Italien
ein kleiner, nicht ganz ernst gemeinter Zwischensatz:
http://www.welt.de/kultur/literarischew ... alien.html
Zitat:08:27
Italien

Verhindert die Kirche gute Politiker für Italien?

Vielleicht ist der Stiefel im Süden Europas ein Staatsgebilde, das gar nicht funktionieren kann. Warum, erklärt Corrado Augias. Sein "Roman einer Nation" verrät die Geheimnisse Italiens.Von
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Leider nahezu vollständig untergegangen in den deutschen Medien, aber dennoch interessant, vor allem im Gesamtkontext der erstarkten Separationsbewegungen und -bestrebungen innerhalb der EU. Insbesondere seit der Euro- und Finanzkrise finden sich in den reicheren Regionen taumelnder Nationen immer mehr Separatisten und Nationalisten.

Zitat:Venice votes in referendum on splitting from Rome

Voting has begin in Venice and the surrounding region on whether to break away from Italy.

Recent opinion polls suggest that two-thirds of the four million electorate favour splitting from Rome, but the vote will not be legally binding.

The poll was organised by local activists and parties, who want a future state called Republic of Veneto.

This would be reminiscent of the sovereign Venetian republic that existed for more than 1,000 years.
[...]

http://www.bbc.com/news/world-europe-26604044
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Zitat:Leider nahezu vollständig untergegangen in den deutschen Medien, aber dennoch interessant, vor allem im Gesamtkontext der erstarkten Separationsbewegungen und -bestrebungen innerhalb der EU. Insbesondere seit der Euro- und Finanzkrise finden sich in den reicheren Regionen taumelnder Nationen immer mehr Separatisten und Nationalisten.

So neu sind diese norditalienischen "Abspaltungsträume" nun auch wieder nicht, die Lega Nord hat dies schon seit den späten 80er Jahren zu ihrer Agenda erhoben.
Bei dem zitierten "Referendum" handelt es sich lediglich um eine private Internetabstimmung ohne jeglichen rechtsverbindlichen Charakter.
Allerdings wird die ganze Geschichte von pro-russischen Medien instrumentalisiert, einerseits um das Krim-Referendum zu rechtfertigen, andererseits um den europäischen Medien vorzuwerfen, dass sie gezielt ähnlich gelagerte Fälle in den "eigenen Reihen" verheimliche.

Siehe dazu:
Zitat:In der Region Venetien sind Unabhängigkeitsbestrebungen nichts Neues. Es gibt sie seit Jahrzehnten. Das Motiv ist meist, dass der reichere Norden Italiens sich vom Süden ausgebeutet fühlt. Auch Gianluca Busato, der Initiator der Abstimmung, die noch bis zum 21. März läuft, startete deshalb seine Kampagne. Das ist der wahre Kern der Geschichte des "Referendums" von Venedig. Wie die russischen Medien auf Umfrageergebnisse kommen, die von einer Zustimmung von 60 Prozent und mehr zur Unabhängigkeit Venetiens ausgehen, ist dagegen ein Rätsel. Keines der russischen Medien gibt eine Quelle der Umfrage an. Am ersten Abstimmungstag beteiligten sich auch nur 11 Prozent der Wahlberechtigten. Von einem gewaltigen Ansturm kann also keine Rede sein. Das dürfte ein Grund dafür sein, dass selbst seriöse italienische Medien die Abstimmung ignorieren. Aber in den nächsten Tagen könnte die Beteiligung ja noch steigen.

Entscheidender für das geringe Interesse ist vielmehr: Die Abstimmung findet zwar statt, sie hat aber nur den Status einer Initiative von Privatleuten. Genau genommen darf daher auch nicht von einem Referendum die Rede sein, da weder Parlament, Regierung noch eine Regierungsgewalt die Abstimmung betreiben. Denn wie das deutsche Grundgesetz lässt auch die italienische Verfassung keine Unabhängigkeitsreferenden einzelner Regionen zu. Wie auch immer die Abstimmung ausgehen mag, sie wird keine Konsequenzen haben.

Quelle: http://www.n-tv.de/politik/Die-Maer-vom ... 78666.html
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http://www.sueddeutsche.de/politik/matt ... -1.1980897
Zitat:31. Mai 2014 09:39

Matteo Renzi nach der Europawahl
"Wir sehen Deutschland nicht als Gegner, sondern als Vorbild"


Bei der Europawahl hat die Demokratische Partei um Matteo Renzi in Italien 42 Prozent eingefahren. Er möchte Europa verändern - und setzt mit einem umfassenden Reformpaket bei seinem eigenen Land an.
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vielleicht braucht es solche "Irrlichter" wie Berlusconi, um vernünftigen Politikern den Weg zu bereiten?
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http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/k ... -1.2079584
Zitat:6. August 2014 19:04

Konjunkturkrise
Italien rutscht in die Rezession


Statt wieder zu wachsen ist die Wirtschaftskraft Italiens im Frühjahr überraschend geschrumpft. Für Regierungschef Renzi sind die schlechten Zahlen ein herber Rückschlag - sogar Athen und Madrid stehen derzeit besser da.
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http://www.tagesschau.de/ausland/mattarella-107.html
Zitat:Italiens neuer Staatspräsident Mattarella
Der stille Mann an der Spitze

Stand: 31.01.2015 16:16 Uhr Mit dem Verfassungsrichter Sergio Mattarella hat Italien einen Präsidenten gewählt, den tragische Umstände in die Politik brachten: Der Bruder des Sizilianers wurde von der Mafia ermordet. Einer der größten Gegner des stillen Mannes ist Silvio Berlusconi.

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In Italien steht heute die Abstimmung über eine Verfassungsreforum an, mit der Premier Renzi die politischen Blockademöglichkeiten abschwächen möchte. Unter anderem steht eine Verkleinerung des Senats zur Disposition, der somit Gesetzesvorhaben nicht mehr so einfach blockieren könnte. Renzi erhofft sich so eine Chance, den politischen Stillstand im Lande abzubauen, zugleich sehen aber Kritiker die Demokratie in Gefahr (Stichwort: "Durchregieren"). Das Problem indessen ist, dass Renzi mit seiner (sozialdemokratischen) Partito Democratico (PD) sein Schicksal mit dem Referendum verknüpft hat (im Falle eines Scheiterns droht Italien quasi insofern wieder eine Regierungskrise) und dass seine Kritiker ausgerechnet aus den Reihen der clownesk-populistischen Fünf-Sterne-Bewegung Grillos sowie u. a. von der rechtsextremen Lega Nord kommen...
Zitat:Abstimmung über Verfassungsreform

So geht es nach dem Referendum in Italien weiter [...]

In Italien ist am Freitag die lange, leidenschaftlich geführte Kampagne für das Verfassungsreferendum vom Sonntag zu Ende gegangen. Letzte Umfragen, die jedoch bereits eine Woche zurückliegen, sahen das "Nein" vorne. Bei der Abstimmung befinden die Italiener über eine weitreichende, vom Parlament im vergangenen Frühjahr nach sechs Lesungen verabschiedete Reform ihres Grundgesetzes - 47 der 139 Artikel würden nach einer Annahme geändert. Gewollt hat die Revision die Linke von Premier Matteo Renzi, der sein politisches Schicksal vom Ausgang abhängig gemacht hat. [...]

Verliert Renzi hingegen, wird er wohl schnell zurücktreten, wie er das für diesen Fall verheissen hat. Was dann passieren könnte, ist Umstand vieler Spekulationen. [...] Ins Zentrum würde Sergio Mattarella rücken, Italiens Staatspräsident in der Rolle des Schiedsrichters. Der Sizilianer gilt als vor- und umsichtiger Landesvater.

Italiens Staatspräsident könnte Senat und Abgeordnetenkammer auflösen [...]

Mattarella hätte die Möglichkeit, die Kammern aufzulösen und Neuwahlen anzusetzen. Sehr wahrscheinlich ist das aber nicht, da es momentan weder für die Abgeordnetenkammer noch für den Senat Wahlgesetze gibt, die breit gestützt wären. [...] Der Staatspräsident hat hauptsächlich zwei Optionen, um die Regierungskrise nach einem Rücktritt Renzis zu lösen. Er kann erstens Renzi erneut beauftragen, eine Regierung zu bilden; und wenn der das wollte, fände er wahrscheinlich auch leicht eine Mehrheit im Parlament, die ihn stützt.
http://www.sueddeutsche.de/politik/absti...-1.3277922

Schneemann.
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