Elektronische Kriegsführung und Cyberwarfare
#1
Die US Streitkräfte haben zum ersten mal zugegeben eine Einheit zu haben, welche allein für den Cyberwar, spricheine eigene Hackereinheit, aufgestellt wurde. Die Einheit wurde dem Stratcom direkt unterstellt.

Zitat:19. April 2005

GEHEIMPROJEKT

US-Militärs entwickeln Cyberwaffen

Kriegführung am Computer schien bislang mehr ein Wunschtraum als Realität. Aber in den USA wird mit großem Aufwand an der Entwicklung von Cyberwaffen geforscht. Eine spezielle Hacker-Einheit kümmert sich ausschließlich um den Krieg im Netz.

Die Einheit trägt den etwas sperrigen Namen Joint Functional Component Command for Network Warfare - kurz JFCCNW und ist direkt der Strategieabteilung Stratcom der US-Armee unterstellt. Offiziell ist die Existenz der IT-Kriegsabteilung erst seit einem Woche bekannt. Ein Stratcom-Mitarbeiter hatte bei einer Senatsanhörung von der JFCCNW berichtet.

Was deren Mitarbeiter genau treiben, ist streng geheim. Es gilt als wahrscheinlich, dass sie aus verschiedenen Abteilungen von CIA, NSA, FBI und den Militärgeheimdiensten rekrutiert wurden.
(...)
Kompletter Artikel: http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/ ... 84,00.html

Ich denke die Bundeswehr ist noch Jahre entfernt von der Aufstellung einer solchen Einheit. Ist wahrscheinlich auch die Frage ob dann eine eigene Einheit wie das JFCCNW unterhalten wird, oder ob es bei anderen Kommandos wie z.B. dem Amt für IT der BW unterstellt wird.


Gruß NoBrain
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#2
LOL

Das erste Mal habe ich schon im März 99 exakt davon und von dieser Einheit gelesen, und schon damals war das nicht so geheim daß man es nicht gewußt hätte.

Ein wirklich alter Link dazu, (die anderen aus der Zeit funktionieren alle nicht mehr):
http://www.soci.niu.edu/~crypt/other/harbor.htm

Das ganze ist schon seit 1986 heiß, da startete der erst komerzielle Satellit der gezielt zur Beobachtung konstruiert in der Lage war militärisch verwertbare Informationen zu liefern.

Wohin das führt hat Afghanistan wieder mal wunderbar gezeigt, die Amis behaupteten sie hätten Afgh Helis abgeschossen, eine Private Sat Firma sah sofort, dass das nicht der Fall war.

Daher kaufen die Amis im Krieg (also zur Zeit dauernd) mit großem Aufwand private Ergebnisse auf, davon leben schon ganze Branchen.

Dazu läuft ein gros der militärischen Kommunikation bereits über kommerzielle Satelliten, daß heißt, daß die Wahrscheinlichkeit gar nicht klein ist, daß selbst die VRC und die USA über denselben Satelliten geheime Daten versenden. Natürlich gieren beide (alle) Seiten danac die jeweils andere abzulauschen bzw aus dem System zu werfen.

Dann kommt demnächst Galileo und die Schlitzaugen und andere haben dann endlich auch hochpräzise Waffen, nur das die Amis bereits jetzt daran bauen, das System nach Belieben zu stören oder abzuschalten. usw usw

Es gab noch keinen wirklichen Einsatz solcher Waffen, aber alle Seiten halten bereits Programme dafür in Bereitschaft. Ein solcher Krieg würde wegen der Folgen ganz schnell heiß werden und die nukleare Eskalation hält Staaten davon ab.

Ein enormes Risiko für den Einsatz solcher Kriegsführung bietet nun der Konflikt zwischen Taiwan und der VRC, der Einsatz solcher Mittel als Primäre Waffen in einem Krieg der beiden Mächte (der nicht erklärt sein muß !!) ist außerordentlich hoch.

Deutschland ist dabei totales Entwicklungsland, da geht es ja auch um die Manipulation und Informatonskriegsführung, bei uns können selbst Script Kiddies ganz problemlos sensbile Daten über Wireless Netze manipulieren, Löschen oder Einsehen, ist schon Volkssport möchte man sagen und selbst wirklich senbsible Bereich sind bei uns immer wieder völlig ungenügend geschützt.

Darüber hinaus finanzieren sich Terroristen über die Börse, indem sie erfolgreich Leerverkäufe durchführen, die nur aufgehen weil sie von Anschlägen wissen die Stattfinden, auf die Weise wurden auch am 11.9. von Insidern dreistellige Millionenbeträge aus den Börsen abgeschöpft. Und was die können, könnten Staaten schon lange, der Finanzkrieg gegen die USA wird von der VRC meiner Meinung nach schon lange und gründlich vorbereitet, wenn man sieht wie es sich in den letzten 4 jahren mit der Verschuldung der USA bei der VRC und dem Geldzufluß aus der VRC in die USA aussieht.

Usw usw, muß pennen gehen, sonst würde ich immer weiter schreiben....
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#3
@ NoBrain Ih würde ehe sagen das wird dann teil des Kommando Strategische Aufklärung.

Wobei ich eh der Meinung bin, man sollte BND, MAD, ZANBw und einige andere Dienstposten der Bw fusionieren, vor allem im SIGNINT Bereich, um die Kräfte zu bündeln.
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#4
wie gesagt gibt’s das als Einheit schon seit 99 oder davor (seit 99 halt bekannt)
hier is noch son aufgeblähter Artikel:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19914/1.html
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#5
Zitat:10. Mai 2005

Teenager spielte monatelang Cyber-Terrorist

Zunächst sah es im vergangenen Jahr so aus, als handele es sich nur um einen Einbruch beim Unternehmen Cisco, einem der größten Netzwerkspezialisten weltweit. Kurze Zeit später stellten die Ermittler in den USA fest, dass ein Hacker über das Internet in weitere Computer einbrach - bei der US-Armee, bei der Nasa und mehreren US-Universitäten.

Monatelang waren die Behörden machtlos, konnten lediglich an einigen Stellen mitverfolgen, wie immer wieder Rechner gehackt wurden, die eigentlich sicher sein sollten. Die Ermittler wussten lediglich, dass der Hacker irgendwo in Europa sitzt.
(...)
Kompletter Artikel: http://www.n24.de/wirtschaft/multimedia ... 0521900002
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#6
Ich halte derartige Meldungen für übertrieben dagestellt und reihnen Populismuss. Die Reporter scheinen sich gerne "Cyber-Terroristen" einzubilden, die es so nicht gibt bzw. nicht geben kann.

Naja über irgendwas müssen sie ja berrichten Wink
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#7
Zitat:26. Mai 2005

MANÖVER

CIA simuliert Terrorangriff aufs Internet

Seit Jahren warnen Geheimdienstler und Sicherheitspolitiker vor der wachsenden Gefahr des "Cyber-Terrorismus". Der CIA war das virtuelle Bedrohungsszenario nun die dreitägige Übung "Silent Horizon" wert. Experten können den Sinn darin nur schwer entdecken.

Der US-Geheimdienst CIA simuliert derzeit in einem Manöver einen groß angelegten elektronischen Terrorangriff auf die Vereinigten Staaten. Bei der dreitägigen Übung "Silent Horizon" sollen die Fähigkeiten von Staat und Wirtschaft auf den Prüfstand gestellt werden, auf immer stärker werdende Störungen des Internets zu reagieren, wie aus Teilnehmerkreisen verlautete. Einzelheiten zu dem Manöver, das am heutigen Donnerstag zu Ende gehen soll, drangen kaum an die Öffentlichkeit.

Veranstalter des Manöver ist das Information Operations Center der CIA, teilnehmen sollen rund 75 Geheimdienstler, aktuelle und ehemalige Beamte aus verschiedenen Behörden.
(...)
Kompletter Artikel: http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/ ... 40,00.html
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#8
Zitat:27. Mai 2005
OFFIZIELLER BERICHT

US-Heimatschutz versagt im Netz

Das US-Heimatschutzministerium, das für die Abwehr terroristischer Angriffe zuständig ist, schützt das Land nicht ausreichend vor Bedrohungen aus dem Internet. Der Untersuchungsbericht einer Regierungsbehörde bescheinigt dem Ministerium fast vollständiges Versagen bei dieser Aufgabe.


Das Department of Homeland Security (DHS) ist ein Monstrum. Mit 180.000 Beamten soll die Behörde nach dem Willen von Präsident George W. Bush das Land vor Bedrohungen wie den Attacken vom 11. September 2001 schützen. Das Ministerium entstand aus 22 verschiedenen Bundesbehörden, die am 1. März 2003 in der größten staatlichen Neuorganisation der USA seit 50 Jahren zum DHS verschmolzen wurden, um künftige Terrorakte zu verhindern. Ein wichtiges Ziel dabei: die Abwehr von Cyberterrorismus, also der Schutz der Informations- und Datennetze der USA.
(...)
Ganzer Artikel: http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/ ... 58,00.html
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#9
Zitat:Ich halte derartige Meldungen für übertrieben dagestellt und reihnen Populismuss. Die Reporter scheinen sich gerne "Cyber-Terroristen" einzubilden, die es so nicht gibt bzw. nicht geben kann.
Das Gegenteil ist der Fall. Es stellt sich sogar die Frage ob es nicht längst solchen Terrorismus gibt.

Die Schäden durch feindliche Programme usw belaufen sich schon jetzt volkswirtschaftlich auf Milliardenbeträge wenn man alles addiert.

Die Mehrheit aller Attacken werden zur Zeit noch von Kriminellen ausgeführt, die vor allem aus Russland usw versuchen auf die Weise viel Geld zu machen.

Aber es ist nur eine Frage der Zeit bis das koordinierter auch von anderen Gruppen eingesetzt werden wird, daran besteht überhaupt kein Zweifel.

Wobei organisierte Kriminalität die da jetzt vorherscht und Terrorismus ja auch sonst überall Hand in Hand gehen, so wird das auch hier geschehen bzw geschieht im Moment, in diesem Augenblick.
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#10
Zitat:Quintus Fabius postete
Wobei organisierte Kriminalität die da jetzt vorherscht und Terrorismus ja auch sonst überall Hand in Hand gehen, so wird das auch hier geschehen bzw geschieht im Moment, in diesem Augenblick.
Hm, der Kardinalfehler liegt, meiner Meinung nach, in der Unterstellung einer Art von Organisationsform die, einer militärischen oder zumindest terroristischen, in klassischer Weise ähnelt. Diese Organisationsformen und damit auch deren Kommunikationswege gibt es nicht und können dementsprechend auch nicht durch eine solche Einheit Cyberwarfare bekämpft werden.

Es gibt sicher einzelne, meist kriminelle Gruppen, die aus mehreren Personen bestehen, die zur Erreichung eines, meist eines kriminellen, Zieles zusammenarbeiten. Ich denke dabei an die Phishing-Aktionen (Abfangen von Zugangsdaten für homebanking) oder die koordinierten Angriffe auf Taiwanesische Regierungsserver. In diesen Fällen gibt es tatsächlich mehrere reale Personen die kooperieren. Diese Gruppen lassen sich auf konvetionelle Weise bekämpfen, nachdem eine Cybereinheit eines oder mehrere ihrer Mitglieder identifizieren konnte (Verhaftung, Verhöre etc., z.B. des Kontaktmannes beim Phishing, der sein Konto zur Verfügung stellt).

Ich gebe aber Quintus recht, dass die Masse der "Angreifer" nicht auf diese Weise zu fassen sind. Und es sind diese Angreifer die den grossen Teil des Gesamtschadens verursachen. Deren Angriffe unterscheiden sich in Art und Weise stark, sie kommunizieren nicht miteinander und eine Kommunikationsstruktur, in die man einbrechen könnte, existiert meist nicht.
Denn: die Bandbreitenfresser z.B. sind meist Kids, die Virenprogrammierer sind gelangweilte Studenten... Mehr als ein paar medienwirksame Exempel zu statuieren ist in solchen Fällen nicht möglich.

Gallileo gegen die Chinesen zu schützen dürfte möglich sein, zumindest in so weit, als ein real-time Zugriff aus Gebieten mit chinesischem Militär einfach abgestellt oder verlangsamt wird. Das Verlangsamen der Übertragung oder eine zufällige Rotation der Übertragungsgeschwindigkeit im Ernstfall, dürfte ausreichen um die Nutzung für Präzisionswaffen unmöglich zu machen, und dennoch die zivile Nutzung kaum beeinflussen.
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#11
Zitat:Gallileo gegen die Chinesen zu schützen dürfte möglich sein, zumindest in so weit, als ein real-time Zugriff aus Gebieten mit chinesischem Militär einfach abgestellt oder verlangsamt wird
Wird wohl nicht nötig sein, die Chinesen sind an Galileo beteiligt, 500 Mio€ glaube ich.
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#12
Zitat:Wird wohl nicht nötig sein, die Chinesen sind an Galileo beteiligt, 500 Mio€ glaube ich
Nicht nötig oder nicht möglich? Nötig wäre es sogar ganz besonders, wenn China daran beteiligt ist. Ansonsten würde Galileo einer unerfreulichen Zukunft entgegensteuern, sofern die PLA es in einem Taiwan-Szenario etwa gegen US-Streitkräfte einsetzt. Die US-Position in diesem Fall ist bekannt.
Also müsste man die chinesische Beteiligung an Galileo auf den zivilen Bereich festschreiben und für den Fall von militärischen Auseinandersetzungen Chinas mit westlichen Staaten (sprich, den USA) vertragliche Limitierungen festschreiben, die es ermöglichen, der PLA Fähigkeiten von Galileo zu entziehen. Ob das realistisch ist, ist eine andere Frage, ich schätze mal, darauf würden sich schon die Chinesen kaum einlassen...
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#13
Die US Position ist vollkommen bekannt. Die USA nehmen sich das Recht das Galileosignal zu stören, sollten sie dies als nötig empfinden was im übrigen auch auf GPS zutrifft, das ebenfalls beim chinesischen Militär im Einsatz ist. Wenn ich mich aber nicht zu sehr täusche, basteln die Chinesen an ihrem eigenen System, welches zumindest eine lokale Abdeckung ermöglicht.
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#14
Zitat:Die US Position ist vollkommen bekannt. Die USA nehmen sich das Recht das Galileosignal zu stören, sollten sie dies als nötig empfinden was im übrigen auch auf GPS zutrifft, das ebenfalls beim chinesischen Militär im Einsatz ist.
Kann man ihnen auch nicht vorwerfen. Abgesehen davon, dass der bisherige zivile Einsatz von GPS durch Militäraktionen und die damit verbundene verstärkte militärische Nutzung nach meinem Wissen/Erfahrung nicht spürbar beeinträchtigt worden ist, würde ich es ihnen auch nicht vorwerfen, wenn sie gegen Galileo vorgehen müssten, sollten die Chinesen auf die Idee kommen, das gegen US-Truppen einzusetzen, etwa in Taiwan (verdammt, ist das wirklich alles ein Satz? Big Grin).
Daher auch die von mir angemerkte Notwendigkeit, solche Szenarien bei der Verwirklichung von Galileo sowohl rechtlich als auch technisch abzudecken, gerade wegen chinesischer Beteiligung. Dann lieber auf 500 Mio. verzichten, als sich in eine unhaltbare Position zu begeben, zumal bei Galileo sowieso immer wegen Überfinanzierung geklagt wurde...
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#15
Zitat:Turin postete Dann lieber auf 500 Mio. verzichten, als sich in eine unhaltbare Position zu begeben, zumal bei Galileo sowieso immer wegen Überfinanzierung geklagt wurde...
Kein Problem: meine Kontonummer lautet: ......
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