Elektronische Kriegsführung und Cyberwarfare
#31
Bionische Kampfkatzen?
hat wohl im weitesten Sinn auch mit "Cyber" zu tun:
http://www.tagesschau.de/schlusslicht/k ... us100.html
Zitat:Millionen Megabytes für Miezen
Die Katze mit der Maus


147.456 Prozessoren, 144 Terabyte Hauptspeicher - die Eckdaten des elftgrößten Computers der Welt sind wahrhaft beeindruckend. Berechnungen von astronomischen Dimensionen, Bearbeitung gigantischer Datenmengen sind damit möglich - oder die Simulation einer Hauskatze.
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IBM-Wissenschaftler nutzen den Superrechner am kalifornischen Lawrence Livermore National Laboratory, um die Vorgänge im Gehirn eines Stubentigers zu simulieren.
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Miezen fürs Militär?

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Gefördert wird das Projekt übrigens mit einem zweistelligen Millionenbetrag vom US-Verteidigungsministerium, obwohl es wohl eher unwahrscheinlich ist, dass es zur Entwicklung einer neuen Generation bionischer Kampfkatzen führen wird.
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Stand: 21.11.2009 13:04 Uhr
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#32
Digitale Heere formieren sich im Cyberspace

http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/26/0...66,00.html

Zitat:Politisch motivierte Netzangriffe nehmen zu. Die Angreifer bleiben oftmals unerkannt. Auch cyberkriminelle Gruppen mischen sich in die Konflikte ein. Das werde von manchen Regierungen toleriert, zuweilen gar bewusst gesteuert, sagt eine US-Studie. (...)
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#33
Darüber sollte man sich auch Gedanken machen, abseits von F-22 und GBI...

Zitat:Cyberwar: Schlechte Chancen für die USA
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Der ehemalige Vize-Admiral und frühere Leiter der National Intelligence Michael McConnell ging sogar so weit zu behaupten, würden feindliche Mächte heute einen Cyberwar gegen die USA beginnen, würden die USA ihn verlieren. Das liege jedoch nicht daran, dass man weniger talentierte Leute oder schlechtere Technik besäße. Vielmehr sei man das verwundbarste Land, weil man das am besten vernetzte Land sei – und deshalb habe man auch am meisten zu verlieren.
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http://www.heise.de/security/meldung/Cy ... 38878.html
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#34
Da will wohl jemand mehr Geld.
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#35
Die Bedrohung ist nicht von der Hand zu weisen, zumal westlichen Inlandsgeheimdienste vor Industriespionage über das Internet warnen und auch das Pentagon oder das Kanzleramt Opfer von anscheinend chinesischen Angriffen wurden.
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#36
Zitat:USA

Pentagon erwägt Militärschlag bei Cyber-Attacke

Heftige Drohung aus Washington: Die USA wollen sich für den Fall einer virtuellen Attacke auf ihre Computernetzwerke eine militärische Reaktion vorbehalten. Die Gefahr durch Cyber-Angriffe nehme ständig zu, sagte ein hochrangiger Pentagon-Beamter.

Washington - Ist ein Hacker-Angriff ein kriegerischer Akt? Die USA wollen sich im Falle eines verheerenden Cyber-Angriffs auf ihre Computernetzwerke eine militärische Reaktion vorbehalten. In einem solchen Fall würden die USA "Erwiderungen in Betracht ziehen, die nicht auf den Cyber-Bereich begrenzt sind", sagte der hochrangige Pentagon-Beamte James Miller in Washington.
Link: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 39,00.html

Dachte, das passt vielleicht am besten hier hinein. Zumindest ein interessanter Artikel...

Schneemann.
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#37
Iran bestätigt massenhafte Computer-Infizierung

http://www.tagesschau.de/ausland/stuxnet106.html

Zitat:Nach iranischen Regierungsangaben sind Industrieanlagen im Land massiv mit dem mysteriösen Computer-Schädling "Stuxnet" infiziert worden.
(...)
"'Stuxnet' wird wohl als erste offensichtlich von einem Nationalstaat eingesetzte Cyberwaffe in die Geschichte eingehen", urteilte der IT-Experte Frank Rieger vom Chaos Computer Club in der "FAZ". (...)
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#38
Hm, mich würde interessieren, wer da hinter steckt. Ob es wieder die Chinesen sind? :?
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#39
Muss nicht sein. Stuxnet geistert schon ein paar Wochen herum und es war bekannt, dass er ausschließlich computerbasierte, industrielle Steuereinrichtungen befällt. Für Handybetriebssysteme gibts ja auch Viren.
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#40
Die Chinesen haben kein Interesse daran die iranische Atomindustrie anzugreifen.
Das waren entweder die Israelis oder die Amerikaner.
Ich tippe eher auf die Amerikaner, die können für soetwas mehr Ressourcen einsetzen und sollten am ehesten wissen wie man soetwas richtig aufzieht.
Wobei die Israelis sicherlich auch das nötige Know How haben und wahrscheinlich auch noch eher Kräfte vor Ort um abgeschirmte Netze gezielt anzugreifen.
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#41
Zitat:Die Chinesen haben kein Interesse daran die iranische Atomindustrie anzugreifen.
Das waren entweder die Israelis oder die Amerikaner.
Ich tippe eher auf die Amerikaner, die können für soetwas mehr Ressourcen einsetzen und sollten am ehesten wissen wie man soetwas richtig aufzieht.
Wobei die Israelis sicherlich auch das nötige Know How haben und wahrscheinlich auch noch eher Kräfte vor Ort um abgeschirmte Netze gezielt anzugreifen.


Ich tippe ganz auf die Israelis, die USA sind absolute Nieten ja Vollidioten wenn es um Geheimdienst Arbeit geht, die Israelis dagegen haben den besten Geheimdienst der Welt und die nötige Finesse und Intelligenz und keine Hemmungen davon Gebrauch zu machen. Die USA mögen zwar sehr viel mehr Mittel haben, aber dafür fehlt einfach Intelligenz und vor allem der Willen so etwas durchzuziehen, aber vielleicht irre ich mich auch und Afghanistan, Irak und Mr. Busch haben doch noch aus denn CIA etwas brauchbares gemacht. Big Grin


Wer es auch immer von denn bedien ist, man muss einfach nur sagen bravo, leider wird dies eben nicht reichen um Atom Iran zu verhindern, ja die Grenzen der Virtuellen Welt den Bomben halten doch besser. :wink:
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#42
wir haben hier => viewtopic.php?p=136880#136880 <= ja schon am 22. Sept. auf einen Bericht der FAZ vom gleichen Tag hingeweisen, der u.a. folgende bemerkenswerte Aussage hat:
Zitat: ...

Der extreme Aufwand, der von den Autoren von stuxnet getrieben wurde, schließt Hobbyhacker oder lumpige Cyber-Kriminelle aus. Die Entwicklung sowie der Ankauf der notwendigen Angriffskomponenten in dieser Qualität und Zuverlässigkeit verursachen Kosten im siebenstelligen Euro-Bereich.
...

Am Ziel angekommen, also auf einer passenden Siemens-Industrieanlage, stellen umfangreiche Überprüfungen sicher, dass wirklich nur die spezifische Anlage, auf die stuxnet zielt, manipuliert wird. Auf allen anderen Anlagen passiert - trotz heimlichen Festsetzens des Trojaners - nichts. Die Angreifer verfügten also über hochpräzise Informationen zum Aufbau der Anlage und der darin verwendeten Software. Ohne exakte Kenntnisse der Konstruktionsdetails und der Art des Zusammenwirkens der einzelnen S-7-Komponenten wäre ein Angriff dieser Präzision unmöglich. Angesichts dieses Aufwandes bleiben als Autoren nur Nationalstaaten übrig, die über entsprechende Ressourcen verfügen, um eine derart hochgezüchtete Cyber-Waffe zu entwickeln und zu testen - und zwar, bis sie nahezu nebenwirkungsfrei ist.
...

Aus Gesprächen mit Insidern aus verschiedenen europäischen Ländern ergibt sich aber eine Indizienkette. Sechzig Prozent der Infektionen mit stuxnet wurden in Iran verzeichnet. Der Trojaner war so programmiert, dass er eigentlich im Januar 2009 aufhören sollte, sich weiter zu verbreiten. Offenbar durch Computer, auf denen das Datum nicht korrekt gesetzt ist - ein durchaus häufiges Vorgehen, um das Auslaufen von zeitgebundenen Software-Lizenzen zu umgehen -, verbreitete er sich trotzdem immer weiter, bis er schließlich entdeckt wurde.

Ausgehend von Anfang 2009 als Aktionsdatum, ergibt sich eine faszinierende Kette von Indizien. Mitte Juli 2009 publizierte Wikileaks eine kryptische Notiz mit dem Hinweis eines Informanten aus Iran auf einen nuklearen Unfall in Natanz, der sich kurz zuvor ereignet haben soll. In Natanz wird ein Großteil des iranischen Urans mit Hilfe von Zentrifugen angereichert. Die BBC meldete zur gleichen Zeit, dass der Leiter der iranischen Atombehörde, Gholam Reza Aghazadeh, zurückgetreten sei. Schon damals gab es Spekulationen über ein Einwirken im Rahmen des klandestinen Antiproliferationsprogrammes, das westliche Geheimdienste seit Jahren gegen den Iran betreiben. Die Dienste versuchen durch allerlei Methoden, das iranische Atomprogramm zu behindern und zu verzögern. Statistiken, die aus Daten der Internationalen Atomenergiebehörde erstellt wurden, legen nahe, dass nach dem Frühjahr 2009 die Zahl der tatsächlich betriebenen Anreicherungszentrifugen in Iran deutlich abgenommen hat, trotz Installation von immer mehr Zentrifugen. Ereignisse im Frühjahr 2009 haben die Kapazität des iranischen Anreicherungsprogrammes offenbar nachhaltig beschränkt. War stuxnet womöglich der Auslöser?
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Einer der Gesprächspartner beschrieb Qualität und Aufwand der Erstellung des Trojaners mit den Worten: „So etwas bauen große Staaten zusammen, wenn die Alternative bei einem Misserfolg wäre, einen Krieg anzufangen.“ Mit den üblichen Mitteln der IT-Sicherheit ist eine Verteidigung gegen derartige Angriffsmethoden nicht möglich.
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damit ist sicher erst mal klarer woher der Trojaner kommt:
aus einem großen Staat (der sich möglicherweise der Unterstützung eines am Ort präsenten Geheimdienstes und oder eines "Überläufers" bediente ...

allerdings hat die FAZ auch auf etwas anderes hingeweisen - die Probelamtik eines "Gegenschlages":
Zitat:...
Dass die Manipulation solcher Steueranlagen zu katastrophaler Sabotage genutzt werden kann, wurde spätestens im März 2007 klar, als ein Team am Idaho National Laboratory in den Vereinigten Staaten mit Hilfe eines Computerangriffes einen Kraftwerks-Stromgenerator im eigenen Labor gezielt zerstörte. Ein Video dieses Versuchs wurde im September des gleichen Jahres publik und löste eine kleine Welle von Panik angesichts der Verwundbarkeit der Infrastrukturen im Westen aus.

...
Es lässt sich wohl kaum ausschließen, dass kritische Systeme nicht einmal mit einem potentiell infizierten USB-Stick - zum Beispiel mit einem Software-Update des Herstellers - in Berührung kommen. Die von den deutschen Energieversorgern dieser Tage vorgebrachten Beteuerungen, ihre Atomkraftwerke könnten auf keinen Fall durch einen Angriff in der Art von stuxnet manipuliert und mit möglicherweise katastrophalen Folgen konfrontiert werden, erscheinen angesichts der Qualität und Durchschlagskraft dieses Trojaners wie das Pfeifen im Walde. ...
- und darüber haben wir hier offenbar noch gar nicht nachgedacht, geschweige denn diskutiert!

Was, wenn ein Gegenschlag mi ähnlichen Mitteln - aber weniger präzise erfolgt, etwa weil die Computerabteilung eines Schwellenlandes nicht so gezielt eine Zielreduktion auf einzelne Länder vornehmen können ....
könnten wir dann auch unter einem weniger gezielten "Gegenschlag" leiden?
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#43
Zitat:Was, wenn ein Gegenschlag mi ähnlichen Mitteln - aber weniger präzise erfolgt, etwa weil die Computerabteilung eines Schwellenlandes nicht so gezielt eine Zielreduktion auf einzelne Länder vornehmen können ....
könnten wir dann auch unter einem weniger gezielten "Gegenschlag" leiden?



Weniger gezielt ? Der von dir gemeinte Schwellenland hätte auch gar kein Interesse an irgendeiner Präzision, also gehen wir einfach von totalen Digitalen Gegenschlag aus. Dies ist natürlich absolut realistisch aber wiederum wohl auch nichts neues den wer sagt den das Iran auch nicht vorher mit Digitalen Mitteln versucht hat allen seinen vielen Ungläubigen Feinden zu schaden.



Auf der anderen Seite braucht es aber wohl auch eines großen Know Hows um eine wahrlich effektive Digitale Waffe zu entwickeln und es braucht auch viel Geld und einen guten Geheimdienst. Kurz der Iran hat vielleicht einfach nicht die Mittel auf Digitalen Wege effektiv Rache zu üben, mahl billige Trojaner Angriffe ausgenommen.
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#44
So nun sind auch Deutsche Firmen betroffen, leider schade das man noch nicht die Nato auf Cyberwar ausgedehnt hat. Soll ja dann nach §5 der Bündnisfall eintreten. :lol:

Wär schon geil wenns dann rauskommen würde ... In Afg zieht die Nato wegen eines Angriffs von Terror ein.

Im Westen bejubelt die Nato die Kompetenz den Iran zu behindern.
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#45
http://www.ftd.de/it-medien/computer-te ... 78444.html
Zitat:09.10.2010, 08:00
Computerattacken
World Wide Web War

Mit immer dreisteren Methoden dringen Hacker in fremde Rechner ein. Jüngst waren davon Anlagen im Iran betroffen. Die Abwehr derlei Angriffe ist mittlerweile Teil des strategischen Konzepts der Nato. Auch Firmen haben die Gefahr längst erkannt - und heuern Cyberkrieger des Guten an.
...
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