Israelische Marine
#1
Israelisches Heer ham wa, Marine nich, deshalb
http://www.marineforum.info/AKTUELLES/aktuelles.htm
Zitat:Mit der Indienststellung von drei weiteren Schnellbooten SUPER DVORA Mk III ist eine erste Phase der Modernisierung der israelischen Schnellbootkomponente abgeschlossen.

Im Januar 2002 hatte das israelische Verteidigungsministerium die Rüstungsfirma Israel Aircraft Industries / Ramta mit dem Bau von zunächst sechs SUPER DVORA Mk III beauftragt. Drei erste Boote waren im Juli 2004 an die israelische Marine übergeben und nach ausgiebigen Erprobungen im November 2004 feierlich in Dienst gestellt worden. Die restlichen drei Einheiten wurden nun am 18. September formell in den Bestand israelischen Marine integriert. Alle sechs Boote sind an der Mittelmeerküste in Ashdod stationiert.

Die 27 m langen SUPER DVORA Mk III gelten in der israelischen Marine als „Generationssprung“. Mit mehr als 50 kn sind sie die derzeit schnellsten Einheiten in ihrem Bestand. Die Steuerung erfolgt nicht über Ruder, sondern direkt über die zwei Propeller (schwenkbare Gondeln ?). Als Hauptbewaffnung wird eine stabilisierte, vollautomatische (ferngesteuerte) 25-mm-Zwillingskanone Typhoon genannt. Daneben sollen die Boote auftragsabhängig aber eine ganze Reihe unterschiedlicher Waffen und Sensoren an Bord nehmen können (wobei die Verdrängung dann zwischen 58 ts und 72 ts variiert).

Hauptauftrag wird die unmittelbare Sicherung der israelischen Küste gegen Angriffe und Eindringversuche von Terroristen. Bei Bedarf (und natürlich auch wetterabhängig) können die SUPER DVORA Mk III mit einem Aktionsradius von 750 sm auch weit auf die Hohe See hinaus operieren und verfügen sogar über Einrichtungen zur Nachversorgung in See.

SUPER DVORA Mk III sollen die Mitte der 70-er Jahre zunächst in den USA beschafften, dann in Israel selbst gebauten Schnellboote der DABUR-Klasse ablösen. Nach den nun zugelaufenen sechs Booten besteht derzeit (mindestens) eine Option auf weitere fünf Einheiten.
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#2
also schwenkbare gondeln im sinne von pod antrieb schließe ich mal aus. spontan hab ich an waterjet antrieb gedacht aber eine kurze internetrecherche hat ein anderes interessantes steuerungskonzept ans tageslicht befördert. es gibt tatsächlich einen antrieb, der es erlaubt, das letzte stück der welle mit dem propeller zu schwenken. dabei wird vermutlich das letzte stück welle + propeller mit einem kreuzgelenk oder ähnlichem beweglich gelagert und über steuerzylinder je nach gewünschter richtung hin und her bewegt und damit trimmung und richtung des bootes beeinflusst.
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#3
@spooky
das mit der - ich nenn es mal so - Kreuzgelenksteuerung ist schon eine interessante Information. Hast Du da noch den Link ?
Was bei den Dvoras aber nun tatsächlich stattfindet, dürfte wohl noch längere Zeit im pekulativen Bereich bleiben. Aber warum schließt Du Pod aus ? Ok, ist bisher wohl nur im Handelsschiffsbereich eingeführt, gibt hier auch noch erhebliche Probleme und ist vielleicht zu groß und / oder nicht schnell genug steuerbar für Boote wir Dvora. Gibt vielleicht auch Probleme mit dem Tiefgang, wenn da so ne Gondel unterm Boot hängt. Aber grundsätzlich ?
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#4
ich hab noch ein wenig weiter gegoogelt, da mich das thema auch interessiert hat:
Zitat:Craft length of the "Super Dvora Mk-III" is 27.4 meters (86 ft.), beam of the vessels is 5.74 meters (18 ft.), and craft displacements ranging between 58 and 72 tonnes. The craft are powered by two Detroit Diesel MTU 12V-4000 series diesel engines driving two state-of-the-art model 16 Articulated Surface Drives (ASD) manufactured by US company, TwinDisc and were specifically selected by the ISN who has successfully used this advanced propulsion technology in its other IAI/Ramta supplied patrol/interdiction craft over the past decade. IAI/Ramta has successfully adapted this state-of-the-art propulsion technology originally designed for competitive speedboats into its line of naval patrol boats. The ASD system enables the ISN to "positively steer" the propulsion system screws (propellers) providing the craft with "thrust vectoring" control similar to the most advanced fighter jet aircraft in use today. In addition, as all external components of the propulsion system extend out the transom (stern) of the boat, rather than beneath its hull, the ASD system provides the ability to operate in extremely shallow water at minimal drafts of 1.2 meters (3.5 ft.) facilitating "beaching" operations [...]
http://www.iai.co.il/Default.aspx?docID=...48&lang=en

wenn man der seite glauben darf (und augenscheinlich spricht nichts dagegen)
dann findet genau folgendes steuerungssystem verwendung:
http://www.twindisc.com/MarineArnesonSpec.aspx?pid=111

warum ich pods ausschließe? weil sie sowohl in der bootsgröße als auch in dem geschwindigkeitsbereich bisher keinerlei verwendung finden, weil man damit deutliche probleme mit dem tiefgang hat, die pods recht leicht beschädigt werden könnten und eine beschädigung deutlich größere folgen haben dürfte. ausserdem dürfte der einbau auf einem derartigen schiff wohl große probleme machen. naja das meiste hast du ja schon genannt. ich halte das jedenfalls für genug nachteile um pods grundsätzlich erstmal auszuschließen.
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#5
danke Dir vielmals. Das hat doch geholfen.:bonk:
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#6
noch mal @ spooky,
ist zwar schon ein paar Tage her, aber IAI Ramta schreibt ja selbst, was für einen Antrieb die Super Dvora Mk3 haben. Hätt ich bloß deren Presseerklärung genauer lesen müssen.>Sad

http://www.iai.co.il/Default.aspx?docID ... 81&lang=en
IAI/Ramta is now completing engineering design work on four additional Super Dvora Mark-III craft that will enter service under Phase Two of the Israel Navy's patrol fleet modernization program. The Phase Two Super Dvora-III craft will incorporate a waterjet propulsion system in place of the Arneson Surface Drive-16 propulsion systems installed on the Phase One Super Dvora Mark-III’s.

Auf den Webseiten von Arneson findest Du dann das Ding, mit tollem Foto, das eigentlich alles erklärt.
http://arneson-industries.com/asd16.htm
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#7
http://www.marineforum.info/AKTUELLES/aktuelles.htm
Zitat:Der Konflikt zwischen Israel und der den Gazastreifen dominierenden radikal-islamischen Hamas dauert unvermindert an.

Am 4. Januar erklärte Israel über die bisherige seeseitige Blockade hinaus gehend nun eine 20 sm Sperrzone vor der Küste des Gazastreifens. Jeglicher Schiffsverkehr ist hier verboten bzw. unterliegt strikten Auflagen und Beschränkungen. So ist auch nicht zu erwarten, dass ein nach Passage des Suezkanals in Ägypten angelangtes mit „2.000 t humanitären Hilfsgütern“ beladenes Schiff aus dem Iran wie angekündigt an diesem Wochenende Gaza anlaufen darf. Unabhängig von der verkündeten grundsätzlichen Blockade dürfte Israel erhebliche Zweifel an der rein humanitären Ladung hegen - und die Iraner werden ganz sicher eine gründliche Durchsuchung verweigern. Für Israel ist das Risiko zu groß, dass Hamas auf diesem Wege militärischen Nachschub aus dem Iran erhält. Natürlich wird der Iran sich nach Kräften bemühen, die Verweigerung seiner humanitären Hilfe über die internationalen Medien zu instrumentalisieren.

Unterdessen beteiligt sich die israelische Marine weiterhin auch direkt am Streitkräfteeinsatz in Gaza. Am 5. Januar meldeten israelische Medien, eine Korvette habe von See aus erfolgreich eine verbunkerte Raketenabschussstellung der Hamas beschossen. Zum Einsatz kommen aber nicht nur die mit 76-mm Geschützen und Spezialmunition auch für Landzielbeschuss optimierten Korvetten der SA’AR 4.5-Klasse, sondern auch deutlich kleinere Einheiten.

So berichtete die Nachrichtenagentur Aljazeera von einem Schnellboot SHALDAG (26m), das nachts abgedunkelt nur wenige hundert Meter vor der Küste operierte, mit Spezialnachtsichtgeräten den Strand beobachtete und aus der Dunkelheit heraus erkannte Hamas-Stellungen dann mit seiner 25-mm Kanone unmittelbar bekämpfte.

Mit ihrem Tiefgang von nur 1,15m und Wasserstrahlantrieb sind die extrem wenigen und bis zu 50kn schnellen Boote der SHALDAG-Klasse für genau solche Einsätze optimiert. Das voll stabilisierte, an die optronischen Anlagen angebundene Geschütz Typhoon lässt sich über einen „Joystick“ aus dem Steuerstand heraus bedienen.
(ganzer Text, da Marineforum und nur kurz im Netz)
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#8
Videos der Einsätze hat das IDF online gestellt:

http://de.youtube.com/watch?v=T2kLdFW8E ... annel_page
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#9
Die israelische Marine hat ihre Bestrebungen, Fregatten einer modifizierten LCS I- aka Freedom-Klasse zu beschaffen aufgegeben. Stattdessen - und auch anstatt von bei Northrop Grumman zu bauenden Korvetten - wird die israelische Marine eine verlängerte Variante der Meko A-100-Klasse beschaffen.
http://www.defensenews.com/story.php?i=4160683
Zitat:Israel Eyes Locally Built Warship
Drops LCS In Favor of German Design
By barbara opall-rome

TEL AVIV - In a radical revamp of its surface fleet modernization program, the Israel Navy has shelved long-held plans to purchase Lockheed Martin-produced Littoral Combat Ships (LCS), as well as a fallback option involving corvetees built by Northrop Grumman.

Instead, sources say, the Navy is pushing to establish a combat shipbuilding industry through customized, locally built versions of a German corvette design.

Now in an exploration phase, the concept calls for a stretched, approximately 2,200-ton version of the Meko A-100 built by ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS), the Hamburg-based consortium building two Dolphin-class submarines for the Israel Navy. Countries that are building or now operating the 1,650-ton German-designed corvette include Malaysia and Poland.
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#10
Meines Erachtens ziemliche Geldvernichtung.
Der Eigenbedarf ist verschwindend gering und ob sich das durch den Export jemals rechnet steht in den Sternen.
Es gäbe wesentlich wichtigere Bereiche der israelischen Streitkräfte in die man invenstieren sollte.
Die Überwassermarine ist für Israel in dieser Qualität reiner Luxus.
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#11
@Nightwatch
Zitat:Es gäbe wesentlich wichtigere Bereiche der israelischen Streitkräfte in die man invenstieren sollte.
Nämlich?

Zitat:Die Überwassermarine ist für Israel in dieser Qualität reiner Luxus.
Israel braucht eine starke Marine, schon weil es recht exportabhängig ist.
Zudem können die FK-Schnellboote nicht alle Aufgaben, die der israelischen Marine anfallen, erfüllen.
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#12
Tiger schrieb:@Nightwatch
Zitat:Es gäbe wesentlich wichtigere Bereiche der israelischen Streitkräfte in die man invenstieren sollte.
Nämlich?
So ziemlich alle Teilstreitkräfte bzw. Truppenteile sind mE wichtiger als die Überwassermarine.
Dementsprechend kann man sehr vieles anführen.
Beispielsweise die wirklich querschnittliche Einführung des Namer oder die querschnittliche Nachrüstung der Merkavas mit aktiven Schutzsystemen.
Die Mordernisierung der Artillerie wäre auch und gerade aus politischen Gründen eine sehr sinnvolle Maßnahme.
Mit den zig Hundert Millionen (wenns reicht) die da für den Eigenen Schiffbau ausgegeben werden könnte man die israelischen Bodenstreitkräfte durch die Bank erheblich mordernisieren.
Ich sehe nicht im Ansatz wieso man in einen Bereich investieren müsste der für Israel aufgrund der geostrategischen Gesamtsituation eine absolut Minimale Rolle spielt.
Da wäre es sogar noch sinnvoller wieder ein eigenen Fighter-Programm anzustoßen und das auf dem Exportmarkt anzubieten.

Tiger schrieb:Israel braucht eine starke Marine, schon weil es recht exportabhängig ist.
Zudem können die FK-Schnellboote nicht alle Aufgaben, die der israelischen Marine anfallen, erfüllen.
Warum braucht Israel eine starke Marine?
Die Luftwaffe kann jede feindliche Marine vom Wasser pusten. Da liegt doch alles schon auf dem Grund des Mittelmeers bevor die israelische Marine überhaupt ausgelaufen ist.
Und die SSKs sind ja auch noch da.
Gegen Schmuggel reichen ein paar Schnellboote, da braucht es keine Korvetten.
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#13
Zitat:In possible signal to Iran, Israel sends subs through Suez Canal


After a long hiatus, the Israeli Navy has returned to sailing through the Suez Canal, recently sending one of its advanced Dolphin-class submarines through the waterway to participate in naval maneuvers off the Eilat coast in the Red Sea.

IDF sources said the decision to allow navy vessels to sail through the canal was made recently and was a definite "change of policy" within the service. In 2005, then OC Navy Adm. David Ben-Bashat decided to stop sending Israeli ships through the canal due to growing threats in the area.

However, the Dolphin-class submarine sailed through last month to get from the Mediterranean to the Red Sea. Israeli officials said it passed through the canal above water, and that it was not done covertly.

"It is a question of policy," a senior officer explained. "Navy vessels have sailed through the canal on several occasions recently."
http://www.jpost.com/servlet/Satellite? ... 2FShowFull
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#14
Nightwatch schrieb:Warum braucht Israel eine starke Marine?
Die Luftwaffe kann jede feindliche Marine vom Wasser pusten. Da liegt doch alles schon auf dem Grund des Mittelmeers bevor die israelische Marine überhaupt ausgelaufen ist.
Und die SSKs sind ja auch noch da.
Gegen Schmuggel reichen ein paar Schnellboote, da braucht es keine Korvetten.
Die Hauptaufgabe von FK-Schnellbooten, die Schiffsbekämpfung, kann auch die Luftwaffe übernehmen. Was die Luftwaffe nicht leisten kann, ist eine Seeraumüberwachung rund um die Uhr.Im Küstenvorfeld benötigt man dazu kleine Patrouillenboote mit ausreichender Bewaffnung gegen Schmuggler und Terroristen. Israel benötigt aber auch die Fähigkeit wichtige Handelsschiffe weit außerhalb der Küstengewässer zu schützen. Das können FK-Schnellboote mangels Seeausdauer nicht leisten, U-Boote und Luftwaffe sowieso nicht. Wenn Israel die libanesische und syrische Küste blockieren will, haben kleine Patrouillenboote nicht die nötige Standkraft. Große FK-Schnellboote sind einerseits zu teuer im Betrieb, anderseits sehr beschränkt in den Fähigkeiten. Korvetten/leichte Fregatten mit einem Hubschrauber und mehreren leichten UAVs und einigen Jagdbombern auf Abruf wären optimal.

Luftwaffen überall auf der Welt haben den Ruf, Schiffsbekämpfung und vor allem Seeraumüberwachung nicht richtig ernst zu nehmen, teilweise mit fatalen Folgen. Ohne eine starke Überwassermarine müßte die israelische Luftwaffe erheblich investieren, sowohl in Ausrüstung als auch in die Ausbildung.
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#15
Nasenbaer schrieb:Israel benötigt aber auch die Fähigkeit wichtige Handelsschiffe weit außerhalb der Küstengewässer zu schützen. Das können FK-Schnellboote mangels Seeausdauer nicht leisten, U-Boote und Luftwaffe sowieso nicht. Wenn Israel die libanesische und syrische Küste blockieren will, haben kleine Patrouillenboote nicht die nötige Standkraft. Große FK-Schnellboote sind einerseits zu teuer im Betrieb, anderseits sehr beschränkt in den Fähigkeiten. Korvetten/leichte Fregatten mit einem Hubschrauber und mehreren leichten UAVs und einigen Jagdbombern auf Abruf wären optimal.
Nach meiner Auffassung geht derartiges weit über die Kapazitäten von Korvetten oder "leichten Fregatten" hinaus.
Die Ausdauer für eine Blockade (!) ist viel zu gering.
Ich sehe dabei nicht warum für Israel ein gesiteigertes Interesse bestehen sollte sich diese Fähigkeit anzueignen.
Das läuft maximal unter nice to have und solange es dann noch wesentlich wichtigerew Baustellen gibt...

Nasenbaer schrieb:Luftwaffen überall auf der Welt haben den Ruf, Schiffsbekämpfung und vor allem Seeraumüberwachung nicht richtig ernst zu nehmen, teilweise mit fatalen Folgen. Ohne eine starke Überwassermarine müßte die israelische Luftwaffe erheblich investieren, sowohl in Ausrüstung als auch in die Ausbildung.
Welche Investitionen bitte?
Die Israelis verfügen über Harpoons und den Eigenbau Gabriel.
Weder die ägyptische, noch die syrische oder saudiarabische Flotte haben genug Kampfkraft um sich gegen eine einzige israelische Jagdstaffel zu halten.
Ob man da jetzt noch vier, fünf Korvetten Marke Eigenbau rumdümpeln hat, who cares.
Wenn sie von der Braunschweig Klasse so begeistert sind (geez) sollen sie drei von uns kaufen und ihre Elektronik reinbasteln.

Aber wozu? Saar 5 müssen nicht ersetzt werden. Wenn überhaupt die beiden noch vorhanden Saar 4 und die Romah und die Kneshet (beides Saar 4.5 aus den Achtzigern).
Der Rest wurde alles in den Neunzigern gebaut.
Was braucht es denn auf einmal mehr?
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