Militaerische Verwendung von Robotern
#1
Passend zu Terminator 3 der jetzt dann in den Kinos anlaeuft ( war am Montag in der Vorpremiere - lohnt sich reinzugehn)

http://www.nosc.mil/robots/

malschaun ob der Film die Zukunft vorwegnimmt
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#2
Für militärische Zwecke entwickelte Roboter sind eigentlich nichts neues - man denke da etwa an den Goliath des 2.Weltkriegs. In letzter Zeit schenkt man aber den Möglichkeiten, die der Einsatz von Robotern auf dem Gefechtsfeld bietet, mehr Beachtung. Der große Durchbruch in diesem Sektor steht allerdings noch aus, aber teilweise werden Roboter schon zum Räumen von Landminen verwendet.
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#3
Sicher werden wir in Zukunft auf rein maschinelle Kampfsysteme treffen. Ich kann mir zum Beispiel vorstellen, das man einen ganzen Kampfabschnitt zur Todeszone erklärt und von Flugzeugen automatische Waffensysteme abwirft die am Boden auf alles feuern was sich bewegt bis ihnen die Munition ausgeht, ihnen die Energie ausgeht oder sie zerstört werden.
(Um mal auf ein Beispiel aus Filmen einzugehn ... in einem Alien Film landen Space Marines auf nem zu terraformenden Planeten. Dabei halten sie einen Durchgang mit automatischen MG-Stellungen.)

Ja so etwas ist menschenverachtend aber der Krieg war noch nie menschenfreundlich, da es das Ziel der Kampfhandlung ist den Feind zu besiegen, was dessen Tod, Verletzung oder auch Verstümmelung mit einschließt.

Ein anderes Beispiel wo schon in den nächsten Jahren unbemannte Einheiten eingesetzt werden sind flugfähige Kampfdrohnen. Diese mögen noch nicht 100% autonom sein aber der evtl. vorhandene Pilot kann so weit von der Kampfzone entfernt sein, das man ihn nicht ausschalten kann. Ich verweise da mal auf den Einsatz solcher Drohnen im Jemen bei dem moslemische Extremisten getötet wurden.
Cruise Missles kann man ebenfalls als Roboterkampfeinheit bezeichnen auch wenn sie keine große echte Intelligenz besitzen. Es sind Maschinen die einen einprogrammierten Ablauf von Ereignissen folgen an dessem Ende diese Maschine Menschen und Gebäude vernichtet.

Das ist also keine Fantasie denn die Zukunft hat schon begonnen.

Ob es demnächst Kampfmaschinen geben wird, die mit dem Terminator zu vergleichen sind, ist zu bezweifeln. Aber eine Menge äußerst gefährliche und hinterhältige Maschinen werden ihn ersetzen.
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#4
Die von den USA eingesetzten Aufklärungsdrohnen der Typen RQ-1 Predator und RQ-4 Global Hawk scheinen sich bisher als recht erfolgreich erwiesen zu haben. Es steht zu erwarten, daß zukünftige Modelle bewaffnet werden dürften.
Inzwischen plant die VR China den Bau eines mit diesen beiden Aufklärungsdrohnen vergleichbaren Modells.
http://www.sinodefence.com/airforce/air ... AV/wz9.asp
Ebenfalls vorangeschritten ist die Entwicklung unbemannter Hubschrauberdrohnen. Ein für die deutsche Marine entwickeltes Modell sollte eigentlich von den Korvetten der Klasse K 130 eingesetzt werden, soll aber bislang noch nicht einsatzreif sein.
Beim direkten Einsatz im Kampf werden nach derzeitigem Stand der Technik wohl eher kleine, sich auf der Erde oder durch die Luft bewegende Drohnen, welche ein Gebiet auskundschaften oder feindliche Soldaten ausschalten sollen, eingesetzt werden.
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#5
@Tiger, die Predator Drohnen können bewaffnet werden, und haben auch schon Waffen eingesetzt, wie Cluster schon schrieb über dem Jemen, genauso aber auch in Afghanistan und über dem Irak sollen sie auch Einsätze geflogen haben. Zukünftige Programme sind jedoch mehr auf den Einsatz von Waffen ausgerichtet, während es bei den jetzigen Modellen nachträglich eingeführt wurde.

Aber die UAV Euphorie der letzten Jahre scheint wieder aubzuflauen, denn nach dem richtigen Boom von Ideen und Projekten geht man die Sache nun bewußter an. So setzt sich bei vielen die Meinung durch, dass man nicht alles unbemannt machen sollte, nur weil man es kann. Es gilt zu prüfen, ob es wirklich den nutzen bringt, der die kosten gerechtfertigt. So scheint es jetzt so, dass der Anteil der unbemannten Flugzeuge deutlich steigen wird, jedoch auch die bemannten Komponenten weiterhin einen nicht gerade kleinen Anteil haben werden. So ist die derzeitige Flugzeuggeneration vielleicht doch nicht die letzte bemannte, wie man es noch vor einigen Jahren prognostiziert hat...
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#6
@Helios
Mir ist nicht entgangen, daß die unbemannten Drohnen der Typen RQ-1 Predator und RQ-4 Global Hawk bewaffnet werden können.
Ich schließe mich deiner Meinung an, daß bemannte Kampfflugzeuge weiterhin im Dienst bleiben werden. Vorschläge, bemannte Kampfflugzeuge ganz abzuschaffen, hat es ja immer wieder gegeben, so hielt das britische Verteidigungsministerium in den 50ern etwa bemannte Kampfflugzeuge für grundsätzlich veraltet. Zum Glück sind solche Vorschläge bisher nie umgesetzt worden, und dabei sollte es bleiben.
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#7
ja ja - science fiction lässt grüßen ...

das Problem bisher ist, dass "Roboter" zu unflexibel sind (waren?) um auf unvorhergesehene Situationen richtig reagieren zu können;

im Endeffekt muss nämlich nach der derzeitigen Methode für einen "Kampfroboter"
entweder eine (unbestimmte) Vielzahl von Kampfsituationen einprogrammiert werden,
oder man muss das Ding irgendwie fernsteuern (blöd, wenn die Verbindung abreisst)
oder man gibt bestimmte Grundverhalten vor (quasi "instinktgesteuert" wie eine Ameise) und lässt die Maschine dann frei handeln (die dazu entwickelten Maschinen sind aber über das "bessere Spielzeugstadium" nocht nicht recht raus gekommen);

allerdings lassen sich gerade über letzteren Methoden die bisherigen Waffensysteme erheblich automatisieren, und damit das "Risiko" beschränken (sowohl für die eigenen Soldaten z.B. die Piloten, die aus immer größeren Abständen eine Bombe gesteuert ins Ziel bringen können, oder die "fire and forg." Systeme bei der Flugzeubekämpfung) und das wird wohl auch für andere Waffengattungen weiterentwickelt;

ein Beispiel:
Seeminen in der Vergangenheit waren vielleicht magnetisch und haben noch vor einigen Jahrzehnten gerade mal eine bestimmte Zahl von "Überläufen" abwarten können, um dann beim nächsten Kontakt - boooom -----

heute lassen sich Minen auf ganz bestimmte Signalkombinationen (Magnetfeld, Geräuschentwicklung ...) einstellen, so dass das grässliche Dingens erst los geht, wenn genau das angegebene Zielschiff (z.B. ein bestimmter Träger oder ein bestimmtes strategisches U-Boot) in "Reichweite" ist (Ihr kennt das vielleicht aus der U-Boot-Abwehr: die "Lauschspezialisten" konnten die russischen U-Boot-Typen vom Geräuschspektrum her auseinanderhalten - Alpha oder Charlie oder oder oder --- und z.T. sogar einzelne U-Boote aufgrund charakteristischer Feinheiten erkennen);
damit lässt sich dann z.B. gezielt das Auslaufen von Trägern, strategischen U-Booten oder bestimmten Zerstörerklassen erheblich stören, weil die Minensucher da stundenlang rumsuchen (heute jagen die ja auch noch) -also rumjagen können, ohne dass die Seemine aktiv wird - und wenn dann durch (Satelliten-)Aufklärung festgestellt wird, dass das "Zielschiff" ausläuft, wird die Mine (die schon längere Zeit heimlich still und leise "auf die Lauer gelegt" wurde) durch ein gezieltes Signal erst scharf gemacht, wenns "sich lohnt".

(noch ein nachträgliches Beispiel zum Thema: "Bekämpfen von Trägern")

diese schrittweise Entwicklung, die Waffen immer "intelligenter" macht, kann durchaus in der Zukunft (wie schnell jagt sich die EDV-Entwicklung) zu aktiven "Roboterkampfmaschinen" führen,
allerdings schrittweise - step by step -

eine Entwicklungs-Idee, die ich aus einem anderen Forum habe:
die o.g. Minen werden "aktiv bewegungsfähig", also ein Schwarm von kleinen automatischen "Modell-U-Booten" (oder Torpedos) die sich plötzlich gezielt auf den Weg machen, um (wieder das Beispiel Träger) gezielt einen Carrier in selbstmörderischer Absicht zu attackieren .....

Schlußfolgerung?
die menschliche Phantasie hat schon immer keine Grenzen gekannt wenn es darum ging, den Feind umzubringen ohne sich selbst einem entsprechenden Risiko auszusetzen,
und es besteht für mich kein Zweifel, dass die Entwicklung der EDV (mit immer kleineren und intelligenteren "Chips") nicht an der Waffenindustrie vorbeigeht
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#8
http://www.wired.com/wired/archive/10.05/robots_pr.html


The New Mobile Infantry
Battle-ready robots are rolling out of the research lab and into harm's way.
...
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#9
als roboter könnte man auch waffen systeme bauen die festgelegte aufgaben haben wie zb : ari und bomber beide schießen bzw werfen auf vorher festgelegte positionen also durch aus eine möglichkeit
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#10
Man könnte Roboter fernsteuern und Ihnen auch eine gewisse KI geben, falls die Verbindung abreissen sollte.
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#11
Ich bin mir ziemlich sicher das die Japaner die ersten sein werden die humanoide Robotersoldaten und sogar gigantische Mechwarrior einsetzen werden.

Japan ist der restlichen Welt was Robotik angeht um ungefähr ein Jahrzehnt voraus, es gibt dort schon zehn Meter hohe Roboter welche selbsttändig ein Hochhaus bauen und sich selbst währendessen an der Fassade hochziehen.

Der Umbau zur Militärischen Vernichtungsmaschine dürfte nicht schwer fallen.
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#12
Schon vom Iranischen Kampfroboter "Ababil-T" gelesen oder gehört. Falls ja sendet mir bitte Informationen.
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#13
Zitat:Skywalker postete
Schon vom Iranischen Kampfroboter "Ababil-T" gelesen oder gehört. Falls ja sendet mir bitte Informationen.
Schon von Suchmaschinen gehoert - wohl nein
deswegen http://learn.to/search


http://www.nti.org/e_research/profiles/ ... _1815.html
28 April 1999
Zitat:Iran's Hesa firm is developing an improved version of its Ababil-2 (Swallow) unmanned aerial vehicle (UAV). Hesa hopes to increase the three-hour endurance of the UAV. The Ababil-2 can carry a small camera and cruise at 370km/hour at an altitude of 3.3km.
—"Iran Tests Unmanned Air Vehicle," Flight International, 28 April-4 May 1999, p. 16.
http://www.tau.ac.il/jcss/balance/Iran.pdf
http://www.tau.ac.il/jcss/balance/airf.pdf
Ababil-T ist ein UAV ausm Jahr 1999


hier ein Photo was wohl die Drohne sein soll
http://www.waronline.org/mideast/iran-vpk/image008.jpg


http://www.google.de/search?q=cache:GMk ... e&ie=UTF-8
nutzt GPS :rofl: :rofl:
sprich im Kriegsfall fuer die Katz
"Kampfroboter" ist ein gewagter Begriff - die Predators der Amis wuerd ich auch nicht als Kampfroboter bezeichnen
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#14
@Cluster
Die nannten sich "Colonial Marines". Bei den "Sentrys", so wurden die Kanonen genannt, handelt es sich nicht um Robotereinheiten sondern simple Geschütze, die mittels Servos durch einen Bewegungsmelder ausgelöst wurden. Sie haben sogar den Blecheimer zerlegt, was nicht unbedingt auf die Anwesenheit einer noch so simplen KI schließen läßt. Heute giebt es ähnliche Panzerabwehrsysteme, aktiviert durch Motorengeräusche und ausgelöst durch eine im Boden befindliche Spule, Lichtschranke oder Kamera wird eine ATGM auf den Panzer abgefeuert.

Zum Einsatz autonomer einheiten folgendes: Bisher weigert man sich (selbst die Amerikaner!!!) ein vollkommen autonomes System in Dienst zu stellen. Die Angst vorm Terminator ist halt doch vorhanden. Ein Virus und der Spaß wendet sich gegen den Schöpfer. Die Amerikaner hatten auch schon "Sniper-bots" Abdrücken konnten sie aber nicht alleine. Und glücklicherweise findet das erste Gebot der Robotik noch Beachtung: Ein Roboter darf (von sich aus) keinem Menschen Schaden zufügen.
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#15
http://www.netzeitung.de/internet/263886.html

New-Economy-Spielzeug fürs Schlachtfeld

Wendig und klein ist der Segway-Scooter, doch kaum jemand will ihn kaufen. Lediglich das Militär findet die Technologie interessant – für die Erfinder eine Hoffnung auf Absatzmärkte.


Zitat:Der Segway Human Transporter (HT) sollte das Fortbewegungsmittel der New Economy, ja der Zukunft werden, doch niemand wollte es kaufen. Der kippelige, zweirädrige Scooter könnte nun aber doch noch Erfolg haben: Das Pentagon interessiert sich dafür. Die Erfinder haben kein Problem damit, hoffen sie doch, so endlich die dringend nötigen Absatzzahlen zu erreichen.Das Pentagon-Forschungsprogramm «Mobile Autonomous Robot Software» beschäftigt sich eigentlich damit, Roboter zu entwickeln, die auf dem Schlachtfeld ohne menschlichen Einfluss handeln können. Das Problem dabei ist vor allem die Programmierung der Maschinen, die einmal selbständig Verwundete bergen oder Kampfstoff-Spürmissionen ausführen können. Dabei müssen die Programme nicht nur sehr flexibel auf ihre Umwelt reagieren, sondern auch lernen können.........
[Bild: http://www.netzeitung.de/img/0026/126726.jpg]
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