Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik
#31
http://www.flugrevue.de/de/militaer/str ... .32127.htm
Zitat:Europäisches Lufttransportkommando nimmt seine Arbeit auf

31.08.2010 - Am 1. September nimmt das EATC offiziell seinen Dienst aufnehmen. Knapp über 160 Lufttransportspezialisten aus zunächst vier Nationen versehen ihren integrierten Dienst auf der „Vliegbasis“ im niederländischen Eindhoven.
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#32
ich glaube, das passt hier am Besten her:
http://www.de.ria.ru/security_and_milit ... 78258.html
Zitat:Russisches Militär verspricht Europa Schutz vor Raketenschlägen

19:32 23/05/2013


MOSKAU, 23. Mai (RIA Novosti). Das russische Verteidigungsministerium verspricht Europa einen Schutz vor möglichen Raketenangriffen aus südlichen Regionen.

Wenn Raketen aus dem Süden Richtung Europa abgefeuert würden, würden sie auf jeden Fall über Russland fliegen und abgeschossen werden,
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http://www.de.ria.ru/security_and_milit ... 79533.html
Zitat:Generalstabschef Gerassimow: Russland und Europa müssen Gefahren von heute gemeinsam abwenden
22:10 23/05/2013


MOSKAU, 23. Mai (RIA Novosti). ...
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#33
Zitat:EU-Gipfel: Deutschland bremst Europas Militärkooperation

Von Gregor Peter Schmitz

Die EU-Mitglieder wollten durch engere Zusammenarbeit bei einer gemeinsamen Sicherheitsstruktur endlich schlagkräftiger werden. Doch beim anstehenden EU-Gipfel ist ein strategischer Durchbruch nicht zu erwarten - auch weil Deutschland zögert.

Berlin - Wenn Angela Merkel am Mittwoch im Bundestag erstmals als wiedergewählte Kanzlerin über ihre Europapolitik spricht, dürfte es auch um die Verteidigung der europäischen Ideale gehen - und im Publikum wird die frisch bestellte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen sitzen, die in der Vergangenheit von den "United States of Europe" schwärmte, zu der auch eine europäische Armee gehören könnte.


Doch zumindest vorläufig traut Berlin Europa herzlich wenig zu, wenn es um eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik geht. Zwar soll das Thema beim EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs am Donnerstag und Freitag in Brüssel auf der Tagesordnung stehen, zum ersten Mal seit fünf Jahren - aber im Entwurf für die Gipfelbeschlüsse, die SPIEGEL ONLINE vorliegen, hat insbesondere Deutschland wichtige Einschränkungen vorgenommen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/e ... 39695.html
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#34
Zitat:Europa muss endlich eine Militärmacht werden

In einer Welt ohne Weltordnung steigt der Bedarf an Sicherheit. Europa muss sich jetzt selbst definieren und auch militärisch die Lücke füllen, die Amerika lässt. Von Michael Stürmer
Militärparade in Paris


Zwei Soldaten fielen in den ersten Stunden des französischen Einsatzes in Mali. "Mort pour la France", sagte in seiner Trauerrede der Präsident der Republik: für Frankreich gefallen. Ihr Leben verloren die jungen Soldaten im Einsatz für die europäische Sache.

Aber es wird noch lange dauern, bis der Ernstfall Europa, statt zu trennen, vereint. Wenn es hart auf hart geht, ist jede europäische Nation sich selbst, wie eh und je, am nächsten. Der Europäische Rat der Staats- und Regierungschefs, der diesen Donnerstag und Freitag tagt, muss daran gemessen werden, inwieweit er im Rahmen des Nordatlantischen Systems endlich eine Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik entwickelt, die nicht nur so heißt.

http://www.welt.de/debatte/kommentare/a ... erden.html


Zitat:Ein schwieriger Gipfel
Von Peter Riesbeck

Wenn die Staats- und Regierungschefs heute in Brüssel zum Gipfel zusammenkommen will Frankreich Geld für seine Armee, Merkel Schwung bei den Reformen und Cameron die Arbeitnehmerfreizügigkeit beschränken. Wo drei sich streiten, kommt wenig rum

Europa ist erfindungsreich. Gerade bei seinen Abkürzungen. An Erasmus hat man sich gewöhnt, an ESM, SRM, Mifid und Emir. Aber wenn die Staats- und Regierungschefs heute in Brüssel zum Jahresendgipfel zusammenkommen, geht es um Athena und die GSVP.

Zum ersten Mal seit acht Jahren steht die gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik wieder auf der Tagesordnung des Spitzentreffens. „Die Euro-Krise hat einfach andere Prioritäten gesetzt“, sagt der Sicherheitsexperte David Keohane vom Forschungsinstitut Fride. Keohane macht aber noch einen weiteren Punkt aus: „Die EU-Staaten sind sich nicht einig, was den Einsatz militärischer Gewalt betrifft.“

http://www.berliner-zeitung.de/politik/ ... 66728.html
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#35
Zitat:EU setzt auf gemeinsame Verteidigung
EU beschließt enge Kooperation bei Rüstungspolitik


Von Drohnen bis Cyber-Abwehr: Die EU-Staaten sollen künftig enger zusammenarbeiten. Aber es gibt noch viele Fragezeichen.

20.12.2013 | 08:13 | (DiePresse.com)

Die Europäer wollen in Rüstungs- und Verteidigungsfragen enger zusammenarbeiten. Am ersten Tag des EU-Gipfels in Brüssel vereinbarten die Staats- und Regierungschefs am Donnerstag, die militärischen Fähigkeiten in vier Bereichen zu stärken, nämlich Drohnen, Luftraumbetankung, Satelliten-Kommunikation und Cyber-Abwehr. Über den weiteren Kurs sind sich die Staaten aber uneins.

Der britische Premier David Cameron stellte zu Beginn des Gipfeltreffens in Frage, dass die Europäische Union überhaupt über eigene militärische Fähigkeiten verfügen sollte. "Es ist nicht richtig für die Europäische Union, (militärische) Fähigkeiten, Armeen und Luftwaffe und so weiter zu haben", sagte er. Cameron betonte, eine militärische Kooperation der Nationalstaaten in Fragen der Verteidigung sei sinnvoll, "um uns allen mehr Sicherheit zu geben. Das ist in unserem Interesse." Es gehe aber um die Abgrenzung, was die Staaten und was die EU zu leisten hätten. "Wir müssen diese Abgrenzung korrekt vornehmen."

http://diepresse.com/home/politik/eu/15 ... rteidigung
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#36
Ich denke man ist noch sehr weit davon entfernt, eine europäische Eingreiftruppe ("Verteidigungstruppe") für Luft, Wasser, Heer und Cyberabwehr zu stellen. Dazu müssten sich erst einmal alle Staaten darauf einigen, welches in der Vergangenheit schon immer daran gescheitert war. Das Ziel einer gemeinsamen Eingreiftruppe gibt es schon seit über 10 Jahren und man ist bisher noch immer keinen entscheidenden Schritt näher gekommen. Ich wage es zu behaupten, dass es auch in weiteren zehn Jahren es zu keiner wichtigen Einigung kommen wird.
Zu viele Fragen stehen noch offen. Wer soll wie viel dazu beitragen? Wer leitet die Einheiten? Wer entscheidet bei einem Krisenfall ob eingegriffen wird oder nicht? Wenn man drauf warten müsste, bis sich alle EU-Staaten auf einen gemeinsamen Einsatz einigen würden, wäre womöglich die Krise auch schon wieder vorüber.
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#37
Solange die europäischen Staaten nicht einmal bei extrem teuren Rüstungsprojekten kooperieren, sondern "das eigene Süppchen kochen" (wieviel verschiedene unterschiedliche Typen von Kriegsschiffsklassen, Kampfflugzeugen usw. gibt es denn) - solange werden auch die Synergieeffekte minimal sein, und solange kann man eine europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik allenfalls in Ansätzen erahnen.
Das ändert aber nichts daran, dass man sich für ein solches Ziel einsetzen sollte. Denn nur gemeinsam sind wir stark genug, unsere gemeinsamen Interessen global zu behaupten.
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#38
Turin schrieb:Zunächst mal schere ich Europa nicht gänzlich über einen Kamm. Die Franzosen haben Elemente einer ausgreifenden Außenpolitik beibehalten, in reduzierter Form auch die Briten. Die Neutralisierung bezog sich im wesentlichen auf Deutschland, bedingt durch die Kriegsfolgen. Allerdings kam als zusätzliches Moment natürlich die SU-Bedrohung hinzu, die GB und F ebenso lähmte.

Ansonsten stimmt dein Vorwurf nicht mit dem überein, was Kagan schreibt und die Geschichte zeigt. Westeuropa hatte neben den Supermächten die mit Abstand bedeutenste militärische Stärke weltweit, insbesondere im Bereich Luftwaffe und Heer. ....
ich denke, da passt diese Nachricht noch am Besten rein - denn eigentlich ist nicht die "NATO" gemeint, sondern es sind die Briten - die sich hier als Sachwalter einer europäischen Interessenvertretung im Südatlantik geben:
http://derstandard.at/1395364128446/Kir ... tuetzpunkt
Zitat:Kirchner: Falkland-Inseln dienen NATO als atomarer Militärstützpunkt


3. April 2014, 07:42

Buenos Aires/Brüssel - Die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner hat der NATO vorgeworfen, die Falkland-Inseln als atomaren Militärstützpunkt im Südatlantik zu nutzen. "Das ist die Wahrheit, die sich nicht mehr länger verbergen lässt", sagte Kirchner am Mittwoch bei einer Gedenkfeier im Präsidentenpalast anlässlich des Beginns des Falklandkriegs mit Großbritannien vor 32 Jahren.

NATO-Einsatzleitung

Sie bezeichnete das kleine Archipel als eines der "am stärksten militarisierten Gebiete der Welt". Neben den rund 1.000 Einwohnern seien dort zwischen 1.500 und 2.000 Militärs stationiert, sagte Kirchner weiter. Nach ihren Worten leitet das britische Militär von dort aus seinen gesamten Einsatz im Südatlantik ebenso wie seine "elektronische Aufklärung".
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#39
ich schreib das mal hierher, weil es im Kern um eine europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik geht http://www.sueddeutsche.de/politik/absc ... -1.2478668
Zitat:14. Mai 2015, 14:07 Uhr Abschreckung gegenüber Moskau

Baltische Staaten wollen Nato um Tausende Soldaten bitten

Estland, Lettland und Litauen sind wegen der Ukraine-Krise um ihre Sicherheit besorgt. Nun wollen sie die Nato bitten, eine Brigade dauerhaft im Baltikum zu stationieren.

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"Wir möchten eine brigadegroße Einheit, um jederzeit ein Bataillon (...) in jedem baltischen Staat zu haben", sagte Mindaugas Neimontas, Sprecher des Befehlshabers der litauischen Armee. Dies solle angesichts der "Sicherheitslage in der Region" zur "Abschreckung" dienen. Eine konkrete Zahl zur Truppenstärke nannte der Sprecher nicht. Eine Brigade kann aus mehr als 3000 Soldaten bestehen. Die formelle Anfrage soll voraussichtlich nächste Woche auf den Weg gebracht werden.
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natürlich könnten das auch US-Truppen sein, aber die können eigentlich jederzeit wieder in die USA zurück, während die die EU mit Balten, Esten, Letten und Polen .... und Russland bleiben.

Ergänzend ein Kommentar der WELT:

http://www.welt.de/debatte/kommentare/a ... igade.html
Zitat:15.05.15
Wir brauchen eine deutsch-polnische Kampfbrigade

Mit Blick auf Russland gleicht der Westen einem sorgenvollen Kaninchen. Europa muss sich wandeln und alles dafür tun, in Moskau ernst genommen zu werden. Die Bundeswehr sollte in Polen tätig werden.
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#40
...und warum?
Die baltischen Staaten diskriminieren ihre russischen Minderheiten - ist es da ein Wunder, das man dies in Moskau und St.Petersburg nicht ertragen kann und sie "heim ins Reich" holen will?
Im Grunde haben sich die baltischen Staaten die russischen Expansionsambitionen selbst eingebrockt.
Gewiss, man könnte Russland militärisch zur (Schützen)Hilfe eilen, aber ich denke ein deutliches "Nein" gegenüber den baltischen Staaten mit Angabe von Gründen wäre ausreichend und angebracht.
Mit Polen (und Dänemark) haben wir bereits ein gemeinsames Korps, und Quintus Fabius hat sich dazu bereits mal geäußert:
viewtopic.php?f=38&t=3254&p=165618&hilit=polen#p165618
Zitat:Das besonders extreme Negativ-Beispiel der deutsch-französischen Brigade zeigt aber klar auf, wie wenig praktischen Wert diese Verbände haben. Weshalb Frankreich diese gemeinsame Brigade beispielsweise seit Jahren schon auflösen will, was Deutschland aber systematisch verhindert. Das gleiche mit den Polen und den anderen.
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#41
Tiger schrieb:...und warum?
Die baltischen Staaten diskriminieren ihre russischen Minderheiten - ist es da ein Wunder, das man dies in Moskau und St.Petersburg nicht ertragen kann und sie "heim ins Reich" holen will?
Im Grunde haben sich die baltischen Staaten die russischen Expansionsambitionen selbst eingebrockt.
Soso, zuerst einverleiben sich die Russen diese Staaten, dann bevölkern sie diese mit Russen. Und jetzt wo die Staaten wieder frei sind, muss der Russe die Minderheiten die sie selbst in diese Länder verpflanzt haben, "beschützen" / annektieren deren Terrain. Schräger gehts wirklich nimmer, woher meinst du, stammt die "Begeisterung" für die Russen in den baltischen Staaten?
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#42
@phantom
Zitat:Soso, zuerst einverleiben sich die Russen diese Staaten, dann bevölkern sie diese mit Russen.
Russland hat sie sich einverleibt, weil es - zuerst durch Schweden, später durch Stalin - dazu genötigt wurde. Die dort ansässigen Russen sind auch nicht immer unbedingt freiwillig dorthin gekommen, sondern wurden nach dort umgesiedelt. In der Sowjetunion konntest du dir nicht aussuchen wo du wohnen wolltest.

Zitat:Und jetzt wo die Staaten wieder frei sind, muss der Russe die Minderheiten die sie selbst in diese Länder verpflanzt haben, "beschützen" /

Hey, in der Schweiz hat man in Graubünden noch lange den Verlust des Veltlin beklagt!
Wenn man deine woanders lebenden Verwandten schikaniert - gefällt dir das? Nein? Russland ergeht es da ähnlich...

Zitat:woher meinst du, stammt die "Begeisterung" für die Russen in den baltischen Staaten?
Was Stalin gemacht hat rechtfertigt dennoch nicht das gegenwärtige Unrecht.
Die baltischen Staaten verhalten sich da wie die Bewohner eines Küstenortes, der von Piraten überfallen wurde und dies zum Anlass nehmen Schiffe auf ein Riff zu locken und ihre Besatzungen zu ersäufen. Es könnten ja Piraten sein!
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#43
Tiger schrieb:Russland hat sie sich einverleibt, weil es - zuerst durch Schweden, später durch Stalin - dazu genötigt wurde.
Stalin ist/war Russland. Was soll diese kuriose Logik ... und aus der grauen Vorzeit (Schweden) muss man jetzt nichts mehr ableiten, das hat null Relevanz auf das momentane Geschehen.

Zitat:Die dort ansässigen Russen sind auch nicht immer unbedingt freiwillig dorthin gekommen, sondern wurden nach dort umgesiedelt. In der Sowjetunion konntest du dir nicht aussuchen wo du wohnen wolltest.
Das interessiert doch nicht! Dass die Russen derart unbeliebt sind, kannst du dir ja vorstellen wie das entstanden ist. Was meinst du eigentlich, dass die Balten erfreut über den Souveränitätsverlust waren? Die Russen sind das Allerletzte für Balten, das wäre etwa gleich wie wenn die Deutschen uns besetzt und einverleibt hätten, dann viele Deutsche aufgrund der Besetzung hier wären ... und jetzt nach unserer Unabhängigkeit (fiktiv), wegen den 250'000 Deutschen in der Schweiz, so wie die Russen in der Ukraine verfahren würden. Nur weil die Ausgewanderten nicht so behandelt werden, wie es der ehemalige Besatzerstaat es für sie vorsieht. Wenn's ihnen nicht passt, dass sie wegen ihrer [...] Vergangenheit nicht geliebt werden, dann sollen sie zurück nach Russland. Dass man sie liebt ist ganz bestimmt zu viel verlangt. Und wenn der Russe so führsorglich zu seiner Brut steht, dann sollen sie sie zurück ins Heimatland holen, aber sicher nicht Probleme überall dort lösen, wo sie die unheilvolle Saat in fremdem Territorium gestreut haben.

Zitat:Hey, in der Schweiz hat man in Graubünden noch lange den Verlust des Veltlin beklagt!
Ist genauso bescheuert. Man kann die Sachen gütlich lösen, aber so wie Russland vorgeht und überall das Streichholz ins Heu wirft, ist ganz bestimmt nicht der richtige Weg.

Zitat:Wenn man deine woanders lebenden Verwandten schikaniert - gefällt dir das? Nein?
Wenn wir Drecksäcke andere annektiert haben, dann haben wir es nicht anders verdient. Wenn wir den [...] Gaunern der Welt beim parken des Geldes behilflich sind, haben wir es auch nicht anders verdient. Man muss die eigene Leistung kritisch anschauen ... und nicht, "oh, mir wird etwas weggenommen, alle anderen sind so böse zu mir". Kopf einschalten und das eigene destruktive Verhalten in Frage stellen, würde weiterhelfen.

Zitat:Die baltischen Staaten verhalten sich da wie die Bewohner eines Küstenortes, der von Piraten überfallen wurde und dies zum Anlass nehmen Schiffe auf ein Riff zu locken und ihre Besatzungen zu ersäufen. Es könnten ja Piraten sein!
:roll: Mit solcher [...] Argumentation haben schon immer die Grossen die Kleinen überfallen. Willst du jetzt den Russen noch die Legitimation erteilen, dass sie das Baltikum erneut fressen? Tschuldigung, aber so was ...

Moderative Anmerkung: Einige Worte wurden von mir entfernt bzw. der Umgangston entschärft.
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#44
@phantom
Zitat:Tiger hat geschrieben:
Russland hat sie sich einverleibt, weil es - zuerst durch Schweden, später durch Stalin - dazu genötigt wurde.

Stalin ist/war Russland. Was soll diese kuriose Logik ...
Stalin war ethnisch betrachtet kein Russe, sondern Georgier. Zudem war er nicht Russland, sondern Staatschef der Sowjetunion, von der Russland - und Georgien - ein Teil waren.
Stalin hat sich ganz einfach für seine Ambitionen die kommunistische Partei im zaristischen Russland und später dann die Sowjetunion ausgesucht, und ganz ähnlich hat das ja auch der Österreicher Hitler mit Deutschland gemacht. Russland und dessen Bevölkerung war Stalin im Grunde genommen egal, solange seine Macht abgesichert war.

Zitat:und aus der grauen Vorzeit (Schweden) muss man jetzt nichts mehr ableiten, das hat null Relevanz auf das momentane Geschehen.
300 Jahre ist gar nicht so lange her, wenn du ein langes Gedächtnis hast. Damals gewann Schweden bei Narwa eine Schlacht gegen Russland, das aufgrund der daraus resultierenden Verluste an den Rand des Abgrunds getrieben wurde.
Zudem könnte sich ja eine andere, konkurriende und aggressive fremde Macht da einnisten.
In der Schweiz wär man sicher auch nicht glücklich wenn China euch ständig mit Krieg drohen würde und einen Stützpunkt in Süddeutschland unterhalten würde.

Zitat:
Zitat:Die dort ansässigen Russen sind auch nicht immer unbedingt freiwillig dorthin gekommen, sondern wurden nach dort umgesiedelt. In der Sowjetunion konntest du dir nicht aussuchen wo du wohnen wolltest.
Das interessiert doch nicht! Dass die Russen derart unbeliebt sind, kannst du dir ja vorstellen wie das entstanden ist.
Das interessiert nicht? Wieso?
Dann ist es wohl auch ganz legitim wenn ich mich über Türken in Deutschland aufrege und sie als Agenten von Erdogan oder Gülen ansehe...?
Bloß gut, das ich nicht so drauf bin, ich habe da nämlich ein Gespür für die feinen Unterschiede. Ist vielleicht von anderen etwas zuviel verlangt, aber das Niveau das du da billigst ist armselig.

Zitat:Was meinst du eigentlich, dass die Balten erfreut über den Souveränitätsverlust waren?
So erfreut wie über die Herrschaft von Smetanas, Ulmanis oder Päts, schätze ich mal. Diese drei baltischen Staatsmänner haben nämlich ihre jeweiligen Staaten vor dem 2.Weltkrieg diktatorisch regiert.
Aber: Was gestern war mag ja schlimm gewesen sein, doch wichtiger ist wo wir jetzt stehen und wohin wir uns bewegen.
Ewig den Groll aufrecht zu erhalten und um dieser Willen den erneuten Verlust der Souveränität zu riskieren ist ja wohl nicht der beste Weg.

Zitat:Die Russen sind das Allerletzte für Balten
Bei mir sind eben die baltischen Staaten unten durch. :wink: :twisted:
Frag' dich mal warum. Nicht weil ich so ein toller Russenversteher bin.

Zitat:so wie die Russen in der Ukraine verfahren würden.
Ist denn Russland in den baltischen Staaten einmarschiert...?

Zitat:Man kann die Sachen gütlich lösen, aber so wie Russland vorgeht und überall das Streichholz ins Heu wirft, ist ganz bestimmt nicht der richtige Weg.
Nun, wo wirft denn Russland "überall das Streichholz ins Heu"?
Georgien hatte sich das selbst verschuldet, man hatte da nämlich den Unwillen die Konflikte mit den Osseten und Abchasen gütlich zu lösen, die Krim war faktisch schon lange zwischen Russland und der Ukraine umstritten, Tschetschenien war einfach ein ständiger Konflikthert...
...und selbstsamerweise hat man mit Finnland kaum Probleme, mit Belarus und Kasachstan auch nicht, und zu Armenien hat man freundliche Beziehungen. Ganz nebenbei hat Russland - im deutlichen Gegensatz zu den USA - keine Gebiete in Übersee angegriffen. Im Grunde versucht Russland nämlich nur an seinen Grenzen für Ruhe zu sorgen.

Zitat:Wenn wir Drecksäcke andere annektiert haben, dann haben wir es nicht anders verdient.
Ihr spielt seit Marignano 1515 mit der Welt Opossum, tut möglichst so als wäret ihr nicht da.

Zitat:Willst du jetzt den Russen noch die Legitimation erteilen, dass sie das Baltikum erneut fressen?
Nö, ein Übermaß an Gerechtigkeit erzeugt auch Unrecht, das ist die Essenz meiner Aussage.
Wenn ich diesen Maßstab den Russen zubillige dann auch den Balten.
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#45
Tiger schrieb:@phantom
Zitat:Tiger hat geschrieben:
Russland hat sie sich einverleibt, weil es - zuerst durch Schweden, später durch Stalin - dazu genötigt wurde.

Stalin ist/war Russland. Was soll diese kuriose Logik ...
Stalin war ethnisch betrachtet kein Russe, sondern Georgier. Zudem war er nicht Russland, sondern Staatschef der Sowjetunion, von der Russland - und Georgien - ein Teil waren.
Stalin hat sich ganz einfach für seine Ambitionen die kommunistische Partei im zaristischen Russland und später dann die Sowjetunion ausgesucht, und ganz ähnlich hat das ja auch der Österreicher Hitler mit Deutschland gemacht. Russland und dessen Bevölkerung war Stalin im Grunde genommen egal, solange seine Macht abgesichert war.

Zitat:und aus der grauen Vorzeit (Schweden) muss man jetzt nichts mehr ableiten, das hat null Relevanz auf das momentane Geschehen.
300 Jahre ist gar nicht so lange her, wenn du ein langes Gedächtnis hast. Damals gewann Schweden bei Narwa eine Schlacht gegen Russland, das aufgrund der daraus resultierenden Verluste an den Rand des Abgrunds getrieben wurde.
Zudem könnte sich ja eine andere, konkurriende und aggressive fremde Macht da einnisten.
In der Schweiz wär man sicher auch nicht glücklich wenn China euch ständig mit Krieg drohen würde und einen Stützpunkt in Süddeutschland unterhalten würde.

Zitat:
Zitat:Die dort ansässigen Russen sind auch nicht immer unbedingt freiwillig dorthin gekommen, sondern wurden nach dort umgesiedelt. In der Sowjetunion konntest du dir nicht aussuchen wo du wohnen wolltest.
Das interessiert doch nicht! Dass die Russen derart unbeliebt sind, kannst du dir ja vorstellen wie das entstanden ist.
Das interessiert nicht? Wieso?
Dann ist es wohl auch ganz legitim wenn ich mich über Türken in Deutschland aufrege und sie als Agenten von Erdogan oder Gülen ansehe...?
Bloß gut, das ich nicht so drauf bin, ich habe da nämlich ein Gespür für die feinen Unterschiede. Ist vielleicht von anderen etwas zuviel verlangt, aber das Niveau das du da billigst ist armselig.

Zitat:Was meinst du eigentlich, dass die Balten erfreut über den Souveränitätsverlust waren?
So erfreut wie über die Herrschaft von Smetanas, Ulmanis oder Päts, schätze ich mal. Diese drei baltischen Staatsmänner haben nämlich ihre jeweiligen Staaten vor dem 2.Weltkrieg diktatorisch regiert.
Aber: Was gestern war mag ja schlimm gewesen sein, doch wichtiger ist wo wir jetzt stehen und wohin wir uns bewegen.
Ewig den Groll aufrecht zu erhalten und um dieser Willen den erneuten Verlust der Souveränität zu riskieren ist ja wohl nicht der beste Weg.

Zitat:Die Russen sind das Allerletzte für Balten
Bei mir sind eben die baltischen Staaten unten durch. :wink: :twisted:
Frag' dich mal warum. Nicht weil ich so ein toller Russenversteher bin.

Zitat:so wie die Russen in der Ukraine verfahren würden.
Ist denn Russland in den baltischen Staaten einmarschiert...?

Zitat:Man kann die Sachen gütlich lösen, aber so wie Russland vorgeht und überall das Streichholz ins Heu wirft, ist ganz bestimmt nicht der richtige Weg.
Nun, wo wirft denn Russland "überall das Streichholz ins Heu"?
Georgien hatte sich das selbst verschuldet, man hatte da nämlich den Unwillen die Konflikte mit den Osseten und Abchasen gütlich zu lösen, die Krim war faktisch schon lange zwischen Russland und der Ukraine umstritten, Tschetschenien war einfach ein ständiger Konflikthert...
...und selbstsamerweise hat man mit Finnland kaum Probleme, mit Belarus und Kasachstan auch nicht, und zu Armenien hat man freundliche Beziehungen. Ganz nebenbei hat Russland - im deutlichen Gegensatz zu den USA - keine Gebiete in Übersee angegriffen. Im Grunde versucht Russland nämlich nur an seinen Grenzen für Ruhe zu sorgen.

Zitat:Wenn wir Drecksäcke andere annektiert haben, dann haben wir es nicht anders verdient.
Ihr spielt seit Marignano 1515 mit der Welt Opossum, tut möglichst so als wäret ihr nicht da.

Zitat:Willst du jetzt den Russen noch die Legitimation erteilen, dass sie das Baltikum erneut fressen?
Nö, ein Übermaß an Gerechtigkeit erzeugt auch Unrecht, das ist die Essenz meiner Aussage.
Wenn ich diesen Maßstab den Russen zubillige dann auch den Balten.

@Tiger:
Sehr eloquent :!: Endlich ein Mensch der sich geschichtlich auskennt und nicht zu den unerträglich stigmatisierenden gehört die vor ihrer Nase ein ewiges Feindbild haben und geschichtlich nur mit Halbwissen auftrumpfen. Hat Spaß gemacht das zu lesen!
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