Berliner Dreier-gipfel, Blair sagt ja zu Eu Armee
#1
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 71,00.html
Zitat:BERLINER DREIER-GIPFEL

Blair sagt Ja zur EU-Armee

Tony Blair sorgte beim Berliner Gipfel mit Kanzler Schröder und Frankreichs Präsident Chirac für eine Überraschung: Der Briten-Premier befürwortete den Aufbau europäischer Verteidigungsstrukturen außerhalb der Nato. Die US-Regierung wird das nicht gern hören.
Vielleicht wird es doch noch was mit einer wirklich gemeinsamen Verteidigungs- und Außenpolitik. Ich halte das für eine gute Nachricht. Gemeinsam könnte die EU ein bedeutender "global player" werden und nicht bloss Mittelmächte, die die Länder einzeln darstellen.
Das geht meiner Meinung nach nicht gegen die USA, sondern mit und neben den USA.
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#2
Glaubst du ein neben den USA wird der US Regierung gefallen? Das glaub ich nicht.
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#3
Die Amerikaner werden schon lernen damit zu leben. Bin aber wirklich gespannt ob das klappen wird mit der gemeinsamen Aussen - und Sicherheitspolitik.
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#4
Hoffentlich wird das nie Realität!:baeh:
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#5
Och doch. Ich bin dafür, daß es so wird.
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#6
Ich bin auch dafür, daß es Realität wird. Bin zwar skeptisch, daß es klappt, aber ich bin Optimist, die Europäer werden irgendwann erkennen, wie stark sie gemeinsam sind. Europa ist wirtschaftlich ein Riese, politisch ein Zwerg und militärisch ein Wurm. Gemeinsam würde sich das ändern.
Amerikanische Regierungen haben diesen Trend jahrzehntelang gefordert und gefördert. Schon Kissinger hat sich beschwert, daß Europa keine gemeinsame Telefonnummer habe. Und die USA werden es sicherlich begrüssen einen starken Verbündeten im 21.Jahrhundert an ihrer Seite zu haben. Es warten genug Herausforderungen auf die Weltmacht USA, die Herausforderung durch China, ein aufstrebendes Indien, Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und natürlich der Terror.

@Rob
Was ist die Alternative, GB als unwichtiger Vasallenstaat der USA? Das 19.Jahrhundert ist vorbei, GB ist alleine nicht mehr als eine Mittelmacht.
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#7
Ja und?vasallenstaat muss man nicht sein.Mittelmacht ist besser als in einem korrupten Riesenstaat unterzugehen,in der EU wird doch auf Tradition und Monarchy und Werte Großbritannien geschißen!Am Ende schaffen es Frankreich und Deutschland eh irgendwie wieder die oberhand zubehalten,obwohl sie in ihren eigenen Ländern momentan nur Müll fabrizieren!
Und deswegen:Nächste Westminsterwahl:Torys win it.:juhu:
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#8
Haha, Rob, die Torys eine Wahl gewinnen... Das glaubst du doch selber nicht, bei einer kürzlichen Nachwahl gewann eine Liberaldemokratin. Selbst bei der momentanen Schwäche Blairs gelingt es den Torys nicht Punkte zu machen.

Zitat:Mittelmacht ist besser als in einem korrupten Riesenstaat unterzugehen,in der EU wird doch auf Tradition und Monarchy und Werte Großbritannien geschißen
Differenzierte Argumentation. Die EU mag Fehler haben, aber korrupt, jaja nicht mehr und nicht weniger als nationale Autoritäten auch. Und ich habe noch nichts davon gehört, daß die Monarchie von der EU abgeschafft werden soll. Die Monarchie soll in Großbritannien nicht uneingeschränkt beliebt sein, es wird immer mal wieder angedacht, sie abzuschaffen.

Apropos Müll von D und F, Blair hat da auch ein bißchen von produziert, ich denke an die Eisenbahnen, das Gesundheitssystem und ein paar bestimmte Dossiers.

GB würde es schlechter gehen, wenn sie die gemeinsame EU Politik nicht unterstützten, als wenn sie dies täten.

Was hat GB denn für Werte, die die EU nicht teilt? Von manchen Traditionen kann man sich durchaus verabschieden.


EDIT:
http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/318/18300/
Zitat:(...)Wirklich bemerkenswert ist aber – drittens – seine neue Milde gegenüber der deutsch-französischen Verteidigungs-Initiative. Hier geht Blair auf die Partner zu und auf Distanz zu den skeptischen Amerikanern. Schröder und Chirac sollten dieses Entgegenkommen honorieren – und bei der weiteren Gestaltung auf abermalige Provokationen verzichten
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#9
Diese Zwischenwahl war im Londoner-Osten zu deiner Information und da können die Torys auch nicht gewinnen.Das Kernland der Tories wo sich im Übrigen auch die nationalen Wahlen meistens entscheiden sind im Süden außer London und das ländliche England.
Nicht mehr und nicht weniger?Das Ich nicht lache.Was war zum Beispiel mit der Eurostat-Affäre,mir fällt in letzter Zeit kein GB-Korruptionsfall ein.
Zitat:Apropos Müll von D und F, Blair hat da auch ein bißchen von produziert, ich denke an die Eisenbahnen, das Gesundheitssystem und ein paar bestimmte Dossiers.
Die schlechten Politiken GBs sind nur auf GB bezogen,was kümmert es einen Deutschen wenn in GB das NHS schlecht ist?Die Eisenbahnprivatisierung war natürlich ein Fehler,aber wieder UK only.
Aber D und F verstoßen dauernd gegen EU-Richtlinien(vor allem F) und es ist ihnen wurscht,weil F weiß dass die EU sich nicht traut was dagegen zusagen.Wo bleiben die Strafen für D und F wegen Überschreitung der Stabilitätskriterien?
http://www.mori.com/polls/trends/monarc ... blic.shtml
Es gab wirklich schon schlimmere Zeiten für die Monarchy!
In ganz wenigen wichtigen Themen gibt es eine Mehrheit von 74 %!
Demokratische Werte hat die EU nur wenige!
Schauen wir doch mal die EU an:
Spanien und Portugal waren vor kurzem( bis in die1980er!) faschistische Diktaturen;D und Italien noch vor 58 Jahren.Die Franzosen wählen gerne mal einen Rechtsradikalen fast zum President;Pim Fortuyn und DVU in NL bzw. in D bekommen bis zu 20%(in D DVU bei einer Landtagswahl vor ein paar Jahren.) usw........
Okay zugegeben es gibt die BNP in GB aber die verfügt nur über ein paar Stadräte und kommt bei größeren Wahlen nicht über 1-3 %.
Keep the Monarchy!
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#10
Folgende Fragen kommen mir bei dem Thema auf:

- Ist eine EU-Armee wirklich handlungsfähig?
- Vetreten wir wirklich alle die gleichen Interessen?
- Wird es eine Armee die alle Länder mit ganzen Herzen fördern wollen?

Es tut mir leid, aber irgendwie muss ich alle Fragen mit "Nein" beantworten...
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#11
@Rob
Ein britischer Korruptionsskandal:
http://www.wsws.org/de/1999/jan1999/blai-j22.shtml
Rest der Argumentation kommt morgen.
Spanien ist seit 1978 demokratisch: http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Spaniens
Portugal seit 1975:
http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/l ... and_id=137

Nicht die 80er, sondern die 70er.
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#12
@Bastian

Dabei hast Du den eigentlichen Artikel fast übersehen
http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/317/18299/

Zitat:Blair für eigene Militärstrukturen der EU
.....„Wenn Europa seine militärischen Fähigkeiten verbessert, stärkt das auch die Nato, die für unsere gemeinsame Sicherheit unerlässlich bleibt.“ ....
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#13
Zitat:Demokratische Werte hat die EU nur wenige!
Schauen wir doch mal die EU an:
Spanien und Portugal waren vor kurzem( bis in die1980er!) faschistische Diktaturen;D und Italien noch vor 58 Jahren.Die Franzosen wählen gerne mal einen Rechtsradikalen fast zum President;Pim Fortuyn und DVU in NL bzw. in D bekommen bis zu 20%(in D DVU bei einer Landtagswahl vor ein paar Jahren.) usw
Deswegen soll die EU nicht demokratisch sein... In D zeigt sich die wahre Bedeutung rechter Parteien regelmäßig bei den Bundestagswahlen, in den LAndtagen haben sich die Parteien bis zur nächsten Wahl selbst zerlegt. In den Niederlanden erlebt die Liste PM gerade einen unglaublichen Niedergang und in Frankreich hat Le Pen im zweiten Wahlgang gerade mal die Stimmenzahl des Erstwahlgangs halten und Chirac wurde mit fast 80% zum Präsidenten gewählt, wirklich Le Pen ist nur knapp gescheitert.
Ebenso gut könnte ich mit der britischen Geschichte argumentieren: http://www.netzeitung.de/entertainment/ ... 77664.html Britische Soldaten haben vor 30 Jahren Demonstranten erschossen! Um Gottes willen, GB hat keine demokratische Tradition, sondern ist ein repressives Militärregime. .:bonk:
Der Nordirlandkonflikt ist auch sonst kein Ruhmesblatt für einen demokratischen Staat. Wenn ich in der Geschichte GBs wühle fallen mir noch einige "Ruhmestaten" mehr ein. Deswegen verneine ich aber nicht die demokratische Tradition GB. Du tust gerade so, als ob GB die einzige Demokratie Europas sei.
Und die Monarchie wird GB von der EU sicherlich nicht abgenommen. Warum auch? Was soll das für einen Vorteil haben?

Die EU hat momentan ein Demokratiedefizit, aber mir geht es nicht um das Hier und Jetzt, sondern um eine Vision für die Zukunft. Und da halte ich ein geeintes Europa für erstrebenswert und unabdingbar!

@Starfighter
Zitat:Ist eine EU-Armee wirklich handlungsfähig?
- Vetreten wir wirklich alle die gleichen Interessen?
- Wird es eine Armee die alle Länder mit ganzen Herzen fördern wollen
Jetzt ist die Antwort noch nein. Aber in 10 Jahren vielleicht nicht mehr.
Vor 16Jahren war die Wiederveinigung ein Hirngespinst, vor 3Jahren deutsche Soldaten in Afghanistan. Heute alles Realität. Warum nicht eine EU Armee in 5-10 Jahren.
@Erich
Habe ihn nicht übersehen, sondern bloß vergessen zu zitieren. In der Zeitung habe ich ihn gelesen
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#14
Ich hoffe doch sehr auf ein starkes, geeintes und unabhängiges Europa auf dem Weg zur Multipolaren und friedlichen Welt. Die unipolare Weltordnung der Pax Americana ist nichts als ein blutiger und diktatorischer Untergang der Menschlichkeit.
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#15
@Bastian:Es ist schlimm genug das DVU und Konsorten manchmal,wie die Laune der Wähler ist,in den Landtag kommen.20% hat Le Pen in Frankreich bei der ersten und bei der zweiten Wahl gekriegt,es ist natürlich klar dass er zum Glück keine Chance hatte,weil die Demokraten Frankreichs zusammenhielten,aber alleine das so jemand die Stimme von jedem 5. Franzosen gekriegt hat ist schlimm genug!
http://www.mahk.com/sc4952.htm
Zur IRA:
Du hast natürlich Recht Britische Truppen sind die Bösen,weil sie ein paar Leute am "Bloody Sunday" erschossen und die IRA sind die Freiheitshelden.Denk nur weiter so.(Seltsam bei diesen IRA-Diskussionen ist dass niemand sagt wer die Mörder von Frauen und Kinder sind und wer,zugegeben nicht immer erfolgreich,versucht Zivilisten zuschützen. Ich sage übrigens nicht dass GB die einzige Demokratie ist in Europa,sondern Ich wollte unterstreichen dass GB eine viellängere demokratische Tradition hat.
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