Australische Marine
http://www.marineforum.info/Aktuelles_H ... /maaw.html
Zitat:Ursprünglich sollte der erste von drei neuen, für Luftraumverteidigung/Flugabwehr optimierten Zerstörern schon im letzten Jahr in Dienst gestellt werden. Nun ist die HOBART aber zumindest zu Wasser; am 23. Mai lief sie bei der ASC Shipyard in Adelaide vom Stapel.

Die drei Air Warfare Destroyer (AWD) waren im Juni 2007 unter dem Vorhaben „Projekt SEA 4000“ bestellt worden. Sie sollen die mit Ausmusterung alter Zerstörer der PERTH-Klasse bei der australischen Marine entstandene Fähigkeitslücke in der Verbandsflugabwehr schließen. Ausgerüstet mit dem US-Gefechtsführungssystem Aegis, sollen sie später auch mit für die Abwehr ballistischer Flugkörper geeigneten Flugabwehr-FK Standard Missile SM-3 bestückt sowie technisch für einen Einsatz von Marschflugkörpern Tomahawk vorbereitet werden. ...

...
Das Design der 6.000 ts verdrängenden Schiffe stammt von der spanischen Navantia, basiert auf der spanischen ALVARO DE BAZAN-Klasse (Typ F-100). Hauptauftragnehmer wurde aber die Australian Submarine Corporation (ASC) in Adelaide - die noch nie ein Überwasser-Kriegsschiff gebaut hat. Um in Umsetzung politischer Vorgaben über das Land verteilt Arbeitsplätze zu sichern, wurden weitere Firmen „unterschiedlicher Erfahrung“ in das Projekt einbezogen, liefern Module und (Sub-)Systeme zu. Zwingende Voraussetzung für einen solchen „getrennten Schiffsbau“ ist eine hohe Fertigungsgenauigkeit, aber in einem offensichtlich überforderten Projektmanagement wurden die Arbeiten nur mangelhaft koordiniert. Für die Zulieferer erstellte Datenblätter waren fehlerhaft, enthielten falsche Abmessungen, teils sogar völlig fehlende Bemaßungen für Rumpfmodule; es gab widersprüchliche Anweisungen zum Zusammenbau und falsche Qualitätsvorgaben für Schweißnähte.
...

... 2014 wurden die Gesamtkosten für die drei Schiffe noch mit etwas unter 6 Mrd. Euro beziffert, und man gab sich zuversichtlich, die Probleme nun in den Griff bekommen zu haben. Inzwischen ist man bei 6,4 Mrd. Euro angelangt, die die Geduld der Regierung ist endgültig am Ende.

Einen Tag vor dem Stapellauf der HOBART kündigte sie an, das Projektmanagement international neu auszuschreiben. Als mögliche Bewerber werden u.a. Navantia und BAe Systems erwartet. Die HOBART wird nach ihrem Stapellauf nun zu Ende ausgerüstet. Im Juni 2017 soll sie der Marine übergeben werden. Schwesterschiffe BRISBANE und SYDNEY sollen im September 2018 bzw. im März 2020 folgen.
Zitieren
http://www.marineforum.info/Wochenschau ... schau.html
Zitat:Mit einem großangelegten Kriegsschiffbauprogramm will Premierminister Abbot Arbeitsplätze in der heimischen Werftindustrie langfristig sichern.

Besonders profitieren sollen dabei die in Südaustralien um Adelaide angesiedelten Werften, wo in schwächelnder Wirtschaft die Arbeitslosigkeit mit 8% besonders hoch ist – und die Regierungskoalition in Umfragen weit zurück gefallen ist. Zwei Kriegsschiffbauprogramme sollen nun bis zu 2.500 Arbeitsplätze sichern. Beide Vorhaben finden sich schon seit einigen Jahren in der Marineplanung, sollen nun aber beschleunigt vorangetrieben werden. Bei Festhalten an der ursprünglichen Zeitplanung sei zu befürchten, dass die Arbeitsplätze beim Baubeginn der neuen Schiffe bereits unwiederbringlich verloren seien.

So hatte schon das Weißbuch 2009 mit Projekt SEA 1180 den langfristigen Ersatz von Wachbooten der ARMIDALE-Klasse, Minenjagdbooten der HUON-Klasse und einigen Vermessungsbooten (LEEUWIN, PALUMA) durch etwa 20 Mehrzweckschiffe angekündigt. Diese Offshore Combatant Vessel (OCV) sollen mit einem System von Einsatzmodulen die Fähigkeiten der insgesamt 26 heutigen, noch spezialisierten Fahrzeuge in einer Klasse bündeln. Gedacht ist an bis zu 2.000 ts große Schiffe, die auch einen Hubschrauber einsetzen können. Die ursprüngliche Planung sah Baubeginn ab etwa 2020 vor.

Das Weißbuch 2013 bekräftigte Projekt SEA 1180 grundsätzlich noch einmal als „langfristiges Ziel“. Angesichts zunehmenden materiellen Verfalls der Wachboote der ARMIDALE-Klasse wurde nun aber in einer Zwischenlösung der Ersatz dieser Boote durch ein „bereits existierendes, ggf. zu modifizierendes Design“ und Dienstzeitverlängerung der anderen Typen ins Auge gefasst. Diese Modifikation wird nun in Angriff genommen. Nach einer Ausschreibung (Wettbewerb) soll der Bau kleinerer Korvetten als Ersatz für die ARMIDALE nun schon 2018 beginnen.

Auch das zweite von der Regierung nun beschleunigt in Angriff zu nehmende Projekt findet sich bereits im Weißbuch 2009. Mit Projekt SEA 5000 sollte die australische Marine als Ersatz für die ab 1996 in Dienst gestellten Fregatten der ANZAC-Klasse ab Mitte der 2020-er Jahre acht neue größere Kampfschiffe erhalten. Primärrolle dieser etwa 7.000 ts verdrängenden „Future Frigates“ soll U-Jagd werden (Ausrüstung mit weit reichenden Sonaranlagen); daneben sollen sie aber mit Marschflugkörpern, Raketenabwehr-fähigen Flugabwehr-FK (ähnlich Standard Missile SM-3) sowie Hubschraubern und Drohnen ein breites Aufgabenspektrum wahrnehmen.

Projekt SEA 5000 wird nun um drei Jahre vorgezogen. Die Ausschreibung (Competitive Evaluation Process) soll bereits im Oktober dieses Jahres beginnen, das erste Schiff dann spätestens 2020 auf einer südaustralischen Werft auf Kiel gelegt werden.
(ganze Nachricht, da Marineforum und nur kurz im Netz)
Zitieren
https://www.wsws.org/de/articles/2015/0 ... t-a12.html
Zitat:ThyssenKrupp und deutschen Regierung kämpfen um U-Boot-Auftrag in Australien

Von Elisabeth Zimmermann
12. August 2015
...
Zitieren
Erich schrieb:https://www.wsws.org/de/articles/2015/08...t-a12.html
Zitat:ThyssenKrupp und deutschen Regierung kämpfen um U-Boot-Auftrag in Australien

Von Elisabeth Zimmermann
12. August 2015
...
Das riesige Flottenprogramm ist Bestandteil der Kriegsvorbereitungen gegen China, die die US-Regierung im Rahmen ihres „Pivot to Asia“ (Schwerpunktverlagerung nach Asien) vorantreibt.

Lese ich gerade richtig Confusedhock: Es wird Krieg gegen China geben?
Zitieren
Das sind halt immer diese endgenialen Quellen.
Zitieren
luiz schrieb:
Erich schrieb:https://www.wsws.org/de/articles/2015/08...t-a12.html
Zitat:ThyssenKrupp und deutschen Regierung kämpfen um U-Boot-Auftrag in Australien

Von Elisabeth Zimmermann
12. August 2015
...
Das riesige Flottenprogramm ist Bestandteil der Kriegsvorbereitungen gegen China, die die US-Regierung im Rahmen ihres „Pivot to Asia“ (Schwerpunktverlagerung nach Asien) vorantreibt.

Lese ich gerade richtig Confusedhock: Es wird Krieg gegen China geben?
1. Der Satz "Das riesige Flottenprogramm ist Bestandteil der Kriegsvorbereitungen gegen China, die die US-Regierung im Rahmen ihres „Pivot to Asia“ (Schwerpunktverlagerung nach Asien) vorantreibt"
stammt nicht von mir.
2. Die Aussage "Bestandteil der Kriegsvorbereitungen gegen China" ist eine verd... schlechte Übersetzung bzw. Interpretation, die ich bewusst nicht übernommen habe.
Zitieren
Das geopolitische Umfeld um China ist hochexplosiv, und wenn da was geschieht kann auch leicht Australien da mit 'reingezogen werden.
In Australien erinnert man sich noch sicher daran, wie unvorbereitet man auf den japanischen Vormarsch in Südostasien im 2.Weltkrieg war. Will man so etwas noch mal erleben? Sicher nicht.
Es ist daher weise, die Marine aufzurüsten, zumal in einem Krieg gegen China eine starke Marine benötigt würde.
Zitieren
Tiger schrieb:Das geopolitische Umfeld um China ist hochexplosiv, und wenn da was geschieht kann auch leicht Australien da mit 'reingezogen werden.
In Australien erinnert man sich noch sicher daran, wie unvorbereitet man auf den japanischen Vormarsch in Südostasien im 2.Weltkrieg war. Will man so etwas noch mal erleben? Sicher nicht.
Es ist daher weise, die Marine aufzurüsten, zumal in einem Krieg gegen China eine starke Marine benötigt würde.

Aufrüstung? Ich verstehe das Programm eher so, das man den Bestand nicht noch weiter reduzieren will und die "eigene Werftindustrie" erhalten will. Oder zumindest die Werft, die laut Verteidigungsminister nicht mal ein Kanu bauen kann.
Zitieren
Zitat:Australian Navy’s final Hobart-class AWD Sydney launched

The Royal Australian Navy’s (RAN) third and final Hobart-class air warfare destroyer (AWD), Nuship Sydney, has been launched at the Osborne Naval Shipyard in Adelaide.

Nuship Sydney has been built by the AWD Alliance and is equipped with advanced technologies that enable it to defend a Task Group from a range of air, surface and submarine threats. [...] US Navy chief vice admiral Tim Barrett said: “In the last three years we have seen the launch of the first two air warfare destroyers, HMAS Hobart and NUSHIP Brisbane, and with the launch today of Sydney, the class is now complete. [...] Nuship Sydney is one of the first Australian Navy vessels to be equipped with the US’s Aegis weapon system.

The new technology is expected to improve the navy’s overall warfighting capability, while allowing it to work more closely with the nation’s allies.
https://www.naval-technology.com/news/au...-launched/

Schneemann.
Zitieren
BAE hat mit seiner Type-26 Fregatte das Rennen gemacht. 9 Eiheiten der Hunter-Klasse sollen gebaut werden.

defense news
Zitieren


Gehe zu: