rechten wie der AfD, wie der Muslime, wie der Schweizer. Wer keine solche Haltung aufweist, gehört schlicht und einfach keiner Gruppe an, bildet also keine Gesellschaft und kann diese auch gar nicht bilden weil ihm die dafür notwendige geistige Einstellung feht.

Ein Wir bedingt zwingend dialektisch ein Die. Vermehrt man nun in kurzer Zeit und massiv das Gegenüber, erzeugt dass ebenso zwingend eine massive Abstoßungsreaktion, welche den Fremdkörper im eigenen Kultur(körper) loswerden will. Dabei wird gerade in Deutschland sehr massiv nach kultureller Herkunft und nicht nach Rasse entschieden (da der letztgenannte Begriff hier in Deutschland nicht mehr verwendet werden kann).

Das heißt, Deutsche lehnen vor allem anderen Muslime ab und folgerichtig ist die AfD mehr eine Anti-Islamische Partei als eine Anti-Ausländer Partei.

Eine der ersten Wurzeln aus denen die AfD entstanden ist und welche in Deutschland insgeheim seit langer Zeit erhebliche Wirkung erzielt ist die Seite pi-news (political incorrect). Diese aus dem Ausland betriebene Plattform der Rechten konzentriert sich ebenfalls primär auf den Kampf gegen den Islam und nicht auf einen Kampf gegen Ausländer im allgemeinen. Und dies schon Jahre bevor es die AfD überhaupt gab.

Die erhebliche Wirkung speziell dieser Plattform auf die Entstehung der AfD und anderer neuer Formen des Rechtsextremismus in Deutschland wird von vielen meiner Meinung nach stark unterschätzt und auch nicht richtig verstanden. Die neue Rechte und ihr Verständnis von Kultur istt etwas völlig anderes als früher die NSDAP und ihr Rassebegriff und der Faschismus und sein Nationalbegriff.

Meine Einschätzung der Unterschiede zusammen gefasst:

NSDAP: Rasse statt Volk/Nation, Anti-Etatisch, sozialistische Elemente und gleichzeitig hinter den Kulissen Pro-Plutokratie

Faschismus: Staat/Nation statt Rasse, extrem Etatisch, korporative Wirtschaft, absolutes Primat des Staates über die Wirtschaft, entschiedene Bekämpfung jeder Art von Sozialismus

AfD: Volk/Kultur (im Sinne der neuen Rechten) statt Rasse/Staat, Anti-Etatisch, Anti-Sozialistisch, offen Pro-Plutokratie

Von daher kann ich dir durchaus zustimmen, dass man die AfD als völkische Partei bezeichnen könnte, aber sie ist in keinster Weise analog zur NSDAP, welche zudem den Begriff der Rasse über den Begriff des Volkes stellte, während die Faschisten den Begriff des Staats über alles stellten, was wiederum die AfD explizit eben auch nicht tut da sie Anti-Etatisch ist.
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Quintus Fabius schrieb:Ein primäres Ziel der NSDAP war die Überwindung der Nation respektive das klassischen National-Staates und der Ersatz desselben durch eine rein rassische Beurteilung der Menschen.
Tschuldigung, aber das ist Unsinn, nicht die Abschaffung des Nationalstaats, sondern das Säubern von Elementen die nicht in den Nationalstaat "gehören". Damals primär die Juden, heute könnten das die Zugewanderten sein / Schutz des Abendlandes. Da besteht kein grosser Unterschied, der kategorische Ausschluss von Minderheiten bleibt unter dem Strich dasselbe.

Zitat:Aus diesem Grund war die NSDAP im Kern auch so Anti-Etatisch.
Hitler/NSDAP hat doch alles vorgeschrieben, null Demokratie, keinerlei Meinungsfreiheit. Der Staat hat alles in Form des Führers diktiert.

Zitat:Ein rassisch hochwertiger Norweger war hier mehr Wert als irgendein rassisch geringwertigerer Deutscher etc
Das ist eben die weitere Gemeinsamkeit, es wird eine krude Pseudogrenze gezogen, aufgrund von angeblichen, völkischen Zugehörigkeiten. Auf heute umgemünzt, der Türke der anständig zum BSP von Deutschland beiträgt, ist denen viel suspekter als irgend ein Europäer der so europäisch wie sie aussieht, aber in Deutschland noch nie gearbeitet hat.

Zitat:Im Kern zählte daher eben nicht die Nation, sondern die Rasse. Deshalb verfolgten die Nationalsozialisten auch als erste eine Pan-Europäische, Post-Nationale Politik.
Das war einfach die simpelste fremdenfeindliche Logik die man aufgrund der Optik gut verkaufen konnte. Diese Herrenrasse (eigene Rasse überhöhen) hatte ja keinerlei genetische, als auch historische Grundlage, sie war einfach nur schwachsinnig. Populisten fangen die Leute immer nach dem gleichen Schema, überhöhe dein eigenes Volk, dann frisst es dir aus der Hand.

Zitat:Und aus dem gleichen Grund wurden überzeugte Nationalisten jüdischer Religion verfolgt und umgebracht, obwohl ihre Vorfahren seit Jahrhhunderten Deutsche waren und sie politisch rechts standen und obwohl sie überzeugte Nationalisten waren (gerade viele jüdische Deutsche waren politisch sehr rechts).
Die Deutschen haben sich als Herrenrasse in ganz Europa gesehen, die Überhöhung hat keinesfalls nur gegenüber den Juden bestanden. Heute wären es vielleicht pauschal die Moselms, wenn es wirklich schief in Europa rauskommen würde. Du musst doch nicht meinen wir wären da viel gescheiter geworden. Es zeigt sich eben wie im Artikel beschrieben, dass die Leute sich nicht zu Demokraten gewandelt haben, unter dem Deckmantel ist das Gedankengut nicht viel anders als früher. Die Verhältnisse brauchen sich nur ein wenig zu verschlechtern und dann geht die Masse auf die ausgelesenen Sündenböcke los.

Zitat:Die Mitte definiert sich durch die Ausschließung der Unterschicht, die Grünen definieren sich durch die Ausschließung der Rechten, die Muslime durch Ausschließung der Nichtmuslime.
So ein Unsinn, die Radikalen in der Gruppe forcieren das. Die Demokratie sorgt eben dafür, dass alle relevanten Gruppen an der Macht teilhaben können. Du kannst deine Eigenheit behalten, solang du das Grundgesetz respektierst. Du kannst dich auch abschotten, solang du dich an die Regeln hältst. Aber hier scheiden sich eben schon die Geister, die Leute die dein Gedankengut vertreten, fordern eine extreme Konformität die einfach nicht nötig ist.

Zitat:Das heißt, Deutsche lehnen vor allem anderen Muslime ab und folgerichtig ist die AfD mehr eine Anti-Islamische Partei als eine Anti-Ausländer Partei.
Eben völkisch, völkisch beinhaltet auch die Religion. Die haben nicht die christliche Religion und sehen auch noch anders => geht gar nicht.

Zitat:Diese aus dem Ausland betriebene Plattform der Rechten konzentriert sich ebenfalls primär auf den Kampf gegen den Islam und nicht auf einen Kampf gegen Ausländer im allgemeinen. Und dies schon Jahre bevor es die AfD überhaupt gab.
Man nimmt sich zuerst dem an, was halbwegs salonfähig ist. Ich seh da null Unterschied zum Judenhass in ganz Europa. Man nimmt einfach die mit dem schlechtesten Ruf / Sündenbock.

Zitat:AfD: Volk/Kultur (im Sinne der neuen Rechten) statt Rasse/Staat, Anti-Etatisch, Anti-Sozialistisch, offen Pro-Plutokratie
Die AfD hat doch kein politisches Programm ... oder nicht mehr. Es ist simpel die Verachtung von allem fremden / vor allem nicht völkischen. Der Rest kann man getrost in die Tonne kloppen. Ich mach jede Wette 90% der AfD-Wähler haben keinen blassen Schimmer für was die Partei sonst steht.

Zitat:Von daher kann ich dir durchaus zustimmen, dass man die AfD als völkische Partei bezeichnen könnte, aber sie ist in keinster Weise analog zur NSDAP, ...
Das stand ja auch nicht im Artikel ... aber es gibt einige auffällige Parallelen und sie bedient die gleichen Instinkte. Klar muss sie sich heute anders darstellen, damit sie verfassungskonform ist. Aber das kann sich auch schnell wandeln, siehe abenteuerliche politische Entwicklung der AfD in den paar Jährchen die sie nun besteht.
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@phantom
Zitat:Tschuldigung, aber das ist Unsinn, nicht die Abschaffung des Nationalstaats, sondern das Säubern von Elementen die nicht in den Nationalstaat "gehören".
Sorry, aber das zeugt eher davon das man sich mit der Ära des Nationalsozialismus nicht tiefer beschäftigt hat.
Tatsächlich haben Hitler und Konsorten den Staat praktisch ausgehöhlt. Dies nicht etwa nur durch ihre ausufernde Korruption - jeder der was zu sagen hatte konnte in die eigene Tasche wirtschaften - sondern auch dadurch, das man die Weimarer Verfassung durch ein Vakuum ersetzte. In diesem herrschte ein Nebeneinander von NSDAP, SS und Wehrmacht, wobei häufig nur unscharf und oft nicht wirklich klar war wer welche Zuständigkeiten hatte.
Hitler dürfte das auch nicht besonders interessiert haben, für ihn war der Staat bzw. Staaten nur dazu da um Krieg zu führen.
Entsprechend funktionierten die einzelnen Gaue und besetzten Gebiete häufig als Machtbereiche einzelner Personen. So schuf sich der Gauleiter von Ostpreußen, Koch, sogar ein regelrechtes Imperium das von der Ostsee bis ans Schwarze Meer(!) reichte, während andere Gauleiter selbst eigene Ambitionen verfolgten.

Zitat:Damals primär die Juden, heute könnten das die Zugewanderten sein / Schutz des Abendlandes.
Wenn es um das "Säubern" geht - warum richtet sich das dann kaum gegen Zuwanderer aus fernöstlichen Staaten wie z.B. Vietnam oder Afrika?
Übrigens hatten auch genug Funktionäre und Täter des NS-Regimes ausländische Vorfahren, etwa Goebbels, Henlein, Globocnic (slowenischer Name!), von der Bach-Zelewski,...

Zitat:Das ist eben die weitere Gemeinsamkeit, es wird eine krude Pseudogrenze gezogen, aufgrund von angeblichen, völkischen Zugehörigkeiten.
Die Nazis hechelten mit ihren rassischen Vorstellungen einem Ideal hinterher das sowieso illusorisch war.
Dies führte zu lauter Widersprüchen. So wurden etwa in Ostpreußen und Schlesien Orte umbenannt weil sie slawische oder baltische (!) Namen hatten, etwa Stallupönen. Aber niemand kam im Dritten Reich auf die Idee Rostock oder Potsdam umzubenennen.

Zitat:Auf heute umgemünzt, der Türke der anständig zum BSP von Deutschland beiträgt, ist denen viel suspekter als irgend ein Europäer der so europäisch wie sie aussieht, aber in Deutschland noch nie gearbeitet hat.
Wenn man vom Sozialamt lebt stört das viele auch bei Deutschen. Hab' schon Kommentare gehört das all jene die arbeitslos sind sowieso nicht arbeiten wollen.
Türkische Geschäfte dagegen werden durchaus angenommen. Suspekt ist eher der türkische Clan der seine Mitglieder nach Deutschland holt und sich per Sozialamt finanziert.

Zitat:Die Deutschen haben sich als Herrenrasse in ganz Europa gesehen, die Überhöhung hat keinesfalls nur gegenüber den Juden bestanden.
So haben es die Nazis gesehen, aber nicht die Deutschen.
Die Ideologie der Nazis war eigentlich gar nicht erfolgreich, auch der Antisemitismus der Nazis stieß eher sauer auf.
Den Deutschen selbst ging es eher darum, Arbeitsplätze, Wohlstand und nationales Selbstwertgefühl - letzteres war ja durch den Versailler Vertrag schwer getroffen worden - zu erlangen. Genau dafür hat Hitler in den ersten Jahren gesorgt, und dadurch Zustimmung erhalten.
Als seine Politik immer ideologischer wurde verspielte er auch zunehmend diese Zustimmung.

Zitat: Es zeigt sich eben wie im Artikel beschrieben, dass die Leute sich nicht zu Demokraten gewandelt haben, unter dem Deckmantel ist das Gedankengut nicht viel anders als früher
Du meinst diesen Artikel hier?
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/eur ... y/15637273
Der Artikel sagt eindeutig aus das es andere Gründe für den Aufstieg der AfD gibt.
Genannt wird da etwa Verdruss über die etablierten Parteien. Dieser führt dann mit zur Verachtung von "System und Eliten", weil man sich nicht mehr vertreten fühlt.
Nur weil sich die Symptome ähneln kann man nicht von einer Kontinuität es Gedankenguts sprechen.

Zitat:Die Demokratie sorgt eben dafür, dass alle relevanten Gruppen an der Macht teilhaben können.
Theoretisch. Einer der Gründe für den Erfolg der AfD ist immerhin das sich viele Menschen durch die politischen Parteien nicht mehr vertreten, mit ihren Bedürfnissen und Sorgen nicht mehr ernstgenommen fühlen.
Schon lange vor dem Auftreten der AfD gab es in Deutschland einen ausgeprägten Parteienverdruss.
Schlimmer noch: Man bekam zudem wiederholt diverse Kränkungen, etwa Hartz IV, vorgesetzt. Das führt dann zu dem Gefühl das die "da oben" nur sich selbst und die Undankbaren - Wirtschaftsbonzen, Banker, Immigranten, Arbeitsscheuen, Flatulenzler, such es dir aus! - finanziell begünstigen.
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Tiger schrieb:Sorry, aber das zeugt eher davon das man sich mit der Ära des Nationalsozialismus nicht tiefer beschäftigt hat.
Dann behaupte ich dass du dich vielleicht damit beschäftigt hast, aber nichts davon verstanden hast. Einfach mal um das Kompliment weiter zu geben.

Zitat:Tatsächlich haben Hitler und Konsorten den Staat praktisch ausgehöhlt.
Die Behauptung von Quintus ist die, dass Hitler den Staat mehr oder weniger abgeschafft hat. Das stimmt aber nicht, wenn man den Staat quasi auflösen will (anti-etatistisch), muss man sich selbst entmachten. Hitler war an der Macht und er hat alles andere getan als sein Macht einzuschränken. Nein, das Gegenteil war der Fall, das war ein totalitäres Regime was alles diktiert hat, von dem was der Mensch hätte denken sollen, was wirtschaftlich produziert wurde, wer die bevorzugte Rasse war, alles wurde vom Staat diktiert.

Zitat:Dies nicht etwa nur durch ihre ausufernde Korruption - jeder der was zu sagen hatte konnte in die eigene Tasche wirtschaften - sondern auch dadurch, das man die Weimarer Verfassung durch ein Vakuum ersetzte.
Es spielt keine Rolle wie der Staat organisiert ist, ob das eine Demokratie ist, eine Diktatur ... oder ein Königreich ist. Staat bleibt Staat, egal ob mit tollen, menschenwürdigen oder katastrophalen, ungerechten Regeln, spielt überhaupt keine Rolle. Der Staat wird nicht abgeschafft beim Wechsel von einer Demokratie zu einer Diktatur, ... überhaupt nicht.

Zitat:In diesem herrschte ein Nebeneinander von NSDAP, SS und Wehrmacht, wobei häufig nur unscharf und oft nicht wirklich klar war wer welche Zuständigkeiten hatte.
Was bitte soll das mit dem Staat zu tun haben. Das sind die Ordnungskräfte die mit vielen Freiheiten ausgestattet waren. Der Bürger hatte wenig Freiheiten, die Polizei und das Militär viele ... wie in jedem totalitären Staat. Aber auch hier, der Staat hat doch nicht weniger Macht, im Gegenteil, er übt vermehrt Repression auf den privaten Bereich aus.

Zitat:Hitler dürfte das auch nicht besonders interessiert haben, für ihn war der Staat bzw. Staaten nur dazu da um Krieg zu führen.
Seine ganze Ideologie basierte auf der Überhöhung des Nationalstaates. Er war doch privat eine gescheiterte Existenz, ein minder begabter Künstler der sich privat nichts aufbauen konnte. Er war doch nicht der erfolgreiche Unternehmer der sich für das Privateigentum eingesetzt hat, im Gegenteil!

Zitat:Wenn es um das "Säubern" geht - warum richtet sich das dann kaum gegen Zuwanderer aus fernöstlichen Staaten wie z.B. Vietnam oder Afrika?
Weil die Masse viel zu klein ist. Oder ist dir das Aussehen so unsympathisch? Erklär es mir ...

Zitat:Übrigens hatten auch genug Funktionäre und Täter des NS-Regimes ausländische Vorfahren, etwa Goebbels, Henlein, Globocnic (slowenischer Name!), von der Bach-Zelewski,...
Ich kann die krude Ideologie nicht begründen. Die Nazis konnten es ja auch selbst nicht belegen, obwohl sie lang nach einer historischen belegten arischen Überlegenheit gesucht haben. aus heutiger Sicht ist das Auswahlverfahren völlig abstrus und nicht nachvollziehbar. Selbst Hitler entsprach nicht wirklich dem arischen Vorbild, er musste also schon bei sich gewisse Kompromisse eingehen. :mrgreen:

Zitat:Dies führte zu lauter Widersprüchen. So wurden etwa in Ostpreußen und Schlesien Orte umbenannt weil sie slawische oder baltische (!) Namen hatten, etwa Stallupönen. Aber niemand kam im Dritten Reich auf die Idee Rostock oder Potsdam umzubenennen.
Wo war davon die Rede?

Zitat:Türkische Geschäfte dagegen werden durchaus angenommen. Suspekt ist eher der türkische Clan der seine Mitglieder nach Deutschland holt und sich per Sozialamt finanziert.
Solang du das nicht generalisierst, kann man auf Missstände hinweisen.

Zitat:So haben es die Nazis gesehen, aber nicht die Deutschen.
Man hat doch damals an die ganze Propaganda geglaubt, tschuldigung aber für mich ist das der entscheidende Punkt, wieso so etwas immer wieder passieren kann. Die Leute nehmen sich wie du immer aus der Verantwortung. Es waren ein paar obere (Nazis / deine Behauptung) ... wenn die manipulierte Masse nicht mitläuft, passiert gar nichts, nichts und nochmal nichts!

Zitat:Die Ideologie der Nazis war eigentlich gar nicht erfolgreich, auch der Antisemitismus der Nazis stieß eher sauer auf.
Die Juden wurden ja nicht nur in Deutschland verachtet.

Zitat:Den Deutschen selbst ging es eher darum, Arbeitsplätze, Wohlstand und nationales Selbstwertgefühl - letzteres war ja durch den Versailler Vertrag schwer getroffen worden - zu erlangen. Genau dafür hat Hitler in den ersten Jahren gesorgt, und dadurch Zustimmung erhalten.
Aber wie blöd kann man sein, wenn alles auf Staatspump investiert wird, dass das null Nachhaltigkeit hatte, war sicher auch in Deutschland ein Thema. Aber die Masse will nicht mehr zuhören, du kommst mit Argumenten nicht mehr an die Leute ran.

Zitat:Als seine Politik immer ideologischer wurde verspielte er auch zunehmend diese Zustimmung.
Aber spätestens als man die Nachbarn in Polen "befreit" hatte, müsste es wohl dem Dümmsten aufgefallen sein, dass da was nicht stimmt ... oder? Meines Wissens liefen da alle noch begeistert mit.

Zitat:Genannt wird da etwa Verdruss über die etablierten Parteien. Dieser führt dann mit zur Verachtung von "System und Eliten", weil man sich nicht mehr vertreten fühlt.
Nur weil sich die Symptome ähneln kann man nicht von einer Kontinuität es Gedankenguts sprechen.
Sondern? Das ist doch eine eindeutige Parallele. Die Eliten tun nichts für uns. Wir zahlen für die anderen ... als wenn wir das nicht alles schon mal gehört hätten.

Zitat:Schon lange vor dem Auftreten der AfD gab es in Deutschland einen ausgeprägten Parteienverdruss.
Man könnte auch mal dem Volk die Schuld geben, oder? Oder willst du den nächsten Führer installieren, der die Sachen im ersten Augenblick besser löst und die grosse Katastrophe darauf folgt. Erst kürzlich gab es doch eine im Spiegel publizierte Umfrage, wo wieder mehr Leute zu Monarchien/Führern tendieren. Da muss man sich schon an den Kopf fassen und fragen wie dumm die Leute eigentlich sind. Da wird in der Schule viel zu wenig wert drauf gelegt. Die Leute sind schlicht katastrophal informiert / ausgebildet.

Zitat:Schlimmer noch: Man bekam zudem wiederholt diverse Kränkungen, etwa Hartz IV, vorgesetzt.
Früher war man als Bettler auf der Strasse sicher nicht besser gestellt. Ich z.B. hab für ein bedingungsloses Grundeinkommen gestimmt. Ich fände das System auch besser, aber es hat ein paar Haken ... mit einer kleinen Wohngemeinschaft könntest du ein hübsches Leben ohne Stress ohne Arbeit mit diesem Grundeinkommen garantieren und das kann nicht aufgehen. Die Initianten haben den Sockelbetrag viel zu hoch angesetzt.

Zitat:Das führt dann zu dem Gefühl das die "da oben" nur sich selbst und die Undankbaren - Wirtschaftsbonzen, Banker, Immigranten, Arbeitsscheuen, Flatulenzler, such es dir aus! - finanziell begünstigen.
Ich seh in der Liste nicht die Ausländer und Migranten die man als erstes bekämpfen sollte. Dass man sich auf die stürzt, find ich völlig daneben.
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