Die russische Marine
#46
Hm, ich bin erstaunt. Heißt das, die Akula II-Boote haben noch sechs neue Rohre hinzubekommen?? Die Original-Bestückung war ja 4x 533 und 4x 650. Diese acht Original-Rohre sind ja auch auf dem Bild sichtbar, zumindest die Luken. Oder wurde da etwas verlegt??

edit: Ok, hat sich erledigt. Die Rohre sind tatsächlich hinzugekommen.

http://www.naval-technology.com/project ... index.html

Zitat:The submarine has eight torpedo launch tubes, four 650mm and four 533mm tubes. The Improved Akula and Akula II have ten, with six 533mm tubes.
Anscheinend wurden dafür die alten Rohre entfernt für andere Gerätschaften o.ä.
Zitieren
#47
da wurde nix entfernt. die haben 10x 533mm und 4x 650mm also 14 rohre. die sechs zusätzlichen rohre sind wie gesagt kein bestandteil des druckkörpers und können deshalb auch nicht unterwegs nachgeladen werden (die darin befindlichen waffen können auch nicht gewartet werden). ich denke mal die dienen auch nur dazu um ss-n21 zu beherbergen, also quasi ein ersatz für ein vls system auf der basis von vorhandener technik.
Zitieren
#48
Wie sieht es eigentlich momentan mit den Severodvinsk-Klasse SSN aus? Werden die weitergebaut, oder besteht immer noch ein Baustopp?

Generell stellt sich die Frage, wie es mit den Ubooten bei den Russen weitergeht. Selbst bei etwas verbesserter finanzieller Lage dürfte das Geld nicht für drei (Amur/Lada, Severodvinsk, Borej) Projekte ausreichen. Die Borej scheinen dabei jedoch unantastbar, da sie zur Aufrechterhaltung einer glaubwürdigen Abschreckung dienen. Für die Amur/Lada-Klasse sprechen Exporthoffnungen, welche die Fortführung des Projektes zumindest zum Teil finanzieren könnten. Außerdem könnten der russischen Marine bei der wahrscheinlichen Neuausrichtung derartige konventionelle und günstige Boote reichen, teure SSNs erscheinen dagegen etwas überdimensioniert. Jedoch ist zu bedenken, daß die Amurs zukünftig nicht unbedingt den gleichen Exporterfolg haben dürften, wie bisher die Kilos, da zum einen der Markt vorerst gesättigt ist und andererseits Großabnehmer wieder westliche Boote (Indien, Scorpénne) kaufen bzw. auf Grundlage der eingekauften Technologie eigene Uboote (China, Yuan) entwickeln. Sollte dies eintreten, könnte es auch für Rußland notgedrungen so kommen, daß auf konventionelle Boote zugunsten von SSN völlig verzichtet wird, wie es die USA und GB vorgemacht haben. Zumal sich die sowieso notwendigen Entwicklungen im Bereich atomarer Antriebe (für Borej) dann besser rechnen.

Gruß
Sophie X
Zitieren
#49
@Sophie X
Mehr noch, Rußland hat auch noch mehrere U-Boote der Kilo-Klasse, die zur Zeit eingemottet sind. Einige dieser U-Boote wieder in Dienst zu stellen wäre wohl auch sinnvoller, als neue konventionelle U-Boote zu bauen.
Zitieren
#50
Bericht über die Tests der Raketeneinheit "Bulawa"

Zitat:Russischer Verteidigungsminister erstattet dem Präsidenten über Test der Raketeneinheit "Bulawa" Bericht


Der russische Verteidigungsminister Sergej Iwanow erstattete dem russischen Präsidenten Bericht über eine neue Teststufe der Raketeneinheit "Bulawa" ("Fausthammer"). "Das Verteidigungsministerium arbeitet an der neuen strategischen Raketeneinheit "Bulawa", und in der vorigen Woche haben wir ein lebensgroßes Modell davon getestet, das von dem U-Boot "Dmitri Donskoj" aus unter Wasser gestartet wurde", sagte der Minister in einem Treffen des Präsidenten mit den Regierungsmitgliedern.

Laut Iwanow war der Test erfolgreich verlaufen. Das Modell hatte die Höhe erreicht, in der die Marschtriebwerke anspringen.

Wladimir Putin bemerkte, dass es eine Mehrzweckeinheit sei, die sowohl in der Marine als auch bei den strategischen Raketentruppen verwendet werden könne.

Die strategische Marineraketeneinheit "Bulawa" kann mindestens zehn individuell gelenkte Kernladungen befördern. Nach den freigegebenen Daten beträgt die Reichweite der "Bulawa" mindestens 8000 Kilometer.

Der Verteidigungsminister erstattete auch Bericht über die Fahrt der russischen Schiffe in den Nordatlantik. "Die Fahrt unserer Schiffe in den Nordatlantik geht weiter. Die Flieger fliegen und alles ist in Ordnung", sagte Iwanow. (RIA)
Zitieren
#51
@Tiger,

ich will ja nicht behaupten, daß die neuen Amur/Lada-Boote nichts taugen. Mangels Erfahrungen kann man hier nur spekulieren. Sollten sie technisch wirklich eine deutliche Weiterentwicklung sein mit dem Rußland seinen bisherigen technologischen Vorsprung vor den potentiellen Abnehmerländern halten kann, dann bestehen natürlich auch hier Exportchancen. Bisher lebte der Ubootexport zum einen davon, daß Rußland an Länder lieferte, welche keine westlichen Boote erwerben konnten. Zum anderen hatten Länder wie China bisher nicht das technische Wissen für eigene Entwicklungen. Diese haben aber dazu gelernt und es ist daher die Frage, ob sich die Russen mit den neuen Booten wieder einen ausreichenden Vorsprung erarbeitet haben. Das bezieht sich im Übrigen auf alle waffentechnischen Exportbereiche.
China wird erst einmal Erfahrungen mit der Yuan sammeln wollen, bevor es weitere russische Boote ordert. Osteuropäische Länder kaufen zukünftig eher westlich. Indien hat sich für die Scorpénne entschieden. Von den islamischen Ländern werden Iran und Algerien auf absehbare Zeit keine weiteren Boote ordern. Syrien und Libyen sind pleite. Bliebe nur Ägypten, die zwar auch lieber westliche hätten, aber dafür nicht genug Geld haben. Möglicherweise kann an asiatische Neulinge (z. B. Thailand) das ein oder andere Boot verkauft werden. Südamerika kann man aus russischer Sicht wohl auch abschreiben. Insgesamt sind die Exportaussichten im Vergleich zu den neunziger Jahren düster.
Sollte der Export zusammenbrechen, so würde das gewichtige Argument der Quersubvention für den Erhalt einer konventionellen statt einer nuklearen Ubootklasse fallen. Aber vielleicht fällt ja Manna vom Himmel und Rußland kann sich weiterhin beides leisten.Big Grin
Der nach meinen (schon alten) Infos noch bestehende Baustopp bei den Severodvinsk könnte jedoch eine Vorentscheidung bedeuten. Denn mittlerweile wäre es sinnvoller, diese SSNs abzuwracken und komplett neue zu entwickeln.

@kaskad,

hört sich so an, als ob nur das Durchbrechen der Wasseroberfläche getestet wurde oder soll mal wieder ein teilweiser Fehlschlag schöngeredet werden? Wäre bedauerlich! Globalsecurity.org gibt als Ausstattung einen 550 kt-Sprengkopf und alternativ 6 MIRVs an. 10 MIRVs sind m. E. zu hoch gegriffen, da die Topol, von der die Bulava ja abstammen soll, nur ein Wurfgewicht von 1,2 t hat.

Gruß
Sophie X
Zitieren
#52
Die Projekte AMUR / LADA ziehen sich schon einen ganzen Zeitraum hin. Als Interessenten im Exportbereich kommt China sicherlich in Frage, Indien hat 1999 sein Desinteresse bekundet (Indien plant den Bau von 24 Einheiten des Projekts 75, basierend auf dem französischen SCORPENE-Entwurf).

Quelle: http://www.bharat-rakshak.com/NAVY/Project75.html

Beide Typen sollen Nachfolger der Kilo-Klasse sein, die im Bereich des konventionellen Ubootbaus als außerordentlich leistungsfähig bewertet werden müssen (leise, große Seeausdauer, begrenzter Aufwand im Betrieb, bewährte Torpedokomponenten, sowohl drahtgelekt als auch Wake-homer, FK-Bewaffnung);
als "Pendant" zu westlichen Weiterentwicklungen im konventionellen Ubootbau sollen sie mit einem außenluftunabhängigen Antrieb auf Basis einer Brennstoffzellen ausgerüstet sein.

Zitat:The Amur class will also include provisions for a fuel cell plant that can be installed during construction or modernisation to give air independent propulsion with oxygen/hydrogen and electric/ chemical generators. However, the first submarines of the type will not be powered with such a plant. The reason is high cost of air-indipendent power plants, as well as higher level of fire safety required to operate them. The submarines powered with air-indipendent power plants may appear in the market not earlier than by 2003-2004. . According to estimates, Kristall-27E AIP system will increase the Amur Class submarines’ submerged endurance by 15 to 45 days (the longer endurance is ensured by a short-term operation of the diesel engine in the snorkeling mode).
Quelle: http://www.fas.org/man/dod-101/sys/ship/row/rus/677.htm

Der Einsatz/Export dieser Typen macht sicherlich nur dann Sinn, wenn der außenluftunabhängige Antrieb realisiert ist.
Daher halte ich es für wahrscheinlich, daß die Verzögerungen im Zusammenhang mit diesen Projekten auf Probleme in der Serienreifmachung dieses Antriebssystems stehen.
Zitieren
#53
Zitat:da wurde nix entfernt. die haben 10x 533mm und 4x 650mm also 14 rohre.
Dann frag ich mich nur, wie naval-tec auf zehn Rohre kommt. Die sind in dieser Hinsicht recht zuverlässig.Rolleyes

Zitat:Jedoch ist zu bedenken, daß die Amurs zukünftig nicht unbedingt den gleichen Exporterfolg haben dürften, wie bisher die Kilos, da zum einen der Markt vorerst gesättigt ist und andererseits Großabnehmer wieder westliche Boote (Indien, Scorpénne) kaufen bzw. auf Grundlage der eingekauften Technologie eigene Uboote (China, Yuan) entwickeln.
Zitat:China wird erst einmal Erfahrungen mit der Yuan sammeln wollen, bevor es weitere russische Boote ordert.
Man sollte die Export-Möglichkeiten aber auch nicht unterschätzen, sofern der Preis im Vergleich zu westlichen Booten stimmt. Gerade China ist immer noch Russland-treu und hat ungeachtet der Yuan-Entwicklung weitere Kilos geordert. Ich glaube unter Beachtung vergangener chinesischer Eigenbauten eher nicht, dass die Yuan bereits das Modell ist, mit dem man russische Import-Boote ablösen kann/wird.

Zitat:Mehr noch, Rußland hat auch noch mehrere U-Boote der Kilo-Klasse, die zur Zeit eingemottet sind. Einige dieser U-Boote wieder in Dienst zu stellen wäre wohl auch sinnvoller, als neue konventionelle U-Boote zu bauen.
Ich bezweifle ernsthaft, dass diese Kilos noch in einem brauchbaren Zustand sind. Russische Konstruktionen haben generell so eine Tendenz, bei vernachlässigter Wartung sehr schnell in ihrer Lebenserwartung abzubauen (auch schon zu Sowjet-Zeiten), weswegen es in der russischen Marine viele Beispiele für Neubau statt Instandhaltung gibt.
Wenn dazu noch die Entscheidung kommt, die eigene Baukompetenz durch Aufträge zu erhalten (ein Problem nicht nur in Russland), dann gibt es da m.E. nicht wirklich eine Wahl.
Zitieren
#54
Ja, vorerst wurden parallel zur Yuan weitere Kilos geordert. Die Frage ist halt, ob die Russen weiterhin einen Mehrwert bieten können.

Gruß
SophieX
Zitieren
#55
Zitat:Turin postete
Zitat:da wurde nix entfernt. die haben 10x 533mm und 4x 650mm also 14 rohre.
Dann frag ich mich nur, wie naval-tec auf zehn Rohre kommt. Die sind in dieser Hinsicht recht zuverlässig.Rolleyes
da mußt du naval technology fragen. ich wüßte aber auch nicht warum naval technology als zuverlässig gelten sollte, imho sind die genauso zuverlässig (oder unzuverlässig) wie andere internet quellen auch. ich sehe jedenfalls keinen grund warum da ausgerechnet naval-technology recht haben sollte. einige andere quellen stüzten ja meine aussage und es wäre äußerst unlogisch nachladbare torpedorohre durch solche zu ersetzen die nicht nachladbar sind.
Zitieren
#56
Hier ist ein interessanter Artikel über die Entwicklung der seegestützte Interkontinentalrakete "BULAWA" und deren verwendung auf dem Atom-U-Booten Projekt 955 Borey-Klasse die 2005/2006 in den aktiven Dienst gestellt werden.

http://russlandonline.ru/mainmore.php?t ... &iditem=72
Zitieren
#57
http://www.marineforum.info/AKTUELLES/aktuelles.htm
Zitat:Russische Nordflotte und US-Navy haben in der Norwegensee ihre bisher größte gemeinsame Übung begonnen.

Während ein größerer Verband der russischen Nordflotte mit u.a. dem Flugzeugträger ADMIRAL KUZNETSOV und den beiden FK-Kreuzern PETR VELIKIJ (KIROV-Klasse) und MARSHAL USTINOV (SLAVA-Klasse) im Nordatlantik seine nationalen Herbstübungen fortsetzt, haben die Zerstörer SEVEROMORSK und ADMIRAL LEVCHENKO (beide UDALOY-Klasse) das Übungsgebiet vorübergehend verlassen und Kurs auf das südnorwegische Stavanger genommen.

Von dort aus führen beide Einheiten noch bis zum 5. Oktober gemeinsam mit mehreren Schiffen der US-Navy die bilaterale Übung Northern Eagle durch. Ziel dieser Übung, bei der auf US-Seite der FK-Kreuzer HUE CITY (TICONDEROGA-Klasse) teilnimmt, ist das Verbessern von Interoperabilität beider Marinen. Als Übungsinhalte werden Verbandssicherung (gegen terroristische Angriffe), Navigation und Kommunikation, Logistik, Hubschraubereinsätze, Schiffsicherung (Damage Control) und Maritime Interdiction (gegen Terroristen/Waffenschmuggler) genannt. Northern Eagle ist die erste, einwöchige Übung der russischen Nordflotte mit der US-Navy. Zwischen 1995 und 1998 hatte man im Rahmen der Initiative "Cooperation from the Sea" vier deutlich kleinere Übungen absolviert.
(ganzer Text, da nur kurzzeitig im Netz)
Zitieren
#58
Auf "Euronaval-2004" zeigt Russland Schiffe, die in ihrer Klasse nicht ihresgleichen haben


Zitat:MOSKAU, 25. Oktober /RIA Nowosti/. Auf der Internationalen Ausstellung der Seekriegstechnik "Euronaval-2004", die am Montag im Pariser Ausstellungskomplex Le Bourget eröffnet wird, wird die gesamte Exportreihe der Erzeugnisse des russischen Kriegsschiffbaus vertreten sein.

"Die ausländischen Spezialisten und Gäste der Ausstellung werden sich mit für den Export angebotenen modernen russischen Kampfschiffen, darunter mit dem Zerstörer des Projekts 956E, der Fregatte des Projekts 11541 ‚Korsar', einer Familie von Mehrzweckkorvetten, inklusive des neuen Projekts 20 382 ‚Tigr', bei dem die Stealth-Technologie angewendet wurde, und dem nach seinen Kampfmöglichkeiten, Abmessungen und der Fahrtgeschwindigkeit einzigartigen Luftkissen-Landungsschiff des Projekts 12 322 ‚Subr', vertraut machen können", sagte ein Rosoboronexport-Vertreter der RIA Nowosti gegenüber.

Nach seinen Worten wird den ausländischen Interessenten auch das Luftkissen-Landungsboot des Projekts 12 061E "Murena" mit einer geringeren Ladekapazität im Vergleich zur "Subr" angeboten.

"Der gemeinsame Einsatz dieser Schiffe ist für den Transport von Truppenkontingenten bei Operationen zur Aufrechterhaltung des Friedens, im Kampf gegen den Terrorismus und den Drogenhandel recht effektiv", betonte der Gesprächspartner der Agentur.

Er verwies auch auf die in der russischen Exposition vertretenen Überwasserschiffe mit mittlerer und geringer Wasserverdrängung: Raketenschnellboote der Projekte 12 421 und 12 418 "Molnia", Patrouillenboote der Projekte 12 150 "Mangust", 12 200 "Sobol" und 14 310 "Mirasch" mit einer Wasserverdrängung von 25 bis zu 550 Tonnen und einer Fahrtgeschwindigkeit von über 50 Knoten.

"Auf Wunsch der Besteller können die Schiffe mit dem Navigations- und Zielkomplex "Naprik" versehen werden. Die einzigartigen hydrodynamischen Eigenschaften der Korvetten und Boote wurden durch die Verwendung von automatisch gesteuerten Bodenströmungsbrechern zum erstenmal in der Welt erzielt. Bei den Hauptcharakteristiken haben diese Schiffe in ihrer Klasse nicht ihresgleichen in der Welt", sagte der Rosoboronexport-Vertreter.

Er erwartet, dass auch das U-Boot des Projekts 636, das mit dem Raketenkomplex "Klab-S" ausgerüstet ist, und das einzigartige dieselelektrisch getriebene U-Boot der vierten Generation "Amur-1650" die Aufmerksamkeit der Teilnehmer und Gäste auf sich ziehen werden.

"Die Herabsetzung des Geräuschpegels praktisch auf das natürliche Seerauschen ermöglicht es, seine erhöhte Gedecktheit zu sichern, was es in Verbindung mit der verbesserten Manövrierfähigkeit in flachem und schmalem Fahrwasser für Flotten vieler Länder recht anziehend macht."

Neben Kampfschiffen sind in der russischen Exposition auch verschiedene Waffensysteme umfassend vertreten, von denen viele, zum Beispiel die Raketensysteme "CLUB-N" und "CLUB-S" sowie der U-Boot-Abwehrkomplex "Medwedka", im Ausland nicht ihresgleichen haben.

"Am russischen Stand kann man auch die notwendigen Informationen auch über die Marinefliegerkräfte, darunter über solche weltbekannten Muster wie das bordgestützte Mehrzweck-Jagdflugzeug MiG-29K und der Funkmessvorposten-Hubschrauber Ka-31, bekommen, für die die Kommandos der Seestreitkräfte einer Reihe von Staaten Interesse zeigen", sagte der Gesprächspartner der Agentur.

Rosoboronexport wird Erzeugnisse von 15 führenden Unternehmen des russischen Verteidigungsindustriekomplexes - über 100 Muster von Waffen und Militärtechnik, die sich großer Nachfrage erfreuen - sowie Produktion ziviler Zweckbestimmung demonstrieren.

Diese Ausstellung, die jedes zweite Jahr unter der Schirmherrschaft des französischen Verteidigungsministeriums durchgeführt wird, gilt als eine der größten Kriegsmarineschauen und versammelt führende Produzenten und Auftraggeber von Kampttechnik und Waffen.

Organisator der Ausstellung ist die französische Industriegruppe für Schiffbau und Kriegsmarinebewaffnung (GICAN).

Wie der RIA Nowosti im Organisationskomitee der Ausstellung mitgeteilt wurde, wird die Beteiligung von über 350 größten Unternehmen aus ungefähr 30 Ländern der Welt an der "Euronaval-2004" erwartet.

Die russische Delegation beteiligt sich an dieser Ausstellung schon zum viertenmal.
http://de.rian.ru/rian/index.cfm?prd_id=...do_alert=0
Zitieren
#59
Für die russische Marine befindet sich eine neue Serie von Fregatten, die als Projekt 20380 bezeichnet wird, im Bau. Zwei Schiffe dieser Klasse sind bereits auf Kiel gelegt, es sollen insgesamt 20 Schiffe dieser Klasse gebaut werden.
Dieses Bild zeigt, wie die Fregatten dieser Klasse aussehen werden:
[Bild: http://www.sicherheitspolitik-dss.de/per...20380a.jpg]
Ebenfalls im Bau befindet sich das erste FK-Schnellboot der Skorpion-Klasse, die auch als Projekt 12300 bezeichnet wird. Die FK-Schnellboote dieser Klasse werden bis zu 40 kn schnell sein und über eine Bewaffnung verfügen, die sich aus einem 100mm-Geschütz, vier Seeziel-FK vom Typ Yakhont und einem der Luftabwehr dienenden Raketen-Artillerie-Komplex des Typs Kashtan besteht. Es wird mit einem Bedarf von 50 Booten gerechnet, wovon 30 für den Export vorgesehen sind.
Hier wieder ein Bild, das zeigt, wie diese FK-Schnellboote aussehen werden:
[Bild: http://www.sicherheitspolitik-dss.de/per...12300a.jpg]
Quelle:
http://www.sicherheitspolitik-dss.de/pe ... 3.htm#tab5
Zitieren
#60
Hauptziel der Teilnahme Russlands an Euronaval-2004 ist die Herstellung von Geschäftskontakten


Zitat:PARIS, den 25. Oktober. /RIA Nowosti/. Die Hauptaufgabe der russischen Unternehmen besteht auf der Ausstellung Euronaval-2004 darin, Geschäftskontakte aufzunehmen.

Das teilte Igor Beloussow, Hauptberater des Generaldirektors von Rosoboronexport, des einzigen staatlichen Vermittlers im Bereich des Militärexports in Russland, in einem Gespräch mit russischen Journalisten mit. Beloussow leitet die russische Delegation zur Internationalen Ausstellung von Kriegsmarinetechnik und maritimen Rüstungen, die am Montag im Pariser Vorort Le Bourget ihre Pforten öffnete.

Bei der Vorstellung der russischen Exposition, auf der unter dem Emblem von Rosoboronexport Erzeugnisse von rund 15 Unternehmen des Verteidigungsindustriekomplexes demonstriert werden, erklärte Beloussow gegenüber Pressevertretern: „Ich kann Ihnen versichern, dass weder wir noch irgend jemand von den ausländischen Teilnehmern der Ausstellung das Ziel verfolgen, uns an einen Tisch zu setzen und Verträge zu unterzeichnen".

Wie er sagte, besteht die Hauptaufgabe darin, „die Aufmerksamkeit auf die eigenen Entwicklungen zu lenken sowie Möglichkeiten und Leistungen der Opponenten zu studieren und zuverlässige Geschäftskontakte für die Zukunft herzustellen".

Beloussow berichtete, dass die russische Delegation bereits eine ganze Reihe von Verhandlungen mit potentiellen ausländischen Partnern geplant hat. „Dabei werden die Verhandlungen nur in einem Fall auf unsere Initiative stattfinden, in drei anderen Fällen sind sie von ausländischen Unternehmen initiiert", sagte der Chef der russischen Delegation und fügte hinzu, dass dies ein weiteres Mal ein Zeugnis des Interesses für Erzeugnisse und Entwicklungen des russischen Verteidigungsindustriekomplexes im Ausland ablege.

Er betonte, dass er einstweilen noch „aus ethischen und geschäftlichen Erwägungen" die Unternehmen nicht konkret nennen könne, mit denen Verhandlungen geführt werden sollen. Aber Beloussow teilte mit, dass „es sich hierbei inerster Linie um Kontakte mit der französischen Seite handelt".

Als einen der aussichtsreichsten Bereiche der Zusammenarbeit bezeichnete der Leiter der russischen Delegation das Zusammenwirken Russlands mit einem anderen Land bei der Entwicklung von Kampftechnik und Waffen für deren nachfolgenden Verkauf an Drittländer. „Erst vor einigen Jahren war ein solches Zusammenwirken unvorstellbar, heute schenken wir ihm aber ernsteste Aufmerksamkeit", sagte Beloussow.

Als Beispiel erinnerte er an die Lieferung von drei Fregatten an Indien, an deren Bord nicht nur russische, sondern auch ausländische Ausrüstung, insbesondere deutsche und amerikanische, installiert worden ist.
http://de.rian.ru/rian/index.cfm?prd_id=...do_alert=0
Zitieren


Gehe zu: