finnische Streitkräfte
#1
Die finnische Armee ist 32.000 Mann stark und eine reine Selbstverteidigungsarmee. Seit einigen Jahren und in den kommenden Jahren finden wichtige Modernisierungsprojekte statt, Beispiele dafür sind die Beschaffung von 124 Leopard-2A4 aus deutschen Bundeswehrbeständen sowie 124 gep. Kampffahrzeuge des Typs "Patria" die aus finnischer Produktion stammen. Die Marine Finnland ist auf die Verteidigung der eigenen Küstengewässer ausgerichtet, hierfür verfügt sie über eine Flotte von ca.10 Minenlegern, eine Korvette der Karjala-Klasse und ca. 9 FK-Schnellboote. Die wohl wichtigsten Anschaffungen bei der Marine sind die Stealth-FK-Schnellboote der Hamina-Klasse und die Stealth-Hovercrafts der Tuuli-Klasse die als erste Luftkissenboote für bewaffnete Einsätze vorgesehen sind. Zur Luftverteidung setzt das Land 63 Kampfflugzeuge des Typs F/A-18C/D Hornet ein kombiniert mit mobilen SAM-Raketensystemen vom Typ Igla und BUK-M1.

Was haltet ihr von der finnischen Streitkräften ?


Waffensysteme der finnischen Streitkräfte in der ÜbersichtSadnicht ganz aktuell)http://www.globaldefence.net/deutsch/eur...waffen.htm

Patria AFV: http://www.army-technology.com/projects/patria/

Infos zur Hamina -Klasse: http://www.findarticles.com/p/articles/ ... _n13617201


Finische FAC und OPV:
http://www.masamarine.com/ship_patrol.html
http://www.akerfinnyards.com/naval.cfm

Ein Artikel über das Tuuli Hovercraft: http://www.rina.org.uk/rfiles/warship/w ... _oct02.pdf
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#2
Die Luftverteidigung erscheint mir renovierungsbedürftig. Ich meine, Igla mag, je nach Version, noch gut einsetzbar sein, aber die BUK/Gadfly ist doch schon etwas angestaubt. Auch lässt die Reichweite zu wünschen übrig, was bei den Ausmaßen Finnlands ein Defizit sein dürfte, obwohl andererseits die Bevölkerung und strategische Ziele doch auch in Ballungszentren konzentriert sind.
Als Ersatz sollte man schon an Patriot- oder S-300-Batterien denken.
Die F/A-18 als Trägerflugzeug habe ich auch immer etwas kritisch gesehen für ein Land, wo sich die Eigenheiten der F/A-18 eher als Defizite bemerkbar machen dürften. Ich denke, mittelfristig könnte man hier die Gripen als Ersatz berücksichtigen, sofern Zweistrahligkeit nicht ein Muss-Kriterium ist.
Die Marine liegt mit ihrer FAC-Auslegung vollkommen im Rahmen der geographischen Gegebenheiten. Wäre das Bedrohungspotential höher, hätte man eventuell noch an Küsten-U-Boote zur Ergänzung denken können, aber dafür gibt es in absehbarer Zeit wohl kaum Notwendigkeit. Außerdem sind die Bezugsquellen in dieser Hinsicht ja praktisch versiegt.
Das Heer scheint mir so ok zu sein. Evtl. sollte man an eine mittelfristige KWS der Leo2 auf A5 oder besser A6 denken. Vielleicht ist sowas ja schon geplant...
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#3
@ Turin Man könnte sich z.B. einige gebrauchte U Boote der Klasse 206A kaufen und modernisieren. Sind zwar nicht wirklich Out of Area tauglich, aber für die finischen Küsten zu verteidigen Optimal.

P.S. Und bei unserer Preispolitik wahrscheinlich auch günstig.
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#4
Die finnische Marine ist jedenfalls ziemlich stark. Die jeweils vier FK-Schnellboote der Hamina- und Rauma-Klassen sind modern und kampfstark und gut für die finnischen Gewässer geeignet, lediglich die FK-Schnellboote der Helsinki-Klasse sind vielleicht etwas alt. Ebenso eine richtige Entscheidung der finnischen Marine war die Beschaffung von zum Einsatz von Seeminen befähigten Schiffen, vor allem der Hameenma-Klasse.

@Turin
Bedenkt man die geographischen Bedingungen von Finnland - weite Ausdehnung, viele und grosse fast unbewohnte Gebiete - kommt man zur Feststellung, das die finnische Luftwaffe Jagdflugzeuge mit recht grosser Reichweite benötigen könnte.
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#5
http://www.defense-aerospace.com/cgi-bi ... ele=jdc_34
bzw.
EADS
Zitat:Finland Selects the EADS CASA C-295 Aircraft

MADRID --- The Finnish Air Force has officially announced today that the Minister of Defence has signed the decision to select the EADS CASA C-295 as a tactical transport aircraft. The contract, that will be signed next week, includes the acquisition of two (2) aircraft and five (5) options.

These C-295s will replace the Fokker 27s, which are currently in service and close to the end of their operational life.
...
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#6
im Zuge der Ukraine-Krise besteht leicht die Versuchung, jedes Manöver der NATO in der Nähe der russischen Grenzen in diesen Kontext zu stellen. Deshalb grabe ich ausdrücklich diesen Strang aus:
http://www.marineforum.info/Daily_News/daily_news.html
Zitat: ....
29 August

FINLAND (multinational)
Finland-hosted multinational exercise “Northern Coasts 2014” kicked off in Turku … two-week exercise (until 12 Sep) with in-port phase (29 Aug – 01 Sep), serialized training (01 Sep – 08 Sep), “free play” crisis response scenario (08 Sep – 11 Sep) with focus on evacuation operations (NEO) and PXD on 12 Sep … some 50 ships/boats and 20 aircraft from 11 navies (Belgium, Denmark, Finland, Germany, Latvia, Lithuania, Netherlands, Norway, Poland, Sweden, USA).
(rmks: list of participants does not mention Estonia) ...
...
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#7
http://www.marineforum.info/Daily_News/daily_news.html
Zitat: ...
29 August

FINLAND (multinational)
Update: Estonia after all is participating in exercise “Northern Coasts 2014” … mine hunter SAKALA part of NATO SNMCMG-1.
...
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#8
Finnland hat als Reaktion auf wiederholte Verletzungen seines Luftraums durch russische Flugzeuge einen Teil seiner Luftwaffe nach Süden verlegt:
https://medium.com/war-is-boring/finlan ... 8b844691ea
Zitat:Finland Is Unhappy With All These Russian Warplanes Penetrating Its Air Space

In recent years Russian warplanes have violated Finnish airspace just four to six times annually. But in late August alone Moscow’s aircraft penetrated Finland’s borders three times.

Now the Finnish air force is stepping up its readiness with extra sorties by the air arm’s F-18 Hornet fighters.

Man scheint in Finnland - wie übrigens auch Schweden - bezüglich Russland zunehmend nervös zu werden...
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#9
"nervös" würde ich nicht sagen; Nervosität führt zu emotionalen Kurzschluss- /Überreaktionen. Finnland reagiert "mit ruhiger Hand", überlegt und deutlich, und nicht überzogen.
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#10
http://www.marineforum.info/Daily_News/daily_news.html
Zitat:...
28 April

FINLAND
The Finnish navy has dropped three „warning depth charges“ (rmks: hand grenade size „signals munition“) over an unidentified undersea object in territorial waters close to Helsinki ... „repeated sonar contact on moving object“ ... spokesman: too early to tell whether it was a submarine ... full analysis of sensor data could take days or weeks.
....
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#11
Mich würde echt die Reaktion interessieren, wenn Finnland wirklich mal ein „unidentified undersea object“ Versenkt. Ich weiß das es nicht passieren wird…
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#12
Wodan schrieb:Mich würde echt die Reaktion interessieren, wenn Finnland wirklich mal ein „unidentified undersea object“ Versenkt. Ich weiß das es nicht passieren wird…
Kommt ganz darauf an, wem das versenkte Objekt gehörte. :mrgreen:

Guckst Du hier:

Zitat:One of the recently arrived ships at Olavsvern is the Akademik Nemchinov, which belongs to Sevmorneftegeofizika, a Russian geophysics company that specialises in seismic measuring in deep and shallow waters. Seismic surveys are a bona fide area of international research, so seismic research vessels docking in another country is not unusual. But Sevmorneftegeofizika is not just any seismic research firm: it counts among its clients both Gazprom and a host of other firms fully or partly owned by the Kremlin. “Russian research vessels are part of the Russian government’s sea power,” explains Göran Frisk, a retired top Swedish naval commander. “The Russian marine’s most important task is making sure that the country’s nuclear submarines can move freely in the world’s oceans. The Russian research vessels are no joking matter. It’s incomprehensible that the Norwegian government could make such a gaffe.”

According to Frisk, Russian research vessels off the Swedish, Finnish and Norwegian coasts also undock mini-submarines for surveillance and warfare preparations, and investigate the seabed and hydrographic conditions. Indeed, during last year’s submarine hunt in the Stockholm archipelago, the Russian research vessel Professor Logachev mysteriously appeared, quickly departing with, what eyewitnesses reported as, an object being towed. The suspected submarine was never found.
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#13
http://www.marineforum.info/Wochenschau ... schau.html
Zitat: ...
Nach Schweden will nun auch Finnland ein mutmaßliches fremdes U-Boot in seinen Hoheitsgewässern geortet haben.

Am 27./28. April hätten Einheiten der Marine in den Schärengewässern vor Helsinki „mehrfach Sonarkontakt zu einem sich bewegenden Unterwasserobjekt“ gehabt. Die Ortungen seien so eindeutig gewesen, dass man das „fremde U-Boot“ schließlich sogar mit Schallsignalmitteln zum Auftauchen und zur Identifizierung aufgefordert habe. Bei diesen auch in Manövern zur Simulation von Wasserbomben eingesetzten Schallsignalmitteln handelt es sich um kleine Knallkörper etwa von der Größe einer Handgranate, die zwar ein starkes Schallsignal aussenden, ein U-Boot aber keinesfalls auch nur leicht beschädigen können. Journalisten nahmen dies nicht so genau, machten aus den drei ins Wasser geworfenen solchen Knallkörpern sofort veritable „Wasserbomben“ und unterstellten sogar, die finnische Marine habe „das fremde U-Boot versenken“ wollen.

Welche Einheiten der finnischen Marine zum Einsatz kamen, ist nicht bekannt. Die meisten ihrer Kampfeinheiten sind mit guten Sonaranlagen ausgerüstet, und selbst die FK-Korvetten der HAMINA- und RAUMA-Klasse sowie die Minenleger der HÄMÄENMAA-Klasse können mit Wasserbomben und U-Jagdraketen U-Boote effektiv bekämpfen.

Das „fremde U-Boot“ tauchte nach Einsatz der Knallkörper nicht auf und gab sich auch nicht zu erkennen, verließ aber offenbar die finnischen Territorialgewässer. Die Marine gibt sich noch vorsichtig: Ob es sich tatsächlich um ein U-Boot gehandelt habe, könne erst die Nachauswertung der Sonaraufzeichnungen zeigen; dies könne durchaus „Wochen dauern“.

Den Medien ist solche gebotene Zurückhaltung fremd. Sie verdächtigen natürlich Russland, das sich seit dem Beginn der Ukraine-Krise auch gegenüber dem neutralen Finnland zunehmend aggressiv verhält. Erst kürzlich hatten Einheiten der russischen Baltischen Flotte ein finnisches Vermessungsschiff am Rande der finnischen Hoheitsgewässer rüde abgedrängt, weil es „Erprobungen eines U-Bootes“ behindert habe. Zurzeit erprobt die in St. Petersburg ansässige Admiralitätswerft im Finnbusen mehrere für die russische Marine aber auch Vietnam gebaute neue U-Boote der KILO-Klasse.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 71084.html
Zitat:Spannungen im Norden
Finnland warnt 900.000 Reservisten vor Krisensituation

Mit einer aufwändigen Informationskampagne sucht die finnische Armee den Kontakt zu ihren 900.000 Reservisten. Sie will die Männer an ihre Rolle im Ernstfall erinnern. Der Aufruf fällt in eine heikle Phase.

02.05.2015 ...
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#14
Erich schrieb:http://www.marineforum.info/Daily_News/daily_news.html
Zitat:...
28 April

FINLAND
The Finnish navy has dropped three „warning depth charges“ (rmks: hand grenade size „signals munition“) over an unidentified undersea object in territorial waters close to Helsinki ... „repeated sonar contact on moving object“ ... spokesman: too early to tell whether it was a submarine ... full analysis of sensor data could take days or weeks.
....
nach einem Monat http://www.marineforum.info/Daily_News/daily_news.html
Zitat:...
28 May
...

FINLAND
Evaluation of data of an „underwater object“ spotted on 27/28 Apr in Finnish territorial waters ended inconclusive ... „source of sounds could not be established ... a submarine or underwater activity cannot, however, completely be ruled out.“
...
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#15
Finnland ordert in den USA neue Raketen für seine M-270 MLRS:
http://www.janes.com/article/55943/finl ... s-missiles
Zitat:Finland requests MLRS missiles

Finland has requested 240 missiles for its Lockheed Martin M270 Multiple Launch Rocket Systems (MLRS), the US Defence Security Cooperation Agency (DCSA) announced on 11 November.
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