Syrien
Zur Situation in Idlib und die Verhandlungen im Hintergrund:
Zitat:Waffenruhe

Von Russland und Türkei vereinbarte Waffenruhe in Idlib in Kraft

Laut Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte herrschte in der Region "relative" Ruhe. Dieser waren zähe Verhandlungen vorausgegangen. [...]

Idlib/Moskau/Ankara – In der seit Monaten heftig umkämpften nordsyrischen Provinz Idlib ist in der Nacht zum Freitag eine zwischen Russland und der Türkei vereinbarte Waffenruhe in Kraft getreten. Kurz nach Inkrafttreten der Feuerpause um Mitternacht (Ortszeit) herrschte in der Region "relative" Ruhe, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte. Weder die syrische Regierungsarmee noch die mit ihr verbündeten russischen Verbände hätten zunächst ihre Luftangriffe in Idlib fortgesetzt, hieß es. Noch einige Stunden vor der Waffenruhe hatte die türkische Armee Stellungen der syrischen Regierungsarmee mit Drohnen angegriffen, wie das Verteidigungsministerium in Ankara mitteilte. Bei diesen Angriffen um 16.00 Uhr Ortszeit seien 21 syrische Soldaten "neutralisiert" worden. [...]

Die türkischen Drohnenangriffe waren nach Angaben des Verteidigungsministeriums ein Vergeltungseinsatz für die Tötung von mehr als 30 türkischen Soldaten durch die syrischen Regierungstruppen in jüngster Zeit. Während nach Mitternacht laut der Beobachtungsstelle dann "relative" Ruhe eintrat, feuerte die syrische Regierungsarmee in an die Provinz angrenzenden Gebieten von Aleppo und Hama mehrfach Artillerie auf Positionen der Aufständischen ab. [...]

Putin machte für die jüngste Eskalation "Banden in Idlib" verantwortlich, die drastisch ihre Angriffe auf syrische Truppen, aber auch den russischen Stützpunkt Hmeimim verschärft hätten. Laut Putin sei die russische Luftwaffenbasis seit Jahresbeginn 15-mal angegriffen worden. Erdoğan wiederum erhob einmal mehr schwere Anschuldigungen gegen das von Russland gestützte Regime von Bashar al-Assad. Dieses habe die seit dem 2018 ausgehandelten Sotschi-Memorandum bestehenden Vereinbarungen in der Deeskalationszone verletzt. Es sei "nicht hinnehmbar", dass vier Millionen Bewohner der Region zu Terroristen erklärt werden. [...]

Wie haltbar der Waffenstillstand ist, bleibt abzuwarten. Die Türkei erkennt damit notgedrungen die jüngsten Eroberungen der syrischen Armee in Idlib an. Putin betonte jedoch zugleich die "territoriale Unverletzlichkeit Syriens" – ein Wink, dass die Türken früher oder später ganz Idlib räumen sollen.
https://www.derstandard.at/story/2000115...n-im-kreml

Schneemann.
Zitieren
Nach dem Tod von über 30 türkischen Soldaten bei einem Luftangriff vorletzte Woche, standen die Zeichen auf Sturm zwischen Russland und der Türkei. Mancher Kommentator sah sogar schon einen möglichen Krieg zwischen den beiden tief in den syrischen Konflikt verwickelten Protagonisten heraufziehen. Nun haben sich die Wogen zum Glück wieder etwas geglättet. Zwar scheint die unten anstehende Meldung Entspannung zu suggerieren, allerdings sind die Gegensätze zwischen beiden Ländern in Syrien nachwievor eminent...
Zitat:Waffenruhe in Idlib hält

Russland und Türkei patrouillieren zusammen

In den vergangenen Wochen ist die Gewalt in Syriens letztem großen Rebellengebiet eskaliert. Seit mehr als einer Woche gilt eine Waffenruhe, bislang hält sie auch. Die vertriebenen Menschen trauen sich aber nicht zurück.

Russland und die Türkei wollen am Sonntag in Syriens letztem großen Rebellengebiet um die Stadt Idlib mit gemeinsamen Patrouillen entlang einer wichtigen Schnellstraße beginnen. Darauf hatten sich die beiden Länder vor mehr als einer Woche geeinigt. Die ebenfalls vereinbarte Waffenruhe für die umkämpfte Region hält seitdem weitestgehend. Russland unterstützt im syrischen Bürgerkrieg die Regierung, die Türkei steht an der Seite der Rebellen. [...]

Die Vereinbarung zwischen Russland und der Türkei sieht neben einer Waffenruhe und gemeinsamen Patrouillen auch einen so genannten Sicherheitskorridor entlang der Schnellstraße M4 vor, die durch das Rebellengebiet läuft. Die beiden Schutzmächte wollen zudem ein "gemeinsames Koordinierungszentrum" schaffen, um die Waffenruhe zu beobachten. Die Türkei hat in der Region eigene Truppen im Einsatz. Mit dem Abkommen hatten Moskau und Ankara auf die Eskalation in der Region regiert.
https://www.n-tv.de/politik/Russland-und...42045.html

Schneemann.
Zitieren
(15.03.2020, 15:56)Schneemann schrieb: Nach dem Tod von über 30 türkischen Soldaten bei einem Luftangriff vorletzte Woche, standen die Zeichen auf Sturm zwischen Russland und der Türkei. Mancher Kommentator sah sogar schon einen möglichen Krieg zwischen den beiden tief in den syrischen Konflikt verwickelten Protagonisten heraufziehen. Nun haben sich die Wogen zum Glück wieder etwas geglättet. Zwar scheint die unten anstehende Meldung Entspannung zu suggerieren, allerdings sind die Gegensätze zwischen beiden Ländern in Syrien nachwievor eminent...
Zitat:Waffenruhe in Idlib hält

Russland und Türkei patrouillieren zusammen

In den vergangenen Wochen ist die Gewalt in Syriens letztem großen Rebellengebiet eskaliert. Seit mehr als einer Woche gilt eine Waffenruhe, bislang hält sie auch. Die vertriebenen Menschen trauen sich aber nicht zurück.

Russland und die Türkei wollen am Sonntag in Syriens letztem großen Rebellengebiet um die Stadt Idlib mit gemeinsamen Patrouillen entlang einer wichtigen Schnellstraße beginnen. Darauf hatten sich die beiden Länder vor mehr als einer Woche geeinigt. Die ebenfalls vereinbarte Waffenruhe für die umkämpfte Region hält seitdem weitestgehend. Russland unterstützt im syrischen Bürgerkrieg die Regierung, die Türkei steht an der Seite der Rebellen. [...]

Die Vereinbarung zwischen Russland und der Türkei sieht neben einer Waffenruhe und gemeinsamen Patrouillen auch einen so genannten Sicherheitskorridor entlang der Schnellstraße M4 vor, die durch das Rebellengebiet läuft. Die beiden Schutzmächte wollen zudem ein "gemeinsames Koordinierungszentrum" schaffen, um die Waffenruhe zu beobachten. Die Türkei hat in der Region eigene Truppen im Einsatz. Mit dem Abkommen hatten Moskau und Ankara auf die Eskalation in der Region regiert.
https://www.n-tv.de/politik/Russland-und...42045.html

Schneemann.

Interessant ist dass die Türkei sich auf dieses Abkommen einlässt und damit quasi eingesteht dass die Gebietsgewinne des Assad-Regimes in Idlib so schnell nicht mehr umkehrbar sind. Das hat wenige Tage vorher noch ganz anders geklungen.
Zitieren


Gehe zu: