Zukunft der Atomwaffen
#31
Zitat:fieserfettsack postete
seh ich auch so die amerikaner tun wenigstens was.

aber ich rede auch von deutschland. bald haben die usa alles. deutschland hat nichts. ich finde wir müssen uns wenigstens verteidigen können!
Fragt sich nur gegen wen?
Wir sind eingepackt in ein Bündniss und in uns freundlich gesinnte Nachbarn.
Und wenn die Russen kommen dann haben wir ja noch die Amis.
Und wenn alles schief läuft dürfte es ne Sache von ein paar Wochen sein bis wir Atomwaffen haben.

Soviel dazu,sorry fürs kurze Offtopic. Big Grin
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#32
Zitat:naja... - es ist der erste Schritt in diese Richtung...
Daß solch ein System nicht von Anfang an 100%ig funktioniert ist klar, aber kommt Zeit, kommt Geld, bleibt Bush bzw. einer seiner Freunde... - und schon sieht das ganz anders aus!
Und eben das ist der Punkt. Es handelt sich nicht so sehr um eine Frage der Zuverlässigkeit oder technischen Entwicklung, sondern es ist eine rein rechnerische Frage. Die USA müssten schon mit Abwehrwaffen gepflastert werden, um das Problem auch nur annähernd kontrollieren zu können, aber das ist finanziell und logistisch gesehen einfach nicht drin, nicht mal für die Amerikaner. Das ist schliesslich nicht ein einfacher Übersättigungsangriff, wie man ihn seitens der Sowjets vielleicht mal in den Achtzigern gegen US-Flugzeugträger im Auge hatte. Derzeit haben die Russen aufgrund der Abrüstungsverträge die Sprengköpfe ihrer MIRVs von zehn auf vier reduziert, sollten sie wirklich eine Bedrohung in NMD sehen, würden sie das ganz schnell korrigieren. Ein einzelnes Typhoon-SSBN kann zweihundert Sprengköpfe auf die USA abfeuern, ohne russische Hoheitsgewässer auch nur verlassen zu müssen. Ohne großen finanziellen Mehraufwand kann man den Bedrohungsfaktor sogar noch gigantisch steigern, indem man Dummies in die MIRVs einbaut. Statt zehn 100kt-Sprengköpfen trägt die Rakete dann eben sechs Dummies und vier Killer. Dummerweise nur wird NMD trotzdem versuchen müssen, alle abzufangen, da Dummies von außen niemals 100%ig als solche zu erkennen sein werden.

Lange Rede kurzer Sinn: Wenn es um Atomwaffen geht bzw. Staaten, die tatsächlich in der Lage sind, diese in größeren Zahlen einzusetzen, wird NMD, egal wie weit der Stand der Technik ist, niemals in der Lage sein, einen zuverlässigen Schutz zu bieten. Solange nicht ein Star Trek-Schutzschild über den USA schwebt, bietet NMD keinen kompletten Freibrief für den willkürlichen Einsatz von ABC-Waffen.
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#33
ähm - ich habe mal was von 2 Stunden gelesen Jacks Wink

In zwei Stunden hat man im Atomei in Garching genug spaltbares Material für eine Bombe hergestellt - und der bau einer simplen Bombe ist nunr wirklich keine Kunst!
Jeder Physikstudent - ja sogar ich (Facharbeit über Kernwaffen) könnte eine simple Atomwaffe bauen. Das einzige Problem ist das Material, aber dieses Problem stellt sich bei uns ja nicht :evil:

@fieserfesttsack...

ich glaube Du hast nicht wirklich verstanden was ich geschrieben habe! Ich verteufle den Abwehrschirm, weil er auf Dauer die nukleare Abschreckung unwirksam macht. Von daher tun nicht die AMis "wenigstens was", sondern leider tun sie etwas.. - aber das liegt ja ganz auf einer Linie mit ihren neuen Kernwaffen, die sie inzwischen ja sogar gegen Bunker und Höhlen einsetzen wollen...
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#34
Zitat:In zwei Stunden hat man im Atomei in Garching genug spaltbares Material für eine Bombe hergestellt - und der bau einer simplen Bombe ist nunr wirklich keine Kunst!
Jeder Physikstudent - ja sogar ich (Facharbeit über Kernwaffen) könnte eine simple Atomwaffe bauen. Das einzige Problem ist das Material, aber dieses Problem stellt sich bei uns ja nicht
Das Problem ist nicht so sehr der Bau der Bombe, sondern der der Trägerwaffe. Und die Entwicklung einer eigenständigen deutschen Waffe mit dem Anspruch "interkontinental" ist IMO keine Frage von nur ein paar Tagen oder Wochen. So eine Entwicklung braucht nun mal ein wenig mehr Zeit. Ohne groß Ahnung von der Entwicklung von Raketentechnik zu haben, würde ich sagen, Deutschland könnte so etwas in ein bis drei Jahren auf die Beine gestellt haben. Der Zugang zu ziviler Raketentechnologie ist auf jeden Fall hilfreich und den hat Deutschland durch das Ariane-Projekt.
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#35
ich bin lieber für mininukes gegen bunker als 1000MT auf Berlin.

aber so ein raketenschild ist für die eu echt unbezahlbar.

jetzt sind wir von freunden umgeben aber wer weiß was die zukunft bringt...
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#36
Eine 1000MT Waffe auf Berlin würde noch den Kölner Dom planieren. Die stärkste H-Bombe hatte glaub ich 60 MT, (oder 40), da bin ich mir momentan nicht ganz sicher.

@ Topic:
Ich finde es sehr bedenklich, einfach Mininukes gegen Ziele einsetzen zu wollen, denen man mit normalen Waffen nicht mehr oder nur sehr schlecht beikommt. Im Endeffekt heißt es dann, es war doch nur "so ein kleines Atombömbchen", aber die Sauerei, die man dort angerichtet hat ist dauerhaft. Man muss nur mal schauen, was schon normale Munition aus DU annrichtet, und da sind weder hochradioaktive Spaltprodukte drin noch Plutonium, sondern "nur" leichtradioaktives U-238.

Zu dem Raketenschutzschirm:
Ich weiß gar nicht, ob Europa sowas überhaupt braucht. Der Warschauer Pakt ist Geschichte, uns feindlich Staaten mit Atomwaffen und den dazugehörigen ICBMs gibt es nicht viele bis gar keine. Wenn (nach derzeitigem Stand) Atomwaffen gegen Europa eingesetzt werden sollten, dann wohl in Form von Terrorakten, und da nützen Abfangraketen gar nix, es sei denn, Terroristen kapern ein SSBN. Warum also Abermilliarden in so ein Projekt investieren? Dann eher die Verbreitung von Atomwaffen, spaltbarem Material und Know-How unterbinden.
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#37
@ Andreas DU 'Munition ist nicht wegen seiner Radioaktivität gefährlich, sondern, weil es ein Schwermetall ist.
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#38
Andreas
Die stärkste Atombombe war die Zar-Bombe der Russen. Sie hatte eine Sprengkraft von über 50 Mt TNT Äquivalent. Wenn man noch einen Uran 238 Mantel angebracht hätte, was zuerst auch geplant war, aber aus Verseuchungsgründen fallen gelassen wurde, wäre die Sprengkraft min. doppelt so gross gewesen. Das Problem war das sie mit einem Gewicht von über 20t (über 25t?) von keinem Bomber wirklich eingesetzt werden konnte.

fieserfettsack
Eine Frage, wie kommt ihr auf 1000 Mt TNT Äquivalent? Das ist schier unmöglich. Wie will man bitte so eine Bombe ins Ziel transportieren.
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#39
http://www.n-tv.de/537136.html
Zitat:Atomwaffensperrvertrag
Konferenz gescheitert

Die New Yorker Konferenz zur Überprüfung des Atomsperrvertrags ist gescheitert. Der Präsident der Konferenz, Brasiliens UN-Botschafter Sérgio de Queiroz Duarte, gab in der abschließenden Plenumssitzung bekannt, dass es keinen Konsens für ein Abschlussdokument gebe.

Eigentlich hatten die 188 Mitglieder des Nichtverbreitungsvertrags (NPT) konkrete Schritte zur Begrenzung der nuklearen Rüstung festschreiben wollen. Vier Wochen hatten die Verhandlungen gedauert.

Duartes Erklärung wurde von den Delegationen der NPT-Mitgliedsstaaten mit Bedauern aufgenommen. In der deutschen Delegation hieß es, die Konferenz habe immerhin klar gemacht, welche Fragen in den kommenden Jahren dringend gelöst werden müssen. Damit stehe schon jetzt das Arbeitsprogramm für die Folgekonferenz in 2010. So gesehen habe die Tagung durchaus ein positives Ergebnis erbracht.
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#40
Ich hab da ne Frage zu Atombomben:

Im Zusammenhang mit Atomwaffen wird immer die verherende Auswirkung der Strahlung erwähnt. In manch einem Kinofilm hört man oft die Mär, dass das Land für tausende Jahre unbewohnbar wird.
Wie lange ist ein von einer Atombombe getroffenes Gebiet durch Strahlung verseucht?
In Hiroshhima und Nagasaki leben ja auch seit langem wieder Menschen.
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#41
Ohje...jetzt rufst Du wieder diejenigen Stimmen auf den Plan, die behaupten, es gäbe zu so gut wie keine Langzeitfolgen. Gabs hier alles schon Rolleyes

http://www.glasnost.de/militaer/95atomstud.html
Zitat:...
Die Fallouts nach Atomexplosionen verseuchten die Bewohner der umliegenden Inseln und Atolle vor allem bei widrigen Windverhältnissen. In einigen Fällen war die Verstrahlung der Bevölkerung so groß, daß diese evakuiert werden mußte. Die Langzeitfolgen für die Gesundheit der Bewohner waren immens: Viele Menschen starben nach einigen Jahren an Krebs und Leukämie, schwangere Frauen mußten häufig unter Fehl- und Frühgeburten leiden, eine erhöhte Zahl von behinderten Kindem kamen zur Welt. Besonders erschreckend sind die sogenannten "Quallenkinder", die auf den Pazifikinseln geboren wurden: Säuglinge ohne Knochengerüst und ohne Gesicht, die häufig nur wenige Stunden zu Leben haben.

Eine große Gefahr bestand auch für die Fischerei, die in der Umgegend betrieben wurde, ganze Fischereischiffe wurden durch Atomwaffentests verseucht, im Meer machen sich erhöhte Strahlendosen bemerkbar, auch die gefangenen Fische sind zu einem beträchtlichen Teil verseucht, gelangen somit in die Nahrungskette der Menschen.

Ende der 60er Jahre forderten die Bewohner des Bikini Atolls, die seit 1946 im Exil lebten, die Rückkehr auf ihre Heimatinsel. Die amerikanische Regierung gab daraufhin die Anweisung, das Atoll wieder bewohnbar zu machen. Die Sicherheit der Bewohner freilich konnte man nicht gewährleisten. 1972 konnten die Mikronesier nur unter großen Belastungen zurückkehren. U.a. mußten die Bewohner in den nächsten Jahren zu einem Großteil mit importierten Lebensmitteln versorgt werden, weil sie auf die Produkte vor Ort aufgrund der hohen Strahlenbelastung nicht zurückgreifen konnten. Im Jahre 1978 war es notwendig geworden, die Bewohner erneut zu evakuieren. Eine großangelegte Dekontaminierungsmaßnahme wurde angekündigt und in die Wege geleitet.

Auch in anderen Atollen wurden Rückführungsmaßnahmen durchgeführt. Es wird jedoch gemutmaßt, daß diese Maßnahmen unter großem finanziellen Aufwand auch deswegen in die Wege geleitet wurden, um den Wissenschaftlern die Möglichkeit zu geben, die Zurückkehrenden quasi als Testpersonen zu betrachten, um zu testen, wie Menschen z.B. Radioaktivität absorbieren. Spätere medizinische Untersuchungen scheinen dies zu bestätigen.

Eine weitere Bedrohung der Menschen vor Ort, im gesamten Südpazifik, auch im Mururoa-Atoll, resultiert aus der sogenannten "Ciguatera" Vergiftung, einem großen Problem für das Gesundheitswesen des Südpazifiks. Atomwaffentests könnten nämlich die Produktion von Toxinen in einzelligen Meereslebewesen, die in den Korallen leben, anregen, somit das spezifische Ökosystem in den Lagunen stören.
...
Leider wurde die Veröffentlichung von Studien, über die Folgen der Auswirkung auf "Testpersonen" in der Regel weitestgehend geheim gehalten, oder gezielt verharmlost. Wirklich neutrale Quellen, gibt es für solche Studien kaum.
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#42
Das kommt auch auf die Bombe an!

Das entscheidende dabei sind ja die Halbwertszeiten und die Menge an Spaltmaterial und Spaltprodukten.

Die klassischen Atombe von Hiroshima (U-Bombe) und Nagasaki (Pu-Implosionsbombe) stützt sich auf U und Pu. Dabei wurde bei der Bombe über Hiroshima weniger als 2% des Materials überhaupt verbraucht. Insgesamt waren 64kg Uran in der Bombe.
Der größte Schaden entsteht zunächst bei der Detonation selbst. Bei der Kerspaltung werden große Mengen an Strahlung frei die ringsum ausgestoßen wird. Diese Strahlung tötet bei überdosierung und kann ansonsten sehr schwere dauerschäden verursachen. Doch wie gesagt - es wurden ja 64kg verwendet was bedeutet daß rund 63kg wohl unverbraucht in die Luft geblasen wurden. Dieses Uran zerfällt langsam und strahlt dabei. Wenn Du Dir vorstellst daß man in dem bayerischen Wald die höhere Krebsrate gerne dem Uran im Granit zuschreibt, dann sollte klar sein daß 63kg reines Uran + 1kg Spaltprodukte auf einigen km² verteilt ziemlich gefährlich ist.
In Nagasaki wurde eine Pu-Implosionsbombe eingesetzt, d.h. um eine Pu-Kugel herum wurde Sprengstoff plaziert der nach seiner Detonation das Pu so verdichtete daß die Massekonzentration dicht genug für eine Kettenreaktion wurde.
Neutronenbomben hingegen sind Bomben, die extrem starke Neutronenstrahlung aussenden und somit die Menschen töten. Diese Neutronen werden bei der Kernfusion von Tritium und Deuterium zu Helium erzeugt. Diese Strahlung ist sehr durchdringend, die einzige Chance ihr ein wenig zu entgehen ist vielleicht ein U-Boot tief im Wasser, aber selbst Blei reicht da normalerweise nicht aus. Allerdings sind diese Neutronen einmal "Abgefeuert" ungefährlich - sie durchdringen halt eine Menge Material, igendwann stoppen sie aber auch. Daher kann das Gebiet in dem eine Neutronenbombe eingesetzt wurde schon nach wenigen Tagen wieder betreten werden da Deuterium und Tritium zwar giftig sind - aber auch natürlich im Wasser vorkommen. Nach einigen Tagen ist also die Neutronenstrahlung weg - das einzige Problem verbleibt bei der Neutronenbombe der Sprengkern. Um die für die Kernfusion notwendige Temperatur von vielen Millionen Grad zu erzeugen wird im Kern der Neutronenbombe eine konventionelöle Pu-Implosionsbombe plaziert. Allerdings ist dieser Kern zunehmend kleiner geworden da man es inzwischen versteht mit dem Material effizienter umzugehen, dazu werden Temper verwendet. Wasserstoffbomben sind im Prinzip ähnlich - nur bei ihnen liegt der Fokus eben nicht auf der Neutronenemission sondern auf der Sprengkraft, weshalb weniger Tritium zum Einsatz kommt.

Also wie kann man auf die Frage antworten? In Hiroshima und Nagasaki ist meines Wissens die Krebsrate heute immer noch deutlich höher als im restlichen Japan. Allerdings hat man nach dem 2. Weltkrieg die Erde (meinesr Erinnerung zufolge 50cm tief) abgetragen und somit den Großteil des strahlenden Materials entfernt. Das Gelände ist somit nach einer Detonation auf lange Zeit verseucht - es kann jedoch saniert werden. Auch ist es nicht so daß jeder, der es danach betritt gleich tot umfällt.

Konnte ich es halbwegs beantworten? Ich habe nur 3 Stunden geschlafen und es ist schon eine Weile her daß ich das einmal gelernt habe... Wink
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#43
Wenn man die verseuchten Gebiete in Japan abgetragen hat, wäre das eine Erklärung das da heute wieder Menschen leben.
Habe dazu im Netz nicht viel Gefunden.
Habe vor langer Zeit eine Reportage gesehen, in denen zwei Reporter auf einem Testgelände der Russen drehten. Die konnten sich dort ohne Gefahr bewegen. Es sei nur gefährlich wenn man Nahrung aus dem Gebiet aufnimmt, oder wenn man beginnt dir umliegende Erde zu essen.
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#44
Sirenensignal von 1 Minute Heulton : Rundfunkgeräte einschalten und auf Nachricht warten

3 mal Dauerton von je 12 Sekunden mit 12 Sekunden Pause : Feueralarm

3 mal Dauerton von 12 Sekunden mit je 12 Sekunden Pause und folgend 1 Minute Dauerton : Katastrophenalarm

1 Minute Heulton, zweimal unterbrochen, nach 30 Sekunden folgt Wiederholung : ABC Alarm

A Waffen wirken durch :

Thermische Strahlung, Druckwellen (Überdruck und dann Sog), Kernstrahlung, EM Strahlung

Bei einem GAU in einem A Kraftwerk oder dem Einsatz einer Atombombe wird in der ersten Minute der Gros der thermischen und der harten Gamma Strahlung freigesetzt. Dazu kommt Neutronenstrahlung. Danach setzt die Rückstands- und Reststrahlung ein. Diese wirkt primär durch verstrahltes Material, vor allem durch strahlenden Staub. Dieser strahl Alpha und Betastrahlung aus und diese überlagert sich mit weiterer Gamma Strahlung.

Eine Kernwaffendetonation erzeugt immer einen extrem hellen Lichtblitz. Wenn ihr irgenwo und irgendwann mal einen solchen Lichtblitz bemerkt, müßt ihr sofort entschlossen handeln, das heißt als erstes bewegen, rennen. Man muß sofort die nächste !! und zugleich beste Deckung aufsuchen, die einen Schutz in Richtung dieses Lichtblitzes bietet. Schon ein Kellerabgang oder ein Straßengraben erhöhen die Überlebenschancen enorm. Die Hände und Arme sollte man so weit wie es nur geht unter den Körper bringen, das Gesicht muß man in den Boden drücken (sonst verbrennen ev die Augen) im Idealfall zieht man die Jacke über den Kopf. Diese Stellung muß solange beibehalten werden, bis man die Druckwelle über sich gespürt hat und zwar zweimal (einmal von der einen, dann von der anderen Seite) Ist man völlig im freien so muß man auf den möglichst weichsten Untergrund (Wiese z.B. und dort flach hinlegen, Arme unter Körper und Gesicht in Boden drücken.

Die Chancen bei stabiler Oberbekleidung die thermische Streustrahlung zu überstehen wenn man nicht zu nah dran ist, sind gar nicht mal so schlecht.

Man sollte 90 Sekunden in Deckung verbringen. Damit übersteht man in den allermeisten Fällen diethermische- und die Anfangsstrahlung sowie die Druck- und die folgende Sogwelle.

Nach der Sogwelle muß man dann aus dem Freien weg an einen Ort, wo man so weit es geht vor der langsam und schleichend wirkenden Rückstandsstrahlung geschützt ist.

Die Verstrahlte Kleidung sollte sobald man eine solche Deckung (Keller) gefunden hat vor dem Betreten dieses Kellers komplett ausgezogen werden. Am besten atmet man die ganze Zeit nur durch die Nase und keinesfalls durch den Mund. Im Idealfall hat man ein nasses Tuch vor dem Mund. Dieses sollte man im Idealfall alle 5 Minuten wechseln.

Im Eingangsbereich der Deckung sollte man sich im Idealfall provisorisch entstrahlen. Man sollte so es geht, bzw so weit wie es geht die Körperhaare entfernen und sich zumindest abreiben (z.B. mit einem neuen sauberen Stoff bzw Kleidungsstück daß dann weggeschmissen wird) dabei von oben nach unten. Im Idealfall bürstet man sich mit Wasser und Kernseife ab.

Die Nase wie den Mund sollte man ausspülen. Wenn keine Flüssigkeit zur Verfügung steht kann man Urin nehmen der zu diesem Zeitpunkt noch nicht verstrahlt ist. Auch zum Säubern bzw Abbürsten des Körpers kann man Urin nehmen der hier am Anfang als sichere Flüssigkeit zu betrachten ist.

Wenn man sich waschen kann sollte man sich mindestens zweimal komplett abbürsten und dabei jeweils 2 bis 4 Minuten den Körper bürsten und waschen.

Danach sollte man sich so viel neue Kleidung wie möglich anziehen. Mütze, Handschuhe, das Gesicht sollte man wieder mit nassen Mullbinden oder Tüchern verhängen.

Ihr habt bis dahin überlebt ? Glückwunsch : die Chancen gesamt zu überleben liegen nun je nach Ort bei 30 % bis 60 %.

Wunden sollte man möglichst luftdicht verkleben z.B. mit Panzertape nachdem man sie gründlich ausgewaschen hat.
Man sollte jede Anstrengung vermeiden und möglichst flach und wenig atmen.
Plastikeinkaufstüten, Zeltplanen, Ponchos, Plastikfolien, Plansch und Badebecken aus Kunststoff, ein umgedrehtes Schlauchboot, Rettunsdecken aus Alu, Gummistiefel sind nun wichtig und sollten so weit wie es nur geht als Schutz oben drüber getragen werden.
Über die Schuhe sollte man stets noch zusätzlich Plastiktüten überstülpen und verkleben.

Die Strahlung wird durch die folgenden Materialen ausreichend herabgesetzt daß ihr eine Überlebenschance von 50 % oder höher habt : Mindeststärke :

Stahl : 7cm, Beton : 20cm, Erde (dicht, tonig) : 30 cm,Wasser : 52 cm, Ziegel : 26 cm, Holz : 90 cm, Eis : 7 cm, Schnee : 200 cm

Die besten schutzräume sind U-Bahnen in U-Bahnschächten mit geschlossenen Türen, abgeschlossene Keller von Hochhäusern (Tiefkeller), Keller mehrgeschossiger Häuser. Diese Deckungen senken die Strahlungseinwirkung auf 0,002 Sv/h, also ca 0,05 Sv am Tag.

Die Verstrahlung wird in Sv/h bzw rem/h gemessen. Man kann davon ausgehen zu 100 % zu überleben, wenn die Strahlungsbelastung bei unter 2 Sv in Zwei Wochen bleibt.

Wenn die Strahlung in den ersten 48 h bei unter 2 Sv bleibt, liegt die Sterblichkeit bei 10 bis 15 %. Bei um die 4 Sv liegt die Sterblichkeit bie 50 %. Bei 6 Sv aufwärst liegt die Sterblichkeit bei 95 bis 100 %.

Ein Obergeschoss eines Hauses oder eine Tiefgarage bzw ein einfacher Keller mit Fenstern nach draußen bietet nur eine Reduzierung der Strahlung auf 1 bis 1,4 Sv/h. Die tödliche Dosis kann hier schon nach 4 bis 10 Stunden erreicht werden, nach 2 Stunden ist man bereits so verstrahlt daß irreperable Schäden auftreten.

Fensterlose Räume im Inneren von Mehrgeschossigen Häusern bieten eine Reduzierung auf 0,2 bis 0,4 Sv/h, was bedeutet, daß man dort knapp überleben kann, aber nach ca 7 Stunden strahlenkrank wird. Nach 25 Stunden aufwärts treten irreperable Schäden auf.

Ein Deckungsloch mit Alu- oder Gummi Folie, Gummiboot, Planschbecken drüber, daß dicht ist, bietet immerhin für 2 bis 3 Stunden schutz. Nach ca 10 Stunden ist die tödliche Dosis erreicht.

Allerfrühestens nach zwei Tagen darf man den Schutz verlassen. Dies jedoch nicht länger als für maximal ein paar Minuten bis zu einer viertelstunde. Nach 1 Woche kann man auch etwas länger außerhalb verbringen, und zwar ca bis zu einer Stunde, nach eineinhalb Wochen 4 bis 6 Stunden, nach zwei Wochen bis zu 10 Stunden.

Bei jeder Rückkehr in die Unterkunft muß man sich wie oben beschrieben reinigen.

Entscheidend ist, daß man verhindert, daß man verstrahltes Material IN den Körper aufnimmt. Dies geschieht durch Atmung, Trinken und Essen. Die meisten Opfer der Strahlenkrankheit sterben an zu viel verstrahltem Material daß sie IN ihren Körper aufgenommen hatten, nicht jedoch an der Strahlung von Außen !!

In Bezug auf das Trinken muß man folgende nüchteren Abwägung treffen : Verdursten oder Strahlenkrankheit. Man sollte das Trinken müsen so lange wie es nur irgendwie geht hinauszögern. Hermetisch verschlossene Flüssigkeiten, z.B. die Flüssigkeiten in Konservendosen die man in Kellern gefunden hat kann man nach ca 2 Tagen vorsichtig trinken. Dabei solle man nur ein Loch machen, und sofort den Mund ansetzen. Die Atmung sollte grundsätzlich nur durch nasses Tuch erfolgen.
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#45
Um das mal zu klären:

Zitat:Bei der enstehenen Hitze würde alles im Umkreis zu Stab verglühen. Da kann ein "Skywalker" solide gabaut sein wie er will. LOL, Ein Gebäude soll 500kt standhalten?? Nicht das du hier jetzt Mist erzählst, glaub sonem Scheiß kein Wort! Für eine Atombombe mit solch einer Sprengkraft ist ein Gebäude wie ein Staubkorn
Naja. Das ist sicher richtig, wenn die Bombe nahe am Gebäude explodiert. Außerdem ist es wichtig, zu klären, ob nur die Sturktur des Gebäudes an sich oder auch die Menschen darin intakt geblieben sind Wink

Ansonsten: Die Explosion einer Kofferatombombe in einer deutschen Stadt würde diese mit Sicherheit NICHT auslöschen, einige Tausend Tote sind da schon ganz realistisch. Das hat mehrere Gründe:

In eine solche Bombe passt nicht genug spaltbares Material rein, um sie stärker als, sagen wir, 1-1,5kt zu machen. Das ist nicht allzu viel (für eine Atombombe).
So eine Explosion hat einen Feuerball von etwa 75m Durchmesser, der Ground Zero und der Radius totaler Zerstörung wäre wenige hundert Meter im Durchmesser.
Die Zahl der Toten ist deshalb realistisch, weil
1. Die Bombe relativ schwach ist, Little Boy in Hiroshima hatte 12,5kt, zündete etwa 300-350m über dem Boden (was die Zerstörungskraft einer Kernwaffe erheblich steigert) und hatte einen Radius totaler Zerstörung von etwa 600m. In Hiroshima starben aber "nur" (in welchen Dimensionen wir uns hier bewegen...) etwa 90-100.000 direkt.
2. Würde eine solche Bombe auf Bodenniveau bzw etwas darüber zünden. Das schränkt ihre Kraft deutlich ein.
3. War Hiroshima als japanische Stadt auch großteils aus Holz- und ähnlich (va gegen Hitze) verwundbaren Bauten. Eine deutsche Stadt ist fast völlig aus Stein- und Betongebäuden gebaut, die schon nach einer recht kurzen Strecke die Druck- und auch die Hitzewelle weitgehend auffangen dürften.

Allerdings ist natürlich klar, dass im Bereich des Feuerballs und darum herum wirklich nichts mehr existiert. Dieser Bereich ist aber recht klein.

Quellen: Wikipedia und mein Gedächtnis.

Und sollte das, was ich geschrieben habe, zu kalt klingen: Lasst und alle beten, dass so etwas trotzdem nie passiert, ob es nun Millionen oder "nur" tausende Tote fordern würde.


-Schandmaul
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