Venezuela
#91
Zitat:Freund oder Feind
Keine Waffen für Venezuela
25.11.2005

Einem Bericht des britischen Guardian vom Donnerstag zufolge setzten die USA derzeit alles daran, einen umfangreichen Waffenhandel zwischen Spanien und Venezuela zu verhindern.

Im Rahmen eines am Montag zu unterzeichnenden Vertrages im Wert von rund 1,3 Milliarden Euro würde Spanien vier Küsten Küstenpatrouillenschiffe, vier Korvetten, zehn Transportflugzeuge vom Typ C-295 und zwei Seeüberwachungsflugzeuge liefern.
Quelle: http://www.freace.de/artikel/200511/251105b.html
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#92
Der Sinn eines solchen Intervenierens verstehe ich nicht. Die Folge ist doch nur, dass sich Venezuela stärker wehrtechnisch auf Länder ausrichten wird, die den USA ablehnend bis feindlich gesonnen sind (wie China). Das kann nicht im Interesse der USA stehen.
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#93
Der Sinn ist durchaus einleuchtend, da die USA versuchen alles zu verhindern was dazu führt, das die dank der derzeitigen Ölpreise gut gefüllten venezulanischen Kassen in die Stärkung und Modernisierung der Streitkräfte und Milizen investiert wird, denn somit wird es immer schwieriger dem im Fadenkreuz stehenden Chávez auch "abzuschiessen", der durch seine Haltung und Äußerungen gegenüber den USA immer höher rückt auf der Abschussliste.

Natürlich sind diese Versuche der USA in diesem Falle zwar erfolgreich gewesen, beseitigen aber das Problem natürlich nicht, sondern verschieben es höchstens, da die Milliarden an Devisenreserven die Venezuela mittlerweile angehäuft hat auch sehr gerne China, Russland...u.v.a gegen modernste Waffensysteme eintauschen wollen und auch werden. Aus Sicht venezuelas dürfte das sogar eher vorteilhafter sein, da die US Systeme nach und nach ausgemustert werden können und die Abhängigkeit und Empfindsamkeit gegenüber US Boykotts und Handelssperren weiter sinken.

Gleichzeitig werden die USA immer nervöser, da der bisherige militärische Zwerg zusehends Muskeln bekommt und heute schon den USA in der Region politisch und wirtschaftlich die Suppe versalzt.

Chávez sollte die Pläne für die Beschaffungen und Modernisierungen für die venezuleanische Armee beschleunigen, sich falls noch nicht vorhanden einen Atombunker zulegen und dafür sorgen das er stets von einigen hundert Spezialeinheiten beschützt wird, denn die Gefahr für Ihn wächst das Ihm ein Schicksal a´la Noriega u.ä. blüht, der CIA ein Attentat auf Ihn verübt oder gezielte Luftschläge gegen seine vermuteten Aufenthaltsorte ausgeführt werden.

Abgesehen von der Wandlung von einem pro-amerikanischen Land in einen der schärftsen US Kritiker weltweit in nur wenigen Jahren, düften die USA auch deshalb in dem Land "Handlungsbedarf" sehen, da das relativ kleine Venezuela die fünftgrössten Ölreserven der Welt hat und die USA alleine aus diesem kleinen Land über 15% Ihres Gesmtbedarfs decken.
Wie wir wissen ist das Hauptziel der Neocons die Kontrolle über die weltweiten Rohstoffe, an erster Stelle das Erdöl, somit dürfte es nur eine Frage der Zeit sein bis man zumindest versucht auch die Kontrolle über das venezuleanische Öl zu erringen. Da dies bisher weder politisch noch über wirtschaftlichen Druck gelang, bleibt nur noch die Militäroption oder ein Umsturz, was aber schwer werden dürfte da Chávez intelligenter Weise einen guten Teil der Öleinnahmen in die Subvention von Lebensmitteln, Sozialprogramme u.ä. investiert und somit nach wie vor einen guten Rückhalt im Volk wiederfindet.

Was die Äußerungen von Chávez angeht kann man nur sagen wo er Recht hat hat er Recht:
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Nachdem Hugo Chávez, der Präsident Venezuelas, die USA bereits im Februar als einen "Terrorstaat" bezeichnet hatte, legte er nun nach und nannte US-Präsident George W. Bush einer News24-Meldung vom Freitag zufolge als "Mörder" und "Verrückten".

"Die Menschen der USA werden von einem Mörder regiert ... einem Verrückten", so Chávez. "Ich glaube, daß die Menschen in den USA sich dieser Situation täglich bewußter werden."
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Weis jemand ob Blume2000 oder Blume.de auch Blumensträuse direkt an den Presidentenpalast nach Caracas sendet?Cool
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#94
Wie wahrscheinlich schätzt ihr denn eine Invasion oder einen erneuten Putschversuch bzw. einen Mordversuch auf Chavez ein?
Was mich hierbei immer wieder wundert ist das stillhalten der Weltöffentlichkeit :oah: - wie kann die Welt zusehen daß Mr. Ich bin die Demokratie immer wieder demokratisch gewählte Regierungen aus dem Amt vertreiben will?

Chaves sollte vielleicht wirklich schnellstmöglich mit China kooperieren und ihnen ein großes Gelände für "militärische Übungen im Dschungel" Wink überlassen, woraufhin die Chinesen mal eben so 3-4 Divisionen und einige Geschwader vor Ort stationieren. Das sollte die Amis doch vermutlich von einer Invasion abhalten, oder nicht?
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#95
@ Cyprinide
Zitat:wie kann die Welt zusehen daß Mr. Ich bin die Demokratie immer wieder demokratisch gewählte Regierungen aus dem Amt vertreiben will?
Ok, mal sehen, Venzuela, mehr oder weniger und wer noch. Keine andere Regierung die im Moment in das Ziel der USa gerät würde ich so nennen.

ICh würde gerne mal sehen wie die Chinesen 45 000 bis 75 000 Mann dauerhaft in Venezuela stationieren, das wäre wohl den USA gar nicht ungelegen, was dass die Chinesen an Resourcen kostet.
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#96
Ach, was kriegt den ein chinesische Wehrdienstleistender? Wink - darüber hinaus kann den Sold für Auslandseinsätze (falls es sowas in China überhaupt gibt) ja Chavez zahlen, das geld dafür scheint er jetzt doch zu haben...

und was ist mit Jean Baptiste Aristide? War der etwa nicht gewählt?
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#97
Zitat:Wie wahrscheinlich schätzt ihr denn eine Invasion oder einen erneuten Putschversuch bzw. einen Mordversuch auf Chavez ein?
Als gering. Ehrlichgesagt glaube ich, betreibt Chavez mit solchen Geschichten momentan mehr Meinungsmache, als tatsächlich substantiell etwas dahintersteckt.
Und was die politische Legitmität betrifft: Chavez regiert sehr autoritär und hat mit Putschen selbst ganz gut Erfahrung. Im Jahr 1998 wurde er dann korrekt gewählt, allerdings wohl vor allem deswegen, weil die alte Regierung sowieso am Ende war und er sich diese Zustimmung mit Sozialprogrammen kurzfristig erkauft hat, wo sich noch zeigen wird, inwieweit das ganze langfristig wirtschaftlich tragbar ist.
Wenn ihm das Geld ausgeht, dann ist der Volksrückhalt nämlich wieder ganz schnell weg. Das Erdöl, nicht das Volk ist Chavez' tatsächliche Machtgrundlage.
Daher denke ich, hat er im Moment allen Grund, außenpolitische Bedrohungsszenarien, die sicher bis zu einem gewissen Punkt vorhanden sind, weiter aufzublähen.
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#98
@ Cyprinide Das die kaum Sold bekommen ist mir auch klar, nur das sind nicht die einzigen Ausgaben die du hast, um so ein rießiges Kontigent zu versorgen, da fallen ganz andere Kosten an Logistik, die Kasernen errichten und vor allem betreiben, die Soldaten versorgen, Nahrung, Medizin, Spritt sollte ja eigentlich billig sein usw. Außerdem wenn das viele Wehrpflichtige sind, muss man die oft austauschen, sprich viel See oder eher Luftfransport. Haben die Chinesen überhaupt schon die möglichkeiten Verbände dieser Größe von China aus zu führen???

Mir fallen da noch einiges mehr als den Sold ein was es die Chinesen kosten würde.


Und was die Popularität von Chavez angeht muss ich Turin recht, aber nicht nur Innenpolitisch sondern auch Außenpolitisch. Er kauft sich mit billigem Öl eine Menge Freunde, ob die aber Dauerhaft sein werden :frag:
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#99
Ich denke mal, man darf das nicht nach unseren Maßstäben messen...
Mein Wahlspruch ist "Wo ein Wille, da ein Weg" - so kann man es da auch handhaben!
Sold? - unerheblich!
Kasernen? Müssen einmal gebaut werden, mit billigen Arbeitskräften, danach fallen doch nur Unterhaltskosten an die so halt in China anfallen würden - nur vielleicht auf etwas höherem Lohnniveau...
Nahrung und Sprit kann aus Venezuela selber kommen, dazu halt alle paar Tage mal ein Dampfer mit Reis, aber wofür ist man denn ein kommunistisches Land? Wink - da sollten alle paar Tage mal ein Schiff mit Reis und ein wenig Material ist doch kein Problem..
Bei einer Dienstzeit von 2 Jahren wären das keine andauernden Transporte von Menschen, die werden in Venezuela sugebildet und bleiben die vollen 2 Jahre da, wenn sie aufmucken werden sie eingesperrt, Problem gelöst Wink

Um auf den Punkt zu kommen... - wenn von beiden Seiten der Wille bestehen würde (der wohl kaum je bestehen wird) dann könnte man mit Methoden die hier in Deutschland sicher nicht gingen (da bei uns ja alles bezahlt werden muss) und unter Ausnutzung des chinesischen Systems eine Stationierung in größerem Umfang sicherlich erfolgen, auch ohne beide Staaten wirtschaftlich zu ruinieren, allerdings ist das natürlich ein rein akademisches Gedankenspiel, soviel ist mir sehr wohl klar Smile
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Wozu eine teure und aufwendige Stationierung fremder Truppen?. Venezuelas Bevölkerung ist groß genug und einige hunderttausend Männer im wehrfähigen Alter die bereits in der Armee waren und ausgebildet wurden stehen bereit, neben zehntausenden Polizisten und Milizionären, Manpower ist ausreichend vorhanden.
Viel einfacher und wichtiger wäre die Beschaffung moderner Waffensysteme, vorzugsweise aus Russland und evtl. auch China, Iran u.a. um die Abwehrkraft des Landes drastisch zu erhöhen und die derzeitige noch relativ hohe Abhängigkeit von US-Ersatzteillieferungen enorm zu senken.

Priorität hierbei wäre die Beschaffung großer Mengen neuer Sturmgewehre, vorzugsweise neue AK Modelle, ausreichend Munition, Panzer- und Luftabwehrraketen, Schultergestützt wie auch andere kleine und leichtere Systeme die leicht bewegt oder auch auf leichte Fahrzeuge montiert werden können usw. um erstmal eine ausreichend große Zahl an Infanterie und Reservisten gut und modern zu bewaffnen, denn größere Mengen an konventionellen und schweren Waffen sind ohnehin sinnlos in einem Land das von der Vegetation und dem Klima eher Vietnam gleicht und sich daher bestens eignet für Guerillataktiken.

In der Nächsten Stufe sollten weitreichendere Luftabwehr- und Radarsysteme besorgt werden und darauffolgend erst über Großanschaffungen z.B. neuer Flugzeuge und Schiffe nachgedacht werden.

Chávez steht auf der Abschussliste der USA schon seit Jahren, vor allem seit Amtsantritt von G.W. Bush und seiner Clique, soviel ist sicher und nicht neu, die Frage ist nur wie vorsichtig er vorgeht und wie schwer er es einem möglichen "Angriefer" macht ihn "auszuschalten".
Die Zeit und die nach wie vor sehr hohen Rohölpreise arbeitet derzeit für Chávez, denn seine Kassen füllen sich von Tag zu Tag mit rd. 120 Mio. USD und die immer praller werdenden Devisenreserven warten nur auf Großaufträge an Waffenproduzenten weltweit. Es ist damit zu rechnen das größere Waffenlieferungen in absehbarer Zeit erfolgen werden, vor allem sollten die Aufträge an Russland oder China gehen, die sich wenig darum scheren würden das dies den USA so garnicht passen würde und auch Länder wären auf die im Gegensatz zu Spanien u.ä. die USA so gut wie keine Einflussmöglichkeiten hätten, erst recht nicht sollte es sich um milliardenschwere Aufträge handeln.
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Da sollte Chevez sich wohl eher Vietnamesische Veteranen als Ausbilder holen :rofl:
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leider nur kostenpflichtig im Internet gefunden
http://fazarchiv.faz.net/webcgi?WID=499 ... 15-53603_1
Zitat:Politik
29.11.05
Spanien verkauft Militärflugzeuge
Präsident Chávez dankt König Juan Carlos / Bono in Caracas
oe. BUENOS AIRES, 28. November. In Caracas ist der Kauf von acht Fregatten und zwölf Militärflugzeugen aus spanischer Produktion im Gesamtwert ...

470 Wörter; 0.85 EUR
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Der Artikel scheint:
1. gar nicht verfügbar und.
2. irreführend zu sein. Es geht offenbar immer noch um die acht Patroullienboote bzw. Korvetten sowie die Transportflugzeuge. Von Fregatten kann jedenfalls keine Rede sein.

Siehe auch:

http://www.defensenews.com/story.php?F=1383288&C=europe

Zitat:Spain Agrees to Supply Colombia With Planes
By REUTERS, MADRID

Spain has agreed to supply planes to Colombia, Defence Minister Jose Bono said Nov. 29, a day after signing the biggest military deal in Spanish history to sell ships and aircraft to Venezuela. ...
Man beachte, dass in diesem Artikel von 21 Flugzeugen und 4 Hubschraubern die Rede ist. Die genauen Zahlen scheinen aber noch unbestätigt zu sein.
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Zitat:In Venezuela finden Parlamentswahlen statt
In Venezuela hat die Parlamentswahl begonnen. Gegen 05.00 Uhr morgens (Ortszeit, 10.00 Uhr MEZ) öffneten die Wahllokale, die um 16.00 Uhr (21.00 Uhr MEZ) schliessen sollten.

Venezuela: Parlamentswahl findet statt / KeystoneAngesichts der tief gespaltenen Opposition kann Präsident Hugo Chávez mit einer Festigung seiner Machtbasis rechnen.
Quelle: http://www.espace.ch/artikel_156685.html
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In einem Artikel aus der Zeit wird über die Parlamentswahlen berichtet.

Hier ein paar Auszüge:

Zitat:...Die Opposition in Venezuela hat die Parlamentswahl boykottiert und damit die absolute Mehrheit für die Partei des Präsidenten Chavez ermöglicht. ...
Zitat:... Mehr als 200 Vertreter der Europäischen Union und der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) beobachteten die Wahl. In ersten Stellungnahmen erklärten sie, die Wahlen seien normal verlaufen. ...
Sehr Interesanter Artikel:
http://www.zeit.de/online/2005/49/venezuela
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