Monderforschung und Stationen
#31
Zitat:Erich postete
allerdings gibt es verschiedene denkbare Möglichkeiten, den Mond zu nutzen - ohne mir große Überlegungen zu machen fallen mir da viele Punkte ein
naja - alles gute Punkte, nur steht der Mond ja praktisch unter Dauerbeschuss von Gesteinstrümmern und hat keine schützende Atmosphäre. Die meisten dieser Trümmer sind wohl zu klein um viel Schaden anzurichten - aber bei einer grossflächigen Bebauung mit verschiedensten Anlagen steigt auch die Trefferwahrscheinlichkeit

Zitat:- Tourismus (gibt genug reiche Menschen, die da gerne was für zahlen würden, mal ein paar Tage auf dem Mond zu verbringen
Vor allem für die unter dieser Gruppe, die unglaublich fett sind, wäre der Mond sicher eine angenehme Umgebung. (Keine Diskriminierung - ist nun mal so)
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#32
Zitat:nur steht der Mond ja praktisch unter Dauerbeschuss von Gesteinstrümmern und hat keine schützende Atmosphäre.
Mhm, wie hoch ist denn der Beschuß auf der Tagseite des Mondes? Soweit ich weiß, betrifft das doch vor allem die erdabgewandte Seite, aus nachvollziehbaren gravitationstechnischen Gründen. Klar sieht man auch auf der Tagseite einiges an Kratern, aber kaum vergleichbar mit der dunklen Seite, und über einen so langen Zeitraum wie bei der Existenz des Mondes und ohne Atmosphäre, die die Spuren verwischen kann, m.E. im tolerablen Bereich.

Abgesehen davon wäre auch eine zumindest teilweise unterirdische Installation von Anlagen (Schutzbunker, Lagerräume etc.) denkbar, sofern keine geologischen Hürden bestehen.
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#33
@ Turin & Wolf
Könnten Sie vielleicht einen Link zu "chemischen Boostern" posten? Ich kenne bisher bloß Fest- und Flüssigraketen.

@Turin

Zitat:Tja, das macht aber einen ganz erheblichen Unterschied, nämlich den, ob man nun Lebenserhaltung für zwei oder zwanzig Leute einbaut, dazu Nahrung und Wasser etc. Und das dann bei jedem Frachter, obwohl die viel häufiger rotieren müssen als die Crew? Oder nur bei jedem fünften, zehnten etc.? Also verschiedene Entwürfe (die bei dir notwendig sind, denn da muss ja das ganze Schiff starten und landen).
Ok, so ein Frachter transportiert dann einige tausend Tonnen Metalle und hat ein Eigengewicht von grob geschätzt von einigen hundert Tonnen. Die Massendifferenz von 2 oder 20 Leuten (inkl. Lebenserhaltungssysteme) dürfte im Bereich von unter 1 % liegen.
Wenn man die Frachter die ersten Kilometer mit Zeppelinen hochschleppt, dann dürften sich die Treibstoffkosten pro Kilo erheblich reduzieren.

Die Idee mit den einzelnen Frachtmodulen finde ich sehr gut, allerdings bleibt immer noch das Problem, dass man Unmengen von Treibstoff verbrennt, bevor man Erdanziehungskraft und Luftwiderstand überwunden hat.

Zitat:Das ist ein erheblicher Unterschied zu einem Schiff, das alles integriert hat und jedes Mal auch die gesamte Masse hoch- und runterbringen muss, und das auch noch nach Möglichkeit ohne strukturelle Schwächen die es ruck zuck in der Atmosphäre beim Wiedereintritt verglühen lassen, und die bei deinem Konzept einige Probleme verursachen würden.
Die einzige Masse, die man bei Frachtmodulen spart, ist die für die Mannschaft und deren Unterbringung. Die Frachtmodule müssen ebenso konzipiert sein, dass sie nicht verglühen, sogar noch verstärkt, da sie bei deinem Konzept nichts abbremsen haben.

Noch ein Gedanke:
Wenn man dieses Konzept (also spezielle Raumschiffe auf der Strecke Mond- Erdorbit und dann umladen auf speziellen Transport Erdorbit-Boden) mit dem Fahrstuhl kombiniert, dann könnte man ja eine Verladestation im Erdorbit installieren, die dann mithilfe der schweren Fracht, nach unten geht, Energie gewinnt und dann mit dieser die leeren Behälter nach oben zieht. Dann bräuchte man praktisch keinen Treibstoff auf der Erde zu verbrennen.
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#34
Zitat:Ingenieur postete
Die Massendifferenz von 2 oder 20 Leuten (inkl. Lebenserhaltungssysteme) dürfte im Bereich von unter 1 % liegen.
Mag sein, aber der Wartungsaufwand und Energieverbrauch für dieses Mannschaftsmodul sind um ein paar hundert Prozent höher als bei den Frachtmodulen. Heizung, Luftbefeuchtung, Sauerstoff, Wasserversorgung, Fluchtkapsel etc. pp.. Eine so komplexe Apperatur sollte man nur ein einziges mal den Belastungen eines Atmosphärenstarts aussetzen.

Was willst du denn zu den Boostern wissen? Ist doch nur ein konventioneller Feststoffantrieb in einem Modul das nach dem Ausbrennen abfällt.
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#35
Zitat:Die Idee mit den einzelnen Frachtmodulen finde ich sehr gut, allerdings bleibt immer noch das Problem, dass man Umengen von Treibstoff verbrennt, bevor man Erdanziehungskraft und Luftwiderstand überwunden hat.
Weniger Treibstoff, als wenn du das ganze Raumschiff hochbringen müsstest.
Im übrigen ist die Masse so hoch nicht, denn auf dem Weg nach oben ist das Modul leer. Auf dem Weg nach unten besorgt die Schwerkraft den Eintritt.
Es ist aber richtig, dass, wie du sagst, noch ein Weg gefunden werden müsste, das ganze dann auch ausreichend abzubremsen. Mit Fallschirmen kann man ja einiges machen. Wenn man den Modulen auch noch ausklappbare Tragflächen gibt und sie einigermaßen aerodynamisch gestaltet, also so, dass sie brauchbar gleiten, dann wäre man m.E. auf einem gangbaren Weg.


Zitat:Könnten Sie vielleicht einen Link zu "chemischen Boostern" posten?
Also ich hab nur was von "Boostern" geschrieben. Und damit meine ich ebensolche Feststoffbooster, wie sie auch heute gebräuchlich sind. Starthilfen quasi.

Zitat:Wenn man dieses Konzept (also spezielle Raumschiffe auf der Strecke Mond- Erdorbit und dann umladen auf speziellen Transport Erdorbit-Boden) mit dem Fahrstuhl kombiniert, dann könnte man ja eine Verladestation im Erdorbit installieren, die dann mithilfe der schweren Fracht, nach unten geht, Energie gewinnt und dann mit dieser die leeren Behälter nach oben zieht. Dann bräuchte man praktisch keinen Treibstoff auf der Erde zu verbrennen.
Das ist eines der Grundprinzipien beim Weltraumaufzug, um Energie für den Aufstieg eines Moduls zu gewinnen. Allerdings funktioniert das natürlich nicht immer, da irgendwann unausweichlich die Situation eintritt, wo man mehr hochziehen muss, als man durch Herunterfahren gewinnt, es sei denn, man führt wirklich ununterbrochen externe (dh. extraterrestrische) Masse zu. Aber wenn wir in Sachen Materialkunde soweit sind, dass wir einen Weltraumaufzug besitzen, dann dürften wir auch weniger Sorgen mit effizienter Energiegewinnung haben. Nur so ein Gefühl...
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#36
Bei den Booster habe ich irgendwas von "chemischen Boostern" gelesen. Das hat mich ein bisschen stutzig gemacht, da ich noch nie irgendwas von denen gehört habe.

Zitat:Allerdings funktioniert das natürlich nicht immer, da irgendwann unausweichlich die Situation eintritt, wo man mehr hochziehen muss, als man durch Herunterfahren gewinnt, es sei denn, man führt wirklich ununterbrochen externe (dh. extraterrestrische) Masse zu.
Das ist ja der Fall, wenn man den Weltraumaufzug zum Erztransport benutzt.

Zitat:Aber wenn wir in Sachen Materialkunde soweit sind, dass wir einen Weltraumaufzug besitzen, dann dürften wir auch weniger Sorgen mit effizienter Energiegewinnung haben. Nur so ein Gefühl...
:bonk:
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#37
Was soll der sinnfreie Smilie? Schon mal näher mit den Problemen von Weltraumaufzügen beschäftigt, mit den notwendigerweise anzunehmenden Fortschritten, die zur Lösung erforderlich sind? Das ist zeitlich bisher überhaupt noch nicht kalkulierbar, insofern ist bis dahin auch das erste Fusionskraftwerk in Betrieb, das man gleich als Basisstation verwenden kann. Rolleyes
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#38
Du hast schon recht, manche technische Probleme kann man aus der heutigen Perspektive diskutieren. Andererseits klingt die Aussage ein bisschen nach dem Motto "das wird dann scho" Wink

Deine Idee mit den seperaten Raumschiffen für Erdorbit-Mond und dann eine spezielle Lösung für Erdorbit-Boden ist wahrscheinlich wirklich die bessere, allerdings müsste man dann noch eine Umladestation im All installieren. Und die dürfte relativ groß werden. Ein paar hundert Tonnen Erz lassen sich nicht auf der ISS umladen.
Und zumindest in der Anfangsphase dürfte dann deine Lösung aufwendiger und teurer sein.
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#39
Zitat:Ingenieur postete
Ein paar hundert Tonnen Erz lassen sich nicht auf der ISS umladen.
Ich glaube du hast uns falsch verstanden. Das Erz kommt nach der Förderung in eine Art ISO-Standard-Raum-Container und verlässt den nicht mehr, bis es in der Endverarbeitungsanlage auf der Erde angekommen ist.
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#40
Zitat:Hawking empfiehlt Siedlungen im All

Der Astrophysiker Stephen Hawking rät der Menschheit, Basen in einem anderen Sternensystem zu errichten. Er hat bereits genaue Vorstellungen, wann es wo die ersten dauerhaften Kolonien geben wird.


Für ihr Überleben muss sich die Menschheit nach Ansicht des britischen Astrophysikers Stephen Hawking im All eine neue Heimat suchen. Der 64-jährige Wissenschaftler sagte auf einer Pressekonferenz in Hongkong, schon in 20 Jahren könnten die Menschen eine dauerhafte Basis auf dem Mond errichten, in 40 Jahren eine Kolonie auf dem Mars.

(...)
Quelle: http://www.netzeitung.de/spezial/weltraum/405916.html
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#41
Die Ideen zu einer richtigen - sprich dauerhaften - Mondstation sind viefältig. Doch eine Oberflächenstation hat ein Problem, daß es erst zu lösen gilt - Meteoriteneinschläge. Hierzu ein Artikel vom 20.06.2006.

Zitat:Nasa-Forscher filmen Meteoritenaufschlag auf dem Mond
Himmelskörper schlug drei Meter tiefen Krater mit 14 Metern Durchmesser


Wissenschaftler der Nasa haben den Aufschlag eines Meteoriten auf dem Mond in einem Video festgehalten. Der Himmelskörper traf am 2. Mai das Mare Nubium und schlug dort einen Krater mit 14 Metern Durchmesser und drei Metern Tiefe. Das schließen die Forscher um Bill Cooke vom Meteoroid Environment Office der Nasa in Huntsville aus der Größe des Feuerballs, der auf dem Video zu sehen ist. Das Video, mit dem Forscher der Nasa das Ereignis aufzeichneten, ist die beste bisher Aufnahme eines Einschlags, die den Ablauf einer Explosion zeigt. Die Ergebnisse der Auswertung und das Video stellt die Nasa in einer Pressemitteilung vor.

(...)
Quelle: http://www.wissenschaft.de/sixcms/detail.php?id=266468
Quelle: http://www.nasa.gov/vision/universe/sol ... radic.html
Quelle: http://science.nasa.gov/headlines/y2005 ... taurid.htm
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#42
Wie bereits angesprochen, glaubt Turin, dass die Einschläge sich nur auf eine Mondseite konzentrieren.
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#43
Zitat:Wolf postete
Wie bereits angesprochen, glaubt Turin, dass die Einschläge sich nur auf eine Mondseite konzentrieren.
Leider hat er aber keinen Beleg für seine These angegeben.

Eine wissenschaftliche Untersuchung zu den "nachvollziehbaren gravitationstechnischen Gründen" ist mir zumindest hierzu nicht bekannt. Das will aber nichts heißen. Big Grin

Wobei er diese "nachvollziehbaren gravitationstechnischen Gründe" auch mal näher erläutern müßte.
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#44
Zitat:BigLinus postete
Leider hat er aber keinen Beleg für seine These angegeben.
Hm. Natürlich schlagen sie auch heute noch auf der Tagseite ein und zwar schräg, denn Mond und Erde liegen auf einer Achse und sind natürlich in einem Zeitraum, vom anfliegenden Meteoritenhagel aus gesehen, gleich "nahe" Ziele:

---> :

War der Mond vorher dem Meteoritenhagel näher als die Erde und hat die Trümmer mit seiner Gravitation bereits angezogen, könnten sie in dem Moment, in dem sich der Mond dann bis auf gleiche Höhe mit der Erde bewegt hat, tatsächlich auf die Tagseite krachen.

Der sicherste Punkt für eine Basis wäre demnach wohl die exakte Mitte der Tagseite, denn zumindet vor senkrecht einschlagenden Geschossen wäre man dort ziemlich sicher.
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#45
Zitat:BigLinus postete
Zitat:Hawking empfiehlt Siedlungen im All

Der Astrophysiker Stephen Hawking rät der Menschheit, Basen in einem anderen Sternensystem zu errichten. Er hat bereits genaue Vorstellungen, wann es wo die ersten dauerhaften Kolonien geben wird.


Für ihr Überleben muss sich die Menschheit nach Ansicht des britischen Astrophysikers Stephen Hawking im All eine neue Heimat suchen. Der 64-jährige Wissenschaftler sagte auf einer Pressekonferenz in Hongkong, schon in 20 Jahren könnten die Menschen eine dauerhafte Basis auf dem Mond errichten, in 40 Jahren eine Kolonie auf dem Mars.

(...)
Quelle: http://www.netzeitung.de/spezial/weltraum/405916.html
Hat Hawking auch schon die Konstruktionspläne für den passenden Antrieb ausgeteilt?
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