Ägyptische Marine
#46
http://www.marineforum.info/Daily_News/daily_news.html
Zitat:...
16 February

EGYPT
The German Federal Security Council has approved export of another two TYPE 209 submarines (rmks: no air-independent propulsion) to Egypt, bringing the total number to four … first two boats currently under construction at HDW (Kiel), with deliveries scheduled from 2016.
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#47
etwas ausführlicher:
http://www.marineforum.info/Wochenschau ... schau.html
Zitat: Die ägyptische Marine will offenbar zwei weitere U-Boote in Deutschland bestellen.

Zu einer formellen Auftragserteilung an TKMS/HDW gibt es zwar noch keine Meldungen, aber am 11. Februar hat der Bundessicherheitsrat den Export von zwei weiteren U-Booten TYP 209 nach Ägypten genehmigt.

Zwei erste U-Boote waren 2011 bestellt worden. Nach dem Sturz der Mursi-Regierung durch Armeechef (und heute Präsident) al-Sisi war das Vorhaben zunächst wieder auf den Prüfstand geraten. Im August 2013 erklärten die EU-Außenminister einen teilweisen Exportstopp für Waffen und (para-)militärische Ausrüstung, die „zur Unterdrückung von Protesten“ geeignet seien. Deutschland fror „sämtliche Exportlizenzen“ vorübergehend ein, aber dies galt nur für tatsächliche Lieferungen und nicht für die Fertigstellung bestellten Materials – über dessen Lieferung erst dann zu entscheiden sei, wenn sie akut würde. So gingen bei der Kieler HDW denn auch die Arbeiten an den beiden bestellten U-Booten Typ 209 weiter.

Inzwischen hat der Bundessicherheitsrat keine Einwände mehr gegen einen Export von U-Booten nach Ägypten. Sie seien zwar Rüstungsgüter, könnten aber „nicht im Inneren (zur Unterdrückung oppositioneller Kräfte) eingesetzt werden“; die Exportgenehmigung sei damit „unproblematisch“, so Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel.

Bei den Neubauten soll es sich um konventionell diesel-elektrisch angetriebene (kein außenluftunabhängiger Antrieb) U-Boote handeln, wie sie ähnlich vor einigen Jahren für Südafrika (Typ 209-1400 SAN) gebaut wurden. Die ersten beiden Boote sollen „ab 2016“ geliefert werden. Zu den Kosten des Vorhabens gibt es keine Angaben, und auch die Zeitplanung für die zwei weiteren U-Boote ist vorerst offen. Einigen Medienberichten zufolge könnten durchaus noch weitere U-Boote bestellt werden.

Die Erneuerung der U-Bootkomponente steht schon seit gut 20 Jahren auf der Agenda der ägyptischen Marine. Optionen reichten dabei von ausgemusterten deutschen U-Booten TYP 206A über gebrauchte ex-jugoslawische U-Boote der HEROJ-Klasse bis zu neuen chinesischen oder russischen U-Booten. Konkreten Aufträgen standen allerdings immer knappe Budgets und deutliche Nachrangigkeit hinter Heer und Luftwaffe entgegen. So blieb es bisher bei einer Ende der 1990-er Jahre mit US-Hilfe durchgeführten Kampfwertsteigerung für vier etwa 15 Jahre zuvor aus China importierte U-Boote der ROMEO-Klasse. Unter dem neuen Präsidenten al-Sisi hat der Verteidigungsetat offenbar einen Schub erhalten, der eine umfangreiche Modernisierung der Streitkräfte ermöglicht. Davon kann nun auch die Marine profitieren, die neben neuen U-Booten aus Deutschland auch neue Korvetten und eine Fregatte (aus Frankreich) erhalten soll.
mit saudischen Finanzmitteln im Hintergrund lässt sich leicht bestellen - glücklich bin ich über diesen Finanzier nicht.
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#48
http://www.marineforum.info/Daily_News/daily_news.html
Zitat:...
UPCOMING / PLANNED EVENTS

EGYPT (mid-Apr)
French DCNS at Lorient will start construction of the first of four GOWIND 2500 corvettes ordered by Egypt in mid-April … delivery in 2017 … three sister ships to be built with technology transfer and materiel packages in Alexandria (Egypt).

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#49
http://www.marineforum.info/Daily_News/daily_news.html
Zitat:...
31 March

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EGYPT
US President Obama has lifted the freeze on Egyptian arms sales placed in Oct 2013 (after overthrow of President Mursi) … a.o.t. allow 20 Harpoon anti-ship missiles to be delivered to Egypt; also ask Congress for US$ 1.3 billion in military aid.

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#50
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 35870.html
Zitat: Erstes russisch-ägyptisches Manöver im Mittelmeer

Vor dem Hintergrund der Konflikte in Syrien und im Jemen halten Russland und Ägypten erstmals gemeinsam ein Seemanöver ab. Es geht auf eine Vereinbarung aus dem vergangenen März zurück.

08.06.2015 Russische und ägyptische Kriegsschiffe halten zum ersten Mal in ihrer Geschichte im Mittelmeer ein gemeinsames Seemanöver ab. Vor dem Hintergrund der blutigen Konflikte in Syrien und im Jemen sei geplant, dass die Einheiten bis zum 14. Juni die Zusammenarbeit im Anti-Terror-Kampf übten, ..... Trainiert werden sollten von diesem Dienstag an der Beschuss gegnerischer Schiffe sowie das Sichern wichtiger Seerouten, ...

... Ägypten nehme an der Übung mit Fregatten, Patrouillenbooten und F-16-Kampfflugzeugen teil.

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interessant der Übungsort - die Übung findet vor dem russischen Marinestützpunkt Tartus an der syrischen Mittelmeerküste statt. Damit könnte (??) auch eine zunehmende Unterstützung für den russischen Verbündeten Assad aus Ägypten signalisiert werden, da die frühere Unterstützung der Muslimbrüder, die den Kern des Aufstandes gegen Assad bildeten, in Ägypten nicht mehr besteht.
Die Muslimbrüder und die FSA sind daher zunehmend auf die Türkei angewiesen (aber das ist ein anderes Thema).
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#51
etwas mehr zum Manöver gibt es hier http://www.marineforum.info/Wochenschau ... schau.html
Zitat:...
Die ägyptische Marine brachte ihre Fregatten DAMYATH (Typ US-KNOX) und TABHA (Typ US-PERRY), die FK-Schnellboote 18th OF JUNE und 25th OF APRIL (ex-deutsche Klasse 148) sowie den Versorger SHALATEIN (ex-deutsche GLÜCKSBURG) und Hubschrauber in die Übung ein; zwei Kampfflugzeuge F-16 der ägyptischen Luftwaffe wurden zu Luftraumsicherung und realistischer Darstellung von Luftbedrohung eingesetzt.

Seitens der russischen Marine nahmen neben MOSKVA und IVAN BUBNOV noch drei derzeit zum Ständigen Mittelmeergeschwader gehörende Einheiten teil: die FK-Korvette SAMUM (DERGACH-Klasse), das Landungsschiff ALEKSANDR SHABALIN (ROPUCHA-Klasse) sowie der Bergungsschlepper SORUM MB-31.

Die Seephase von „Brücke der Freundschaft 2015“ begann am 8. Juni. Erklärtes Übungsziel war der Schutz von Seeverkehrswegen gegen unterschiedliche Bedrohungen. Bis zum 14. Juni wurde im Übungsgebiet mit Unterstützung von Bordhubschraubern und landgestützten Luftfahrzeugen ein gemeinsames Seelagebild erstellt, ein Konvoi gesichert und als abschließender Höhepunkt schließlich ein gemeinsames See- und Luftzielschießen durchgeführt.
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http://www.marineforum.info/Daily_News/daily_news.html
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17 June

EGYPT
The final two of four US-built AMBASSADOR Mk III fast missile craft arrive at Alexandria (Egypt) on board a US transport ship.
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#52
http://www.marineforum.info/Daily_News/daily_news.html
Zitat:...
23 June

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EGYPT
During a ceremony in Lorient (France), the Egyptian Navy took over its first French multi-mission frigate (FREMM) ... initially intended for the French navy (former NORMANDIE) ... new name still to be revealed; some reports suggesting AL CAIRO ... to sail for Egypt around 20 July, scheduled to take part in new Suez Canal inauguration ceremony on 6 August.
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#53
http://www.marineforum.info/Daily_News/daily_news.html
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24 June

EGYPT
Update: Photos show new FREMM frigate (flying Egyptian flag) with name TAHYA MISR („long live Egypt“) and hull number 1001.
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#54
etwas mehr
http://www.marineforum.info/Wochenschau ... schau.html
Zitat:...
Am 23. Juni hat die ägyptische Marine ihre in Frankreich bestellte Mehrzweckfregatte des Typs FREMM in Empfang genommen.

Die Übernahme der TAHYA MISR („lang lebe Ägypten“) erfolgte bei der französischen DCNS in Lorient (Frankreich). Die Werft hatte das Schiff als zweite Einheit der AQUITAINE-Klasse eigentlich für die französische Marine gebaut, aber diese hatte nach politischer Entscheidung ihre noch nicht gelieferte NORMANDIE an die ägyptische Marine abzutreten.

Ägypten hat im Juni 2014 bereits vier 2.400-ts GOWIND-Korvetten in Frankreich bestellt, wollte aber unbedingt auch noch mindestens eine größere 5,200-ts Fregatte des Typs FREMM (Frégate Européenne Multi-Missions). Bei Drängen auf „schnellstmögliche Lieferung“ hatte Frankreich, das Lücken im Verteidigungshaushalt ohnehin nur durch „Sondereinnahmen“ schließen kann, wenig Probleme damit, das eigentlich für die eigene Marine bestimmte zweite Schiff dieses Typs an Ägypten abzutreten. Hersteller DCNS wollte die NORMANDIE eigentlich Ende 2014 an die französische Marine liefern, aber diese Planung wurde nach den ägyptischen Wünschen eingefroren.

Stattdessen bereitete die Werft die Fregatte für den Dienst bei der ägyptischen Marine vor. Ursprünglich geplante Bewaffnung und Ausrüstung blieben großteils an Bord. So behielt das Schiff die Seeziel-FK MM40 Block3 und das Senkrechtstartsystem (VLS) für Flugabwehr-FK Aster-15, die Ägypten kaufte. Ausgebaut wurden allerdings die für die französische Marine geplanten Startsysteme für weitreichende Marschflugkörper (gegen Landziele) und eine sensitive ECM-Anlage. Einige weitere Anlagen und Systeme mussten für den Betrieb bei der ägyptischen Marine modifiziert werden.

Die TAHYA MISR (Seitennummer 1001) soll um den 20. Juli ihre Überführungsfahrt nach Ägypten antreten. Dort soll das künftige Flaggschiff der ägyptischen Marine am 6. August an der feierlichen Eröffnung des zweiten Suezkanals teilnehmen, bei dieser Gelegenheit vielleicht auch formell in Dienst gestellt werden. Bis dahin finden – unter ägyptischer Flagge – vor Lorient noch restliche Erprobungen und abschließende Besatzungsausbildung statt.

Nur wenige Tage vor der Übernahme der in Frankreich gebauten Fregatte konnte die ägyptische Marine noch ein weiteres Beschaffungsvorhaben abschließen. Am 17. Juni traf in Alexandria ein Spezialfrachter aus den USA ein, der die letzten beiden von vier in den USA gebauten FK-Korvetten AMBASSADOR Mk III brachte. Die ersten beiden Boote waren vor einem Jahr geliefert worden. Eine der designierten Hauptaufgaben für die vier Korvetten ist die Sicherung der Zugänge zum Suezkanal – was für die USA sicher mit ein Grund war, die Boote auch unter nach der Machtübernahme durch Armeechef (heute Präsident) Al-Sisi teilweise eingefrorener Militärhilfe zu liefern.
(ganze Seite, da Marineforum und nur kurz im Netz, mehr auf der hp des MF und - natürlich - nächste Woche im neuen Heft)
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#55
http://www.marineforum.info/Daily_News/daily_news.html
Zitat:...
13 July

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EGYPT
US Navy CNO, Adm Greenert, visiting Egypt ... (also) discussing possible sale of more PERRY class frigates ... Greenert: as of yet unclear whether Egypt wants to replace its excisting PERRY or just modernize them.

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#56
http://www.marineforum.info/Daily_News/daily_news.html
Zitat:...
16 July

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EGYPT
Islamic State-affiliated militants attacked an Egyptian Navy/Coast Guard vessel (rmks: probably coast guard SWIFTSHIPS 28M) anchored/moored at a buoy off Rafah (Sinai, near Gaza) using an anti-tank guided missile ... claimed ship destroyed and entire crew killed ... Egyptian officials say a coastguard vessel caught fire after a fire-fight with militants on the shore, but denied there were any casualties.
(rmks: video published by the militants seems to show missile flying towards the boat; some inconsistencies here: why would a boat engaged in a firefight remain stationary at anchor?)
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also offenbar ein Angriff von Militanten (Hamas? IS?) auf ein vermeintlich sicher vor Anker liegendes Schiff
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#57
etwas mehr mit Bildern: http://www.marineforum.info/Wochenschau ... schau.html
Zitat:Dem islamistischen IS nahe stehende Terroristen haben die ägyptische Küstenwache ins Visier genommen.

In unmittelbarer Nähe des Gazastreifens, vor dem Grenzübergang Rafah, beschossen sie am 16. Juli von Land aus ein Küstenwachboot mit vermutlich einer Panzerabwehrrakete und setzten es in Brand. Fotos zeigen ein Boot des (wahrscheinlich) Typs SWIFTSHIPS 28M, wie es bei der ägyptischen Küstenwache in Dienst ist. Das Boot überwachte routinemäßig die Seegrenze zum Gazastreifen, die nach der Schließung der Landgrenzen für den Schmuggel zunehmend an Bedeutung gewinnt. Es patrouillierte allerdings nicht vor der Küste, sondern lag vor Anker bzw. war an einer Ankertonne vertäut.

Die Terroristen meldeten die Versenkung einer Fregatte der ägyptischen Marine; die gesamte Besatzung sei dabei getötet worden. Ägyptische Behörden wiegelten ab. Es habe sich um ein Wachboot der Küstenwache gehandelt, und Opfer habe es nicht gegeben; einige Besatzungsmitglieder hätten „leichte Verbrennungen“ erlitten. Auch der Beschuss mit einer Rakete wurde dementiert. Das Boot habe sich ein Feuergefecht mit an der Küste identifizierten Terroristen geliefert und sei dabei „durch einen zufälligen Treffer“ in Brand geraten. Man wolle auch nicht ausschließen, dass Terroristen von der Küste aus heimlich zum Boot geschwommen seien und Minen angebracht hätten, die dann später ferngezündet wurden.

Zwei in der Nähe an der Gaza-Seegrenze patrouillierende kleinere Boote (RHIB) eilten zu Hilfe; später traf ein etwas größeres Fahrzeug am Ort des Geschehens ein, half bei den Löscharbeiten und nahm schließlich das noch immer brennende Boot in Schlepp.

Ein direkt nach dem Zwischenfall von den Terroristen in sozialen Netzwerken (Twitter, Facebook) verbreitetes Video weckt Zweifel an der Darstellung der ägyptischen Behörden. Der Videomitschnitt des offenbar geplanten Überfalls lässt deutlich einen auf das nahe der Ankertonne liegende ägyptische Boot zufliegenden Flugkörper und den anschließenden Treffer erkennen. Einiges spricht für eine Panzerabwehrrakete wie z.B. die in der Region verbreitete, einfach zu bedienende und lasergesteuerte russische Kornet (AT-14), die in einer Version einen Aerosolsprengkopf trägt (was die Trefferwirkung im Ziel erklären würde). Dass alle Besatzungsmitglieder die schwere Explosion überlebt haben sollen, erscheint wenig glaubhaft. Allerdings sind schon bloße Gegenbehauptungen in Ägypten unter empfindliche Strafe gestellt.

Auch blieben die ägyptischen Behörden eine Erklärung schuldig, warum das doch „in ein Feuergefecht mit Islamisten“ verstrickte Boot weiterhin vor Anker bzw. an der Tonne lag und so ein lohnendes, unbewegliches Ziel bot. Die Entfernung zur Küste wird mit knapp zwei Kilometer angegeben – das ist zwar sehr nah (nahe genug für eine Panzerabwehr-Rakete), aber für ein Feuergefecht mit Handwaffen doch deutlich zu weit.

Fazit: die „Öffentlichkeitsarbeit“ der islamistischen Terroristen ist in diesem Fall deutlich besser als die der ägyptischen Behörden, die - wie in der gesamten nah-/mittelöstlichen Region üblich - einmal mehr auf Dementis und Verschleierung setzen.
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#58
http://www.marineforum.info/Daily_News/daily_news.html
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22 July

EGYPT
FREMM frigate TAHYA MISR sails from Brest (France) on her transfer voyage to Alexandria.

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#59
http://www.marineforum.info/Daily_News/daily_news.html
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31 July
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EGYPT
New FREMM frigate TAHYA MISR arrives at future home port Alexandria, completing transfer voyage from France.
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#60
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17 August

EGYPT
Update: The Egyptian MoD has confirmed transfer (donation) of Baltic Fleet TARANTUL-III missile corvette R-32 to Egypt ... Egyptian Navy crew set to be trained in Russia.

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