Bw Infanterie Ausrüstung
#31
Eine Frage: Seit wann wurden denn Splitterschutzwesten und der gleichen in der Truppe ausgegeben? Seit Somalia oder auch schon seit den Achtzigern? Danke im Voraus.
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#32
Hallo
ihr ein Artikel zu G36:

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 30,00.html
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#33
HK ist im Endeffekt zu EADS der Infanterie geworden. Beispielsweise sei hier auch die Ausschreibung für ein neues MG genannt, die im Endeffekt so gestaltet wurde, dass nur das HK 121 die Ausschreibung gewinnen konnte.

Wie weit der Einfluss von Rüstungsfirmen selbst auf das Personalwesen des Staates reicht, zeigt folgender Artikel:

http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... nsatz.html

Zitat:KSK 14 Monate ohne Scharfschützengewehr im Einsatz

Die Bundeswehr-Eliteeinheit konnte offenbar monatelang ein Scharfschützengewehr wegen Mängeln nicht nutzen. Ein Beamter machte die Probleme öffentlich und wurde daraufhin in eine Bücherei versetzt.

Die Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr hat in der Vergangenheit aus dem Afghanistan-Einsatz erhebliche Probleme mit dem Scharfschützengewehr G27 gemeldet.

Aktenkundig sind nach Informationen von "Bild am Sonntag" "Mängel am Haltebolzen der Abzugsgruppe" und beim "Hülsenauswurf". Beide Probleme können Experten zufolge dazu führen, dass mit der Waffe im Ernstfall nicht geschossen werden kann.

Das Verteidigungsministerium bestätigte gegenüber "Bild am Sonntag" die Beschwerde aus der Eliteeinheit vom 16. März 2011, stufte sie aber als "einfach zu beheben" ein. Es dauerte jedoch 14 Monate, bis die Waffen voll einsatzfähig waren. Erst am 14. Mai 2012 erhielt das Scharfschützengewehr eine neue "Genehmigung zur Nutzung".

Kritischer Beamter wurde versetzt

Der für das G27 zuständige Beamte des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw), der Fertigungsfehler der Waffe kritisiert hatte, wurde gegen seinen Willen versetzt. Er muss seit 2012 in der Bücherei der Behörde arbeiten.

Gegen die von ihm als Strafversetzung empfundene Verwendung in die Bücherei klagte der Beamte erfolgreich vor dem Verwaltungsgericht Koblenz. Unwidersprochen blieb vor Gericht die Aussage des Teamleiters des Beamten, er dürfe das Vorhaben "Scharfschützengewehr kurze Reichweite" auf Wunsch des Geschäftsführers von Heckler & Koch nicht mehr weiter bearbeiten (Az. 2K 964/12.KO).

Auch wenn vieles von HK sehr gut ist, geht der Einfluss von HK auf die Bundeswehr inzwischen viel zu weit.
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#34
Und täglich grüßt das Murmeltier....

Mal wieder frisch Aufgewärmtes. Inklusive der üblichen SPON-Kommentaren drunter. Ochje.

Zitat:Rüstungsskandal: Bundeswehr sieht "erhebliche Mängel" beim Sturmgewehr G36

Das Urteil ist deutlich: Nach SPIEGEL-Informationen attestiert die Bundeswehr dem Sturmgewehr G36 "erhebliche Mängel". Ärger macht auch Pistolenmunition. Das Ministerium von Thomas de Maizière hat Hinweise darauf offenbar nicht ernst genommen.

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 22280.html
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#35
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 22280.html

Zitat:Als Grund hat der Abschlussbericht die aus Kunststoff hergestellten Teile der Waffe identifiziert, die bereits bei 23 Grad Celsius an Steifigkeit verliere. Liege die Waffe in der Sonne, verlagere sich dadurch der Treffpunkt des Gewehrs.

Das ist allerdings neu: habe ich noch nie gehört und war bei mir nie der Fall und auch sonst bei keinem den ich kenne. Die Waffe hat ja schon bei einem einzigen Schuß mehr als 23 Grad.

Wobei die Stellungnahmen von HK zu dem Thema ja auch leicht prall sind:

http://www.heckler-koch.com/de/militaer ... rifle.html

Zitat:Diese TL enthält kein Abnahme-/Prüfkriterium, welches eine spezifizierte Treffleistung in heißgeschossenem Zustand vorsieht, so dass das Gewehr G36 auch insofern vertragsgemäß geliefert wurde und kein Mangel im Rechtssinne vorliegt. Die Aufstellung oder Verbreitung der Behauptung, dass das Gewehr G36 hinsichtlich der Treffleistung einen „Mangel“ aufweise ist folglich rechtswidrig und wird durch die Heckler & Koch GmbH zivil- und strafrechtlich vorbehaltlos verfolgt werden.

Ist das nicht nett? Jeder der behauptet, dass das G36 einen Mangel hat wird strafrechtlich verfolgt, WEIL (trommelwirbel) das Gewehr keinen Mangel im Rechtssinne hat, WEIL (tatarataaa) im Vertrag der BW mit HK keine Abnahm-und Prüfkriterien für das Schießen im heißgeschossenen Zustand vorgesehen sind .....

Zitat:Darüber hinaus ist es nach Kenntnis der Heckler & Koch GmbH inzwischen gängige Einsatzpraxis der Bundeswehr, Waffen in Kaliber 5.56mm NATO (wie das G36) bis maximal 300m Kampfentfernung einzusetzen. Es ist somit gleich in mehrfacher Hinsicht sachlich vollkommen verfehlt, die Treffleistung des G36 auf Entfernungen über 300m zu thematisieren.

Hmmm, die Schweizer schießen mit dem Sturmgewehr90 bis auf 800 m, mit der 5,56mm ....

HK sollte daher der Bundeswehr und allen anderen befehlen, die maximale Kampfentfernung auf unter 300 m festzulegen. Insbesondere die Taliban sollten von HK dahingehend angewiesen werden, sich nicht mehr als 300 m von uns zu entfernen.....

Anbei: mit einem richtig heißgeschossenen G36 trifft man oft auch schon auf 200 m nix mehr. Aber die Lösung ist so einfach: die Kampfentfernung wird halt einfach von HK auf maximal 200 m für alle Kombattanten festgelegt.

Zitat:Vielmehr muss Heckler & Koch aufgrund verschiedener Indizien davon ausgehen, dass derartige Informationen in schriftlicher und/oder mündlicher Form rechtswidrig und zumindest unvollständig von Einzelpersonen aus dem Bereich der Bundeswehr an die Medien weitergegeben wurden.

Jawoll, total rechtswidrig. Wer was schlechtes gegen HK sagt ist rechtswidrig und wird verklagt ! So erlangt man seinen guten Ruf zurück, so erhält man sich das Vertrauen in die Produkte....
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#36
Realsatire? Es ist echt unglaublich was sich manche Firmen herausnehmen können.
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#37
Sitzen in der BW nicht die gleichen Dickköpfe? Gehören sicherlich zwei dazu.... oder mit der Politik auch drei?
Sofern es wirklich alles so eklatante Mängel sind, wie sie beschrieben werden. In unserem Lande fällt es manchmal schwer zu unterscheiden, da das "Bundeswehrbashing" mittlerweile für einige Leute zum guten Ton gehört.

Der Umgang mit dem Thema zeigt aber, wie inkompetent und unreif die Beteiligten sind.
Viel zu reaktionslahm. Das Thema ist ja nicht neu und wurde schon einmal durch die Presse gejagt. Anstatt das Thema endlich zu "erledigen".
Und alle zu verklagen, die sich negativ äußern ist sicher nicht gut für die PR.

Frage an die Beteiligten: Wurde seit Bekanntsein schon nachgebessert?
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#38
Bei bestimmten Einheiten hat HK schon nachgebessert bzw. bessert zur Zeit noch nach (thermostabile Gehäuse usw)

Im Rahmen der nächsten Kampfwertsteigerung werden solche Nachbesserungen dann sicher auch für die meisten anderen G36 kommen.

Das "Problem" an sich sehe ich beispielsweise gar nicht so problematisch, aber der Umgang von HK damit ist hochnotpeinlich und HK hat damit eine Menge Vertrauen dass ich in diese Firma hatte verspielt. Ich werde mir auch privat keine HK Waffen deswegen mehr kaufen. Nicht weil das G36 schlecht wäre (ist es nicht), sondern weil HK hier einen albernen Zinnober veranstaltet der seinesgleichen sucht und weil der Einfluss von HK in die Bundeswehr viel zu groß ist.

Vor Gericht bewiesener Fakt: HK nimmt Einfluss auf Personalentscheidungen der Bundeswehr !! Man muß sich das mal vorstellen. Irgendein Geschäftsführer von HK entscheidet, ob jemand versetzt wird oder nicht und ein kritischer Soldat wird dann einfach von seiner Stelle wegversetzt, weil HK das so will. Das geht schlicht und einfach viel zu weit.

Und das ganze: mi mi mi - wir werden alle verklagen - Getue ist eines Herstellers von Schützenwaffen mehr als unwürdig !! HK zeigt hier das derzeit typische "deutsche" Getue, das heute typische rechtswidrig, vorschriften, verträge, Anwalts-Gebluber dass mich so derart anwidert, dass ich mein MR308 wohl deswegen verkaufen werde.

PS: das G36 selbst ist kein gutes Sturmgewehr, aber auch kein schlechtes. Man muß hier allerdings mal den Preis beachten und es mit dem vergleichen was sonst so im Einsatz ist (M4 etc). Vom Preis-Leistungsverhältnis wie auch im Vergleich mit dem was andere Armeen haben, ist es gut. Und ich würde es einem G3 jederzeit vorziehen wenn es um mein Leben ginge.

Vergleicht man aber ein G36 mal bspw mit dem viel älteren Sturmgewehr90 der Schweizer (gleiches Kaliber), dann ist das G36 mal deutlich schlechter. Das G36 ist in Wahrheit weder modern, noch das was technisch möglich wäre. Nicht mal im Vergleich mit älteren Systemen.
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#39
Da tun sich wieder mal Abründe auf:

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 32752.html

Zitat:Zweifel an G36: Bundeswehr prüft Kauf neuer Sturmgewehre

Die Zweifel am Sturmgewehr G36 wachsen. Nach SPIEGEL-Informationen hat die Bundeswehr neue Defizite bei der Treffsicherheit festgestellt. Nun wird sogar der Kauf einer völlig neuen Waffe erwogen.
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#40
Die günstigste Variante wäre eine Kampfwersteigerung des G36:

Thermostabiles Gehäuse (eventuell aus Carbon - was allerdings die Luxuslösung wäre)

Aluminiumhandschutz

Längenverstellbare Klappschulterstütze (gibt es bereits als Teil von IdZ)

Picatinny-Schiene und eine andere Optik (Leupold MR/T wäre meiner Meinung nach optimal,
wenn man ohnehin davon ausgeht, dass man mit dem G36 mehr gezielte Einzelschüsse abgibt
als Feuerstöße)

Ein anderer effizienterer Mündungsfeuerdämpfer/Kompensator
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#41
Oder man beschafft endlich ein anderes Gewehr (HK 416?) und macht den ganzen Elend ein Ende...

Warum mit Biegen und Brechen ein System modernisieren, dass nicht mehr ins Konzept passt. Bevor man ständig nachbessern muss und sich nach und nach das Geld aus der Tasche ziehen lässt, sollte man endlich nen Schlussstrich ziehn.

Is schon ne ganz schwache Vorstellung in der Beschaffung.
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#42
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 32752.html

Zitat:Zweifel am G36: Bundeswehr prüft Kauf neuer Sturmgewehre

Die Zweifel am Sturmgewehr G36 wachsen. Nach SPIEGEL-Informationen hat die Bundeswehr neue Defizite bei der Treffsicherheit festgestellt. Nun wird sogar der Kauf einer völlig neuen Waffe erwogen...
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#43
Warum damit das Kommando Heer und nicht das zuständige Fachresort im BMVg beauftragt wurde - falls der Spiegel seine Informationen richtig geprüft hat - stimmt mich etwas seltsam.

Gerade um die Zuständig- und die Verantwortlichkeiten besser greifen zu können, wurde doch das BMVg entsprechend umgestaltet. Zumindest lautete so eine der seinerzeitigen Hauptbegründungen des Ministers zum Umbau seines Ministeriums so.

Dies wäre nicht das erste Mal, dass der Redaktion des Spiegels im Zusammenhang mit seinen Recherchen um das G36 Ungenauigkeiten oder gar Fehler vorgeworfen wurde.
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#44
Onto:

Die vorhandenen Gewehre so weit wie möglich zu kannibalisieren und kampfwertzusteigern wäre wesentlich sinnvoller als das HK416 zu beschaffen. Mit erster Variante würde man erheblich Zeit gewinnen, bis deutlich bessere Schützenwaffen serienreif sind. Die Norweger haben das beim G3 beispielsweise hervorragend gezeigt: die haben das Teil kampfwertgesteigert und sind dann aufs HK416 umgestiegen.

Wir könnten nun mit Leichtigkeit und geringen Kosten das G36 Kampfwertsteigern und dann auf ein noch deutlich besseres System umsteigen. Das was da bisher aber geplant ist geht bei weitem nicht weit genug. Die "Steigerungen" sind selbst beim IdZ nicht ausreichend.
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#45
Genau genommen betrifft das folgende nicht nur die Infanterie, aber ich pack es mal hier rein:

http://www.bundeswehr.de/portal/a/bwde/ ... c5QfYMgmj/

Zitat:24.000 Sätze will die Bundeswehr über ihren Bekleidungsdienstleister, die LH Bundeswehr Bekleidungsgesellschaft (LH Bw), ab dem ersten Quartal 2015 in die Truppe bringen. Das teilte das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr auf Anfrage mit.

Zunächst sollen die Einsatzkontingente ausgestattet werden, dann wird die Bekleidung den Soldaten in der einsatzvorbereitenden Ausbildung zur Verfügung gestellt. Denn ausschließlich für Soldaten im Einsatz, in der Vorbereitung auf einen Einsatz oder in Einheiten, die in Bereitschaft für Einsätze stehen, ist die neue Bekleidung als zusätzliche Ausstattung vorgesehen. Bis Ende 2017 soll die Beschaffung abgeschlossen sein.

Dafür setzt sich die „Kampfbekleidung Einsatz/Übung“ auch nicht aus Komponenten „von der Stange“ zusammen. Einige Materialien wurden eigens entwickelt, und jedes Teil der Bekleidung wurde in seiner Wirkungsweise auf die anderen Teile des Gesamtsystems abgestimmt. Getestet wurde die Bekleidung unter anderem im winterlichen Gebirge in Österreich, im arktisch-winterlichen Nordschweden, in der texanischen Wüste und im feucht-heißen Französisch-Guayana. Alle dabei gewonnen Erkenntnisse flossen in den „letzten Schliff“ für die Prototypen ein. Jetzt ist die Beschaffung angelaufen.

http://www.bundeswehr.de/resource/resou ... _popup.jpg

http://www.bundeswehr.de/portal/a/bwde/ ... IAKx1Awk!/

Das folgende aus dem Interview macht mich nachdenklich:

Zitat:Ganz anders sah es im feucht-heißen Französisch-Guayana aus. Die Kameraden der Fremdenlegion, bei denen wir für die Erprobung Gäste waren, haben nur eine Art „Schlafanzug“ an, um mit der Hitze und der Feuchtigkeit besser fertigzuwerden. Aber wir waren eben da, um ein Bekleidungssystem auch auf Robustheit im Gelände zu testen. Schließlich soll die Bekleidung nicht nur vor extremen Temperaturen schützen, sondern muss auch einiges aushalten können,

Übersetzung: die Kleidung ist nicht für die Tropen geeignet.

Zitat:Ganz wichtig ist, das Bekleidungssystem nicht mit privaten Ausstattungsstücken zu mischen. Sonst funktioniert das einfach nicht. Das muss den Soldaten anfangs schlicht befohlen werden – auch, was genau getragen wird.

Zitat:Das funktioniert aber nur, wenn der Soldat auf private Wäschestücke verzichtet, da sie unter Umständen nicht mit den Materialien des Gesamtsystems harmonieren.

Zitat:Selbstverständliche Eigenschaften waren die Tarnwirkung

Mit einer Flecktarnvariante die noch eine Spur brauner und mit noch weniger Farbkontrast daher kommt....

Aber ich will nicht meckern: natürlich deutlich besser als das was bisher da war.

Der einzige wirkliche Kritikpunkt von mir ist der hohe Preis: ein Satz pro Mann ist erstaunlich teuer. Für das gleiche Geld könnte man Ultralight State-of-the-Art Outdoor Bekleidung der besten Markenhersteller kaufen. Hoffen wir, dass der Preis wirklich gerechtfertigt ist.

Ein großes Fragezeichen sind für mich auch noch die Stiefel. Anscheinend werden da einfach die Leder/GoreTex Modelle von Haix usw weiter verwendet. Die sind nicht unbedingt schlecht, aber für das gleiche Geld gibt es deutlich besseres. Und gibt es jetzt endlich richtige eigene Tropen- und Wüstenstiefel?

Und was ist mit Socken? Irgendwann haben sie mal was von GoreTex Socken berichtet, was meiner Meinung nach in Kombination mit Lederstiefeln (ohne GoreTex- nur Leder) die Optimallösung wäre.
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