Italienische Marine - Sammelthread
#1
Noch kein Thread für die Italiener?

Nun denn...

http://www.marineforum.info/AKTUELLES/aktuelles.htm

Zitat:ITALIEN

Finanzielle Engpässe zwingen die italienischen Streitkräfte möglicherweise zu deutlichen Einschränkungen.

Im Verteidigungsministerium geht man offenbar davon aus, in diesem Jahr nur etwa die Hälfte aller geplanten Aktivitäten tatsächlich durchführen zu können. Priorität sollen dabei Übungen und Ausbildungsvorhaben haben, die unmittelbar der Sicherheit auf eigenem Hoheitsgebiet und bei Einsätzen und Operationen im Ausland dienen.

Betroffen ist auch die Marine, deren Teilnahme an zahlreichen nationalen und multinationalen Übungen auf dem Prüfstand stehen dürfte.

Grund ist die vom Parlament beschlossene Kürzung des Verteidigungshaushaltes um 1,7 Mrd. Euro auf noch 12,1 Mrd. Euro. Kritisch ist dabei, dass die daraus resultierenden Abstriche nicht gleichmäßig auf alle Bereiche verteilt sind. So bleiben die Personalausgaben konstant, und auch für Beschaffungsvorhaben soll nur unwesentlich weniger Geld verfügbar sein. Damit gehen die Kürzungen vor allem zu Lasten von Betrieb und Einsatz. Hier werden die Mittel um fast 40 Prozent reduziert.

Schon im Januar hatte der scheidende Marinebefehlshaber Admiral Biraghi gewarnt, dass die italienische Marine im laufenden Haushaltsjahr vor einer Halbierung der verfügbaren Mittel für Betriebsstoffe, Wartung und Instandsetzung, Übungstage in See und schließlich auch operative Einsätze stehen könnte.

Kritik wird inzwischen vor allem an Ministerpräsident Berlusconi laut, der "in einem krassen Fehlverständnis der Funktion von Streitkräften" die militärischen Ausgaben drastisch zurück gefahren, zugleich aber mehr als 10.000 Mann in Auslandseinsätze befohlen habe.

Einen möglichen Ausweg aus der finanziellen Krise könnte ein beabsichtigter, bisher allerdings immer wieder verschobener Verkauf von Liegenschaften bieten, aus dem man sich Erlöse von etwa 1 Mrd. Euro erhofft. Allerdings würden damit wohl auch nur vorübergehend Löcher gestopft, und die Probleme nur in die kommenden Haushaltsjahre verschoben, ohne dass sich die Gesamtsituation wirklich entscheidend verbessert.
Ganzer Artikel, da nur kurz im Netz.

Tja, italienische Regierungen sind ja selten funktionell, aber Berlusconi scheint das denkbar schlechteste Beispiel in jedem Bereich zu sein.
Da kann man mit der BW direkt zufrieden sein.
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#2
Wie sieht es den insbesondere bei der italienischen Marine mit der Zukunftsplanung aus was die Grosskampfschiffe (Fregatten) betrifft? Nur noch 14 (4 AAW aus dem Horizon - Projekt und 10 aus dem FREMM Projekt)? Dann kommen noch die neuen OPVs dazu die allerdings nur noch leichte Waffen und keine Flugkörper mehr tragen.
Klingt nach ein bisschen wenig wo man jetzt nen 2. Flugzeugträger hat.

Was jemand dazu mehr?
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#3
Die Italiener beschaffen vorraussichtlich nur zwei Horizzonte-DDG/FFG. Die anderen zwei waren Optionen, von denen man sich inzwischen verabschiedet hat. Zusammen mit den FREMM sind das zwölf große Überwassereinheiten, was wirklich ziemlich wenig ist. Allerdings ist bei den Trägern zu berücksichtigen, dass die eher weniger parallel im Einsatz sein werden. Da müssen dann auch Überholungen nud sonstige Werftaufenthalte sowie Schulungen etc. mit reduzierter Eskorte berücksichtigt werden. Nichtsdestotrotz ist das eine knappe Sache, zumal die Italiener auch insgesamt nur vier ASW-FREMM beschaffen. Jeder Träger benötigt mind. eine ASW- und eine AAW-Einheit als Eskorte.
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#4
@ Turin Wobei man da vielleicht ja auch auf Alierte setzen könnte, in gemeinsamen Einsatzverbänden. Ich glaube kaum, das Italien alleine seine Träger einsetzt in Gebieten wo man massiv Begleitschutz braucht, man könnte ja auch dann über eine F124 nachdenken.
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#5
Das sieht für mich so aus als ob der Sparzwang die Italiener deutlich zurückwirft. Und das nach der Ankündigung der Italiener eine Expeditionsstreitmacht aufzubauen. Auch im U-Boot Bereich sieht es nicht rosig aus.
Da wird sich die italienische Marine wohl zukünftig in ihrer Quantität und Qualität der spanischen anpassen.
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#6
Zitat:Marc79 postete
@ Turin Wobei man da vielleicht ja auch auf Alierte setzen könnte, in gemeinsamen Einsatzverbänden. Ich glaube kaum, das Italien alleine seine Träger einsetzt in Gebieten wo man massiv Begleitschutz braucht, man könnte ja auch dann über eine F124 nachdenken.
Ehrlichgesagt ist exakt das der Grund, der Sorgen bereiten sollte. Die Italiener sind nicht die einzigen, die diesen Weg zu gehen scheinen: Die Briten bauen Eskortschiffe ab und konzentrieren sich auf ihre Träger, die Niederländer bauen auch Eskorten ab, investieren aber in den Ausbau ihrer LPD-Kräfte. Nun auch die Italiener. Vielleicht sogar die Franzosen, wenn dort finanzielle Zwänge den Ausschlag geben (siehe Horizon und die Fremm-Diskussion). Die Spanier beschaffen sich einen zweiten Träger, aber ihre Eskortkräfte sind auch sehr überschaubar.

Ich fände das ja sogar ok, wenn es im Rahmen einer geklärten Übereinkunft passiert, so nach dem Motto "Italien (um das ganze on topic zu halten) stellt den Träger, Deutschland oder Griechenland etc. stellen die Eskorten." Wäre sogar der der Weg zu einer integrierten Europäischen Marine. Aber das scheint eher nicht der Fall zu sein und man verlässt sich hier irgendwie blind darauf, dass im Einsatzfall schon Kräfte da sein werden.
Na ja, ich weiß nicht.
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#7
Ein paar aktuelle Bilder von der "Cavour", die sich gerade auf Erprobung befindet:

http://www.marina.difesa.it/programmi/i ... our/01.jpg
http://www.marina.difesa.it/programmi/i ... our/02.jpg
http://www.marina.difesa.it/programmi/i ... our/03.jpg
http://www.marina.difesa.it/programmi/i ... our/04.jpg
http://www.marina.difesa.it/programmi/i ... our/10.jpg
http://www.marina.difesa.it/programmi/i ... our/07.jpg
http://www.marina.difesa.it/programmi/i ... our/08.jpg
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#8
Zwei Jahre nach dem Stapellauf wurde der 1. von zwei Zerstörern der Horizon-Klasse mit dem Namen 'Andrea Doria' an die italienische Marine ausgehändigt.
Hier der Link zum englischsprachigen Artikel: http://www.defense-aerospace.com/cgi-bi ... le=release
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#9
hat zwar nichts mit der marine zu tun, aber ich musste diesen sommer nach rom ins militär um neuheiten anzuschauen da ich zeitsoldat bin in italien, ich hab nichts gesehen von problemen, im gegenteil. Die fangen an soldaten aufzurüsten mit neue technik, waffen, die neue kleidung und es wird weiterhin fleissig an einsätze teilgenommen.. Ich hoffe nicht das die finanzkriese dies ändert..
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#10
@Palermo84

Erstmal herzlich willkommen im Forum! Big Grin

Zitat:Ich hoffe nicht das die finanzkriese dies ändert..
Du denkst dabei auch an die italienischen Versionen der Fremm-Klasse, richtig? Frankreich, das ja gemeinsam mit Italien an Entwicklung und Bau dieser Fregatten beteiligt ist, hat ja bereits angekündigt, weniger zu bauen.
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#11
Danke tiger und hi Big Grin

Ja das sie weniger bauen stimmt, aber auch andere nationen. Ich meinte mit der nachricht nur dass auf dem land selber noch nicht viel gemerkt habe da sie momentan wegen der neue ausrüstung viel geld ausgeben. Auch möchten die mehr soldaten in afghanistan schicken was wieder viel geld kostet. Ich hoffe nur dass sie nicht bei der ausrüstung sparen müssen wegen der kriese. Hab darum geschrieben das thema von mir gehört nicht ganz zu diesem thema Smile schöne woche noch an alle.

lg
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#12
Die nachfolgende Nachricht ist zwar nicht mehr ganz druckfrisch, aber anscheinend wohl noch nicht gepostet worden.

Zitat:Komponentenvertrag für zwei italienische U-Boote der Klasse 212A unterzeichnet

Am 11. November 2008 haben die italienische Werft Fincantieri Navali Italiani S.p.A. und das German Submarine Consortium in Genua einen Vertrag über die Lieferung von Komponenten zum Bau von zwei U-Booten der Klasse 212A unterzeichnet. Zum German Submarine Consortium für Italien gehören die Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH (HDW) und die TKMS Blohm+Voss Nordseewerke GmbH (BVN) - beides Unternehmen von ThyssenKrupp Marine Systems – sowie MarineForce International LLP.

(...)
Quelle: http://www.thyssenkrupp-marinesystems.d ... ressDetail
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#13
http://www.marineforum.info/html/maaw.html
Zitat:Trotz aller Sparzwänge darf sich die italienische Marine auf zwei, vielleicht sogar drei neue amphibische Großkampfschiffe freuen.

Anfang Juli wurden Mittel für die Projektdefinitionsphase zur Beschaffung von Hubschrauberträgern (LHD) in den Haushalt 2011 eingestellt. Schon Anfang 2012 könnte Baubeginn sein, ein erstes Schiff dann Ende 2014/Anfang 2015 geliefert werden. Die Finanzierung des Vorhabens erfolgt größtenteils durch das Industrie-Ministerium: das Projekt soll der heimischen Werftindustrie - vornehmlich Fincantieri (designierter Hauptauftragnehmer) – bei der Bewältigung der derzeitigen Wirtschafts- und Finanzkrise helfen.

Große amphibische Schiffe stehen schon seit mehreren Jahren auf der Wunschliste der italienischen Marine. Sie sind wesentlicher Teil eines mittelfristig zu realisierenden Konzeptes, das einen deutlichen Schwerpunkt in weltweit einsetzbaren Expeditionsstreitkräften setzt. Im Kern steht dabei die Aufstellung einer Joint Expeditionary Task Group mit verstärkter amphibischer Komponente, die entweder als Teil eines multinationalen Krisenreaktionsverbandes oder bei Bedarf auch völlig autark als erster Eingreifverband (Joint Initial Entry Force) in einer Krise eingesetzt werden kann.

In nunmehriger Realisierung dieses Konzeptes sollen zwei der Neubauten die in den 1980-er Jahren gebauten ersten beiden Docklandungsschiffe der SAN GIORGIO-Klasse ersetzen, werden mit 20.000 ts aber deutlich größer als diese (7.600 ts). Sie sollen „starke Landungskräfte“ (Marineinfanterie-Regiment San Marco und amphibisches Regiment der Landstreitkräfte) einschiffen können. Ihr Flugdeck wird für jeweils sechs Transporthubschrauber ausgelegt; in einem Dockteil finden jeweils sechs Landungsboote Platz. Ein mögliches drittes Schiff (derzeit noch Option) soll danach besonders für Flugbetrieb konfiguriert werden und auch abseits rein amphibischer Operationen als vollwertiger Flugzeugträger einsetzbar sein. Das Flugdeck würde für Starts und Landungen von Kampfflugzeugen (Joint Strike Fighter F-35 Lightning-II) ausgelegt, und ein Hangar (anstelle des Dockteils?) böte einer größeren Anzahl von Flugzeugen Platz. Dieses Schiff würde dann den seit 1985 in Dienst befindlichen Flugzeugträger GIUSEPPE GARIBALDI ersetzen.

Allerdings gilt auch für die italienische Marine offenbar der Grundsatz, dass keine gute Nachricht ohne Wermutstropfen bleibt. So musste sie kurz nach der Entscheidung für die neuen Hubschrauberträger hinnehmen, dass vier nach 2013 zu bauende Fregatten der BERGAMINI-Klasse (Typ FREMM) als derzeit nicht finanzierbar aus der Planung gestrichen wurden.
(ganze Nachricht, da MF und nur kurz im Netz - noch mehr news auf der hp des MF und im neuen Heft)
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#14
wenn sich die italianische Marine wirklich in einiger Zeit über die genannten drei neuen Schiffe freuen kann macht sie einen großen Satz nach vorne

allein was im Bereich der Marine bei den Italianern neu kam bzw. kommt ...

Cavour
2-3 LHD
2 Horizon
6-10 FREMM
4 U212
2 "EGVs"


und wenn man bedenkt das sie in den anderen Teilstreitkräften auch gut dabei sind ...

440 Kampfpanzer
450 Schützenpanzer
80 Feldhaubitzen
250 Panzerhaubitzen
56 Kampfhubschrauber
96 EF2000
75 Tornado
67 AMX
10 Predator
ohne Ende Hubschrauber ...

da frag ich mich wie die das mit 21 Mrd. € im Vergleich zu "unsere" 31 Mrd. € schaffen

mfg Flugbahn
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#15
wenn sich die italianische Marine wirklich in einiger Zeit über die genannten drei neuen Schiffe freuen kann macht sie einen großen Satz nach vorne

allein was im Bereich der Marine bei den Italianern neu kam bzw. kommt ...

Cavour
2-3 LHD
2 Horizon
6-10 FREMM
4 U212
2 "EGVs"


und wenn man bedenkt das sie in den anderen Teilstreitkräften auch gut dabei sind ...

440 Kampfpanzer
450 Schützenpanzer
80 Feldhaubitzen
250 Panzerhaubitzen
56 Kampfhubschrauber
96 EF2000
75 Tornado
67 AMX
10 Predator
ohne Ende Hubschrauber ...

da frag ich mich wie die das mit 21 Mrd. € im Vergleich zu "unsere" 31 Mrd. € schaffen

mfg Flugbahn
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