Iran
(25.07.2016, 21:34)triangolum schrieb: Jederzeit kann es diese illegalen Sanktionen wieder geben. Neue Flugzeuge im Westen zu kaufen wie auch anderes, zum Bleistift Wagons, ist Schall und Rauch. Das macht nur Sinn wenn das im Westen gelagerte Geld, oder in Japan, durch dieses erpresste Abkommen auch Ausgegeben werden muss dort wo es liegt.

Die werden ihre 2-3 stelligen Milliarden niemals zurück bekommen und auch keines dieser bei Boeing und Airbus bestellten Flugzeuge jemals erhalten.
Es ist immernoch unmöglich, Geld in oder aus dem Iran über europäische oder amerikanische Banken zu transferieren.
Dafür steht nun auch schon das iranische Raketenprogramm am Pranger. Weil ballistische Raketen ja potentiell atomwaffentauglich sind.
Wir wissen alle, dass auf die Beendigung dieses Spiels eine amerikanische Aggression folgt.
Dafür ist das gebunkerte Uran nun weg, der Schwerwasserreaktor zerstört, weitere Atomanlagen verplombt und die Uran-Zentrifugen zerlegt. Ganz ohne Waffengewalt.
Diese lächerlich unfähigen Idioten hätten es eigentlich besser wissen sollen. Big Grin

Spekulationen hinsichtlich irgendeiner Normalisierung diiplomatischer und wirtschaftlicher Beziehungen zwischen dem Iran und dem Westen sind null und nichtig oder wie Du schreibst, "Schall und Rauch".
Zitieren
Tja... und die Menschen, bis auf einige Teheraner, werden das auch langsam im Iran schnallen. Siehe diverse Kommentare und auch Szenen im Iran. Keine Ahnung was diese "westlich orientierten Reformer" an Wert zerstörten aber das wird so einiges sein für null und nix. Aber immerhin hat ja das Militär mal klar Kante gezeigt und der Oberste geistliche Führer hier mal schnell das Kommando übernommen damit wenigstens Syrien nicht ab säuft durch die ständigen Träume vom Larow.

Sofern der Vorgänger wieder ran darf um so höher wird dessen Wahlergebnis werden. Ich vermute 66% und mehr im ersten Wahlgang. Noch ist dafür die Elite nicht bereit im Iran aber sie wird dazu gezwungen werden. Wer einmal dem Teufel nachgibt wird dafür nichts erhalten als noch mehr Erpressung. Jeder Vertrag, jedes Abkommen mit den USA führt zu nichts außer noch mehr Erpressung. Da ist ja selbst das Papier eines US Dollars mehr Wert als solche Abkommen.

Das weiß NK, das weiß der Iran.

Der einzige Weg ist der eigene Weg. In der Außenpolitik der der blockfreien und der Multipolaren Welt und in der Innenpolitik der alles aus einer Hand. Ja das kostet und ist nicht immer einfach. Siehe AN-140. Aber es bringt nichts auf Regen zu warten wenn doch nur wieder dürre kommt und das trotz der Mami welches ein Versprechen gab.

Die Frage ist nur wie lange der Iran noch Zeit hat. Viel Zeit ist es nicht mehr. Killary wird nicht lange warten um den Iran zu plätten.
Zitieren
Zitat:Leader of the Islamic Revolution Ayatollah Seyyed Ali Khamenei says Iran’s experience in striking a nuclear deal with six countries, including the United States, proved that Washington cannot be trusted.
Mon Aug 1, 2016 7:25AM


“Today, even the diplomats and individuals who were present in the [nuclear] negotiations reiterate the fact that the US breaks its promises, and while speaking softly and sweetly [to Iran], is busy obstructing and damaging Iran’s economic relations with other countries,” Ayatollah Khamenei said.
The Leader made the remarks in a meeting with thousands of Iranians from several provinces in the capital, Tehran, on Monday morning.
...
http://presstv.com/Detail/2016/08/01/477...h-Khamenei-

Das ist quasi das erklärte Ende des Atomabkommens.

Khamenei spielt seine Rolle hier ganz geschickt. Ganz nach dem Motto "Seht her, ich habe es ja gleich gesagt".
Aber er hätte das Ganze von Anfang auch stoppen können.
Zitieren
Zitat:Präsidentenwahl in Iran

Reformer Rouhani führt deutlich

Bei der iranischen Präsidentenwahl liegt Amtsinhaber Rouhani deutlich in Führung. Nach Auszählung von rund der Hälfte der Stimmen kam er auf einen Anteil von 60 Prozent. Rouhani steht für eine behutsame Öffnung des Landes. [...]

Von den bis dahin ausgezählten 25 Millionen Stimmen liege Rouhani mit rund 14,6 Millionen Stimmen klar vor seinem erzkonservativen Gegenkandidaten Ebrahim Raeissi. Dieser komme bislang auf 10,1 Millionen Stimmen. Die Wahlbeteiligung habe bei 70 Prozent gelegen. Die endgültigen Ergebnisse sollen im Laufe des Tages bekanntgegeben werden. [...]

Die Wahl galt einmal mehr als Richtungsentscheidung zwischen behutsamen Reformen im Land und einer Rückkehr zur erzkonservativen Auslegung des Islam. Zugleich werteten Beobachter sie als Abstimmung über den Atomdeal mit dem Westen, mit dem Ruhani die Politik der Abschottung Irans beendet hatte. [...] Sein Gegenkandidat Raeissi, ein 56 Jahre alte Juraprofessor und ehemaliger Staatsanwalt, leitet eine einflussreiche religiöse Stiftung. Er soll dem geistigen und politischen Führer des Landes, Ajatollah Ali Chamenei, nahestehen, der ihn schon einmal als "vertrauenswürdig und sehr erfahren" bezeichnet hatte. Öffentlich unterstützt hat Chamenei aber keinen der Kandidaten.
https://www.tagesschau.de/ausland/iran-wahl-129.html

Schneemann.
Zitieren
Im Iran ist es in den letzten Wochen zu erheblichen Unruhen gekommen, wobei bislang 18 Menschen getötet worden sein sollen. Diese Proteste, die ersten großen seit den Protesten gegen Ahmadinedschads Wiederwahl 2009, wobei damals der Vorwurf des Wahlbetrugs im Raum stand und vor allem die liberalen Kreise in den Städten auf die Straße gingen, sind aktuell jedoch relativ schwer zuzuordnen. Was halbwegs sicher gesagt werden kann, ist, dass es dieses Mal vor allem ärmere Schichten, auch auf dem Land, sind, die protestieren.

Hintergrund dürften vor allem steigende Lebenshaltungskosten, hohe Mieten und Treibstoffpreise sowie ein ziemlich angeschlagenes Gesundheitssystem sein. Und dies trifft eben die weniger wohlhabenden Kreise, die bspw. 2009 Ahmadinedschad gestützt haben. Inwieweit auch die Korruption und die Vetternwirtschaft in den Reihen der Revolutionsgarden und der religiösen Führung hier angeprangert werden, ist umstritten (der SPIEGEL hat es in seiner letzten Print-Ausgabe zumindest vermutet).

Trotz aller Unruhe sehen Beobachter indessen nicht die Gefahr eines Kollapses des Regimes, was auch daran liegt, dass viele Iraner schlicht ein nachfolgendes Chaos fürchten - die labilen Brennpunkte ringsherum (Afghanistan, Syrien, Irak, Kurdistan) und auch der Streit mit den Saudis lassen es einfach nicht zu, dass man selbst in inneren Wirren versinkt.
Zitat:Unruhen im Iran

Nach heftigen Protesten im Iran: „Die Angst vor blutigem Umsturz ist viel zu groß“

Die Sichtweisen auf die Proteste im Iran gehen weit auseinander. Vieles ist unklar. Das zeigen auch die Reaktionen auf die regimekritischen Proteste. Präsident Hassan Ruhani und die Reformer äußern Verständnis, die Hardliner in der Justiz wollen dagegen die Todesstrafe für die Anführer. [...]

Bei den Protesten und Unruhen sollen um die Jahreswende herum mehr als 3700 Menschen festgenommen worden sein. 18 Demonstranten wurden getötet, zwei weitere kamen während der Proteste bei einem Unfall ums Leben.

Bewegung ging nicht vom Volk aus

Die Bewegung ging zunächst nicht wie häufig angenommen vom Volk aus, sondern von den innenpolitischen Gegnern des relativ liberalen Präsidenten Ruhani – vor allem den mächtigen paramilitärischen Revolutionsgarden. Diese Anhänger begannen, öffentlich Stimmung gegen Ruhani zu machen. Doch die Stimmung schlug um. Die Menschen gingen auch in anderen Städten als dem Ausgangsort Maschhad auf die Straße. [...] Doch aus dieser Lage den Beginn eines „Persischen Frühlings“ abzuleiten, sei falsch. Das sagt Iran-Experte Cornelius Adebahr von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik zu FOCUS Online.

„Die Angst vor einem blutigen Umsturz ist viel zu groß“, sagt Adebahr. „Die Erinnerung an die Islamische Revolution und den folgenden Krieg mit Irak ist noch sehr präsent.“
https://www.focus.de/politik/ausland/unr...87005.html

Schneemann.
Zitieren
Zitat:Angriff auf Militärparade

Iran gibt USA Mitschuld an Anschlag

Bei einem Anschlag auf eine Militärparade im Iran sind mindestens 25 Menschen getötet worden. Zwei Gruppen bekannten sich dazu. Der Iran gab den USA und Saudi-Arabien eine Mitschuld. [...]

Die vier Angreifer kamen uniformiert: verkleidet als iranische Soldaten. Sie fielen als Terroristen erst auf, als sie mit ihren Waffen das Feuer auf Teilnehmer und Zuschauer der Militärparade in der Stadt Ahwas im Südwesten des Iran eröffneten. Im iranischen Staatsfernsehen sind die Video-Aufnahmen, die während der Attacke entstanden, immer wieder zu sehen.

Panik brach aus unter den Zuschauern, einige versteckten sich hinter hölzernen Zuschauerpodesten, kurz darauf waren Krankenwagen zu hören. Etwa 20 Menschen, darunter auch Kinder, waren sofort tot. Die iranische Staatsführung sprach später von mindestens 25 Todesopfern und 50 Verletzten. [...]

Zehn Minuten lang sollen die Angreifer am Morgen in Uniform geschossen und getötet haben, danach wurden drei der Terroristen von iranischen Sicherheitskräften erschossen. Ein weiterer starb an seinen Verletzten später im Krankenhaus. In anderen Quellen hieß es, auch er sei getötet worden.
https://www.tagesschau.de/ausland/milita...g-101.html

Schneemann.
Zitieren


Gehe zu: