Deutschland
#1
Warum nur in die ferne schweifen. Kehren wir mal ein wenig vor der Haustür.


Out of Ostdeutschland
Umfrage: Abwanderung in den Westen gefährdet Ost-Zukunft

http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/a ... 50,00.html

Zitat:Die große Mehrheit der Ostdeutschen sieht in der Abwanderung aus den neuen Bundesländern eine Gefahr für die Zukunft. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen. (...)
Ifo-Index bestätigt Konjunkturprobleme
Erwartungsgemäß ist der Ifo-Geschäftsklima-Index für den Monat März zum zweiten Mal in Folge gesunken. Dass dabei auch die aktuelle Lage von den Unternehmen schlechter gesehen wird, überrascht jedoch negativ.

http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_51940

Zitat:Nach den Februar-Daten zeigt auch der März-Wert des Münchener Ifo-Instituts eine getrübte Stimmung bei Deutschen Unternehmen. Der Teilindex, der die Beurteilung der gegenwärtigen Lage deutscher Unternehmen abbildet, fiel von 92,6 auf 92,1 Punkte. Bei den Erwartungen für das kommende halbe Jahr wurden nach 100,3 Punkten im Februar nur noch 98,2 Punkte erreicht.
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#2
Stolpe will Aufbau Ost "neu justieren"
Minister für gezieltere Förderung - Regierungsberater für "Agenda Ost"

http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/a ... 83,00.html

Zitat:Bundesminister Manfred Stolpe hat den Vorwurf zurückgewiesen, der Aufbau Ost sei gescheitert. Diese pauschale Aussage treffe nicht zu, sagte der zuständige Minister im Mitteldeutschen Rundfunk. Auf einigen Feldern sei schon etwas erreicht worden. Stolpe räumte aber ein, dass die Wirtschaftsförderung für die neuen Länder überarbeitet werden müsse: "Wir müssen neu justieren." (..)
Jaja der Aufbau Ost und die blühenden Landschaften. Man könnt lachen drüber, wenn es nicht so traurig wäre.
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#3
Ist der Aufbau Ost schuld am Abschwung?

http://www.tagesschau.de/aktuell/meldun ... F1,00.html

Zitat:Wer ist schuld an der miserablen Wirtschaftslage in Deutschland und wie kommt das Land wieder voran? Mit seiner Aussage, der Aufbau Ost sei zu "wenigstens zwei Dritteln für die Wachstumsschwäche Deutschlands verantwortlich", hat der frühere Hamburger Bürgermeister und heutige Regierungsberater Klaus von Dohnanyi (SPD) für Aufssehen gesorgt und Ablehnung geerntet. Die Bundesregierung wies die Vorschläge zurück. Für den weiteren Aufbau der neuen Bundesländer brauche es weder Sonderwirtschaftszonen noch einen neuen Ost-Koordinator, hieß es in dem für den Aufbauprozess im Osten zuständigen Verkehrsministerium in Berlin. (...)
Tjo so ist das, wenn man keine Wirtschaftspolitik betreibt sondern alles der Wirtschaft überläßt. Das die Wirtschaftspolitik seit der Einheit total daneben ist, ist an der mehr oder weniger gleich gebliebenen hohen Arbeitslosigkeit von fast 20% in Ostdeutschland zu erkennen. Das ohne die ganzen Leute auf ABM-Stellen, die nach dem Ende dieser Maßnahme wieder arbeitslos sein werden, die Arbeitslosen, die gerade auf einer Umschulung sind und die Leute jenseits der 55, die ein entsprechendes Papier unterschrieben haben und daher auch nicht in der Statistik auftauchen.
Aber an dieser Aufgabe ist nicht erst die jetzige Regierung gescheitert ... sondern alle seit 1991. Es hieß zwar ständig der Osten sei Chefsache ... aber dies wurde nach den Wahlen sofort vergessen, wie so vieles andere auch.
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#4
Also ich muss ehrlich sagen,in gewisser Weise hat der Ex-Bürgermeister recht. Jetzt mal abgesehn von den geschichtlichen Hintergründen aber nennt mir einen Wirtschaftlichen Vorteil den wir von der Wiedervereinigung haben!?!?!
Wir haben erhöhte Kriminalität aufgrund der Osteruopäischen Gruppen die wie in Scharen hier rüberkommen, Wir haben bis heute über eine Billion Euro in den Osten gesteckt und noch nicht wirklich was dafür erhalten,Und von einer "gesellschaftlichen" Wiedervereinigung kann sowieso keine Rede sein. Ich denke viele Leute in Westdeutschland denken so wie der Ex-Bürgermeister von Hamburg nur viele sagen es nicht öffentlich das ist das Problem in Deutschland!!
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#5
Zitat:Wir haben erhöhte Kriminalität aufgrund der Osteruopäischen Gruppen die wie in Scharen hier rüberkommen ...
Was hat das mit Ostdeutschland zu tun? nix
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#6
Zitat:Tomahawk postete
Also ich muss ehrlich sagen,in gewisser Weise hat der Ex-Bürgermeister recht. Jetzt mal abgesehn von den geschichtlichen Hintergründen aber nennt mir einen Wirtschaftlichen Vorteil den wir von der Wiedervereinigung haben!?!?!
Muss alles einen wirtschaftlichen Vorteil haben???

Zitat:Wir haben erhöhte Kriminalität aufgrund der Osteruopäischen Gruppen die wie in Scharen hier rüberkommen,
Nettes Klischees....

Zitat:Wir haben bis heute über eine Billion Euro in den Osten gesteckt und noch nicht wirklich was dafür erhalten,Und von einer "gesellschaftlichen" Wiedervereinigung kann sowieso keine Rede sein. Ich denke viele Leute in Westdeutschland denken so wie der Ex-Bürgermeister von Hamburg nur viele sagen es nicht öffentlich das ist das Problem in Deutschland!!
Also ich wuerd schonmal sagen das die Wiedervereinigung in den Koepfen schon deutlich fortgeschrittener ist als es vor meinetwegen 10 Jahren war.
Und es gab auch keien andere Wahl - Wiedervereinigung war ein Muss - man haette doch nicht denen auf der anderen Seite sagen koennen - Nein wir wollen euch nicht"
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#7
Dazu ist die "Spiegel" Titelgeschichte diese Woche interessant.
Wirtschaftlich wurde der Osten seit 1989 deindustrialisiert, die Lebenshaltungskosten stiegen viel schneller als die Produktivität, so daß die Betriebe nicht wettbewerbsfähig waren.
Politisch gab es keine Alternative, wirtschaftlich hätte man dabei augenscheinlich einiges besser machen können.
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#8
Müller: ''Förderung nicht nach Himmelsrichtung''

http://www.tagesschau.de/aktuell/meldun ... AB,00.html

Zitat:Der Aufbau Ost erhitzt weiterhin die Gemüter der Politiker. Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) sprach sich für einen Kurswechsel aus. Fördermittel sollten "nicht mehr nach Himmelsrichtung, sondern nach Bedürftigkeit" vergeben werden, sagte er der Zeitung "Bild am Sonntag". Auch im Westen gebe es strukturschwache Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit. "Subventionsprogramme, die zu einer Jobverlagerung von West nach Ost führen, halte ich für bedenklich", fügte er hinzu. (...)
Mag sein, daß es auch in den westlichen Bundesländern strukturschwache Regionen gibt. Diese sind aber sicher nicht so groß, wie das ganze Bundesland. In den östlichen Bundesländern gibt es durch die Bank 17% bis über 20% Arbeitslosigkeit (weil keine Arbeit da ist) und in einigen wenigen glücklichen Ecken um die 15% Arbeitslosigkeit. Das sind nur die, die in den Statistiken auftauchen. Sollte es Bundesländer im Westen geben, die auch so schlecht dastehen, dann sollten sie ebenfalls Förderung erhalten. Andernfalls sollten sie die Klappe halten.
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#9
Also komme ja selbst aus dem osten, aus der netten provinziellen Großstadt halle/Saale mit guten 25% Arbeitslosenquote ( manche sagen mit real 30%).
So, unsere Stadt hatte vor der Wende gute 330.000 Einwohner. Und jetzt??
Jetzt sind es gerade mal knapp 240.000!
Also gut ein Drittel sind weg... alle gutausgebildeten sind weg in den Westen, wenn sie nicht gerade das Glück hatten hier einen der wenigen Arbeitsplätz zu kriegen...( also das ist sicher ein Vorteil für den Westen, viele motivierte und junge Arbeitskräfte aus dem Osten).

Das ganze problem ist, dass die wirtschaftl. Prozeße und die Entwicklungen durch politische Entscheidungen vorbestimmt wurden... schließlich forderten ja 1990 die Sozis unter Lafontaine eine allmähliche Wiedervereinigung! ( da hatten die Sozis mal tatsächlich mehr Ahnung als die Konservativen)
...
Und nun???
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#10
Ich kann auch nur bestätigen das viele Ostdeutsche in den Westen auswandern.In meiner berufsschulklasse sind 4 Leute die für ihre Ausbildung
extra in den Westen gezogen sind weil sie es im Osten nicht möglich war eine
Ausbildungsstelle zu bekommen.
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#11
Sieht hier wo ich wohne nicht anders aus. Arbeitslosenquote 18 bis 20% je nach Monat und sinkende Einwohnerzahl. Wir hatten vor der Wende 120000 Einwohner und jetzt selbst mit Eingemeindungen sind es noch ganz knapp über 100000. Noch wenige Jahre und die Stadt rutscht unter die 100000 und ist damit keine Großstadt mehr.
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#12
Jo, das is ja´mit Schwerin passiert.
Was denkt ihr wie sich die Situation in Ostdeutschland abzeichnen wird, wenn die ganzen Polen etc. rüberkommen? Inflation?
ein weiteres Problem das die Arbeitslosigkeit mitbringt sind die scheiß nazis, unter adolf war das nicht anders(nicht das hier einer denkt ich hab was gegen ostdeutsche!!). Die arbeitslosigkeit scheint die leute förmlich zu den rechten zu drücken....Sad
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#13
Extremismus ist kein rein Ostdeutsches Problem. Das gibts im Westen ebenso. Ohne Perspektiven brauch man sich auch nicht wundern, wenn extremistische und radikale Organisationen Zulauf haben. Das ist ebenfalls etwas, das sie die Wirtschaft und die jeweiligen Bundesregierungen der letzten Jahre auf die Liste setzen können.
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#14
Rund 500.000 Arbeitslose verlieren Unterstützung

http://www.tagesschau.de/aktuell/meldun ... AB,00.html

Zitat:Rund 500.000 der knapp 2,2 Millionen Bezieher von Arbeitslosenhilfe werden am 1. Januar 2005 jegliche Arbeitslosenunterstützung verlieren. Eine Sprecherin des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" vom Samstag.

Die Zahl entspreche den Berechnungen der Arbeitsgruppe "Arbeitslosenhilfe/Sozialhilfe" der Kommission zur Reform der Gemeindefinanzen, erklärte die Sprecherin. Danach werde bei etwa 23 Prozent der Betroffenen das Haushaltseinkommen wegen des Einkommens weiterer Angehöriger über der Sozialhilfegrenze liegen. Damit entfalle der Anspruch auf das Arbeitslosengeld II. Dem Zeitungsbericht zufolge betrifft dies in Ostdeutschland sogar 31 Prozent der Langzeitarbeitslosen. Mit Beginn des kommenden Jahres wird an Langzeitarbeitslose durch die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe das Arbeitslosengeld II ausgezahlt. Es liegt auf Höhe der Sozialhilfe.
ganze Meldung zitiert

Tja wie war das? Der Wirtschaftsmotor startet nicht, weil die Inlandsnachfrage nicht stark genug ist? Bei solchen Meldungen brauch man sich ja nicht wundern, wenn die Leute ihr Geld festhalten.
Ein weiterer Schritt, der zur Verarmung immer größer Bevölkerungsschichten führt.
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#15
Stolpe für staatlich geförderte Niedriglohnsektoren im Osten
IG-BCE kritisiert Debatte um Sonderwirtschaftszonen

http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/a ... 77,00.html

Zitat:Der für den Aufbau Ost zuständige Bundesminister Manfred Stolpe (SPD) hat sich für staatlich geförderte Niedriglohnsektoren in den neuen Bundesländern ausgesprochen. "Das ist ein Gedanke, den man ernsthaft weiterverfolgen muss", sagte Stolpe dem "Handelsblatt". (...)
Wird auch nichts bringen. Das Lohnnievau ist im Osten eh niedriger als in den westlichen Provinzen. Einen Aufschwung hat das aber nicht gebracht. Das ist wieder nur eine der vielen sinnlosen Ideen die schon vorgebracht wurden.
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