(03.09.2026, 18:13)Quintus Fabius schrieb: Bezüglich des PUMA interessiert es mich seit langem, wie schwierig es wäre, auf ihn andere Türme aufzusetzen welche dann einen normalen Drehkranz haben, der durch eine entsprechende Öffnung im Dach geht? Und ja, unter Verlust von Innenraum und Transportkapazität - um den PUMA für andere Aufgaben als den Transport zu verwenden.
Wie schwierig / teuer / aufwendig schätzt ihr das ein?
Das würde darauf ankommen, ob man einen Turm von der Stange nimmt oder ob man einen komplett neuen Turm entwickeln würde. Der Puma mit einem Lance 2.0 Turm dürfte sicherlich auch nicht viel teurer sein als ein Puma mit RCT30.
Der SPz Puma ist aber generell ein sehr teurer Schützenpanzer. Im ersten Los von 350 SPz Puma lag der Systempreis noch bei rund 17 Mio. Euro pro Panzer. Beim aktuellen 2 Los ist man schon bei über 21 Mio. pro Fahrzeug angelangt.
Im Vergleich dazu: Ungarn bezahlt für 218 SPz KF41 Lynx, sowie neun Bergepanzer 3 Büffel, rund 2 Mrd. Euro, was grob 9,1 Mio. Euro pro SPz Lynx ergibt.
Der wesentlich günstigere Preis der ungarischen SPz Lynx, dürfte allerdings auch an den in Ungarn deutlich geringeren Lohn- und Energiekosten liegen.
Auch die CV90 Mk III und IV liegen, je nach Ausführung, preislich zwischen 9 und 13 Mio. Euro je Schützenpanzer.
Der Schützenpanzer Puma musste aufgrund der geforderten Lufttransportfähigkeit im A400M zu sehr auf Kante genäht werden und ist deshalb mit seinem Kompakttriebwerk und dem Remote Control Turret (RCT30) sehr cutting edge und deshalb teuer.
Der neue Schützenpanzer XM30 der US Army mit Remote Control Turret und 50mm MK dürfte allerdings noch teurer werden als der SPz Puma. Ganz unabhängig davon, wer die Ausschreibung gewinnt.