Die deutsche Marine
Nach dem Unfall auf einer Deutschen Fregatte:

Ein deutscher Marine-Sprecher antwortete am Mittwoch auf Fragen von Marineschepen.nl, dass der "Booster der SM-2-Rakete gleich nach dem Start gebrannt habe, ohne dass die Rakete den Kanister verlassen hat". Der SM-2 hat eigentlich keinen Booster, sondern einen Dual-Thru-Raketenmotor mit Festbrennstoff. Der Mk 104 Dual Thrust Raketenmotor von Aerojet Rocketdyne hat zwei Arten von Treibstoff. Der erste Teil des Treibstoffs sorgt für eine enorme Menge an Energie und Beschleunigung, so dass die Rakete die Trägerrakete verlässt. Dann wird der Treibstoff verbrannt, der für den Flug zum Ziel bestimmt ist. Bei anderen Raketen wie der SM-3 oder Cruise Missiles wie der Harpoon gibt es einen separaten Booster, der nach dem Start abgesetzt wird. Gemessen an der Antwort des deutschen Sprechers und den Bildern wurde dieser Motor während der Boost-Phase verbrannt.

Seit dem Unfall, der dazu geführt hat, dass die deutsche Fregatte zumindest an der Brücke und am VLS großen Schaden erlitten hat, wird in der Sache geforscht. "Das braucht Zeit", schreibt der Sprecher. "Die Erwähnung eines Endtermins wäre Spekulation, aber das Ergebnis wird in den kommenden Wochen nicht erwartet." Die Studie umfasste mindestens Deutschland und die USA als Nutzer und Hersteller. Es ist unklar, ob auch die Niederlande an der Untersuchung beteiligt sind, weil der Staatssekretär dies nicht erwähnt. Diese Option existiert, weil alle niederländischen und deutschen Raketen in Den Helder (gewartet oder /und gelagert?) werden. Sowohl die deutsche als auch die holländische Marine haben gegenüber Marineschepen.nl früher bestätigt, dass die explodierte Rakete in den Niederlanden gewartet wurde.
Bis die Forschung beendet ist, werden keine SM-2-Raketen zum Training gestartet. "Alle Raketen dieser Art waren aus Sicherheitsgründen zunächst blockiert und stehen still", sagte der Sprecher der Bundesmarine. Secretary Visser Letzte Woche hatte bereits nach Fragen von Sadet Karabulut (SP), schrieb, dass die niederländische Marine eine SM-2-Raketen während der Übungen starten würde. Dies ist nicht nur für die niederländische Marine, sondern auch für andere Nutzer verständlich. Der SM-2 Block IIIA wird weiterhin von Deutschland, Spanien, Japan, den USA, Australien und Südkorea verwendet. Es gibt jedoch manchmal Unterschiede in der Elektronik. Dänemark hat kürzlich von den USA die Erlaubnis erhalten, die IIIA zu bestellen, deren Raketen wahrscheinlich noch nicht geliefert wurden.

Für die niederländische und die deutsche Marine ergeben sich daraus keine Konsequenzen. Bis zum zweiten Quartal 2019 sind keine Markteinführungen von SM-2 geplant. Für die deutsche Marine ergeben sich vorerst auch keine Konsequenzen.

Die Startbeschränkung gilt nur für Übungen. Die Raketen werden in ernsten Situationen eingesetzt werden.
Vorfälle mit der SM-2 sind selten. Im Juni 2015 explodierte jedoch eine SM-2-Rakete nach dem Start von USS The Sullivans. Laut Staatssekretär Visser war es dann ein Defekt des Raketentriebwerks. Dies war der gleiche Typ wie der deutsche SM-2, aber aus einer älteren Produktionsserie, schrieb Visser. Nach Angaben des Staatssekretärs hatte die niederländische Marine nach der Untersuchung dieses Vorfalls Kontakt mit der "Ursache des Vorfalls und Maßnahmen zur Verhinderung eines erneuten Auftretens" aufgenommen. Die US-Marine hat eine maximale Lebensdauer für einen bestimmten Teil der Rakete festgelegt. Diese Lebensdauer wurde für den relevanten Teil der niederländischen Raketen noch nicht überschritten. "

einfache Google Übersetzung
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Vielleicht einfach mal deepl als Übersetzungsprogramm benutzen, das hat bessere Ergebnisse
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(14.09.2018, 15:06)ede144 schrieb: Vielleicht einfach mal deepl als Übersetzungsprogramm benutzen, das hat bessere Ergebnisse

Danke - Guter Tipp

aus dem Hamburger Abendblatt---------------------

15.09.18
Stahlkonzern
Thyssenkrupp hält an Schiffbau fest – Aufatmen in Hamburg


Hamburg. Erleichterung bei den knapp 600 Hamburger Mitarbeitern des Stahlkonzerns Thyssenkrupp, die auf dem Gelände der Werft Blohm + Voss im Schiffbau (Marine Systems) tätig sind: Eine Umordnung des Konzerns lässt sie vorerst aufatmen. Thyssenkrupp hat das Marinegeschäft aus seiner schwächelnden Anlagenbausparte herausgelöst und direkt der AG unterstellt. Damit sinkt die Gefahr eines Verkaufs der Marinesparte, der zuletzt in der Konzernführung erwogen worden war.
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Neuer Havarist für die Marine: Die Schleswig-Holstein ist nach einem Schmorbrand in einer Schalttafel nicht mehr seeklar. Der Brand breitete sich über Kabel im Schiff aus und verletzte insgesamt zehn Besatzungsmitglieder leicht. Das Schiff war auf der Ostsee unterwegs und lief nach dem Unfall Kiel an, wo es nun zur Schadensbegutachtung liegt. Die Erneuerung der Kabelbäume dürfte - je nach Ausbreitung des Schadens - das Schiff einige Monate außer Betrieb setzen.

augen geradeaus
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(19.09.2018, 08:46)Vanitas schrieb: Neuer Havarist für die Marine: Die Schleswig-Holstein ist nach einem Schmorbrand in einer Schalttafel nicht mehr seeklar. Der Brand breitete sich über Kabel im Schiff aus und verletzte insgesamt zehn Besatzungsmitglieder leicht. Das Schiff war auf der Ostsee unterwegs und lief nach dem Unfall Kiel an, wo es nun zur Schadensbegutachtung liegt. Die Erneuerung der Kabelbäume dürfte - je nach Ausbreitung des Schadens - das Schiff einige Monate außer Betrieb setzen.

augen geradeaus

Warum dauert es einige Monate, ein paar Kabel auszutauschen? Ist wahrscheinlich kein Platz auf der Werft freit und es muss noch europaweit ausgeschrieben werden?Huh
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Kabel in einem engen Schiff ziehen ist halt doch etwas fummeliger als in einem Haus. Dazu wird man augenscheinlich auch durch mehrere (Brand)Schottungen der verschiedenen Abteilungen durchmüssen. Ist auch nicht so mal eben.
Zudem ist es nach einem Kabelbrand nicht damit getan, einfach nur neue Leitungen zu ziehen. Man muss halt Alles kontrollieren, ob es in Mitleidenschaft gezogen wurde und z.B. Kabel mit angeschmorten Isolationen/Schirmungen gleich mit tauschen.

Ob das mehrere Monate dauern muss… ka… aber es ist halt auch nicht mal eben in ein oder zwei Wochen getan. Ich kann mir vorstellen das viele Schalttafeln, Bauteile, etc. geöffnet oder entfernt werden müssen, um überhaupt an den kompletten Kabelstrang zu kommen.
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Nicht zu vergessen, dass es sich vielleicht um Spezialkabel handelt, die es so nicht mehr von der Stange gibt (Schiff wurde 1995 in Dienst gestellt).
Muss evtl. neu gefertigt werden, das dauert. Außerdem müssen alle möglichen Anschlüsse überprüft werden, wo ist das Löschwasser hingelaufen... Kabel verlaufen ja nicht nur horizontal, sondern auch vertikal.

Mensch, haben wir ein Pech. Bei der Arbeitsgeschwindigkeit zuletzt, auf Marineschiffe bezogen, ist die Fregatte bestimmt ein Jahr außer Betrieb.

Höchste Zeit, endlich mal bei den F125ern und MKS aus den Puschen zu kommen.
Es ist ein Trauerspiel.
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(19.09.2018, 10:57)Mondgesicht schrieb: Nicht zu vergessen, dass es sich vielleicht um Spezialkabel handelt, die es so nicht mehr von der Stange gibt (Schiff wurde 1995 in Dienst gestellt).
Muss evtl. neu gefertigt werden, das dauert. Außerdem müssen alle möglichen Anschlüsse überprüft werden, wo ist das Löschwasser hingelaufen... Kabel verlaufen ja nicht nur horizontal, sondern auch vertikal.

Mensch, haben wir ein Pech. Bei der Arbeitsgeschwindigkeit zuletzt, auf Marineschiffe bezogen, ist die Fregatte bestimmt ein Jahr außer Betrieb.

Höchste Zeit, endlich mal bei den F125ern und MKS aus den Puschen zu kommen.
Es ist ein Trauerspiel.

Wenn man 25 Jahre auf Verschleiß fährt, ist das halt so. Weniger Schiffe, steigende Einsatzzahlen, dann knallt es halt.
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(19.09.2018, 12:58)ede144 schrieb:
(19.09.2018, 10:57)Mondgesicht schrieb: Nicht zu vergessen, dass es sich vielleicht um Spezialkabel handelt, die es so nicht mehr von der Stange gibt (Schiff wurde 1995 in Dienst gestellt).
Muss evtl. neu gefertigt werden, das dauert. Außerdem müssen alle möglichen Anschlüsse überprüft werden, wo ist das Löschwasser hingelaufen... Kabel verlaufen ja nicht nur horizontal, sondern auch vertikal.

Mensch, haben wir ein Pech. Bei der Arbeitsgeschwindigkeit zuletzt, auf Marineschiffe bezogen, ist die Fregatte bestimmt ein Jahr außer Betrieb.

Höchste Zeit, endlich mal bei den F125ern und MKS aus den Puschen zu kommen.
Es ist ein Trauerspiel.

Wenn man 25 Jahre auf Verschleiß fährt, ist das halt so. Weniger Schiffe, steigende Einsatzzahlen, dann knallt es halt.

Ja...so isses leider...aber bei allem Material das was taugt
CH53
Marder
usw
Alle Arbeitstiere der letzten Jahrzehnte falllen auseinander oder müssen teuer Geupdated werden...
Wenn man so massiv im Einsatz ist und kein Geld in Wartung gesteckt wird ist das Gerät nach 25 Jahren durch und muss ersetzt werden...aber dafür war ja auch kein Geld da...
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So langsam gehen uns wieder die Fregatten aus... Die F124 wiegt dabei wohl schwerer, jedoch brauchen wir jedes Schiff.

Inwiefern können die beiden F122 eigentlich noch in den Einsatz? Personell, wie materiell?

Wir brauchen dringends die F125 für die einfachen Aufgaben, damit endlich die kampfstarken Klassen nicht weiter verheizt werden müssen!
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Die Lübeck ist aktuell als Teil der SNMG 2 im Mittelmeer, die Augsburg bald auch - vorgestern zur EUNAVFOR MED ausgelaufen. Also beide voll im Einsatz.
Tut auch bitter Not, wenn man mal im Hinterkopf so zusammenrechnet, was momentan nicht in See stechen kann.
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Thumbs Up 
Danke Vanitas
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Glück im Unglück: Der Schaden auf der Schleswig-Holstein ist begutachtet und nicht sonderlich dramatisch. Er kann in Kiel repariert werden und man nimmt an, dass das Schiff in der nächsten Woche wieder seeklar ist.

kieler nachrichten

Bemerkenswert auch der letzte Satz der Meldung. Von aktuell 9 Fregatten sind aktuell nur 4 voll einsatzbereit. Der Rest ist in der Werft oder wartet auf einen Werftplatz.
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https://www.ndr.de/info/sendungen/streit...te510.html

updte Marine am Limit
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