Marine der Philippinen
#1
Obwohl die Philippinen ein Inselstaat wie Indonesien sind und sich mit den chinesischen Nachbarn um die Spratley-Inseln streiten - dazu kommen die inneren Konflikte des Staates, wo es Unabhängigkeitsbewegungen insbesondere auf muslimischen Inseln gegenüber dem katholischen Land gibt - ist die Marine des Landes sehr schwach "auf der Brust".
Inzwischen haben die USA das Land (wieder) entdeckt - im Kampf gegen den Terror. Es ist daher nicht uninteressant, wie sich diese Teilstreitkräfte in den nächsten Jahren entwickeln werden, was sich dort (auch im Verhältnis mit anderen ASEAN-Staaten) so tut.
Deshalb ein neuer thread - und gleich eine Meldung, die im Hinblick auf die aktuellen Konflikte (Spratley und Unabhängigkeitsbewegungen) nicht uninteressant ist:
http://www.marineforum.info/AKTUELLES/aktuelles.htm
Zitat:Vor Luzon, der nördlichen Hauptinsel der Philippinen, haben philippinische Truppen und eine amphibische Einsatzgruppe der US-Navy die Übung PHIBLEX 06 begonnen.

Die jährlich (nun zum 6. Mal) stattfindende bilaterale Übung soll die Interoperabilität zwischen philippinischen und US-Streitkräften verbessern, die Einsatzbereitschaft der philippinischen Streitkräfte erhöhen und die Beziehungen zwischen beiden Ländern stärken. Wie schon in den letzten Jahren, liegt ein Fokus der zweiwöchigen Übungen neben "handwerklicher Ausbildung" in amphibischen Operationen (vornehmlich Transport von Truppen und Material mit Booten und Hubschraubern von Schiffen an einen Strand) auch in diesem Jahr auf Anti-Terror-Operationen. Hier geben vor allem auch US Special Forces zielgerichtete Ausbildungsunterstützung. ...
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#2
http://www.marineforum.info/HEFT_1_2008/MaaW/maaw.html
Zitat:Mit Umstrukturierung und neuer Schwerpunktbildung wollen philippinische Marine, Küstenwache und weitere Behörden in den letzten Jahren entstandenen neuen Prioritäten besser begegnen.

Schon in 2006 hatte der Führungsstab der Marine das Konzept „Coast Watch South“ entwickelt, das nun zügig in die Realität umgesetzt werden soll. Es sieht die Einrichtung von insgesamt 17 neuen Wachstationen im Süden des Inselstaates vor. Von Palawan bis Davao sollen sie die zum Teil beträchtlichen Lücken zwischen den derzeit bestehenden lediglich fünf Stationen schließen und so den gesamten Süden der Philippinen effektiv abdecken.

Beobachtungsposten, Ortungs- und Kommunikationsanlagen sowie den Stationen zuzuweisende, kleine schnelle Boote wie die Fast Interdiction Craft sollen eine zeitnahe, flexible und effektive Reaktion auf die gerade in dieser Region stark zugenommenen Bedrohungen durch Terroristen (Abu Sayyaf) und Piraten sowie die Bekämpfung von Schmuggel und illegalem Fischfang ermöglichen.

Neben zur bloßen Einrichtung der neuen Stationen sieht das neue Konzept auch eine enge strukturelle Verzahnung von Marine, Küstenwache, Polizei und Zoll vor. Auch wenn hierzu Entscheidungen der Präsidentin noch ausstehen, sprechen Medien hier bereits von einer neuen „Super Agency“. Die Kosten des Projektes werden mit umgerechnet 270 Mio. Euro angegeben; die Finanzierung soll aber gesichert sein.
(ganzer Text, da Marineforum und demnächst nicht mehr im Netz - mehr Infos im Heft)
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#3
Ganzer Text, da MF und nur kurze Zeit im Netz
http://www.marineforum.info/html/wochenschau.html
Zitat:Mit einer großangelegten Offensive wollen die philippinischen Streitkräfte „die noch verbliebenen Mitglieder“ der Terrorgruppe Abu Sayyaf eliminieren.

Eine zentrale Rolle in dieser Operation kommt dabei der Marine zu, die in den kommenden zwei Monaten eine größere Einsatzgruppe abstellen soll. Führungsschiff wird die Fregatte RAJAH HUMABON (ex-US CANON-Klasse, Baujahr 1943). Eine Korvette der ex-britischen PEACOCK-Klasse sowie vier Wach- und Patrouillenboote ergänzen den für philippinische Verhältnisse recht kampfstarken Verband.

Die Einheiten sollen zum einen die Stützpunkte der Abu Sayyaf von See her blockieren und die Terroristen hindern, über See zu entkommen; zum anderen schiffen sie Kommandotruppen ein, die dann an Land zum Einsatz kommen. Das Operationsgebiet umfasst das nördliche/westliche Mindanao (Provinz Zamboanga) und die zentralphilippinischen Inseln (Visayas). Als Hauptrückzugsgebiet der Abu Sayyaf gelten die zwischen den Philippinen und Malaysia am Südrand der Sulu-See gelegenen Inseln Jolo und Basilan.

Abu Sayyaf ist eine seit 1991 aktive islamistische militante Untergrundorganisation. Die aus der „Moro National Liberation Front“ (MNLF) auf Mindanao hervorgegangene Gruppe will auf den Südinseln der Philippinen einen islamischen Gottesstaats nach iranischem Vorbild errichten. Ihr werden intensive Kontakte auch zur Terrororganisation el Kaida nachgesagt. Den Kern der Gruppe sollen rund 200 Mitglieder stellen, aber man rechnet mit etwa 2.000 Unterstützern. Abu Sayyaf finanziert sich durch Raub, Erpressung und Entführung, besonders von Ausländern. Zu ihren Opfern gehörte in 2000 auch die deutsche Familie Wallert. Mit der jetzt beginnenden Operation werden die philippinischen Streitkräfte die Gruppe sicher weiter schwächen; das genannte Ziel einer „Eliminierung“ dürfte aber einmal mehr nicht zu erreichen sein. Viele Terroristen werden den Angriff als „harmlose Einwohner“ in den Dörfern der Inseln „abwettern“.
Confusedhock: wenn ich mir das Bild der RAJAH HUMABON anschaue, dann wundere ich mich, dass dieser Kahn überhaupt noch schwimmfähig ist .... einmal anhusten oder (noch schlimmer - und was seit dem Vorfall in Aden / Jemen bei islamischen Terroristen ja nicht auszuschließen ist) das "rammen durch ein "harmloses" Beiboot oder einen Fischerkahn (mit Sprengstoff), und das philippinische Führungssschiff sackt ab. :roll:
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#4
Zitat: ...
28 December

PHILIPPINES
The Philippine navy plans to buy three offshore patrol vessels, three multipurpose attack craft and a landing craft utility in 2011. Purchase of a larger multi-role vessel still on the agenda but “will depend on the availability of funds”.
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#5
http://www.marineforum.info/html/daily_news.html
Zitat:...
23 January

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PHILIPPINES
The Philippine navy looks set to acquire a HAMILTON-class ship from the US Coast Guard … financing through US Foreign Military Sales … details still being discussed. Would become the largest ship in the Philippine navy.
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#6
inzwischen etwas genauer:
http://www.marineforum.info/html/wochenschau.html
Zitat:...

Am 25. Januar meldeten mehrere Medien übereinstimmend, dass die philippinische Marine aus den USA ein Küstenwachschiff der HAMILTON-Klasse übernehmen soll.

Letzte Details des Transfers seien noch zu klären; die Finanzierung erfolge aus der US Militärhilfe (Foreign Military Sales). Der Erwerb eines US-Küstenwachschiffes der HAMILTON-Klasse würde der südostasiatischen Marine ihre bisher größte Einheit bescheren.

Neue oder auch gebrauchte Einheiten stehen seit Jahren auf der Einkaufsliste der philippinischen Marine, aber unter chronisch begrenzten Budgets waren an die Wünsche meist erhebliche Abstriche zu machen. Zuletzt war vor allem die Beschaffung eines (oder zwei) Mehrzweckschiffes mit höchster Priorität gefordert worden. Es würde vor allem zur Hilfeleistung bei humanitären Notfällen im philippinischen Inselreich dringend benötigt. Immer wieder erfordern Taifune oder Erdbeben schnelle Hilfe, die bei vielen der mehr als 7.000 Inseln nur auf dem Seeweg erfolgen kann.

Im November 2010 hatte das Landungsschiff DAGUPAN CITY nach einem Taifun solche Nothilfe geleistet, und die Marineführung hatte gerade diesen Einsatz eines amphibischen Schiffes zum Anlass genommen, ihre Forderung zu unterstreichen. Allgemein geht man denn auch davon aus, dass das Mehrzweckschiff über amphibische Fähigkeiten verfügen soll und erwartet vorzugsweise die Beschaffung eines kleineren Docklandungsschiffes. Zuvor waren bereits Singapur und Südkorea als mögliche Lieferländer genannt worden; Werften beider Länder bauen solche Schiffe, und dies auch sehr preisgünstig.

Erst im Dezember hatte die philippinische Marine ihre Wunschliste noch einmal veröffentlicht. Auf ihr fanden sich nun aber drei Offshore Patrol Vessel, drei Schnellboote und ein Landungsboot (LCU). Die Beschaffung eines größeren Mehrzweckschiffes bleibe weiter auf der Agenda; ihre Realisierung hänge aber „von der Verfügbarkeit von Mitteln ab“ – unter dieser Formulierung waren Vorhaben bisher regelmäßig weit in die Zukunft geschoben worden.

Ein Küstenwachschiff der HAMILTON-Klasse passt allerdings nicht in diese Rüstungsplanung. Für Offshore Patrol Vessel sind die voll beladen mehr als 3.000 ts verdrängenden „High Endurance Cutter“ deutlich zu groß, und über die für das Mehrzweckschiff geforderten (amphibischen) Fähigkeiten verfügen sie nicht. Die Möglichkeiten zu Transport und Entladung größerer Mengen Hilfsgüter abseits funktionsfähiger Hafeninfrastruktur sind mehr als begrenzt. Dennoch spricht einiges für die Übernahme eines solchen Schiffes. Die US Coast Guard mustert die zwischen 1967 und 1972 in Dienst gestellten Schiffe nach und nach aus, und natürlich wird nach möglichen weiteren Verwendungen gesucht. Bei Finanzierung aus US Militärhilfe wäre der Erwerb eines Schiffes der HAMILTON-Klasse für die philippinische Marine mit relativ geringen Kosten verbunden. Dennoch steht zu erwarten, dass die Übernahme eines solchen Küstenwachschiffes Verdrängungseffekte für andere Vorhaben mit sich bringen würde. Dass die HAMILTON-Wachschiffe auch nach einer in 1990-er Jahren durchgeführten Modernisierung fast 50 Jahre alt sind, dürfte für die philippinische Marine sicher weniger Hinderungsgrund sein: ihr derzeitiges Flottenflaggschiff stammt noch aus 1943.
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#7
http://www.marineforum.info/html/daily_news.html
Zitat:...
05 March
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PHILIPPINES
The Philippine Coast Guard has deployed three patrol vessels to secure a government oil survey ship reportedly harassed by two Chinese patrol boats near a disputed area of the South China Sea.
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#8
http://www.marineforum.info/html/wochenschau.html
Zitat: Regelmäßig werden auf den Philippinen größere Beschaffungsvorhaben zur Modernisierung der Marine (PN) angekündigt, deren Realisierung dann mangels finanzieller Möglichkeiten lange auf sich warten lässt, oder die still und leise wieder begraben werden.

Meist sind es schließlich nur einzelne kleinere Einheiten, oft von befreundeten Marinen preisgünstig überlassen, die die PN dann erfreut in ihren Bestand aufnehmen darf. Ihr jüngster Erwerb fällt allerdings völlig aus dem Rahmen. Fast ohne jede Vorankündigung, und auch nicht Bestandteil der langfristigen Marineplanung, hat die PN von der US Coast Guard das Küstenwachschiff HAMILTON übernommen. Erst im Februar 2011 hatten Medien erstmals über das Angebot der USCG zum Transfer der HAMILTON berichtet – weniger als zwei Monate später war der Deal offenbar bereits vollzogen, und noch in der ersten Jahreshälfte 2011 soll das Schiff die Reise nach Südostasien antreten.

Der Neuzugang - mit einer Verdrängung von mehr als 3.000 ts (115m) dann größte Einheit der PN - soll den Veteranen RAJA HUMABON (ehemaliger US-Geleitzerstörer der CANON-Klasse, Baujahr 1943) als Flottenflaggschiff ablösen. Allerdings ist auch die HAMILTON schon durchaus betagt. Das Mitte der 1960-er Jahre gebaute Schiff hat als „High Endurance Cutter“ insgesamt 44 Dienstjahre bei der USCG „auf dem Buckel“, war noch im Februar im SAR-Dienst in der Beringsee vor Alaska eingesetzt. Mit Zulauf neuer Wachschiffe der LEGEND-Klasse (National Security Cutter) stellt die USCG die alten Schiffe der HAMILTON-Klasse nun nach und nach außer Dienst.

Dass dies dringend notwendig ist, unterstreicht USCG Chef, Admiral Papp: Ihre Indiensthaltung (technische Wartung und Instandsetzung) habe zuletzt 3,5 mal so viel gekostet wie im Budget geplant, und trotzdem seien fast ein Viertel der mit ihnen geplanten „Patrol Days“ wegen Mängeln an den schiffstechnischen Anlagen ausgefallen. So sind durchaus Zweifel angebracht, dass die PN mit ihrem spektakulären Neuerwerb wirklich glücklich wird. Überdies lässt die Geschwindigkeit des Transfers auch nicht gerade auf eine ausgiebige Grundinstandsetzung oder gar Modernisierung schließen. Andererseits darf man aber wohl davon ausgehen, dass der Preis „stimmt“, bzw. dass die Überlassung der HAMILTON gänzlich aus der US Militärhilfe (FMS) finanziert wird. „Umsonst“ wäre das Schiff aber auch dann nicht, denn sein Erwerb verdrängt natürlich andere über FMS zu finanzierende Projekte.
(noch mehr news auf der hp des Marineforum und im neuen Heft)
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#9
http://www.marineforum.info/html/wochenschau.html
Zitat:Im Westen der Philippinen hat am 28. Juni die elftägige „Philippine Phase“ der diesjährigen US-Übungsserie CARAT (Cooperation Afloat Readiness and Training) begonnen.

Übungsgebiet ist wie auch schon 2008 die Sulusee östlich der Insel Palawan, damit also nicht das Südchinesische Meer. Dessen ungeachtet stellen zahlreiche Medien einen unmittelbaren Zusammenhang mit jüngsten chinesischen Drohgebärden im territorialen Streit um die Gewässer des Südchinesischen Meeres her, sprechen von „US-Navy-Patrouille“ philippinischer Hoheitsgewässer und berichten über US Sicherheitsgarantien für die von den Philippinen beanspruchten Gebiete im Südchinesischen Meer. Die nun begonnene Übung ist im Detail allerdings schon seit 2010 geplant, auch wenn mit ihr natürlich wohl auch ein politisches Signal verbunden ist.

CARAT wird von der US Navy seit 1995 jährlich in Südostasien durchgeführt. Ziel ist die Verbesserung der Kooperation mit regionalen Marinen und die Weiterentwicklung von deren operativen Standards. Langjährige Teilnehmer an CARAT sind Brunei, Indonesien, Malaysia, die Philippinen, Singapur und Thailand; 2009 stieß Kambodscha, 2010 Bangladesch dazu; in diesem Jahr will man erstmals auch mit Vietnam üben.

Die US Navy stellt für CARAT regelmäßig eine eigene Einsatzgruppe zusammen, die in den Sommermonaten in südostasiatischen Gewässern operiert und dabei bilateral nacheinander Seminare und praktische Übungen mit regionalen Marinen abhält. Vor den Philippinen gehören in diesem Jahr zwei Zerstörer der ARLEIGH BURKE-Klasse sowie ein Bergeschiff zur Task Group CARAT.

Die philippinische Marine hat zwei noch aus dem 2. Weltkrieg stammende ex-US Schiffe nach Puerto Princesa (Palawan) verlegt: die Fregatte RIZAL (AUK-Klasse) und die Korvette PANGASINAN (Typ PCE). Daneben sollen zahlreiche weitere Einheiten der Naval Forces West an den Übungen teilnehmen.

Die militärischen Übungen decken neben Seemannschaft und Fernmeldeverfahren grundsätzlich alle Aspekte moderner konventioneller Seekriegführung ab - von U-Jagd, Flugabwehr und Seezielbekämpfung einschl. Schießabschnitten über Maritime Security Operations (Terrorismus/Piraterie/Schmuggel) bis hin zu Tauch- und Rettungsübungen und Logistik, wobei sich die Komplexität an den Fähigkeiten des jeweiligen Partners orientiert. Praxisorientierte Ausbildungshilfe an Land gehört ebenfalls dazu. Die Zusammensetzung der von der US Navy aufgestellten Task Group CARAT reflektiert bereits die Vielfalt der möglichen Übungsinhalte.

Neben rein militärischen Aspekten verfolgt CARAT vor allem aber auch eine grundsätzliche Stärkung der bilateralen Beziehungen der USA zu den Ländern Südostasiens. So sind neben den militärischen Übungen auch immer diverse humanitäre Aktionen fester Bestandteil der CARAT-Serie. US-Ärzte und medizinisches Personal behandeln die örtliche Bevölkerung; Soldaten helfen beim Bau von Anlagen zur Stromversorgung, Brunnen, Schulen, Kindergärten etc.
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#10
http://www.marineforum.info/html/daily_news.html
Zitat:...
27 July

PHILIPPINES
Newly acquired patrol ship GREGORIO DEL PILAR (former USCGS HAMILTON) arrives at Pearl Harbor, Hawaii, for a brief port visit before heading on to Guam and the Philippines.
(rmks: on transfer voyage from California)

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#11
http://www.marineforum.info/html/daily_news.html
Zitat:...
17 August

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PHILIPPINES
Newly acquired HAMILTON class patrol ship GREGORIO DEL PILAR arrives in Philippine territorial waters … off the east coast … proceed to Manila … to be repainted before deploying to (future home base) western Philippines.

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#12
http://www.marineforum.info/html/wochenschau.html
Zitat:PHILIPPINEN

Das Wachschiff GREGORIO DEL PILAR, die ehemalige HAMILTON der US Coast Guard, ist nach seiner Überführungsfahrt am 23. August in Manila eingetroffen.

Präsident Benigno Aquino III begrüßte persönlich das neue Flaggschiff der philippinischen Marine und nahm zugleich die Gelegenheit wahr, weitere Modernisierungen für die philippinischen Streitkräfte und natürlich auch für die Marine anzukündigen. Eine neue Marineplanung (Sail Plan 2020) soll endlich die Schere zwischen Wünschen und deren Verwirklichung schließen und bis 2020 eine moderne, „ausgewogen den finanziellen Beschränkungen anpasste“ Marine ermöglichen.

Vor allem mit Blick auf die Verteidigung territorialer Ansprüche und die Sicherung der mit China umstrittenen Wirtschaftszonen im Südchinesischen Meer, wo auch die GREGORIO DEL PILAR stationiert wird, sollen schon bald weitere hochseefähige Wachschiffe beschafft werden. Mit den USA wird angeblich bereits über einen Erwerb von weiteren zwei gebrauchten 3.000-ts USCG „High Endurance Cutter“ der HAMILTON-Klasse gesprochen.

Auf der Wunschliste stehen aber auch bis zu drei für strategischen Seetransport geeignete, größere amphibische Schiffe. Sie sollen den zunehmenden Bedarf an militärischen Transporten zwischen den mehr als 7.000 Inseln der Philippinen decken und vor allem endlich auch effektive Möglichkeiten zur Hilfeleistung nach im Inselstaat relativ häufigen Naturkatastrophen (Taifune, Erdbeben, Vulkanausbrüche) schaffen. Derzeit wird mit der indonesischen PT PAL über den Bau solcher Schiffe verhandelt. Diese Werft bietet u.a. mit der für die indonesische Marine gebauten MAKASSAR-Klasse ein preisgünstiges etwa 10.000 ts großes Docklandungsschiff (südkoreanisches Design) an. Hubschrauber-fähige Offshore Patrol Vessel, einige neue Marinehubschrauber sowie neue Küstenradar-Stationen sollen weitere Fähigkeitslücken schließen.

Zum möglichen Aufbau einer U-Boot-Komponente hält der Präsident sich bedeckt. Für das Modernisierungsprogramm der Streitkräfte eingeplante jährlich 180 Mio. Euro (11 Mrd. Peso) setzten hier enge Grenzen. Für die Beschaffung von U-Bootneubauten sei trotz aller vermehrten Rüstungsanstrengungen in den kommenden fünf Jahren sicher kein Platz im Budget. Andererseits habe die „sorgfältig beobachtete“ Entwicklung bei Nachbarmarinen gezeigt, dass auch ein Erwerb von gebrauchten U-Booten wegen der notwendigen Umrüstungen für die besonderen klimatischen Bedingungen ihres Einsatzgebietes letztendlich nicht deutlich billiger werde. Die Marine prüfe daher zur Zeit sehr genau und „mit der gebotenen Vorsicht“, ob die Beschaffung eines oder mehrerer U-Boote tatsächlich zwingend notwendig sei. Für ein bloßes Prestigeprojekt könne und werde man kein Geld opfern.
(ganze Meldung, da MF und nur kurz im Netz - noch mehr news auf der hp des MF und im Heft) - ach ja - der von mir kursiv hervorgehobene Text macht deutlich, wo die Reise tendentiell hingehen wird - in eine zunehmende regionale Kooperation der ASEAN-Staaten.
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#13
http://www.marineforum.info/html/daily_news.html
Zitat:...

19 December
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PHILIPPINES
Landing ship DAGUPAN CITY has sailed from Manila for Cagayan de Oro (Mindanao) … bringing relief goods (and 500 caskets) … expected to reach disaster area within 2 days.

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#14
während in Indonesien die Grundlage sogar für den ambitionierten U-Boot Bau gelegt wird, ist die philippinische Marine mit ihren alten Landungsschiffen wieder einmal kaum in der Lage, bei Naturkatastrophen im eigenen Land ausreichende Hilfe zu leisten
http://www.marineforum.info/html/wochenschau.html
Zitat:Wieder einmal ist eine Naturkatastrophe Auslöser für einen Einsatz des Landungsschiffes DAGUPAN CITY.

Nach der jüngsten durch einen Taifun ausgelösten Flutkatastrophe – mit vermutlich bis zu 2.000 Toten - hat das Schiff am 20. Dezember in Manila Hilfsgüter (sowie 500 Särge) übernommen und nach zweitägiger Seefahrt in der schwer betroffenen Hafenstadt Cagayan de Oro an der Nordküste von Mindanao entladen.

Die DAGUPAN CITY ist eines von zwei vor etwa 20 Jahren mit US Militärhilfe beschafften Landungsschiffen des US-Typs LSV (wie sie auch von der US Army betrieben werden). Einsätze zur Hilfeleistung nach Naturkatastrophen sind für sie und Schwesterschiff BACOLOD CITY schon fast so etwas wie Routine. Jedes Jahr werden die Philippinen von etwa 20 Taifunen getroffen, und daneben ereignen sich immer wieder auch Erdbeben oder Vulkanausbrüche. In dem aus mehr als 7.000 Inseln bestehenden südostasiatischen Staat haben solche Naturkatastrophen fast immer auch eine maritime Dimension. Oft sind betroffene Regionen nur noch von See her uneingeschränkt erreichbar, und die beiden Landungsschiffe erfüllen hier zentrale Funktionen. Im Herbst 2004 hatte eines der Schiffe nach einem verheerenden Taifun vor der Küste der Hauptinsel Luzon zeitweise sogar die Funktion eines schwimmenden provisorischen Regierungssitzes übernommen.

Mit einer Verdrängung von etwas mehr als 4.000 ts (83m) sind die Kapazitäten der beiden LSV allerdings begrenzt. Auf einer Plattform am Heck kann jeweils nur ein Hubschrauber starten oder landen (einen Hangar für permanente Einschiffung gibt es nicht), und auch zwei in Davits mitgeführte kleine Landungsboote geben im Notfall nur eine sehr begrenzte Transportkapazität. So verwundert denn auch nicht, dass der Erwerb (mindestens) eines größeren Docklandungsschiffes, das dann auch im militärischen Seetransport zwischen den Inseln und als Führungsplattform eingesetzt werden kann, seit Jahren ganz oben auf der Wunschliste der philippinischen Marine steht.

In jüngster Vergangenheit gab es immer wieder Berichte über Verhandlungen mit Südkorea, Singapur und Indonesien zur Beschaffung von „Multi-Role Vessels“ wie z.B. die in Singapur gebauten Docklandungsschiffe der ENDURANCE-Klasse (8.500 ts, 141m) oder die indonesischen Schiffe der MAKASSAR-Klasse (11.000ts, 122m). Auch wenn Medien schon mehrfach „unmittelbar bevorstehende Vertragsabschlüsse“ meldeten: knappe Finanzen haben die Realisierung des Vorhabens bisher nachhaltig verhindert. Jüngste Versprechungen des neuen Präsidenten Benigno Aquino zur Flottenmodernisierung sowie die neuerliche Naturkatastrophe könnten nun wieder stimulierend auf das Projekt wirken. Vielleicht finden sich ja auch Möglichkeiten einer Finanzierung aus Geldern der US Militärhilfe, obwohl diese eigentlich nur für in den USA beschaffte Rüstungsgüter gewährt wird.
ich würde den ASEAN-Staaten ja wirklich zu mehr Kooperation raten.
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#15
http://www.marineforum.info/html/daily_news.html
Zitat:...

08 February

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PHILIPPINES
The US will “soon” transfer a second former US Coast Guard HAMILTON class patrol ship (namely DALLAS) to the Philippine navy. First ship GREGORIO DEL PILAR (former HAMILTON) has begun patrolling waters off Palawan in the South China Sea waters, staging out of Puerto Princesa.
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