Russland
Zitat: Russlands Wirtschafts-Bluff fliegt auf: Putin prahlt – doch selbst sein eigenes Ministerium widerspricht
Stand:16.05.2026, 13:46 Uhr
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davon sollte man sich nicht zu viel versprechen. Es ist das Wesen autokratischer Strukturen, dass der Machtelite das Wohlergehen der Bevölkerung am A... vorbeigeht. Und ihre eigenen Wünsche können diese Eliten immer erfüllen.
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Ein früherer Chefredakteur von 'Rossija 1', Dmitri Skorobutow, hat in einem Interview enthüllt, dass das russische Staatsfernsehen bereits seit 2011 eine eigene Nachrichtensendung für Russlands Präsidenten Wladimir Putin produziert, worin alle Meldungen weggelassen werden, die ihm missfallen könnten. Skorobutow schildert, wie in seiner Zeit als Chef des Formats 'Westi' eine Sondersendung eingeführt werden musste, die den Projektnamen "der wichtigste Zuschauer" hatte. Die Anweisung dazu sei nach den Massenprotesten von 2011 ergangen.

"Putins Zirkel war nach [den Protesten am] Bolotnaja[-Platz] ganz aufgeregt, und man versuchte, ihn von der Realität fernzuhalten", so Skorobutow. "Es lief folgendermaßen ab. Sagen wir, eine Ausgabe von 'Westi' sollte um 20:00h laufen. Die Crew musste nach der Produktion im Studio bleiben. Uns wurden Anweisungen gegeben, was wir im Programm lassen sollten, was wir hinzuzufügen hatten, was wir ausschmücken und was wir streichen sollten, damit Putin ein perfektes Bild des heutigen Russland zu sehen bekommt."

Skorobutow verließ den Sender 2017, seit 2020 lebt er im schweizerischen Exil. In dem Interview erklärt er, dass die heutigen Verhältnisse laut seinen alten Kollegen noch sehr viel extremer seien. Weitere Restriktionen seien nach dem Verlust des Raketenkreuzers Moskwa im April 2022 eingeführt worden. Putin habe erst eine Woche später vom Untergang des Schiffes erfahren. Aus journalistischer Sicht sei "das, was ich heute sehe, ein Alptraum", so Skorobutow weiter. Er gehe davon aus, "dass [Putin] sehr wenig davon weiß, was vor sich geht". (Quelle)
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Wer sich so informieren lässt darf sich nicht wundern, wenn er manipuliert und zur Marionette seines Umfeldes wird. Aus solchen Fehlinformationen erwachsenen falsche Entscheidungen, womit die gesamte negative Entwicklung verstärkt wird.
Schon der österreichische Kunstmaler hat am Ende des Krieges ganze Divisionen verschoben, bei denen vielleicht noch ein rudimentärer Stab vorhanden war - und ist dann an der "Unfähigkeit seiner Generale" gescheitert. Es geht halt nichts über die freie Presse, auch wenn es keine absolute Wahrheit gibt und immer die Gefahr besteht, in der eigenen Blase gefangen zu werden.

Dabei braucht es für einen "objektiven Blick" nicht einmal die lokalen Medien.

Es gibt relativ gute Indikatoren, um unabhängig "aus der Distanz" die wirtschaftliche Lage eines Landes oder in einer Region einzuschätzen. Die Wirtschaftswoche (Wiwo) hat dazu die Serie "Wirtschaft von oben".

Rein wirtschaftlich gesehen gibt es auch noch bestimmte Branchen - wie etwa die Autoindustrie - die ich als "Zeigebranchen" beschreiben würde. Wenn es der Autoindustrie gut geht, hat auch der Mittelstand genug Geld, sich einen Wagen zu kaufen.
Aktuell wird nun von der Wiwo über das ehemalige VW-Werk in Kaluga berichtet:
Zitat:Ist das die Trendwende im russischen Automarkt?
Das frühere russische VW-Werk in Kaluga ist eine Art Gradmesser, wie es um den Automarkt in Putins Reich steht. Satellitenbilder zeigen nun bemerkenswerte Bewegungen.

15.06.2026

Der russische Automarkt lag zuletzt am Boden. Sanktionen gegen Wladimir Putins Regime und der Krieg in der Ukraine hatten ihm vergangenes Jahr massiv zugesetzt. Um die hohe Inflation zu bekämpfen, hob die Zentralbank den Leitzins zwischenzeitlich auf mehr als 20 Prozent an. Autos auf Pump zu kaufen war fast unbezahlbar, selbst wenn der Staat hier Sonderkonditionen anbot. Verschärfte Finanzembargos des Westens schnitten Russland weiter von im Ausland geparktem Vermögen ab.
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Exklusive Statistiken aus der russischen Autoindustrie lassen jetzt aber einen Hauch von Aufwärtstrend erkennen. ... Der Aufwärtstrend zeigt sich auch im ehemaligen russischen Volkswagen-Werk in Kaluga, in das 2024 der teilstaatliche Autobauer Chery aus China eingezogen war.

Was in Kaluga passiert, lässt sich wie bei einem Gradmesser auf den gesamten Fahrzeugmarkt des Landes übertragen, ja auf gute Teile der russischen Volkswirtschaft.

Neueste Satellitenbilder lassen nun auf den Auslieferparkplätzen wieder einiges an Bewegung erkennen. Musste Chery vergangenes Jahr seine Autos sogar auf Grasflächen abstellen, weil das Unternehmen diese nicht verkauft bekam, sind die Wiesen inzwischen weitgehend frei. Zudem zeigen Aufnahmen europäischer Radarsatelliten, dass auf den asphaltierten Flächen Autos dazukommen und wieder verschwinden. Ein Indiz dafür, dass sie tatsächlich verkauft werden.
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ich möchte dieser Analyse drei "Aber-Fragen" in alphabetischer Reihenfolge entgegen halten:
1. Ist dieser Verkauf für den Binnenmarkt oder für den Export (etwa nach China)?
2. Kann es sich um Produktionen für den Ukraine-Krieg handeln, die da "vom Hof rollen"?
3. Könnten Kriegsversehrte und die Hinterbliebenen von Tausenden russischer Gefallenen entsprechende "Ausgleichszahlungen" für den Kauf eines Kraftfahrzeuges verwenden?
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(16.06.2026, 11:48)Kongo Erich schrieb: Rein wirtschaftlich gesehen gibt es auch noch bestimmte Branchen - wie etwa die Autoindustrie - die ich als "Zeigebranchen" beschreiben würde. Wenn es der Autoindustrie gut geht, hat auch der Mittelstand genug Geld, sich einen Wagen zu kaufen.

In Rußland sind die KFZ Neuzulassungen sehr volatil. 2022 auf ca. 0,7 Millionen eingebrochen. 2024 ca. 1,6 Millionen und 2025 dürften es knapp 1,4 Millionen geworden sein. Chery ist inzwischen Marktführer mit über 20%, Tendenz weiter steigend.
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(16.06.2026, 12:12)lime schrieb: In Rußland sind die KFZ Neuzulassungen sehr volatil. 2022 auf ca. 0,7 Millionen eingebrochen. 2024 ca. 1,6 Millionen und 2025 dürften es knapp 1,4 Millionen geworden sein. Chery ist inzwischen Marktführer mit über 20%, Tendenz weiter steigend.

Was ist mit dem Rebranding?

https://alphabet.pro/en/news/chery-autom...-sanctions
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(16.06.2026, 14:27)Zardo schrieb: Was ist mit dem Rebranding?

https://alphabet.pro/en/news/chery-autom...-sanctions

Was soll das ändern? Allein in Kaluga rollten dieses Jahr schon über 100.000 Tenets vom Band.
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Für Putins Kriegswirtschaft wird es immer enger
Zitat:Stand: 19.06.2026 • 15:52 Uhr

Der Iran-Krieg hat Russland nur kurz Luft verschafft. Sinkende Ölpreise, ukrainische Drohnenangriffe und die Rubel-Stärke belasten zunehmend die Wirtschaft. Wie lange kann Putin den Krieg noch finanzieren?
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wie lange konnte Deutschland im WK II den Krieg finanzieren? Bis zum militärischen Zusammenbruch - das wird in Russland nicht anders sein. Trotz der Verluste der rumänischen Ölförderung gab es Sprit für die Wehrmacht und Rollkommandos der SS im Rücken der Front. Sogar die offizielle Wirtschaft konnte die Waffenproduktion bis zuletzt auf extrem hohen Niveau aufrecht erhalten.
Und die "Schattenwirtschaft" hat auch funktioniert.
Gerade eine über Jahrzehnte hin auf Improvisation gedrillte ehemalige "Planwirtschaft" sollte genug Kreativität besitzen, um Engpässe durch "Bückware", heimliche Quellen wie schwarz gebrannten Wodka und andere Bonbons zu überbrücken.
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Zitat:Das Benzin wird knapp
Es brennt lichterloh in Russlands Ölindustrie

25.06.2026, 19:58 Uhr
Einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Russlands steht buchstäblich unter Beschuss. Darunter leiden auch andere Branchen - die Krisenzeichen verdichten sich.

Die schwarzen Wolken über der Ölraffinerie Kapotnja in Moskau sind ein klares Zeichen: Die zunächst als lokales Problem abgetane Treibstoffkrise hat ganz Russland erfasst. So absurd es klingt: In der Rohstoffmacht wird das Benzin knapp. Lange Schlangen vor den Tankstellen sind der sichtbarste Ausdruck der wirtschaftlichen Schieflage, in die Russland nach mehr als vier Jahren Krieg in der Ukraine abrutscht.
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Treibstoffmangel:
Zitat:Putin will Indien, Belarus und Kasachstan anzapfen
Von Friedrich Schmidt
02.07.2026, 20:31

In Russland wird der Treibstoff knapp. Vor den Tankstellen stauen sich die Autos. Manche Behörden werden darum kreativ.

Aus immer mehr russischen Regionen häufen sich die Bilder von Autos und Lastwagen, die an Tankstellen Schlange stehen. Zwar heißt es im Staatsfernsehen in Anknüpfung an Präsident Wladimir Putins Darstellung, man habe genug Reserven. In der Realität aber stehen viele Fahrer an, bisweilen stundenlang.
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