Frankreich
#1
Weil ich noch keinen solchen Thread gefunden habe, mache ich jetzt diesen hier auf:
http://www.n-tv.de/540075.html
Zitat:Toter und Verletzte
Brand im Fréjus-Tunnel

Im Fréjus-Alpen-Tunnel zwischen Italien und Frankreich ist am Samstag ein Brand ausgebrochen. Ein mit Reifen beladener Lkw steht in Flammen.

Nach Angaben der französischen Feuerwehr ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Mehrere Personen seien verletzt worden. Noch sei der Brand nicht unter Kontrolle.

Der Tunnel ist 13 Kilometer lang und wurde 1980 fertig gestellt. Im vergangenen Jahr wurden dort bei einem Zusammenstoß mehrere Autofahrer verletzt.

1999 waren bei einem Brand eines Lasters im Montblanc-Tunnel 39 Menschen ums Leben gekommen.
Traurig:heul:
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#2
Sogar 2 Tote:
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldun ... AB,00.html
Zitat:2 Tote bei Brand im Fréjus-Tunnel
Bei einem Brand im Fréjus-Tunnel zwischen Frankreich und Italien sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Mehrere Personen erlitten Rauchvergiftungen. Ein mit Reifen beladener Lastwagen hatte in dem knapp 13 Kilometer langen Tunnel Feuer gefangen. Wegen der großen Hitze war es für die Feuerwehrleute zunächst schwierig, zum Unglücksort zu gelangen. Inzwischen ist der Brand nach Behördenangaben jedoch unter Kontrolle.
Insgesamt vier Fahrzeuge gingen nach Aussage der Feuerwehr in Flammen auf: neben dem mit Reifen beladenen Lkw ein mit Farbe beladener Lastwagen, ein Kleintransporter der französischen Tunnelgesellschaft und ein Pkw. Die Brandursache ist noch nicht bekannt.
:heul:
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#3
http://www.forum-sicherheitspolitik.org/show ... m=lastpage
Zitat: Cyprinide postete

Also soweit ich weiß ist in Frankreich die Gendarmerie Teil der Armee, ja! Ob die deshalb dem Verteidigungsministerium oder dem Innenministerium unterstehen? k.a.
.
http://www.kas.de/publikationen/2004/4564_dokument.html
Zitat:Frankreich besitzt zwei unabhängige Sicherheitsdienste: die Polizei und die Gendarmerie Nationale. Beide verfügen zwar über die gleichen Befugnisse, unterscheiden sich jedoch durch ihren geographischen Einsatzbereich und ihre Kompetenzen. Die Polizei ist für städtische, die Gendarmerie für ländliche Gebiete zuständig.
Der Link sollte alles erklären
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#4
von http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/25/ ... 65,00.html
Zitat:Erneut Unruhen in Pariser Vorstadt
14 Festnahmen nach Zusammenstößen mit der Polizei

Nach dem Tod von zwei Jugendlichen in einer überwiegend von Einwanderern bewohnten Pariser Vorstadt ist es dort zwei Nächte in Folge zu schweren Ausschreitungen gekommen. Mindestens 15 Polizisten und ein Journalist wurden bei den Unruhen in Clichy-sous-Bois verletzt, 14 Personen wurden festgenommen. [...]
heute-bericht zum thema: http://wstreaming.zdf.de/zdf/300/051029_paris_h19.asx (wiedergabeliste)

von http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 95,00.html
Zitat:Krawalle nach dem Tod zweier Jugendlicher
Bestimmte Bezirke der Pariser Vororte gelten seit langem als Hort der Gewalt. Nach dem Unfall-Tod von zwei Jugendlichen kam es in der Nacht zu neuen Straßenkämpfen gegen Polizeikräfte. [...]
Jugendbanden hätten mehr als 20 Autos in Brand gesteckt, Scheiben öffentlicher Gebäude eingeworfen und Bushaltestellen zerstört, hieß es nach Angaben der Polizei in Clichy-sous-Bois. In den Morgenstunden habe sich die Lage beruhigt, bislang habe es noch keine Festnahmen gegeben.
von http://www.rundschau-online.de/kr/KrCac ... 9082845263
Zitat:Nächtliche Krawalle in Pariser Vorort
Etwa 400 überwiegend junge Randalierer haben sich in der zweiten Nacht in Folge in dem Pariser Vorort Clichy-sous-Bois Straßenkämpfe mit der Polizei geliefert und Autos in Brand gesteckt. Auf ein Fahrzeug der Bereitschaftspolizei wurde während der Auseinandersetzungen in der Nacht zum Samstag geschossen, teilte ein Sprecher der Einsatzkräfte mit. Sieben Polizisten wurden leicht verletzt, insgesamt 14 junge Leute in Polizeigewahrsam genommen. Die Jugendbanden haben nach den Angaben unter anderem 29 Fahrzeuge angezündet, die Polizei antwortete auf die Angriffe mit Tränengas.
von http://www.faz.net/s/Rub77CAECAE94D7431 ... ntent.html
Zitat:Krawalle in Pariser Vorort: „Ein Bürgerkrieg ist im Gange”
Etwa 400 überwiegend junge Randalierer haben sich in der zweiten Nacht in Folge in dem Pariser Vorort Clichy-sous-Bois Straßenkämpfe mit der Polizei geliefert und Autos in Brand gesteckt. Auf ein Fahrzeug der Bereitschaftspolizei CRS wurde während der Auseinandersetzungen in der Nacht zum Samstag geschossen, teilte ein Sprecher der Einsatzkräfte mit.

Sieben Polizisten wurden leicht verletzt, insgesamt 14 junge Leute in Polizeigewahrsam genommen. Die Jugendbanden haben nach den Angaben unter anderem 29 Fahrzeuge angezündet, die Polizei antwortete auf die Angriffe mit Tränengas.

Beseitigung der Überreste
„In Clichy-sous-Bois ist ein Bürgerkrieg im Gange”, sagte Michel Thooris von der Polizeigewerkschaft CFTC.” Meine Kollegen haben weder die Ausrüstung noch die praktische oder theoretische Ausbildung für Straßenkämpfe.” Thooris forderte deshalb Unterstützung durch die Armee.

Bereits am Freitagabend sagte ein Polizeisprecher, die Lage sei sehr angespannt. Gruppen von Jugendlichen setzten Autos und Müllcontainer in Brand, die Polizei forderte eine zusätzliche Einheit der CRS zur Verstärkung an. Der Präfekt des Departements Seine-Saint-Denis, Jean-François Cordet, begab sich an den Ort der Unruhen, um den Einsatz persönlich zu überwachen.
bilder: http://cache.gettyimages.com/comp/56031 ... 61BB6606AD , http://cache.gettyimages.com/comp/56031 ... 61BB6606AD , http://cache.gettyimages.com/comp/56031 ... 61BB6606AD , http://cache.gettyimages.com/comp/56031 ... 61BB6606AD , http://cache.gettyimages.com/comp/56029 ... 61BB6606AD , http://cache.gettyimages.com/comp/56027 ... 61BB6606AD , http://cache.gettyimages.com/comp/56029 ... 61BB6606AD
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#5
von http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437 ... ntent.html
Zitat:Unruhen in Pariser Vorort
"Das ist Krieg", brüllt einer der vermummten Jugendlichen in das Mikrofon. Die Fernsehbilder zeigen Polizisten in dunklen Sicherheitsanzügen, mit Schutzschild und Gummiknüppeln im urbanen Nahkampf mit Steinewerfern. Autos brennen lichterloh, auch einige Müllcontainer stehen in Flammen. [...]
Auch eine Schule wurde in Brand gesetzt, eine Kinderkrippe teilweise zerstört sowie die Fenster der örtlichen Postfiliale eingeschlagen. Sicherheitskräfte hinderten die Jugendlichen in letzter Sekunde daran, das Rathaus zu stürmen. [...]

"Das ist hier nicht Beirut, die Stadt ist nicht voller Feuer und Blut", versuchte der sozialistische Bürgermeister von Clichy-sous-Bois, Claude Dilain, die Situation schönzureden. Er sagte, es gebe "gemeinhin keine Spannungen zwischen den Jugendlichen und der Polizei". Der Bürgermeister äußerte hingegen den Verdacht, die Ausschreitungen seien von "zugereisten Randalierern" angeheizt worden. [...]
der bürgermeister will der realität wohl nicht ins auge sehen Rolleyes
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#6
Sehr guter Hintergrundbericht:

Heiße Nächte in Paris

Zitat:Am Anfang schien es nur ein weiterer Krawall in einem Vorort von Paris zu sein. Doch inzwischen muss man wohl von einer „Stadtguerilla“ sprechen, die jede Nacht neue Viertel bedroht und zur Belastung für die Regierung geworden ist. Von Clichy-sous-Bois aus, nordöstlich der französischen Hauptstadt, rollt seit einer Woche eine Gewaltwelle heran, die inzwischen alle Départements der Pariser Umgebung erreicht hat. Schon acht Nächte in Folge stoßen Polizei und junge Randalierer großenteils afrikanischer und arabischer Herkunft aufeinander. Alleine in der Nacht zum Donnerstag brannten in Seine-Saint-Denis 177 Autos. Auf Feuerwehr und Sicherheitskräfte wurden Steine und Molotow-Cocktails geworfen, es fielen sogar Schüsse. Nach langem Schweigen mahnte Präsident Jacques Chirac am Mittwoch die erhitzten Gemüter zur Besonnenheit. In den Problemvierteln müsse „das Gesetz streng geachtet werden, allerdings im Geist des Dialogs und Respekts“, sagte er. Vergeblich.
http://www.zeit.de/online/2005/45/paris
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#7
http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437 ... ntent.html
Zitat:Paris
In Pariser Vorstädten brennt es die achte Nacht in Folge
...
Am Freitag haben sich die Ausschreitungen über die Hauptstadt hinaus ausgeweitet. In Dijon, Rouen und bei Marseille wurden Autos zerstört. In mehreren Pariser Vororten gab es in der achten Nacht in Folge Zusammenstöße zwischen Jugendlichen und der Polizei. „Alles, was wir jetzt noch brauchen, ist ein Toter. Dann entgleitet uns die Kontrolle völlig”, sagte der Bürgermeister des nordöstlich von Paris gelegenen Drancy, Jean-Christophe Lagarde.
...
Das sind ja schon bereits bürgerkriegsähnliche Zustände...
Vielleicht sollten wir unsere Lehren daraus ziehen und tunlichst darauf achten, dass unsere Gesellschaft nicht derart auseinanderdriftet.Rolleyes
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#8
Ja, aber wenn jemand wie König Ede davon spricht rasten die Grünen ja immer gleich aus...:misstrauisch:


Krawalle nun auch in Frankreichs Provinz
Zitat:Die Ausschreitungen von Jugendlichen haben sich über die Hauptstadt Paris hinaus ausgeweitet: Auch in Dijon, Rouen und bei Marseille wurden Autos zerstört. Brennpunkt bleibt jedoch die Hauptstadt, wo hunderte Busse und Autos ausbrannten und Gebäude in Flammen aufgingen.
hier der Link:
http://www.handelsblatt.com/pshb/fn/rel ... ovinz.html
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#9
Die Verhältnisse in Frankreich sind (noch) etwas schlimmer als in Deutschland.

Heute hab ich einen Auszug aus dem französischen Parlament im TV gesehen. Es herschte eine einstimmige Meinug das mit voller Härte gegen die Randalierer vorgegangen wird.

Wer hat den längeren Atem?
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#10
besitzt die französische polizei eigentlich keine gepanzerten räum- und wasserwerferfahrzeuge wie die länderpolizeien und die bundespolizei? ich hab nämlich noch keine gesehen ... :frag:

meines erachtens gibt es zunächst mal nur ein lösung, um die derzeitigen krawallen zu beenden, nämlich ein unbarmherziges durchgreifen durch die polizei / gendamerie. wenn das aber geschehen ist, müssen die ghettos aufgelöst werden und den jugendlichen eine bessere zukunft gegeben werden.

mbmn sollte zunächst eine ausgangssperre verhängt werden und die krawallmacher mit hilfe von lautsprecherwagen, flugzetteln u.ä. aufgefordert werden, alle waffen abzugeben. gleichzeitig sollte man versuchen, alle handy- und telefonverbindungen auf ein mindestmaß einzuschränken und die radios und fernseher auf einen einzigen kanal - auf dem dann die aufforderungen zur waffenabgabe u.ä. (= propagandakanal) - gesendet werden. nach dem die zur waffenabgabe gesetzte frist abgelaufen ist, sollte die polizei beginnen, die jeweiligen stadtviertel zu durchkämmen, jedes haus, jeder häuserblock und jede wohnung. jeder, bei dem waffen gefunden werden, wird abgeführt.

aber wenn das geschehen ist, müssen andere, soziale maßnahmen dafür sorgen, dass sich so etwas nicht wiederholen kann.

im grunde genommen handelt es sich meiner meinung nach dabei um nicht anderes als aufstandsbekämpfung - mit dem unterschied, dass der gegner sich im eigenen land befindet und weniger schwer bewaffnet ist ...
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#11
@ Hawkeye

Soll das dein Deeskalationsplan für eine afrikanische Diktatur sein oder warum schreibst du sowas??

Sinnlos eingesetzte Gewalt oder völlig sinnfreie Propaganda wird da sicher nicht viel nutzen, noch wäre dies politisch so oppurtun....
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#12
Zitat:Es herschte eine einstimmige Meinug das mit voller Härte gegen die Randalierer vorgegangen wird.
Härte ist sinnlos, wenn man den Gegner nicht zu fassen bekommt. Soweit ich weiß, sind in den letzten Tagen gerade die Verhaftungen drastisch zurückgegangen, weil die Jugendbanden gerade keine Konfrontation mit der Polizei suchen. So sehr ich Hawkeyes Vorschlag skeptisch betrachte, aber die Abschaltung nennenswerter Kommunikationswege, insbesondere des Mobilfunks, erscheint mir als sinnvoller Weg, die Lage einigermaßen zügig in den Griff zu bekommen und vor allem die Verantwortlichen, die keineswegs repräsentativ für die generelle Bevölkerung in den Vorstadtslums sind, einzukreisen und dingfest zu machen.
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#13
Ich bezweifel dass Handys so eine große Rolle bei den Unruhen spielen.
Das sind doch vor allem Jugendliche, die eh den ganzen Tag zusammen im Viertel abhängen. Die "Einsatzplanung" findet da eher zwischen Beton und Grafitti, als im Büro, Auto, oder vom Cafe aus statt.
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#14
Zitat:Ich bezweifel dass Handys so eine große Rolle bei den Unruhen spielen.
Das sind doch vor allem Jugendliche, die eh den ganzen Tag zusammen im Viertel abhängen. Die "Einsatzplanung" findet da eher zwischen Beton und Grafitti, als im Büro, Auto, oder vom Cafe aus statt.
Ich kann mich da nur auf Nachrichtenberichte beziehen (auf N-Tv), die davon gesprochen haben, dass sich lokal doch voneinander distanzierte Gruppierungen bei ihren Randalen koordiniert haben und sehr zeitnah auf das Vorrücken von Polizeieinheiten in den jeweils anderen Gebieten reagiert haben. Ich denke schon, dass Mobiltelefone da eine Rolle spielen.
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#15
Ok, um vor dem Eintreffen der Polizei zu warnen vielleicht. Also das klassische "Schmiere stehen".

Dennoch lassen sich Randale und die Plünderungen dadurch nicht stoppen.
Allenfalls eine direktere Konfrontation, auf frischer Tat am Tatort wäre möglich, weil die Randalierer dann evtl unvorbereitet wären. Naja...ob dass ein zentrales Mittel ist, um die Lage "zügig in den Griff" zu bekommen ? Vermutlich wird die Randale nur größer, weil sich jetzt noch mehr Leute "gedisst" fühlen.
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