(Luft) Airbus A400 M
(02.08.2026, 10:36)Pmichael schrieb: Da Europa dicht besiedelt ist sind reaktionsfähige Hubschrauber in der Tat extrem effektiv. Vor allem wenn man bedenkt dass die neuen Chinooks sogar 7500l Behälter nutzen können. Die CH-53Gs haben in einer Stunde Wassermengen transportiert, da können große Starrflügler nur träumen.

Das hängt halt immer von den örtlichen Gegebenheiten ab. Ist direkt am Fuße des Waldrbrandes ein großer Wasserspeicher, wo die den Bucket einfach auffüllen können und die Flugsicht noch nicht großräumig beeinträchtigt, ist der Hubschrauber optimal. Hat man aber ein größeres Gebiet ohne Seen oder Talsperren, werden auch für den Hubschrauber die Anmarschwege lang. Mit dem Bucket können die auch nicht sehr schnell fliegen.
Ich weiß nicht, warum für manche Menschen die Welt offenbar nur schwarz oder weiß sein kann?!
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Ein üblicher Unterflurhydrant mit Feuerwehrstandrohr könnte einen 5000-L-Behälter in 5 Minuten füllen. Ein großer See wäre weiterhin schneller und einfacher, aber die notwendige Infrastruktur ist nicht besonders aufwendig.

Natürlich wird man die Franzosen nicht erwischen, dass sie sich Chinooks beschaffen, aber selbst die Pumas wären in der Rolle sinnvoll einzusetzen.
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(02.08.2026, 12:46)Pmichael schrieb: Ein üblicher Unterflurhydrant mit Feuerwehrstandrohr könnte einen 5000-L-Behälter in 5 Minuten füllen. Ein großer See wäre weiterhin schneller und einfacher, aber die notwendige Infrastruktur ist nicht besonders aufwendig.

Natürlich wird man die Franzosen nicht erwischen, dass sie sich Chinooks beschaffen, aber selbst die Pumas wären in der Rolle sinnvoll einzusetzen.

Ihr wollt also unter einem schwebenden Super Puma einen Wasserbehälter mit dem Schlauch füllen? Habt ihr jemals den Einsatz eines Löschhubschraubers erlebt oder mit einem Piloten gesprochen?
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(02.08.2026, 12:46)Pmichael schrieb: Ein großer See wäre weiterhin schneller und einfacher, aber die notwendige Infrastruktur ist nicht besonders aufwendig.
Kleinere Bambi-Buckets werden, wenn keine Wasserfläche vorhanden ist, über das Scoopen aus (erst mal aufzubauenden) mobile Löschwasserbecken befüllt. Andere Möglichkeiten zum Befühllen gibt es nicht. Es wird sich keiner mit dem Schlauch unter nen schwebenden Hubschrauber stellen und hoffen dass er da in fünf Minuten noch steht. Mal abgesehen davon dass 5 Minuten für einen Füllvorgang viel zu lang sind.

Schön zu sehen hier, der Flextank zum Schöpfen hat 35000 Liter:
https://www.youtube.com/watch?v=L0z7_lyKVPM&t=42s

(02.08.2026, 12:46)Pmichael schrieb: Ein üblicher Unterflurhydrant mit Feuerwehrstandrohr könnte einen 5000-L-Behälter in 5 Minuten füllen.
Ermm.... das machst du genau einmal, dann hast du anschließend den Wasserversorger bei deinem Chef stehen.
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Arbeiten unter einem schwebenden Hubschrauber gibt es als Trainingsmodul für Feuerwehr und THW. Es gibt ja bereits einige Feuerwehre die dies trainieren und anwenden.

Also bei einem Waldbrand sollte eine Entnahme aus dem Wassernetz kein Problem darstellen, irgendwo muss das Wasser für die A400M am Flugplatz auch herkommen. Auch reden wir hier über stinknormale Standrohre.
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(02.08.2026, 18:34)kato schrieb: Kleinere Bambi-Buckets werden, wenn keine Wasserfläche vorhanden ist, über das Scoopen aus (erst mal aufzubauenden) mobile Löschwasserbecken befüllt. Andere Möglichkeiten zum Befühllen gibt es nicht. Es wird sich keiner mit dem Schlauch unter nen schwebenden Hubschrauber stellen und hoffen dass er da in fünf Minuten noch steht. Mal abgesehen davon dass 5 Minuten für einen Füllvorgang viel zu lang sind.

Schön zu sehen hier, der Flextank zum Schöpfen hat 35000 Liter:
https://www.youtube.com/watch?v=L0z7_lyKVPM&t=42s

Ermm.... das machst du genau einmal, dann hast du anschließend den Wasserversorger bei deinem Chef stehen.

Nein nicht wirklich. 1000l/min ist eine übliche Hydrantenleistung. Die Frage ist halt, ob du einen Hydranten mit einer >100 mm Leitung hast und ob das nicht eine Entleitung ist. Wir haben mal bei einem Bauernhof-Brand den ganzen Nachbarn das Wasser weggezogen.

Ich habe mal bei der Ausbildung mit einem Piloten geredet, der findet es nicht gut im Schwebeflug Leute unter seinem Hubschrauber zu haben.
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(02.08.2026, 19:04)ede144 schrieb: Nein nicht wirklich. 1000l/min ist eine übliche Hydrantenleistung.
Ja. Aber auch nur bis 50.000 Liter bzw. zwei Stunden.

(02.08.2026, 19:04)ede144 schrieb: Wir haben mal bei einem Bauernhof-Brand den ganzen Nachbarn das Wasser weggezogen.
Wenn wir bei der ABCAbw Übungen ab Umfang Zugrahmen abhielten durfte das 2-3 Wochen vorher angemeldet werden. Sonst war nämlich der Hochbehälter zur Versorgung der Kaserne und deren Nachbarn am Berg hinterher leer. Weil dann halt erstmal 25m³ als Erstbefüllung gezogen wurde und je nach Übumfang danach durchaus nochmal 50-100m³ über die nächsten 3-4 Stunden (Straßendekon z.B. wären meine ich 25 m³/Stunde konstant gewesen).
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(02.08.2026, 18:34)kato schrieb: Kleinere Bambi-Buckets werden, wenn keine Wasserfläche vorhanden ist, über das Scoopen aus (erst mal aufzubauenden) mobile Löschwasserbecken befüllt. Andere Möglichkeiten zum Befühllen gibt es nicht. Es wird sich keiner mit dem Schlauch unter nen schwebenden Hubschrauber stellen und hoffen dass er da in fünf Minuten noch steht. Mal abgesehen davon dass 5 Minuten für einen Füllvorgang viel zu lang sind.
Man kann es natürlich auch so interpretieren, dass aus einem Hydranten ein solches Becken konstant nachgefüllt werden kann, so dass alle 5 Minuten ein Hubschrauber darin nachladen kann.
Zitat:Ermm.... das machst du genau einmal, dann hast du anschließend den Wasserversorger bei deinem Chef stehen.
Wenn man in einem Waldbrandgebiet ein Trinkwassernetz mit Hydranten findet, dann werden dessen potentiellen Abnehmer vmtl. evakuiert worden sein, so dass das Leitungswasser exklusiv zum Löschen bereit steht. Bleibt natürlich trotzdem die Frage, wie lange der Versorger das aufrecht erhalten kann. Mehr als 48l/Std. für zwei Stunden (oder 24l, je nach Lage) sollten so zwar möglich sein, aber halt nicht garantiert. (In Einzellage auch mal weniger als 24, ich hatte zuletzt einen Hof mit <18Liter/Std. in Bearbeitung.
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Die A400Ms werden nicht nur mit Wasser eingesetzt, solche Kits sind hauptsächlich für Fire Retardent genutzt, was zum eindämmen von Waldbränden wesentlich effektiver ist, als damit Wasser durch die Gegend zu fliegen.

Deshalb ist das abgeworfene Zeug auch so rot, da es einen biologisch abbaubaren Farbstoff hat.

Die Kanadier und Amis nutzen das Zeug auch schon relativ lange, weshalb es da auch viele Videos online gibt.

Und soweit ich weich kann man mit einem Heli Behälter kein Fire Retardent abwerfen.

https://www.airbus.com/en/newsroom/press...t-campaign

Und es ist immer gut mehr Optionen zu haben als weniger, weshalb ich absolut dafür bin eine große Ladung dieser relativ günstigen Kits europäisch zu beschaffen.
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(03.08.2026, 00:24)roomsim schrieb: Die A400Ms werden nicht nur mit Wasser eingesetzt, solche Kits sind hauptsächlich für Fire Retardent genutzt, was zum eindämmen von Waldbränden wesentlich effektiver ist, als damit Wasser durch die Gegend zu fliegen.

Deshalb ist das abgeworfene Zeug auch so rot, da es einen biologisch abbaubaren Farbstoff hat.

Die Kanadier und Amis nutzen das Zeug auch schon relativ lange, weshalb es da auch viele Videos online gibt.

Und soweit ich weich kann man mit einem Heli Behälter kein Fire Retardent abwerfen.

https://www.airbus.com/en/newsroom/press...t-campaign

Und es ist immer gut mehr Optionen zu haben als weniger, weshalb ich absolut dafür bin eine große Ladung dieser relativ günstigen Kits europäisch zu beschaffen.

Ach wieder mal so Absolutismen. Man setzt gerne Farbstoff und Fire Retardant ein, weil die Piloten dann sehen wo schon was abgeworfen wurde (Farbstoff), das Retardant sorgt dafür daß Wasser nicht so schnell verdunstet und langsam in den Boden sickert. Geht auch mit Hubschraubern, wenn man aus Becken tankt in denen das vorgemischt wird. Aus Seen geht das mit Hubschraubern nicht.
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(03.08.2026, 14:23)ede144 schrieb: Ach wieder mal so Absolutismen. Man setzt gerne Farbstoff und Fire Retardant ein, weil die Piloten dann sehen wo schon was abgeworfen wurde (Farbstoff), das Retardant sorgt dafür daß Wasser nicht so schnell verdunstet und langsam in den Boden sickert. Geht auch mit Hubschraubern, wenn man aus Becken tankt in denen das vorgemischt wird. Aus Seen geht das mit Hubschraubern nicht.

Wenn ich in diesem Hubschrauberforum mal was zum A400M-Feuereinsatz in Frankreich schreiben darf. Wink

Es gibt verschiedene Flammschutzmittel (Link Wikipedia). In Frankreich wurde Wasser mt Ammoniumpolyphosphat verwendet (Quelle). Dessen Wirkung beruht u. a. darauf, dass die Entstehung entflammbarer Gase gehemmt wird, die die eigentlichen Feuerträger sind.

Der in Frankreich eingesetzte A400M hat laut ADS-B-Daten in mehreren Überflügen einen Flammschutzstreifen über die schmale Halbinsel von Cap Ferret gelegt, der den bewohnten Südteil der Halbinsel von den Flammen im Norden abgrenzte. In den folgenden Tagen konnte man dann über ADS-B u. a. deutsche CH-53 und andere Hubschrauber und Löschflugzeuge dabei beobachten, wie sie die Flammen nördlich dieses Schutzstreifens bekämpften.

Für diese Rolle, das Ausbringen von Flammschutzstreifen, werden in Frankreich überwiegend die Dash-8, also ebenfalls Flächenflugzeuge, benutzt, die aber eine geringere Kapazität haben.

Ein weiterer Artikel aus Frankreich berichtet: Es gibt bisher nur den einen Airbus-Prototyp des Löschmitteltanks für den A400M, die Serienfertigung soll erst in Angriff genommen werden. Bestellungen dafür gab es bisher nicht, das wird derzeit evaluiert. Erst nächstes Jahr könnte es Serienexemplare geben.

Frankreich kam Spanien mit der Nutzung des Prototyps zuvor. Weil der Einsatz bei Bordeaux so plötzlich kam, war am dortigen Fliegerhorst Cazaux nicht genügend Flammschutzmittel vorrätig (das reichte nur für die Dash-8) und der A400M musste zur Beladung nach Istres am Mittelmeer fliegen, wo diese Tests eigentlich vorgesehen waren.
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