Russland vs. Ukraine
Wobei an der Front Meth typischer ist. Teilweise wird es von besagten Vorgesetzten zunächst gezielt ausgegeben und die Einnahme befohlen. Die Süchtigen müssen dann im weiteren vom Offizier kaufen Big Grin

In der russischen Armee zu dienen war noch nie ein Spaß, aber heutzutage nimmt es regelrecht abstruse Züge an.

Das irrsinnigste finde ich immer noch, Soldaten die keine Schutzgelder zahlen können an Bäume zu binden, als "Opfer" für die Baba Yagas.

Gott sei es gedankt, dass die Verhältnisse so sind. Mit fähigen Offizieren und einer fähigen politischen Führung, und ohne die geradezu lächerliche Formen annehmende Korruption wäre Russland tatsächlich extrem gefährlich und eine Militärmacht allerersten Ranges. Theoretisch hätten die Russen alles was es dazu benötigt.

Spruch des Tages von einem Russen dazu:

Was habt ihr denn? Der Krieg beseitigt doch nur den Menschenmüll in Russland, der dem Mutterland ansonsten nur zur Last gefallen wäre. Durch den Krieg wird die russische Rasse von genetisch minderwertigen Menschen befreit.
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(10.04.2026, 05:41)muck schrieb: Die ukrainische Regierung beziffert die russischen Verluste im Monat März auf mindestens 35.351 Mann gefallen oder schwer verwundet, 33.988 gehen auf das Konto von Drohnen. Weitere 1.363 Russen seien in Gefechten getötet worden. Diese Zahl basiert auf dem "Army of Drones"-Programm, bei dem Soldaten Videos getöteter Gegner einsenden können, um finanzielle oder materielle Boni zu erhalten. (Quelle)

Allein die beträchtlichen Boni lassen starke Zweifel an den Zahlen aufkommen. Wer weiss wie viele Videos da gefaked bzw. mit KI erstellt oder bearbeitet werden nur um die Gelder abzugreifen. Auch das Zahlenverhältnis von ca. 97:3 Prozent ist absolut unrealistisch.
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Nein. Die Boni werden nicht direkt ausgezahlt. Wer eine Tötung nachweist, kann damit in einem offiziellen Webshop bestimmte Ausrüstungsgegenstände kaufen—vor allem Drohnen. Davon abgesehen, welcher Staat hätte schon ein Interesse daran, mehr Geld auszugeben als nötig? Natürlich werden die Videos gesichtet und ausgewertet. Ist ja auch eine mühelos gewonnene Quelle von Aufklärungsergebnissen.
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Keine Ahnung, ob diese Meldung so zutrifft, aber anscheinend sollen die Ukrainer die russischen Nachschubabläufe infiltriert haben. Im Ergebnis, ähnlich wie bei den Pagern von der Hisbollah 2024 - wenn auch weniger umfangreich -, soll in die Einlegesohlen der Russen Sprengstoff hineingeschmuggelt worden sein. Es handelt sich wohl nur um einige hundert Sohlen, wenn überhaupt - die Folgen, auch psychologisch, dürften jedoch nicht zu unterschätzen sein. Vermutlich dreht nun jeder seine Stiefel um...
Zitat:Booby-Trapped Insoles Allegedly Sent To Russian Troops

A newly reported operation suggests Kyiv may have found another low-cost way to disrupt Russian forces away from the front line: heated insoles allegedly rigged with small explosive charges and sent through volunteer aid channels. According to Ukrainian outlet Militarnyi, operatives from Ukraine’s special services allegedly inserted explosive-filled heated insoles into shipments destined for Russian military units. The items were reportedly moved with the help of Russian volunteers and charitable foundations, allowing them to pass as ordinary humanitarian aid.

That is what makes this sort of sabotage effective, Treston Wheat, chief geopolitical officer at Insight Forward, told me: it exploits weak points in military supply chains while forcing the target to treat routine deliveries as potential threats. [...] Each insole reportedly contained 1.5 grams of TNT. That is a tiny charge by battlefield standards.
https://www.forbes.com/sites/davidkirich...an-troops/

Schneemann
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Sapiens Dominabitur Astris

Allgemein:

Ich hab mal alle möglichen und unmöglichen Telegramkanäle und Z-Blogger durchgesehen und Gründe notiert, warum die russischen Verluste zur Zeit so massiv steigen, warum die Russen aktuell (wieder) nicht voran kommen und wo das Hauptproblem liegt.

Ohne jede Ausnahme wird für praktisch fast jedes Problem mangelnde Ausbildung benannt. Sowie gleichauf Verlust von Kampferfahrung bzw. erfahrenen Soldaten durch Verluste. Die Fähigkeit der Soldaten degradiert immer weiter und die immer kleinere Anzahl an wirklich erfahrenen Kämpfern wird verschlissen - teilweise aber auch nicht eingesetzt und die schlecht ausgebildeten Neuzugänge für sich allein unter unfähigen Offizieren nach vorne geworfen und aufgeopfert.

Fehlende Ausbildung, mangelndes Können und fehlende Erfahrung werden fast durchgehend als der wesentliche Faktor bezeichnet. Das gilt für alle Ebenen, und stellt daher vor allem durch unerfahrene Offiziere ein gewaltiges Problem dar, weil diese durch ihre Inkompetenz ihre Soldaten umbringen.

Die eigenen Waffensysteme hingegen werden als gar nicht so schlecht bezeichnet. Insgesamt seien die eigenen Systeme gut und könnten mit den westlichen mithalten. Die Lebensmittelversorgung und die Ausstattung mit Kleidung etc. sollen sich verbessert haben. Die Drohnenabwehr werde zunehmend besser, andererseits explodiere fortwährend die Zahl der feindlichen Drohnen so dass man ständig allein von der Quantität hinterher hinke. Die medizinische Versorgung sei jedoch weiter katastrophal, was ebenfalls in die gleiche Kerbe (Verlust von Fähigkeiten durch verlust von Soldaten) schlägt.

Aufgrund mangelnder Ausbildung der Frontoffiziere, insbesondere der jüngeren Offiziere und der extrem brutalen stupiden Disziplin und dem Kadavergehorsam in allen Rängen, würden Operationen unglaublich schlecht geplant und durchgeführt, aber man könne nichts dagegen machen, weil jede noch so kleine Verweigerung oder Ablehnung als Befehlsverweigerung brutalst bestraft wird.

Die Stimmung und die Kampfmoral seien trotzdem nicht so schlecht wie man meine, aber auch nicht gut. Es herrsche allgemein Fatalismus vor. Viele Soldaten gingen grundsätzlich davon aus, dass sie in jedem fall sterben werden und würden allein deshalb schon "lebensmüde" Aktionen wagen, weil sie sich bereits als tot betrachten. Drogenkonsum wurde weniger als Problem benannt als Alkoholkonsum. Gepantschter Alk mit Methanol sei ein gewaltiges problem, weshalb manche Soldaten andere Drogen und insbesondere Meth und Amph für sicherer halten würden.

Ein interessantes Sittenbild. Obwohl es bekannt ist, wird anscheinend nichts gegen die Ausbildungsmängel unternommen. Und man hätte die Zeit und auch die Mannzahl, die Soldaten besser auszubilden. Warum dies nicht geschieht, wieder besseres wissen, bleibt ein rätsel bzw. erklärt sich aus der völligen wertlosigkeit der soldaten für ihre führung und der sichtweise der oberen führung auf die armee im allgemeinen.
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Da der Ausbildungsstand auf der Gegenseite mittlerweile genauso schlecht ist spart man sich das ganze halt . Das es auf längere Sicht für Erfolg sorgt wird einfach nicht erkannt .
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Mein rein persönlicher Eindruck ist, dass man von ganz oben massiven politischen Druck hat die Zahl der Truppen schnell zu erhöhen. Und die Zahl der russischen Soldaten steigt ja auch fortwährend an, trotz der Verluste. Entsprechend ist davon auszugehen, dass nach oben hin gemeldet wird, die Ausbildung finde statt.

So wie man die Russen heute kennt, ist es sogar denkbar, dass Mittel die für die Ausbildung zur Verfügung gestellt werden unterschlagen werden, während die Soldaten ohne Ausbildung an die Front gehen. Ich finde es gerade nicht mehr, aber da gab es vor einem Jahr schon mal dokumentierte Fälle.

Und der Rest ist halt wie seit jeher üblich in der russischen Armee: Learning by Dying.
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Der Kommandeur des ukrainischen 11. Korps, General Serhij Sirtschenko, ist seines Postens enthoben worden. Ihm wird der rasche Verlust von Siwersk im Donbass zur Last gelegt. Auf dem offiziellen 'Facebook'-Konto des Korps verabschiedete sich Sirtschenko mit einem Abschiedsgruß, der nicht an Selbstkritik spart:

"Offiziere, Unteroffiziere, Soldaten! Es gibt Worte, die schwer auszusprechen sind. Dies sind einige davon.

Fast 500 Tage auf Posten: Nicht in der Etappe, nicht auf dem Papier. An der Front—gemeinsam mit euch. An einem der erbittertsten Frontabschnitte dieses Krieges. Ich war kein perfekter Kommandeur. Im Krieg gibt es keine perfekten Menschen. Manchmal habe ich zu viel Druck gemacht. Ich habe Fehler gemacht. Ich habe den Mund gehalten, wo ich hätte sprechen müssen. Aber eines weiß ich sicher: Ich bin euch beigestanden.

Dieser Krieg raubt vieles; das ist wahr. Aber er gibt auch—was man nicht kaufen oder per Befehl erzwingen kann. Menschen, die jeden Tag mit euch in den Kampf ziehen. Echte Menschen. Diejenigen, die sich bewusst dafür entschieden haben, hier zu sein. Heute übergebe ich das Kommando. Aber ich übergebe nicht euch. Denn ihr wart nie nur Untergebene; ihr wart Brüder. Haltet zusammen in diesem starken Team!

Und lasst euch von diesem Krieg niemals eure Menschlichkeit rauben. Sie ist es, was uns von denen unterscheidet, die gekommen sind, um uns zu vernichten. Ich glaube fest daran, dass die Ukraine siegen wird. Denn ich habe euch gesehen, ich war an eurer Seite. Ich bin stolz auf jeden Einzelnen von euch. Ruhm der Ukraine!" (Quelle)
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Tatsächlich hat er (so mein Eindruck) das Leben seiner Soldaten hoch gewichtet und höher gesetzt als das bloße Halten von Gelände. In der Armee Syrskjs ist das natürlich per se falsch.
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Ex-Sowjetische vrs. westliche Militärdoktrien ?
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Das kann man so nicht verallgemeinern.

Die Sowjetische Doktrin betonte übermäßig den Angriff, und nicht das Halten von Positionen. Ihr Kern in Bezug auf die Defensive war es, diese möglichst kurz zu halten um möglichst schnell wieder in Bewegung zu kommen und Offensiv zu werden. Ex-Sowjetische Einflüsse zeigen sich in der Ukraine vor allem in dem Wahn immer weiter anzugreifen um irgendwie krampfhaft Gelände einzunehmen, insbesondere bei den Russen. Darüber hinaus war die sowjetische Doktrin stark auf mechanisierte Kriegsführung ausgerichtet.

Das Hauptproblem in Bezug auf die Anwendung sowjetischer Doktrin in der Ukraine ist daher das fehlen mechanisierter Großkampfverbände, die Dominanz der Defensive und die erstarrten Fronten.

Haltebefehle hingegen waren für die sowjetische Doktrin eben nicht typisch. Umgekehrt aber gab es durchaus auch schon westliche Armeen, die sich mit krampfhaften Haltebefehlen hervorgetan haben, ironischerweise sogar im gleichen Kriegsraum - die Wehrmacht beispielsweise (von Mansteins Schlagen aus der Nachhand vs Hitlers Haltebefehle, welche dann von Model u.a. umgesetzt wurden)

Haltebefehle sind meist weniger oder gar nicht ein Produkt militärischer Notwendigkeiten oder Umstände, sondern meist rein aus der politisch-strategischen Ebene her rührend.

Syrskj hat deshalb seine Position, weil er Zelensky gegenüber besonders gehorsam und willfährig ist. Zivile Politiker haben Ideen was rein politisch notwendig wäre, dem folgend setzen sie mit der Zeit Militärs ein, welche diese rein politischen Ideen militärisch umsetzen sollen, genau daraus entsteht die Spannung zwischen politisch-strategischer Ebene und militärisch-strategischer Ebene, also zwiscchen Zweck und Ziel des Krieges (Zweck und Ziel des Krieges sind nämlich nicht das gleiche).
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Russland hat in den letzten 12 Stunden 703 Drohnen, Marschflugkörper und ballistische Raketen gegen die Ukraine eingesetzt. 12 der Raketen und 20 Drohnen konnten nicht abgefangen werden. (Quelle) Alle Angriffe galten zivilen Zielen in Kyjiw, Dnipro und Odessa. Bisher werden 17 Tote und 98 Verwundete gemeldet. (Quelle)
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