Turk-sprachige Staaten
ohne Worte:
Abendzeitung
Zitat:Aserbaidschan-Affäre: Ein CSU-Politiker hat Europa verraten

Ein Ex-Staatssekretär ist in der Aserbaidschan-Affäre verurteilt worden – ein kleines Kapitel des europäischen Korruptionsskandals ist damit abgeschlossen. Was bleibt, ist trotzdem Misstrauen, kommentiert AZ-Nachrichtenredakteur Alexander Spöri.

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SPIEGEL:
Zitat:CSU-Politiker Lintner zu Haftstrafe auf Bewährung verurteilt

FAZ: CSU-Politiker Lintner wegen Bestechung verurteilt

Tagesschau:
Zitat:Abgeordnetenbestechung
CSU-Politiker in Aserbaidschan-Affäre verurteilt

Die ZEIT:
Zitat:CSU-Politiker Eduard Lintner in Korruptionsprozess verurteilt
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Aus Moskau - Kriegsdrohung gegen Aserbaidschan
Zitat: Harte Worte des Kremls für Baku

Die russische Staatspropaganda hat ihre Aggressionen gegenüber Aserbaidschan verstärkt.

Auslöser sind Berichte, dass Baku möglicherweise sein Moratorium für die Waffenlieferungen an die Ukraine aufheben könnte.

Der staatliche TV-Moderator Wladimir Solowjow warnt nun vor einem möglichen neuen Krieg im Südkaukasus.
In der Sendung „Sonntagabend“ auf Rossiya-1 äußerte Solowjow die Idee einer weiteren „spezialmilitärischen Operation“, diesmal in der Region des Kaspischen Meeres, wobei er Aserbaidschan stark als mögliches Ziel andeutete.

Er sagte, dass der Konflikt in der Ukraine möglicherweise nicht enden würde, selbst wenn Putin und Trump in Alaska ein Friedensabkommen erzielen würden. Solowjow warnte davor, dass NATO-Stützpunkte in der Region des Kaspischen Meeres entstehen könnten.

Er nahm Aserbaidschan ins Visier und wies auf dessen enge Beziehungen zum NATO-Mitglied Türkei hin.

Er bezeichnete die Idee als „ein sehr großes Problem“ mit gefährlichen geopolitischen Konsequenzen....
wenn man einen Beistandspakt (wie etwa die NATO) als Sicherheitsbündnis gegen einen übermächtigen Gegner betrachtet, dann läge es nahe, dass sich Aserbaidschan nun selbst mit Verbündeten liiert.
Ob das nun die Türkei als NATO-Land sein muss, oder ein oder mehrere andere Staaten Zentralasiens (etwa Kasachstan oder Turkmenistan) in ähnlicher Konstellation sein würden, kann ja mal dahin gestellt werden. Es bleibt auf jeden Fall spannend.
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(12.08.2025, 10:23)Kongo Erich schrieb: Aus Moskau - Kriegsdrohung gegen Aserbaidschan wenn man einen Beistandspakt (wie etwa die NATO) als Sicherheitsbündnis gegen einen übermächtigen Gegner betrachtet, dann läge es nahe, dass sich Aserbaidschan nun selbst mit Verbündeten liiert.
Ob das nun die Türkei als NATO-Land sein muss, oder ein oder mehrere andere Staaten Zentralasiens (etwa Kasachstan oder Turkmenistan) in ähnlicher Konstellation sein würden, kann ja mal dahin gestellt werden. Es bleibt auf jeden Fall spannend.

Welches Land wäre so dumm kurz vor einem möglichen Krieg ein Bündnis mit Aserbaidschan einzugehen? Welchen Mehrwert sollte das für die theoretischen Bündnispartner denn haben?

Davon abgesehen würde Aserbaidschan sicher nicht so lange durchhalten wie die Ukraine. Wenn Rußland und Iran gemeinsam angreifen ist das eher eine Sache von Wochen.
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Die FLUGREVUE befasst sich mit der Frage, wie aserbaidschanische MiG-29 in die ukrainische Luftflotte geraden sein könnten (Kopie hier).

Einer der politisch wichtigsten Hintergrundsätze ist:
Zitat:...
Ob die Ukrainer die MiG-29 mit ausdrücklicher oder wenigstens inoffizieller Zustimmung aus Baku in ihre Luftwaffe übertragen oder sich den Jet nach erfolgreicher Instandsetzung eigenmächtig einverleibt haben, bleibt unklar. Da seit Veröffentlichung der erwähnten Fotos jedoch kein lauter Protest aus Baku zu vernehmen war, ist davon auszugehen, dass Aserbaidschan das Vorgehen der Ukrainer zumindest stillschweigend hinnimmt, wenn nicht sogar gutheißt.
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Zitat:Kasachstan: Religionskonferenz mahnt UN-Ziele bis 2030 an
Nachhaltigkeitsziele müssen schneller umgesetzt werden. Und es braucht mehr internationale Zusammenarbeit, um gegen den Klimawandel vorzugehen. Das hat die internationale Religionskonferenz in Kasachstan in einer Abschlusserklärung betont. Papst Leo rief in einer Botschaft, die verlesen wurde, zum gemeinsamen Engagement der Religionen für die Menschenwürde auf.

Der VIII. Kongress der Führer der Welt- und traditionellen Religionen ging an diesem Donnerstag in der kasachischen Hauptstadt Astana zu Ende. In ihrem gemeinsam erarbeiteten Dokument zeigen sich die Delegierten unter anderem besorgt über eine zu langsame Umsetzung der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung, die bis zum Jahr 2030 erreicht werden sollen. Dazu zählen etwa der Kampf gegen Hunger und Armut, für Bildung und Gesundheitsversorgung.
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ich schreib das mal hierher, weil Kasachstan bei uns eher als autoritär islamisch geprägter Staat unter russischer Einflussnahme gilt.
Wenn dort eine internationale Konferenz solche Beschlüsse fast, die inhaltlich (Eindämmung fossiler Energieträger) gegen die Energiepolitik von Russland, arabischen Ölstaaten, Iran und USA gerichtet sind, dann kann das auch interpretiert werden.
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(18.09.2025, 20:32)Kongo Erich schrieb: ich schreib das mal hierher, weil Kasachstan bei uns eher als autoritär islamisch geprägter Staat unter russischer Einflussnahme gilt.
Wenn dort eine internationale Konferenz solche Beschlüsse fast, die inhaltlich (Eindämmung fossiler Energieträger) gegen die Energiepolitik von Russland, arabischen Ölstaaten, Iran und USA gerichtet sind, dann kann das auch interpretiert werden.

Diese Konferenz findet alle paar Jahre in Kasachstan statt. Jedes Mal haut man sich gegenseitig die Taschen voll (Märchenerzählen) und am Ende gibt es eine für die Zukunft völlig bedeutungslose Deklaration. Substanziell ist da bisher nie was bei rausgekommen, würde mich stark wundern wenn es dieses Mal anders wäre.
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Zitat:Kasachstan warnt vor nuklearem „Armageddon“: Risiko so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr
Kasachstans Präsident Tokajew warnt vor einem Atomkrieg. Statt Sanktionen oder Blockbildung setzt Astana auf Diplomatie und will als Vermittler im globalen Krisendialog auftreten.
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wer ernsthaft als Vermittler auftreten will signalisiert damit gleichzeitig, dass er sich keiner der beteiligten Seiten zugehörig fühlt und keiner zugeordnet werden möchte
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(19.09.2025, 12:20)Kongo Erich schrieb: wer ernsthaft als Vermittler auftreten will signalisiert damit gleichzeitig, dass er sich keiner der beteiligten Seiten zugehörig fühlt und keiner zugeordnet werden möchte

Katar will auch ständig als Vermittler auftreten, aber wie glaubhaft ist es dass sie sich keiner Seite zugeordnet fühlen?
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Zitat: Fünf Staaten, hohe Rohstoffreserven, null Strategie: Deutschlands Zentralasien-Problem
Alle fünf zentralasiatischen Außenminister sind am Mittwoch in Berlin. Deutschland wie auch die EU haben die Region jahrzehntelang unterschätzt. Ein Kommentar.


Es ist ein diplomatisch ungemein wichtiges Zeichen. Am Mittwoch kommen die Außenminister der fünf zentralasiatischen Staaten nach Berlin. Endlich. Schließlich ist die rohstoffreiche Region zwischen Russland, China, Indien und Iran eine der geostrategisch aufstrebenden Gegenden Eurasiens. Die deutsche Politik hat Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan, Kirgistan und Tadschikistan viel zu lange nicht ernst genommen.
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das kommt davon, wenn man Globaldefence (nicht mehr online) und dieses Forum übersieht ...
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Die zentralasiatischen Staaten werden für den "Transport-Korridor" zwischen China und der Türkei / EU immer wichtiger.

Dazu
entnommen aus: Der Festlandhandel zwischen China und der EU. Welche Möglichkeiten ergeben sich für Zentralasien?
Und wo ein freier Warenaustausch herrscht, sind auch Abhängigkeiten von Dritten eingeschränkt. Ganz abgesehen davon, dass der Handel schon seit Jahrtausenden einen ideellen und kulturellen Austausch ermöglicht und fördert.
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Mit der Rolle Aserbaidschans zwischen der EU und Russland befasst sich dieser Beitrag der FR:
Zitat:Aserbaidschan in Putins Fußstapfen: EU-Partner verschärft Kurs – Oppositionsführer gibt Einblick in harte Haft
Stand:05.07.2026, 05:58 Uhr

Ali Karimli ist eine Führungsfigur der Opposition in Aserbaidschan – seit Ende 2025 ist er in Haft. Seine Tochter sieht das Land weiter abdriften. Analyse.

Ein freundliches Händeschütteln gehört dazu. Auch als EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Mittwoch Ilham Alijew besucht. Aber bisweilen hat die Geste einen Beigeschmack. So auch hier. Denn Alijews Regierung im rohstoffreichen Aserbaidschan ist nicht nur ein wertvoller Wirtschaftspartner. Sie hält auch an engen Banden zu Russland fest. Und sie hat eine unterdrückerische Seite. 328 politische Gefangene gebe es im Land, rügte der Europarat im Juni. Einer der prominentesten von ihnen ist der langjährige Oppositionspolitiker Ali Karimli.
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(Kopie hier)

Ich kann mir nicht helfen - aber mir scheint, die geschilderte Unterdrückung der Oppositionspolitiker zeigt türkische Züge.
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Zitat:Russlands Treibstoffkrise
Für Zentralasien wird Russland zum Klumpenrisiko

14.07.2026, 16:55 Uhr

Kasachstan riegelt seine Grenze ab, weil russische Autofahrer das Land leertanken. In der Region beginnt ein Umbruch, der weit über diesen Sommer hinausreichen wird: Das alte Modell, in dem Russland liefert und Zentralasien abnimmt, funktioniert in beide Richtungen nicht mehr.

An der kasachisch-russischen Grenze spielt sich derzeit eine bemerkenswerte Umkehrung ab: Nicht Zentralasiaten drängen nach Norden, sondern russische Autofahrer strömen in kasachische Grenzstädte - auf der Suche nach Benzin. Kasachstan hat reagiert und die Grenze faktisch abgeriegelt: 59 Polizeikontrollposten, Einreise für ausländische Fahrzeuge nur noch einmal täglich, mobile Teams patrouillieren rund um die Uhr.

Was hier sichtbar wird, ist mehr als ein Schmuggelproblem. Es ist der Moment, in dem Zentralasien erlebt, wie sein jahrzehntelanger Energie-Patron zum Risikofaktor wird.
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Für Zentralasien ist entscheidend, was daraus folgt: Der Markt, der die Region seit Sowjetzeiten versorgt, fällt als verlässlicher Lieferant aus - ausgerechnet zur Erntezeit, wenn der Bedarf saisonal steigt.

Kirgisistan ist besonders verwundbar
Wie hart das trifft, hängt davon ab, wo man tankt. Am verwundbarsten ist Kirgisistan: Über 90 Prozent seines Benzins kommen aus Russland, zollfrei geliefert im Rahmen der Eurasischen Wirtschaftsunion. Nun melden Tankstellen Engpässe bei den hochwertigen Sorten AI-95 und AI-98, und Bischkek hat offizielle Hilfsanfragen gleich an sechs Staaten verschickt - neben Russland auch an Kasachstan, Belarus, Aserbaidschan, Usbekistan und Turkmenistan.
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Auch Usbekistan, das eigentlich über eigene Förderung und Raffinerien verfügt, spürt den Druck: Der Börsenpreis für die gängige Sorte AI-92 stieg seit Anfang Juni um 11,8 Prozent, und die staatliche Fluggesellschaft strich wegen Kerosinmangels mehrere Russland-Flüge. Taschkent bereitet sich bereits auf den Winter vor - mit einer geplanten Benzinreserve von 120.000 Tonnen und Gesprächen mit Gazprom, Rosneft und Gazprom Neft.

Russland unterstellt Kasachstan, der Ukraine zu helfen
Und dann ist da Kasachstan, das plötzlich in einer völlig neuen Rolle steckt. Die größte Volkswirtschaft der Region meldete Ende Juni Bestände von über einer Million Tonnen Benzin, Diesel und Kerosin - Reserven für mehr als einen Monat, obwohl die Atyrau-Raffinerie gerade planmäßig gewartet wird. Die Tankstellen arbeiten normal. Genau das macht das Land zum Magneten: Kasachisches Benzin kostet dank staatlicher Preispolitik umgerechnet 45 bis 55 Rubel pro Liter, in manchen russischen Regionen über 90 Rubel - in Dagestan kletterte AI-95 zeitweise auf 115 bis 120 Rubel.
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Wie angespannt das Verhältnis unter der Oberfläche ist, zeigte sich nach dem ukrainischen Drohnenschlag auf die Omsker Raffinerie, Russlands größtes Werk, nur wenige hundert Kilometer von der kasachischen Grenze entfernt. Russische Propagandakanäle streuten prompt die Behauptung, Kasachstan könnte beim Start der Drohnen geholfen haben.
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Das Außenministerium in Astana wies die Vorwürfe umgehend als haltlose Unterstellungen zurück und betonte, sein Territorium werde niemals für Angriffe auf andere Staaten zur Verfügung gestellt. Die Episode illustriert ein Muster, das Kasachstan seit 2022 kennt: Je schwächer Moskau wird, desto misstrauischer blickt es auf die Eigenständigkeit seiner Nachbarn.

Jedes Land reagiert anders - aber für alle geht es weg von Russland
Denn trotz aller Stärke bleibt auch Kasachstan verwundbar.
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Für die Region ist die Krise damit ein doppelter Weckruf. Kurzfristig geht es um volle Tanks in der Erntezeit und um Kerosin für die wachsende Luftfahrt. Langfristig stellt sie das Fundament der Energiebeziehungen infrage: Die enge Verflechtung mit dem russischen Markt, institutionell zementiert durch die Eurasische Wirtschaftsunion, erweist sich für die Staaten der Region als Klumpenrisiko - eine Ansammlung ökonomischer Ausfallrisiken. Jedes Land reagiert auf seine Weise: Kirgisistan sucht neue Lieferanten, Usbekistan baut Reserven auf, Kasachstan schottet seinen Markt ab,
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da ist es doch gut, dass neben den Chinesen (Seidenstraße) auch die Türkei schon seit Jahren um intensivere Kontakte mit diesen Staaten bemüht ist.
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