Kanadische Streitkräfte
#76
http://www.marineforum.info/html/wochenschau.html
Zitat:Nun verfügt die kanadische Marine auch an der Atlantikküste wieder über ein U-Boot.

Am 14. Dezember hat die WINDSOR ihre lange Werftliegezeit beendet und ist in Halifax zur fahrenden Flotte zurückgekehrt. Bis zur Erlangung voller operativer Einsatzfähigkeit werden zwar noch mehrere Wochen oder gar Monate vergehen, aber allein dass die WINDSOR wieder zur See fährt, lässt die Marine aufatmen. Im Sommer hatte die Pazifikflotte Schwesterboot VICTORIA nach erfolgreichem Torpedoschießen „voll einsatzklar“ gemeldet.

Die kanadische Marine ist zuversichtlich, dass mit operativer Verfügbarkeit von VICTORIA und WINDSOR die „endlose Geschichte“ um die früheren britischen U-Boote der UPHOLDER-Klasse nun endlich ein Ende gefunden hat. 1998 hatte sie für umgerechnet nur 750 Mio. Euro alle vier 1994 von der Royal Navy ausgemusterten und seitdem aufliegenden U-Boote dieses Typs erworben. Binnen nur drei Jahren wollte man sie für die eigene Marine umrüsten und modernisieren; schon ab 2001 sollten sie als VICTORIA-Klasse die Nachfolge der veralteten U-Boote der OBERON-Klasse antreten.

Sehr schnell zeigte sich dann aber, dass die Jahre zwischen Ausmusterung durch die Royal Navy und Übergabe an den neuen Besitzer „ihre Spuren hinterlassen“ hatten. Gravierende technische Mängel (bis hin zu Wassereinbruch oder Leckagen an Treibstofftanks) führten zu mehrjährigen Verzögerungen und bedeuteten zugleich auch hohe Zusatzkosten für die Instandsetzung und Modernisierung der „Schnäppchen“. Hinzu kamen erhebliche Probleme bei der „Kanadisierung“ der ex-britischen U-Boote. Um Geld zu sparen, sollten alte Systeme (Torpedos) der OBERON-Klasse übernommen werden – ein Unterfangen, das sich als schwierigste Hürde heraus stellte. Um überhaupt U-Boote in See zu bekommen, stellte man die Fähigkeit zum Torpedoeinsatz schließlich hintan. CORNER BROOK nahm so schon öffentlichkeitswirksam an Übungen teil, ohne dabei je wirklich voll operativ einsatzklar zu sein. Das ging so weit, dass man stolz ihre Teilnahme an einem Torpedoschießen der US Navy verkündete, quasi in einem Nebensatz dann durchblicken ließ, sie sei dort lediglich „Zieldarsteller“ für US U-Boote gewesen.

Nach VICTORIA und WINDSOR soll mit CHICOUTIMI ein drittes Boot 2013 seine Grundüberholung und Umrüstung abschließen und zur fahrenden Flotte stoßen. Auf das vierte und letzte U-Boot wird die Marine aber noch etwas warten müssen. Die CORNER BROOK musste nach einer Havarie aus dem aktiven Dienst genommen werden. Sie soll erst 2016 - nach Abschluss einer geplanten Werftgrundinstandsetzung – zur Flotte zurückkehren.
das dürfte auch die USA freuen - haben sie doch jetzt zwei konventionelle U-Boote als "Sparringspartner" direkt vor der Haustüre ...
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#77
aus dem Marineforum:

Zitat:CANADA
Sikorsky warns it won`t be able to deliver “final configuration” CH-148 Cyclone helicopters before 2015 … Canadian defence experts demand the government “get tough” … should seriously consider cancelling this “worst procurement program in the history of Canada” and start it from scratch.

Das ist schon sehr krass und mich wunderts nicht, wenn Kanada nun den Ersatz für die veralteten CH-124 komplett neu ausschreibt, da die ursprüngliche Auslieferung für Nov 08 vorgesehen war, dann verschoben wurde auch aufgrund Waffenexportbeschränkungen seitens der USA um 2 Jahre.
Im Mai 2011 sollte dann die Auslieferung erfolgen, allerdings nahm Kanada diese nicht ab, da das militärische Modell der Sikorsky S92 ein höheres Abfluggewicht hatte und somit stärkere Triebwerke benötigt hätte(hierdurch entstanden wohl diskrepanzen).
Die damit verbundenen stärkeren Vibrationen führten dazu, das man entsprechende Veränderungen vornehmen musste. Das nun ist wohl der Gipfel des ganzen und wenn ich Kanada wäre, wars das nun mit Sikorsky.
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#78
Waffenexportbeschränkungen der USA gegen Kanada? Bei U-Jagd-Hubschraubern?? Kann mich hier mal einer aufklären? Klingt wie ein schlechter Witz.
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#79
kanada bekommt zwei EGV

http://seefahrer.blog.de/2013/06/11/kan ... -16114701/
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#80
Die kanadische Marine hat sich die Namen für ihre beiden Einsatzgruppenversorger ausgesucht:
http://www.navyrecognition.com/index.ph ... ships.html
Zitat:Names chosen for the Royal Canadian Navy's new Joint Support Ships

Names have been chosen for the Royal Canadian Navy’s two new Joint Support Ships (JSS), which will be built by Vancouver Shipyards Co. Ltd. in North Vancouver, B.C. The ships will be named Her Majesty's Canadian Ship (HMCS) Queenston and HMCS Chateauguay in recognition of the significant battles of Queenston Heights and Chateauguay during the War of 1812.

Sie werden also Queenston und Chateauguay heißen...
Es mag überraschen, das man sie nach Schlachten gegen die USA im Krieg von 1812 benennt, aber auch heute noch grenzt man sich in Kanada gerne vom Nachbarn im Süden ab.
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#81
http://www.marineforum.info/html/body_wochenschau.html
Zitat:Nach einem Feuer an Bord treibt der Versorger PROTECTEUR etwa 350 sm nordöstlich von Hawaii antriebslos im Pazifik.

Der Brand brach in der Nacht zum 28. Februar im Maschinenraum aus. Die unmittelbare Nähe von Kraftstoff und anderen brennbaren Materialien machte die Bekämpfung schwierig, aber der Besatzung gelang es nach mehreren Stunden, das „größere (significant) Feuer“ unter Kontrolle zu bringen, zu löschen und „das Schiff zu retten“. Einige Seeleute sollen „kleinere Verletzungen“ erlitten haben, die an Bord behandelt werden konnten.

Die Antriebsanlage wurde stark beschädigt; Regel-/Steuereinrichtungen für die Dampfkessel und Turbinen sind offenbar komplett ausgefallen, und die PROTECTEUR treibt nun antriebslos „in schwerer See“. Die US Navy hat den Zerstörer MICHAEL MURPHY und ein weiteres Schiff von Hawaii in Marsch gesetzt, um den Havaristen zu unterstützen und wohl auch nicht benötigtes Personal zu evakuieren. Das Schiff soll dann nach Pearl Harbor (Hawaii) zurückgebracht werden, und die kanadische Marine (RCaN) sucht dafür auch schon nach einem in der Region verfügbaren Bergeschlepper.

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Die Presseerklärung der kanadischen Pazifikflotte lässt jedenfalls auf größere Schäden schließen, und die PROTECTEUR soll ohnehin im kommenden Jahr ausgemustert werden.
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Die PROTECTEUR ist einer von noch zwei Versorgern der RCaN; Schwesterschiff PRESERVER dient bei der Atlantikflotte in Halifax. Beide über Dampfkessel mit Turbinen angetriebenen Schiffe stammen noch aus den 1960-er Jahren. Eigentlich sollten sie längst durch Neubauten ersetzt sein, aber nach jahrelanger Verschleppung des Vorhabens hat die kanadische Regierung erst im vergangenen Jahr die Beschaffung von zwei Joint Support Ships (Design auf der Basis der deutschen BERLIN-Klasse) eingeleitet. Diese werden frühestens 2019/20 zur Verfügung stehen – also in jedem Fall mehrere Jahre nach Ausmusterung der alten Versorger.
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#82
http://www.marineforum.info/html/body_wochenschau.html
Zitat:Der nach einem Brand manövrierunfähig im Pazifik treibende Versorger PROTECTEUR konnte wohlbehalten nach Pearl Harbour gebracht werden.

Wie in der letzten Woche an dieser Stelle berichtet, konnte die Besatzung das am 28. Februar im Maschinenraum ausgebrochene „größere (significant) Feuer“ löschen und „das Schiff retten“; 20 Seeleute wurden dabei leicht verletzt. Regel-/Steuereinrichtungen für die Dampfkessel und Turbinen der Antriebsanlage waren nach dem Brand ausgefallen; die PROTECTEUR trieb etwa 350 sm nordöstlich von Hawaii antriebslos und „in schwerer See“.

Die US Navy hatte sofort Schiffe zum Havaristen entsandt, auf dem sich die Lage inzwischen stabilisiert hatte. Einige mitfahrende Familienmitglieder wurden auf den US Zerstörer MICHAEL MURPHY evakuiert. Ein erster Schleppversuch des US Kreuzers CHOSIN scheiterte, als in schwerer See die Schleppleine brach. Schließlich aber konnte der Bergeschlepper SIOUX der US Navy den kanadischen Versorger „auf den Haken nehmen“. Am 6. März traf der Schleppzug wohlbehalten in Pearl Harbour (Hawaii) ein.

Die PROTECTEUR wird zu einer ersten Schadensbefundung nun in Pearl Habour eingedockt und eingehend untersucht, bevor sie dann in ihre Heimatbasis Esquimalt (bei Victoria) zurückgebracht wird. Die bisher vorliegenden Berichte lassen schwere (kostspielige) Schäden an der Antriebsanlage vermuten, und man kann durchaus damit rechnen, dass das ohnehin im nächsten Jahr auszumusternde Schiff nach Kosten-Nutzen Abwägung nicht mehr in den aktiven Dienst zurückkehren wird.
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#83
Irgendwie geht's der kanadischen Marine "in letzter Zeit nass rein":
http://www.marineforum.info/Daily_News/daily_news.html
Zitat:...

23 June

CANADA
Destroyer IROQUOIS will be kept pier-side for the time being … inspection after rust detected in April has shown widespread corrosion … assessment that it may not be safe to send her out to sea … will be used for training until navy decides her fate (early decommissioning possible).

...
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#84
etwas ausführlicher:
http://www.marineforum.info/Wochenschau ... schau.html
Zitat:Zerstörer IROQUOIS droht möglicherweise die vorzeitige Ausmusterung.

Im April war am Rumpf und den Zwischendecks starker Rostbefall entdeckt worden. Eine genauere Untersuchung zeigte, dass Korrosion an einigen Stellen die Dicke des Schiffbaustahls bereits um 30 Prozent reduziert hat; „maximal vertretbar“ sollen nur 20 Prozent sein. Einige der Roststellen am Rumpf liegen knapp unter der Wasserlinie.

Aus Sicherheitsgründen darf der Zerstörer nun erst einmal nicht mehr zur See fahren. Während die kanadische Marine (RCaN) Möglichkeiten einer (unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten vernünftigen) Reparatur prüft, bleibt die IROQUOIS im Hafen von Halifax an der Pier, wird dort vorerst nur für Ausbildungszwecke genutzt.

Die Hiobsbotschaft kommt nur wenige Monate nachdem an den Aufbauten der IROQUOIS Ermüdungsrisse sichtbar wurden und dem Schiff bereits Seegangsbeschränkungen bescherten. Nun droht sogar die vorzeitige Außerdienststellung, und diese könnte die RCaN empfindlich treffen. Die IROQUOIS ist einer von noch drei Anfang der 1970-er Jahre gebauten Zerstörern der TRIBAL-Klasse, die im Rahmen einer Modernisierung für Aufgaben als Führungsschiffe optimiert wurden, die aber auch als einzige Kampfschiffe der RCaN über Flugabwehrsysteme größerer Reichweite (Standard Missile SM-2) verfügen und damit zur Verbandsflugabwehr befähigt sind.

Da Schwesterschiff ALGONQUIN nach einer heftigen Kollision mit dem Versorger PROTECTEUR seit Februar zur Reparatur in einer Werft am Pazifik liegt, kann die RCaN zurzeit nur noch den wie die IROQUOIS in Halifax stationierten Zerstörer ATHABASCAN einsetzen. Alle drei Zerstörer sollten trotz ihres fortgeschrittenen Alters von mehr als 40 Jahren noch einige Jahre (bis 2017) zur See fahren. Allerdings sieht die Marineplanung ihre Außerdienststellung schon deutlich vor Zulauf neuer Kampfschiffe vor. Das „Canadian Surface Combatant“ Vorhaben ist noch in einem frühen Stadium; Bauaufträge sind noch nicht vergeben, und ein erstes Schiff wird frühestens 2022 erwartet. Die durch eine vorzeitige Ausmusterung der IROQUOIS entstehende Lücke wäre damit nicht neu – nur größer und nicht schon jetzt geplant.
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#85
http://www.marineforum.info/Daily_News/daily_news.html
Zitat:...
14 July

CANADA
After “three incidents of professional and personal misconduct” (rmks: no details) involving crewmembers of KINGSTON class coastal defence vessel WHITEHORSE at Pearl Harbor (Hawaii), RCaN chief RAdm Norman has ordered the boat to break from exercise “RIMPAC” and return home.

...
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#86
Zerstörer der KDX-2-Klasse für die kanadische Marine?
http://www.janes.com/article/45449/indo ... r-interest
Zitat:IndoDefence 2014: DSME hints at Canadian destroyer interest

South Korean shipbuilder Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering (DSME) has indicated that the Royal Canadian Navy (RCN) may be considering a variant of the KDX-2 class guided-missile destroyer currently in service with the Republic of Korea Navy (RoKN).
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#87
http://www.marineforum.info/Aktuelles_H ... /maaw.html
Zitat:17 Jahre nach dem Kauf (1998) von vier britischen gebrauchten U-Boote der UPHOLDER-Klasse konnte die Kanadische Marine (RCaN) ihre U-Boot-Komponente endlich „voll einsatzklar“ erklären.

Als letzten Schritt auf dem langen Weg dorthin hatte das U-Boot VICTORIA Ende Februar ein simuliertes Torpedoschießen „unter operativen Bedingungen“ erfolgreich absolviert. Eigentlich sollten die vier U-Boote nach Umrüstung und Modernisierung schon 2001 als VICTORIA-Klasse die Nachfolge der veralteten kanadischen U-Boote der OBERON-Klasse antreten.

...
Nun sind mit VICTORIA, WINDSOR und CHICOUTIMI drei der vier U-Boote einsatzklar. Auf die vorübergehend bereits als „Vorzeigeboot“ eingesetzte CORNER BROOK wird die Marine aber noch etwas warten müssen. Sie musste nach einer „heftigen Grundberührung“ im Sommer 2011 aus dem aktiven Dienst genommen werden und soll nach längerer Werftliegezeit erst 2017 zur Flotte zurückkehren. Die RCaN ist zuversichtlich, dass die „endlose Geschichte“ um die früheren britischen U-Boote nun endlich ein Ende gefunden hat.

Sehr lange sollen die U-Boote aber wohl nicht mehr fahren. Ihre Indiensthaltung belastet zunehmend das Budget der Marine, die Ende 2014 schon zusätzliche Mittel beantragen musste. Ihr Ersatz durch neue, moderne U-Boote steht seit mehreren Jahren als „langfristige Planung“ auf der Agenda der RCaN. Sie hofft, dieses neue Projekt „nach 2020“ angehen zu können, dann vielleicht sogar nukleargetriebene U-Boote (in den USA) beschaffen zu können. Im Gegensatz zu den diesel-elektrisch angetriebenen VICTORIA wären solche auch unter dem arktischen Eis einsetzbar – eine Fähigkeit, die mit als Folge des Klimawandels neuem operativen Fokus auf die Arktis zunehmend an Bedeutung gewinnt.
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#88
Kanada hat angekündigt vorerst 18 F/A-18 Super Hornets als Ergänzung zu seiner Flotte von aktuell 77 CF-18 kaufen zu wollen. Die Ausschreibung für das Nachfolgemodell soll 2017 gestartet werden. Die Auswahlentscheidung wird nach ausgiebigen Test erfolgen, die bis zu fünf Jahren in Anspruch nehmen können.

Defense News
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