United States of America
Wenn die deutschen Mainstream Medien sich wieder einmal über Trump auskotzen, dann hat er alles richtig gemacht. Ein Präsident der seine Wahlversprechen halten will, wo gibt es denn sowas? Tja aktuell in den USA. Solche Politiker ist der hiesige Schreiberling eben nicht gewohnt.
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Ziemlich krude Art, die Handlungen eines amerikanischen Präsidenten über die Reaktion in den hiesigen Medien zu bewerten. Für Medienkritik gibt es im übrigen genauso einen eigenen Strang wie mehrere zur europäischen Politik. Wink
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Die Irrtümer in Sachen Trump und was er angeblich nie schafft

1. Verrückter Sonderling (Trump) wird nie Kandidat der Republikaner
2. Geschafft aber er wird nur eine Außenseiterrolle spielen
3. Geschafft aber stärkster Kandidat wird er nie
4. Geschafft aber er wird nie so stark wie die Anderen zusammen
5. Geschafft aber die Republikaner werden ihn nicht antreten lassen
6. Geschafft aber die Wahlmänner werden ihn nicht wählen
7. Geschafft aber gegen Clinton wird er nie gewinnen
8. Geschafft aber er wird nie vereidigt werden
9. Geschafft aber er wird seine Wahlversprechen nicht halten können

usw.

Wie lange will man sich in Sachen Trump noch lächerlich machen?
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Wenn du mit "man" dich meinst, weil du über all die Zeit falsche Prognosen abgegeben hast brauchst du dir keine Sorge machen. Argumentativ begründet mag eine Prognose nicht zutreffen, lächerlich macht man sich damit aber nicht. Das passiert nur, wenn man willkürlich irgendwelche Allgemeinplätze oder Scheinargumente in den Raum wirft. Meinst du jemand anderen damit, dann ist es korrekt, Ross und Reiter konkret zu benennen und argumentativ dar zu legen, warum die Prognose selbst schon von falschen Annahmen ausging. Das lässt sicher hinterher ja meist relativ leicht, dann aber bitte im richtigen Thema. Alles andere hingegen ist Polemik, und die habe ich nicht vor hier zu dulden. Undecided
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Zitat:Wie lange will man sich in Sachen Trump noch lächerlich machen?
Es stellt sich aber auch die Frage, wer denn sich des Risikos aussetzt, sich lächerlich zu machen? Es ist ja beileibe nicht so, dass Trump sich nur mit einem Teil der Medien herumstreitet, nein, er streitet sich quasi mit allen - egal ob seine eigene Partei, die Demokraten, die Industrie, die Wissenschaft, die Jurisdiktion, die Geheimdienste etc.; seine Streitlustigkeit, sein Trotz zieht sich wie ein roter Faden durch seine bisherige Amtszeit.

Das eigentliche Problem: Hierbei geht es zudem nicht mal immer mehr um Logik oder belegbare Fakten, es geht einfach nur mehr darum, dass er irgendwie im Recht ist und alle anderen, die irgendwie Kritik geäußert hatten, sind seine Feinde und haben eh keine Ahnung und werden auf Twitter mit Häme überzogen. Nur kann man so auf Dauer keine ernstzunehmende und substantielle Politik gestalten.

Und wenn dieser Stil die nächsten Monate so weitergeführt wird, so dürfte es er sein, der sich zunehmend lächerlich macht und seine Absichten desavouiert. Schon jetzt ist doch teils der Effekt zu beobachten, dass die Leute bei dem Satz "Trump hat übrigens wieder Mal ein neues Dekret..." anfangen zu grinsen und zu feixen. Dies bedeutet wohl nun nicht, dass man Trump in seiner Rolle als US-Präsident überhaupt nicht ernstnehmen sollte - dazu hat er dann doch zu enorme Machtmittel -, aber als reine Person ist er im Verständnis vieler schon jetzt als alberne Karikatur eines Politikers, ja als zu belächelndes, bizarres Rumpelstilzchen im Weißen Haus angekommen.

Schneemann.
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Nachdem das erste Dekret bezüglich eines Einwanderungsstopps an verfassungsrechtlichen Hürden scheiterte, kündigte Trump nun einen neuerlichen Versuch an - einer, der gezielt die Vorwürfe der Kritiker beachten bzw. so diese vermutlich aushebeln soll. Auch wenn Details noch keine genannt wurden, könnte es vor allem auch um Regelungen hinsichtlich von Green Card-Besitzern gehen...
Zitat:Trump will nächste Woche neuen Einreisestopp verhängen [...]

Die neue Anordnung in der kommenden Woche werde genau jenen Einwänden Rechnung tragen, die die Juristen bei ihrer Ablehnung des ersten Dekrets vorgebracht hatten, sagte Trump am Donnerstag vor Journalisten. [...]

Aus dem US-Kongress hieß es aber unlängst, Trump könnte Besitzer einer Green Card oder einer anderen dauerhaften Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung von einem Einreiseverbot ausklammern, um Bedenken der Richter zu entkräften.
http://de.reuters.com/article/usa-trump-...EKBN15W0D1

Währenddessen ist eine Lösung für den geschassten (ehem.) Sicherheitsberater Flynn...
Zitat:Gefeuerter Trump-Berater

Flynn belog offenbar das FBI

Der zurückgetretene US-Sicherheitsberater Michael Flynn gerät in ernste Bedrängnis, weil er das FBI angelogen haben soll. Der ehemalige General bestritt offenbar in Gesprächen mit dem FBI, Ende vergangenen Jahres US-Sanktionen gegen Russland mit dem Botschafter des Landes diskutiert zu haben.

Die Geheimdienst-Aufzeichnungen der Telefonate vom Dezember 2016 widersprechen jedoch seiner Aussage, wie vor ein paar Tagen bekannt wurde. Brenzlig wird es für Flynn nun, weil er dies im Gespräch mit FBI-Agenten am 24. Januar abstritt, wie die Washington Post berichtet. Das FBI anzulügen ist laut Gesetz ein schweres Verbrechen. [...]

Flynn war am Montag auf Trumps Geheiß zurückgetreten.
http://www.sueddeutsche.de/politik/gefeu...-1.3383157

...noch nicht gefunden. Offenbar sind mögliche Kandidaten nicht gerade begeistert von dem Posten (bzw. von diesem Posten unter Trump):
Zitat:Suche nach neuem US-Sicherheitsberater

Kandidat für Flynn-Nachfolge sagt ab

Nächste Absage für Donald Trump: Ex-Vizeadmiral Robert Harward will nicht Nachfolger des zurückgetretenen Sicherheitsberaters Michael Flynn werden. [...]

US-Präsident Donald Trump hat bei der Bildung seiner Regierung einen weiteren Rückschlag erlitten. Sein Kandidat für den Posten als Nationaler Sicherheitsberater, Ex-Vizeadmiral Robert Harward, lehnte das Angebot ab, wie ein hochrangiger Vertreter des Weißen Hauses sagte. Er habe familiäre und finanzielle Gründe für seine Absage angegeben. Der 70-jährige Harward ist für den Rüstungskonzern Lockheed Martin tätig.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/do...35009.html

Schneemann.
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Es scheint wohl doch so, dass der Satz, wonach nichts so heiß gegessen wird, wie es gekocht wurde, nachwievor seine Gültigkeit besitzt...
Zitat:Trump hält vorerst doch am Nafta-Freihandelsabkommen fest

US-Präsident Donald Trump hält vorerst doch am Freihandelsabkommen Nafta fest.

Der mexikanische Präsident Enrique Pena Nieto und Kanadas Ministerpräsident Justin Trudeau hätten ihn in Telefonaten gebeten, das Abkommen stattdessen neu auszuhandeln, schriebt Trump am Donnerstag auf Twitter. "Ich habe zugestimmt unter der Bedingung, dass wir Nafta aufkündigen, wenn wir nicht einen für alle fairen Deal erzielen." Das US-Präsidialamt hatte am Mittwoch erklärt, Neuverhandlungen sollten rasch beginnen. Zuvor war im US-Präsidialamt erwogen worden, per Dekret aus dem Freihandelsabkommen auszusteigen. Trumps Berater waren sich in der Sache jedoch uneins.

Trump hatte im Wahlkampf mit dem Rückzug aus dem seit 23 Jahren bestehenden Abkommen gedroht, sollte er keine besseren Bedingungen für die USA aushandeln können. [...] Der Nationale Verband der Maisbauern warnte in einer Erklärung vor einem Ende des Vertrages. "Mr. President, Amerikas Maisbauern waren für ihren Wahlsieg mitverantwortlich. Ein Ausstieg aus Nafta wäre verheerend für die amerikanische Landwirtschaft."
http://de.reuters.com/article/usa-nafta-idDEKBN17T0J6

Schneemann.
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Möglicherweise ziehen die isolationistischen und protektionistischen Töne, welche Trump vor und teils auch nach der Wahl verlauten hat lassen, ihre ersten Kreise; einerseits haben Ökonomen hiervor gewarnt, andererseits sagen sie aktuell auch, dass man diese Tendenz nicht überbewerten solle (i. d. T. wäre es wohl auch noch sehr früh)...
Zitat:US-Wirtschaft büßt unter Präsident Trump an Tempo ein

Die US-Wirtschaft ist mit Amtsantritt von Präsident Donald Trump so schwach gewachsen wie seit drei Jahren nicht mehr.

Von Januar und März stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nur mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 0,7 Prozent, wie das Handelsministerium am Freitag in Washington auf Basis vorläufiger Berechungen mitteilte. Experten hatten mit plus 1,2 Prozent gerechnet. Ende 2016 hatte die vor China größte Volkswirtschaft der Welt noch um 2,1 Prozent zugelegt. Grund für die unerwartet mauen Daten ist der schwächste Konsum seit über sieben Jahren. Ökonomen sprachen allerdings von statistischen Verzerrungen und warnten, man dürfe die Zahlen nicht überbewerten. [...]

Finanzminister Steven Mnuchin kündigte jüngst an, das Vorhaben (die "radikale" Steuerreform zur Unternehmensentlastung, Anm. v. mir) trage sich von selbst und müsse deshalb nicht gegenfinanziert werden. Experten sehen dies aber kritisch. Sie gehen davon aus, dass die Einnahmeausfälle beim Fiskus dazu führen, dass der ohnehin hohe Schuldenberg von fast 20 Billionen Dollar weiter wachsen wird.
http://de.reuters.com/article/usa-bip-idDEKBN17U20E

Frei nach Bill Clinton (It's the economy, stupid), denke ich jetzt schon, dass dieser Umstand der Wirtschaftsentwicklung entscheidend sein kann, was eine Wiederwahl Trumps betrifft. Er mag derweilen unbeliebt sein, wie kaum ein Präsident vor ihm, und er mag ein unausgegorenes Dekret nach dem anderen postulieren, die dann wieder prompt von Gerichten kassiert werden, aber dies wird nicht eine Wiederwahl entscheiden. Auch die viel genannte Spaltung der Gesellschaft wird nicht entscheidend sein. Letztlich wird es darauf ankommen, wie "der Laden intern läuft".

Schneemann.
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