Monderforschung und Stationen
#46
Zitat:Leider hat er aber keinen Beleg für seine These angegeben.
Ich habe gar keinen Anspruch auf Richtigkeit in dieser konkreten Frage erhoben, sondern vielmehr selbst eine Frage in den Raum gestellt. Ansonsten ist es allerdings schwerlich von der Hand zu weisen, dass die Nachtseite des Mondes viel stärker von Meteoriteneinschlägen betroffen ist als die Tagseite, das liegt in der Natur der Sache. Wenn dir das unverständlich ist, dann sieh dir bitte Bilder von der Nachtseite des Mondes an und vergleiche sie mit denen der Tagseite. Dadurch, dass der Mond nicht um sich selbst rotiert, ist seine äußere Seite automatisch von mehr Einschlägen betroffen, die durch die Gravitation der Erde verursacht werden. Diese Beobachtung wurde auch durch eine Beobachtung von Astronauten zb. der Apollo 8-Mission - erste bemannte Apollo-Mission mit Mondorbit-Umlauf - bestätigt ("The backside looks like a sand pile my kids have played in for some time. It's all beat up, no definition, just a lot of bumps and holes." http://en.wikipedia.[...]f_the_Moon - Ja, ich weiß, Wikipedia. Wenn jemand eine bessere Quelle hat, dann her damit.).
Lediglich die wirklich großen Einschläge (>190 Meilen) sind gleich verteilt, dies kann man durch die Form der Krater erkennen, die diese verursachen (im Prinzip verursachen sie gar keine richtigen Krater, sondern weite etwas tiefere Flächen). Allerdings wurden anscheinend zumindest einige dieser Gebiete auch durch geologische Aktivitäten verursacht und die sind auf der nahen Seite durch die unterschiedlich dicke Kruste wahrscheinlicher. Siehe dazu auch: http://www.nasa.gov/worldbook/moon_worldbook.html .

Zitat:Wobei er diese "nachvollziehbaren gravitationstechnischen Gründe" auch mal näher erläutern müßte.
Erde erzeugt Graviation > Gravitation bewirkt Anziehung und Einschlag von Asteroiden > Mond ist der Erde vorgelagert > Mond zeigt permanent mit der gleichen Hemisphäre nach außen > äußere Hemisphäre des Mondes ist häufiger von direkten Einschlägen betroffen.
Ich habe nie abgestritten, dass die innere Hemisphäre nie von Einschlägen heimgesucht wird, nur dass das eben aus Fragen der Gravitation seltener geschehen muss als bei der äußeren Seite. Jetzt klarer?!

Der beste Schutz neben einer optimalen Wahl des Standortes wie von Wolf beschrieben ist ansonsten eine zumindest teilweise unterirdische Installation, da wohl Einschläge von kleinen Asteroiden immer noch wahrscheinlicher sind und da die Mondoberfläche einen hervorragenden natürlichen Panzer abgibt.

Interessanterweise besitzt aber die dunkle Seite des Mondes viel höhere Helium-3-Reserven, der Rohstoff also, welcher am ehesten abbauenswert sein dürfte. Das dürfte einen weitestgehend automatisierten Abbau sinnvoll machen, schon aus Sicherheitsgründen.
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#47
Zitat:Turin postete...ist ansonsten eine zumindest teilweise unterirdische Installation, da wohl Einschläge von kleinen Asteroiden immer noch wahrscheinlicher ist und da die Mondoberfläche einen hervorragenden natürlichen Panzer abgibt....
Aber von der Hawkingschen Mondkolonie, also grosse Mengen Menschen dort leben zu lassen, sind wir wohl noch weit entfernt. Lagerstätten, Wissenschaftliche Anlagen, ggf. Produktionskapazitäten und der obligatorische Bunker für den US Präsidenten - viel mehr wird nicht ohne grossen Ressourcenaufwand machbar sein.
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#48
Sicher. Ich denke, Hawkins hat auch mehr in die weite Zukunft geschaut und einige theoretische Überlegungen zur Absicherung des Überlebens der Menschheit an sich gemacht. Insofern würde ich von ihm auch nicht verlagen, konkrete Pläne für überlichtschnelle Antriebe o.ä. vorzulegen. Das ist schlicht keine kurzfristige Frage. Ansonsten erzählt er da auch nicht wirklich etwas neues, der ganze gepostete Artikel ist in dieser Hinsicht wenig bemerkenswert.
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#49
Noch ein paar Argumente gegen die hier erwähnte Lösung eines Weltraumaufzugs:

"Nebenbei" gibt es dann auch noch die Probleme mit der Atmosphäre an sich. Starke Temperaturschwankungen, unterschiedlichste Windströmungen in teils starken Jetstreams...

Wie stabilisierst du den Satelliten genau genug, damit Sonnenwinde etc. das Seil nicht ins Schwanken bringen? Von den atmosphärischen Strömungen ganz abgesehen, die alles andere als stabil sind. In der Ionosphäre, die in den Höhen zwischen 80 und 450km befindet, kommt es zu starken Ionisationen, sprich, ein Seil würde starken elektrischen Spannungen ausgesetzt. Zusätzlich herrschen in 100km Höhe etwa 300°C, in 200km Höhe schon 1000°C.
Aber schon weiter unten haben wir Probleme, denn am oberen Rand der Troposphäre, in den Tropen wäre das in etwa 17km Höhe, haben wir -50°C - da würde sich ständig Eis ablagern, da dort die Atmosphäre eben noch nicht trocken ist...

<<< Ein geostationärer Satellit hat bei seiner Masse genau die Entfernung, daß seine Umlaufgeschwindigkeit gleich der Erdrotation ist. Also daß er immer über dem gleichen Punkt auf der Erdoberfläche steht.>>>

Problem - Wenn ich an ihm ziehe, seine Höhe also auch nur geringfügig verringere, ist seine Geschwindigkeit zu hoch und er würde das Seil quasi hinter sich her ziehen und dadurch gleichzeitig immer weiter an Höhe verlieren. Dann will ich mich nicht in den Tropen aufhalten, wenn das Seil sich wie eine Peitsche um die Erde wickelt.
An dem Seil müßte der Satellit sich also etwas oberhalb der nötigen Position befinden, damit eine Zugspannung auf das Seil kommt und er zugleich nicht abstürzt. Was wiederum bedeutet, daß der Satellit einen Zug nach oben ausübt, der auf die Verankerung des Seiles am Erdboden bewirkt. Ich hatte gar nicht von einem Zug nach unten gesprochen, sondern nach oben. Und dieser Zug ist enorm, sehr groß.

Nebenbei, es gibt keine "meteorologisch stabilen Gebiete" in der Atmosphäre an den möglichen Standorten. Jedenfalls nicht, wenn man die gesamte Höhe bedenkt. Der Ankerpunkt des Systems muß sich nahe dem Äquator befinden, damit die Geschichte mit dem geostationären Satelliten klappt. Und allein die Verschiebungen durch die Jahreszeiten machen da schon Probleme. Die einzig einigermaßen stabilen Gebiete wären direkt über den Erdpolen...

Jetzt mal die Sache mit dem Richtlaser ganz außen vor, allein das Seil ist schon ein Problem. Es muß 35.800km lang sein. Mindestens!

Und dann hast du das Problem, daß du eine elektrische und thermische Abschirmung brauchst, die sowohl 1.000°C wie auch -200°C aushält. Und die auch nicht viel wiegen darf. Zudem mußt du das Verwinden und Schwanken eines solchen Seiles verhindern, was auch nicht eben einfach ist...
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#50
Ein weiteres Problem dürfte der Weltraumschrott sein, der aber auch die reguläre derzeitige Raumfahrt immer mehr gefährdet.
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#51
http://www.china.org.cn/german/250724.htm
Zitat:Daten der chinesischen Mondsonde werden veröffentlicht

Der erste chinesische Monderforschungssatellit "Chang'e Nr. 1" wird voraussichtlich im kommenden Jahr ins All starten. Er soll den Mond umrunden und Vermessungen und Sondierungen durchführen.
.....

(China.org.cn, 26. Juli 2006)
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#52
Zitat:Wie die Beule in den Mond kam

Gravitationskräfte verformen den Erdtrabanten bereits in seiner Jugend, sagen US-Forscher


Amerikanische Forscher haben eine Erklärung dafür gefunden, warum der Mond auf seiner Rückseite eine Beule aufweist: Nach ihrem Modell war der junge, noch glutflüssige Mond der Erde einst näher als heute und umkreiste sie in einer stark elliptischen Umlaufbahn. Durch die ungleichmäßige Einwirkung der Schwerefelder von Erde und Sonne auf dieser Kreisbahn bildete sich aus dem weichen Mondgestein schließlich die ungewöhnliche Beule. Bisherige Erklärungsmodelle konnten nicht schlüssig darstellen, warum der Mond in seiner Entstehungsgeschichte diese seltsame Struktur ausgebildet hat.

(...)
Quelle: http://www.wissenschaft.de/wissen/news/268242.html
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#53
Britische Pläne für eigenes Raumfahrtprogramm
Studie über zwei Flüge zum Mond vorgelegt

http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/12/0...60,00.html

Zitat:In Großbritannien gibt es Pläne für ein eigenes Raumfahrtprogramm unabhängig von der Europäischen Raumfahrtagentur ESA. Der Rat für Teilchenphysik und Astronomische Forschung hat nach Informationen des Rundfunksenders BBC eine Studie vorgelegt, wonach bis zum Jahr 2010 Raumschiffe zum Mond geschickt werden könnten. (...)
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#54
Shooting for the stars, via the moon

http://www.kentucky.com/mld/kentucky/new...452526.htm

Zitat:CHICAGO - NASA's evolving plans for building a permanent moon base by 2024 portray the facility as a scientific outpost where astronauts will build telescopes, forage for rare minerals and prepare for future Mars missions to be launched from the lunar surface. (...)
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#55
http://www.sinodaily.com/reports/Bakers ... n_999.html
Zitat:Baker's Dozen Via For Chinese Lunar Rover Design
by Staff Writers
Beijing (XNA) Feb 06, 2007

Thirteen domestic designers have vied to design for the moon rover used in China's Chang'e I Moon Orbiting Project. ....
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#56
"Alle reden über den Mond - wir fliegen hin"

http://www.tagesschau.de/aktuell/meldung...AB,00.html

Zitat:Die letzte Mondlandung ist 34 Jahre her. George W. Bush hat nun ehrgeizige Ziele: Ab 2015 sollen regelmäßig bemannte Mondlandefähren der Nasa starten. Neben technischen Problemen stört die neuen Pläne allerdings vor allem eines: Fehlendes Geld. (...)
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#57
http://www.spiegel.de/wissenschaft/welt ... 73,00.html
Zitat:16. März 2007

ALLEINGANG INS ALL
Deutsche Industrie rüstet zum Solo-Flug auf den Mond

Von Markus Becker , Bremen

Deutschland scheint fest entschlossen, sich zunächst im Alleingang auf den Weg zum Mond zu machen. Wissenschaft, Raumfahrt-Industrie und Politik zeigten sich auf einer Konferenz erstaunlich einig: Es wird eine deutsche Mond-Forschungssonde geben.
....
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#58
Na das will ich erst sehen bevor ich es glaube. Mal sehn, wann die ersten sich heimlich verabschieden und dieses Projekt in der Tonne landet.
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#59
http://german.china.org.cn/science/txt/ ... 997522.htm
Zitat:Fortschritte beim Bau eines chinesischen Mondfahrzeuges

....
(China.org.cn, 22. März 2007)
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#60
http://german.china.org.cn/science/txt/ ... 042750.htm
Zitat: Prototypen Chinesischer Mondfahrzeuge in Shanghai vorgestellt
In Shanghai sind am Samstag zwei von China eigenständig entwickelte Mondfahrzeuge der Öffentlichkeit präsentiert worden.
...

(CRI, 1. April 2007)
irgendwie erinnert mich dieses Fahrzeug an die ex-sowjetischen "Lunochod"-Typen http://de.wikipedia.org/wiki/Lunochod

Beschreibung:
Badewanne mit Deckel, mehrere unabhängige Räder auf beiden Seiten und Solarkollektoren beidseits des Deckels ....
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