Australische Marine
#46
http://www.marineforum.info/html/daily_news.html
Zitat:...
17 March

AUSTRALIA
Jane’s: The head of Australia's Future Submarine programme has virtually ruled out the acquisition of off-the-shelf diesel-electric submarines from Europe to replace the COLLINS class boats.

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#47
http://www.marineforum.info/html/daily_news.html
Zitat:...
24 March

AUSTRALIA
West Australian ship builder Austal is proposing a smaller version of its US Navy Littoral Combat Ship (LCS) as the Australian navy's next generation warship.
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#48
http://www.marineforum.info/html/wochenschau.html
Zitat:Im Januar hatte die australische Marine angesichts einer drohenden mehrjährigen Fähigkeitslücke bei ihrer amphibischen Komponente Interesse für das von der britischen Marine auszumusternde amphibische Transportschiff LARGS BAY bekundet.

Am 6. April verkündete der Verteidigungsminister nun vor der Presse, man sei „erfolgreich“ gewesen. Man habe sich mit den Briten geeinigt, das Schiff für umgerechnet etwa 75 Mio. Euro zu kaufen. Vor einem endgültigen Vertragsabschluss würden Techniker der australischen Marine es allerdings noch gründlich inspizieren. Sollte sich dabei keine – unerwarteten – Befunde ergeben, könnte die LARGS BAY noch vor Jahresende nach Australien überführt werden und im Frühjahr 2012 für operative Einsätze verfügbar sein.

Die unter Sparzwängen Ende April von der Royal Navy auszumusternde LARGS BAY wurde erst im Januar 2007 in Dienst gestellt – und ist damit praktisch neu. Sie ist eines von vier erst seit wenigen Jahren bei der britischen Marine dienenden Schiffen der BAY-Klasse. Offiziell als „Landing Ship Dock Auxiliary“ (LSDA) bezeichnet, kommen die voll beladen 16.000 ts verdrängenden Docklandungsschiffe nicht unmittelbar bei amphibischen Kampflandungen zum Einsatz, sondern leisten nachfolgende logistische Unterstützung. Sie bieten 350 eingeschifften Truppen Platz und verfügen über ein Hubschrauberlandedeck sowie mehrere Be- und Entlademöglichkeiten, darunter auch so genannte Mexeflotes: Pontons mit eigenem Antrieb, die seitlich am Schiff befestigt werden können.

Nachdem die alten, früheren US-Landungsschiffe KANIMBLA und MANOORA offenbar „durchgerostet“ sind und auch die TOBRUK nach mehr als 30 Dienstjahren das Ende ihrer Nutzbarkeit erreicht und nur noch eingeschränkt verfügbar ist, steht die australische Marine vor allem beim strategischen Seetransport, aber auch bei ihren Möglichkeiten zur Nothilfe nach Naturkatastrophen vor einer mehrjährigen Fähigkeitslücke. Frühestens in etwa drei Jahren sollen die bei der spanischen Navantia gebauten Hubschrauberträger der CANBERRA-Klasse fertig werden. Die LARGS BAY kann als Einzelschiff diese Lücke auch nur teilweise schließen. So erklärte der Verteidigungsminister denn auch, man suche mit Priorität zusätzlich nach zivilen Schiffen mit „amphibischen“ Einsatzmöglichkeiten, fasse vor allem einen Kauf oder ein Leasing von Hochgeschwindigkeits-Katamaranführen ins Auge.
(ganzer Txt, da MF und nur kurz im Netz - noch mehr news auf der hp des MF und - natürlich - im Heft)
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#49
http://www.welt.de/vermischtes/article1 ... senkt.html
Zitat:13.04.11|
Avoca Beach
Wie die australische Marine ein Kriegsschiff versenkt

Als Attraktion für Taucher hat die australische Marine 100 Kilometer nördlich von Sydney eine 138 Meter lange Fregatte versenkt.
(Bildreportage)
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#50
http://www.marineforum.info/html/wochenschau.html
Zitat:...

Die Übernahme des von der britischen Royal Navy auszumusternden amphibischen Hilfsschiffes LARGS BAY ist in trocken Tüchern.

Am 11. Mai verkündete der australische Verteidigungsminister vor der Presse, man habe mit der britischen Regierung einen „Letter of Intent“ unterzeichnet und auch bereits zwei Drittel der mit 75 Mio. Euro angegebenen Kaufsumme angezahlt. Zuvor hätten sowohl Spezialisten der australischen Marine als auch die internationale Schifffahrtsgesellschaft Teekay Shipping Australia das Schiff ausführlich begutachtet; einer Inspektion im Hafen (11.-17. April) seien am 18./19. April auch Probefahrten in See gefolgt. Das Schiff habe sich “ausgezeichnet präsentiert, und aus technischer Sicht gebe es keinerlei größere Mängel”. Noch in diesem Jahr werde die LARGS BAY nach Australien verlegen, um dann im Frühjahr 2012 operativ einsatzklar in Dienst gestellt zu werden. Die öffentliche Betonung der ausgiebigen Untersuchung erfolgte sicher auch Blick auf die Übernahme der beiden früheren US-Landungsschiffe KANIMBLA und MANOORA. Beide waren 1994 im Alter von 24 Jahren von der US Navy ohne vorherige Begutachtung übernommen worden (angeblich soll die US Navy dies abgelehnt haben); schon wenig später gab es Berichte über erheblichen Rostbefall, der nun zur vorzeitigen Stilllegung der beiden Schiffe geführt haben soll.

In der gleichen Pressekonferenz gab der Minister die vorübergehende Nichtverfügbarkeit des derzeit einzigen verbliebenen Landungsschiffes TOBRUK bekannt. Das Schiff habe zu einer geplanten, etwa zweimonatigen Werftüberholung in Sydney eingedockt. Um den Ausfall zu kompensieren, habe man den zivilen Eisbrecher AURORA AUSTRALIS der P & O Maritime Services bis zum 30. Juni gechartert (mit Option für Verlängerung um einen Monat).

Das 94-m Schiff wird vor allem zur Versorgung von Stationen in der Antarktis eingesetzt und kommt dort ohne Hafeninfrastruktur aus. Es kann 700 t Ladung transportieren, hat Platz für 116 Passagiere und bietet die Möglichkeit zu Hubschrauberoperationen. Die nunmehrige zeitweilige Charter soll der australischen Marine ermöglichen, auch ohne verfügbares amphibisches Schiff schnell auf Naturkatastrophen reagieren oder humanitäre Hilfe leisten zu können. Falls notwendig, könne überdies auf das Mehrzweckschiff CANTERBURY der neuseeländischen Nachbarmarine zurück gegriffen werden. Für die TOBRUK ist im September/Oktober eine weitere sechswöchige Werftliegezeit (Vorbereitung auf die „Zyklon-Saison“) geplant. Auch für diese Zeit plane man bereits für Alternativen (ggf. erneute Charter der AURORA AUSTRALIS).
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(noch mehr auf der hp des MF - und natürlich im Heft)
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#51
http://www.marineforum.info/html/daily_news.html
Zitat:...
25 May

AUSTRALIA
The Australian government has reiterated a commitment to build 12 next-generation submarines despite budgetary cuts announced earlier this month
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#52
http://www.marineforum.info/html/wochenschau.html
Zitat:
Beim Bau der neuen Zerstörer der HOBART-Klasse droht Ungemach.


Vor etwas mehr als einem Jahr war die „Full Production“ der neuen Schiffe feierlich eingeläutet worden. Die beschlossene Fertigung in einer „Arbeitsgemeinschaft“ (ARGE) bedeutet zwar einerseits, dass mehrere Werften und zahlreiche Zulieferbetriebe vom Milliardenauftrag profitieren (und so über das Land verteilt Arbeitsplätze gesichert werden), führt aber nun offenbar zu Problemen. Das Design der Neubauten stammt von der spanischen Navantia; Hauptauftragnehmer ist die Australian Submarine Corporation (ASC) in Adelaide, aber zeitlich parallel stellen neben ASC auch BAe Systems in Melbourne und Forgacs in Newcastle für jedes Schiff insgesamt 31 Module her. Ab etwa Mitte dieses Jahres sollten vorgefertigte Rumpfteile in Adelaide eintreffen, um dort zu den Kriegsschiffen zusammengesetzt zu werden.

Erste Probleme traten im vergangenen Jahr auf, als BAE Systems bei Schweißarbeiten am ersten Kielblock des Typschiffes HOBART „pfuschte“ und das Vorhaben um sechs Monate aus dem Zeitplan warf. Jetzt scheinen weitere deutliche Verzögerungen unabwendbar. Zwingende Voraussetzung für den „getrennten Schiffsbau“ ist eine hohe Fertigkeitsgenauigkeit für die einzelnen Module. Schließlich muss alles genauestens zusammen passen; späteres Nacharbeiten ist kaum möglich. Nun wurden jedoch in den für die Zulieferer erstellten Datenblättern „mehr als 2.400 Fehler“ entdeckt: falsche Abmessungen, teils sogar völlig fehlende Bemaßungen für Rumpfmodule; widersprüchliche Anweisungen zum Zusammenbau; falsche Qualitätsvorgaben für Schweißnähte.

ASC sieht die Schuld offenbar bei BAe Systems, bemängelt hier fehlende fachliche Expertise und Qualitätskontrolle; dort beruft man sich auf gravierende Fehler in den von Navantia gelieferten Designdaten. Im heftigen Streit mit gegenseitigen Schuldzuweisungen zwischen ASC, BAe Systems, Navantia und dem Materialamt der australischen Streitkräfte ist das Projekt erst einmal zum Stillstand gekommen. BAe Systems versucht derzeit, mit einem Expertenteam sämtliche Fehler zu finden, im Detail zu analysieren und dann zu beseitigen. Wie lange dieser Prozess dauern wird, ist derzeit völlig offen; man spricht von einer mindestens einjährigen Projektverzögerung. Typschiff HOBART sollte eigentlich im Dezember 2014 an die australische Marine übergeben werden, die Schwesterschiffe BRISBANE und SYDNEY im ersten Quartal 2016 bzw. Mitte 2017 folgen.

Die drei für Flugabwehr und Luftraumverteidigung optimierten „Air Warfare Destroyer“ waren im Juni 2007 bei der spanischen Navantia bestellt worden. Die 6.000 ts verdrängenden Schiffe basieren auf dem Design der spanischen Fregatten der ALVARO DE BAZAN-Klasse (Typ F-100). Sie sollen die mit Ausmusterung der älteren Zerstörer der PERTH-Klasse (US-Typ CHARLES F ADAMS) bei der australischen Marine entstandene Fähigkeitslücke in der Verbandsflugabwehr schließen. Ausgerüstet mit dem US-Gefechtsführungssystem Aegis, sollen sie später auch mit für die Abwehr ballistischer Flugkörper geeigneten Flugabwehr-FK Standard Missile SM-3 bestückt sowie technisch für einen Einsatz von Marschflugkörpern Tomahawk vorbereitet werden. Auf die Option zur Bestellung noch eines vierten Zerstörers der HOBART-Klasse war im März 2009 aus Kostengründen offiziell verzichtet worden.
(ganzer Text, da MF und nur kurz im Netz - noch mehr news auf der hp des MF und natürlich im neuen Heft)
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#53
http://www.marineforum.info/html/wochenschau.html
Zitat:Die vorzeitige Ausmusterung der Landungsschiffe MANOORA und KANIMBLA dürfte für die australische Marine - und nicht nur für diese – unangenehme Folgen haben.

Der rapide „technische Verfall“ der Landungsschiffe, der letztendlich zur kurzfristigen Ausmusterung und einer gravierenden Fähigkeitslücke führte, hatte das Verteidigungsministerium schon im letzten Jahr zur Einsetzung einer Kommission zur Ursachenermittlung veranlasst. Am 18. Juli wurden nun die Ergebnisse des nach dem Leiter der Kommission Paul Rizzo benannten „Rizzo Review“ veröffentlicht.

Sie zeigen bei Wartung und Instandsetzung der Marine gravierende Defizite, vor allem aber auch „systemische Probleme“, die „vermutlich nicht nur in der Marine“ zu finden sind. So ist die Rede von einer „viel zu komplexen Organisation, die nur geeignet ist, Zuständigkeiten zu verwischen“ (fehlende Kompetenzabgrenzung zwischen Marine und Materialamt der Streitkräfte), unzureichendes Risikomanagement, schlechte Auftragserfüllung und Qualitätskontrolle, sowie viel zu wenig und überdies oft auch unzureichend qualifiziertes technisches Personals.

Zahlreiche hoch qualifizierte Marinetechniker seien in die lukrativere zivile Industrie abgewandert, ohne dass die Marine viel in Rekrutierung und Ausbildung von Nachfolgern investiert habe. Verstärkt würden die Probleme vor allem aber auch noch durch einen „ausgeprägten Unwillen, schlechte Nachrichten an vorgesetzte Dienststellen zu melden“. So werde bei „funktionierenden“ Systemen volle Funktionsfähigkeit vorausgesetzt und auf tiefer gehende Inspektionen zur frühzeitigen Feststellung möglicher technischer Fehler verzichtet. Schiffe würden „seeklar“ gemeldet, ohne dass überhaupt eine eingehende technische Untersuchung stattgefunden habe. Insgesamt habe sich eine „Kultur entwickelt, die bei knappen Ressourcen kurzzeitige operative Verfügbarkeit über einwandfreie Technik stellt“. Die täglichen Klarstandsmeldungen an die Marineführung seien auf dem Weg durch die Hierarchien „mehrfach geschönte“ Statistiken ohne tatsächlichen Aussagewert über den Zustand der Flotte.
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das kann doch nicht wahr sein: ein Staat, dessen Aussengrenze nur aus Meer besteht leistet sich solche Mängel
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#54
http://www.marineforum.info/html/daily_news.html
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24 July

AUSTRALIA
Patrol boat BUNDABERG intercepts a boat carrying 47 suspected illegal migrants and four crew … north of Ashmore Islands.
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25 July

AUSTRALIA
Defence Minister Smith will seek US help with Australia's plan to build 12 big conventional submarines to replace the COLLINS class boats … nuclear submarines, however, not an option … conventional powered boats to be built in South Australia.
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ob da die USA eine so große Hilfe sind? Hüllen schaffen die Amis ja, aber der Antrieb .... die konntan ja auch Taiwan den Wunsch nach konventionellen U-Booten nicht erfüllen, weil das entsprechende know how verloren gegangen ist
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#55
Das ist aber ein weit verbreitetes Problem, dass man nicht den Arsch in der Hose hat zu melden, wenn etwas nicht funktioniert, weil man seine Karriere nicht gefährden will. Und wenn sich mal wer durchringt zu melden, dass man nicht einsatzbereit ist, dann wird das auf dem Dienstweg nach oben geschönt und zuerst auf "bedingt einsatzfähig" und dann auf den nächsthöheren Ebene auf "einsatzfähig" geändert. Und der Meldende kann seine Karriere vergessen, wärend die die "unwahre dienstliche Meldungen" tätigen auf der Karriereleiter nach oben geschossen und dafür sorgen, dass das System nicht angetastet wird, indem sie die selben protegieren, die wie sie selbst handeln.
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#56
http://www.marineforum.info/html/daily_news.html
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13 August

AUSTRALIA
Former British Royal Navy amphibious support ship LARGS BAY will be renamed HMAS CHOULES when commissioning with the Australian navy … after WW-I veteran Claude Choules who passed away only in May this year, aged 110.
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#57
http://www.marineforum.info/html/daily_news.html
Zitat:...
18 August

AUSTRALIA

* Defence ministry finally decided to get rid of landing ship KANIMBLA … due to materiel condition (too expensive to make it “seaworthy”) … inoperative since September 2010 … no date for decommissioning yet (rmks: should be rather soon).
* Landing ship TOBRUK about to end scheduled maintenance period but will not be fully ready until November. To provide disaster relief capabilities in the upcoming cyclone season, Australian customs vessel OCEAN PROTECTOR will be available from 12 Aug until 14 Oct. New Zealand navy multi-purpose ship CANTERBURY also on stand-by.
* The Australian navy “continues to examine (more) amphibious transport ship options“

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#58
http://www.marineforum.info/html/wochenschau.html
Zitat: ...

Verteidigungsminister Stephen Smith bestätigte endgültig Vermutungen, dass das Landungsschiff KANIMBLA nicht in den aktiven Dienst zurück kehren wird.

Am 18. August erklärte der Minister, eine Reparatur des seit September 2010 wegen materieller Schäden nicht seefähigen Schiffes sei zu teuer. Man könne keine 35 Mio. Dollar aufwenden, nur um das Schiff zwischen frühestens Mitte 2012 (so lange würde die Instandsetzung mindestens dauern) und der ohnehin in 2014 geplanten Ausmusterung noch einmal zu reaktivieren. Die KANIMBLA wird nun außer Dienst gestellt. Ein Datum nannte der Minister nicht; die Entscheidung dürfte nicht zuletzt aus Kostengründen aber zügig umgesetzt werden.

Landungsschiff TOBRUK wird seine planmäßige Werftliegezeit in den nächsten Tagen abschließen. Von Ende August bis Mitte September sind Abnahmefahrten und Erprobungen in See geplant. Das Schiff wird dann aber noch nicht unmittelbar in den Dienst der Flotte zurück kehren, sondern muss zur Vorbereitung für die im November beginnende Tropensturm-Saison noch einmal in die Werft. Die damit noch etwas andauernde Fähigkeitslücke soll ein Schiff der Zollbehörde schließen.
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Bei Bedarf kann auch auf das Mehrzweckschiff CANTERBURY der neuseeländischen Nachbarmarine zurückgegriffen werden; beide Marinen haben für den Südpazifik eine „Ready Response Force“ aufgestellt.

Das von der britischen Royal Navy zu übernehmende amphibische Unterstützungsschiff LARGS BAY soll nach Grundüberholung und einigen Umbauten wie geplant im Dezember zulaufen und dann im Rahmen seiner Indienststellung in Fremantle den Namen CHOULES erhalten. Namensgeber ist Charles Choules, der als letzter Veteran der 1. Weltkriegs im Alter von 110 Jahren im Mai dieses Jahres gestorben war.
(noch mehr new auf der hp des MF und im Heft)
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#59
http://www.marineforum.info/html/daily_news.html
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27 September

AUSTRALIA
The government has approved acquisition of 12 new type LCM-1E landing craft … from Spanish Navantia … to be carried on board new CANBERRA class helicopter carriers … first batch of four to be delivered in 2014.
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#60
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Zitat:Die australische Austal hat den Auftrag erhalten, für den australischen Zoll / Seegrenzschutz (Custom and Border Protection Service – CBPS) acht neue Wachboote zu bauen.

Die auf der Austal-Werft im west-australischen Henderson zu bauenden neuen Boote der CAPE-Klasse sollen zwischen März 2013 und August 2015 geliefert werden, wobei das erste Boot schon im Februar 2012 auf Kiel gelegt werden soll. Zum Auftrag gehören anschließend auch mindestens acht Jahre Wartung und Instandsetzung (in-service support).

Optisch zeigen die Boote der CAPE-Klasse deutliche Parallelen zu den ebenfalls von Austal (für die australische Marine) gebauten Wachbooten der ARMIDALE-Klasse, sind mit 57,8m auch gleich groß. Wie diese, sind auch die CAPE mit Dieselmotoren ausgerüstet, die ihnen eine Höchstgeschwindigkeit von 25 Kn geben. Auch sie tragen in Davits am Heck zwei Beiboote (RHIB), die bei Bedarf – z.B. zur Untersuchung gestoppter Schiffe durch ein Boarding Team – schnell ausgesetzt und eingenommen werden können.

Einige Unterschiede gibt es aber in Bewaffnung und Ausrüstung. Während die ARMIDALE auf dem Vorschiff jeweils eine 25-mm Kanone tragen, werden die neuen CBPS-Boote sich mit schweren Maschinengewehren begnügen. Auf ihrem Vorschiff findet sich dafür eine Feuerlöschkanone, mit der vor allem auch der Einsatzrolle „Search & Rescue“ Rechnung getragen wird.

Die Neubauten sollen beim CBPS acht kleinere Boote der BAY-Klasse ersetzen. Diese ebenfalls von Austal gebauten Boote sind zwar erst wenig mehr als zehn Jahre alt, aber ihre Ablösung kommt für Experten dennoch nicht überraschend. Die aus Aluminium gefertigten 36-m Booten waren von vornherein nur für eine Lebensdauer von zehn Jahren ausgelegt; diese haben sie inzwischen überschritten, und ständiger Einsatz hat deutliche Spuren hinterlassen. Alle BAY kämpfen mit Rissbildung; Wartung und Instandsetzung werden immer aufwändiger.

Vor allem aber sind sie für die derzeitige „Hauptbeschäftigung“ des CBPS – Überwachung des Küstenvorfeldes vor Nord- und Nordwestaustralien bis hin zum südlich Java (Indonesien) liegenden Christmas Island zur Unterbindung illegaler Einwanderung - nur bedingt geeignet. Die meisten dieser Einsätze finden auf Hoher See weit vor den australischen Küsten statt, aber mit langen Seefahrten und Patrouillen auf offener See sind die BAY deutlich überfordert. Schon seit Jahren muss hier die Marine mit ihren Wachbooten der ARMIDALE-Klasse unterstützen. Von der Einführung der CAPE-Boote verspricht sie sich denn auch eine deutliche Entlastung. Wie die ARMIDALE, sind auch die CAPE sehr gut für mehrtägige Seefahrten geeignet, haben bei ökonomischer Fahrtstufe (12 Kn) eine operative Reichweite von 4.000 sm.
(ganze Nachricht, da MF und nur kurz im Netz - noch mehr news auf der hp des MF und im neuen Heft)
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