Krieg im 21. Jahrhundert
Nochmal Gaza, eine recht ausführliche Betrachtung des Feldzuges im Hinblick auf Lehren die westliche Streitkräfte ziehen könnten.
Von Strategischer Kommunikation bis Feldhygiene

TACTICAL LESSONS FROM GAZA
https://henryjacksonsociety.org/wp-conte...rt-web.pdf
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Zwar ein Konzept der Vergangenheit, aber meiner Meinung nach immer noch (oder wieder) zukunftsweisend für die Frage wie man in Zukunft mechanisierte Kräfte einsetzen könnte:

https://www.battleorder.org/post/_7dmr

https://christianbaghai.medium.com/the-j...cbeda3492f

https://www.youtube.com/watch?v=toJOMmqzWxA

Insbesondere in Bezug auf die sogenannten Mittleren Kräfte und wie man Divisionen strukturieren sollte könnte man hiervon einiges lernen.
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Über das Nachverfolgen von Spuren per Drohne / Thermalsicht im Winter / Schnee:

https://www.youtube.com/watch?v=L5H57jTzSaE

Man kann aus großer Distanz noch Stunden später sehen wo Soldaten durch den Schnee gegangen sind und sie dann entlang dieser Spuren zurück verfolgen.

Das gleiche gilt für die Fahrspuren von Fahrzeuge, insbesondere von Kettenfahrzeugen - und dort auch im Schlamm oder weichen Wiesen. Man kann sehr leicht nachverfolgen wo ein Panzer entlang fuhr und ihn dann entsprechend verfolgen.
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Zitat:Da kommt nicht nur eine billige Supermarkt Drohne... Sondern 50 hochleistungs FPV Waffen Drohnen auf einmal!
Nein, kommen sie nicht.

Wir hatten das Thema hier bereits viele, viele Male. Der logistische Footprint von Drohnen ist zu groß, als dass sogenannte "Drohnenschwärme" auf absehbare Zeit zur Realität auf dem Gefechtsfeld werden könnten.

Selbst in den (sehr wenigen) verbürgten Fällen, wo tatsächlich dutzende Drohnen gegen einzelne Fahrzeuge eingesetzt wurden, geschah das hintereinander, nicht gleichzeitig.
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muck:

Der Grund warum in der Ukraine keine Drohnenschwärme operieren liegt nicht am logistischen Aufwand, sondern schlicht und einfach 1. an den begrenzten Möglichkeiten der Steuerung und dazu gehört auch der Komplex dass der Gegner Drohnenoperatoren gezielt sucht und jagt -2. der feindlichen EloKa (man schickt immer Drohnen nacheinander, damit nicht etwaig alle auf einmal ausfallen und testet auf diese Weise auch die gegnerische Abwehr / Elektronische Kriegsführung aus; beispielsweise sendet man mehrere Drohnen nacheinander, und wechselt dann solange die Frequenzen bis sie anfangen durchzukommen) und schließlich 3. weil es gar keine sinnvollen Ziele für Drohnenschwärme mehr gibt, weil alles extrem disloziert ist und auch günstige Drohnen in der Ukraine kosten durchaus einiges an Geld und sind nicht unbegrenzt verfügbar. Es würde also keinen Sinn machen auf einzelne Panzerfahrzeuge oder einzelne Soldaten oder kleine Infiltrationstrupps einen Drohnenschwarm zu schicken, weil dieser einfach nur heillos ineffizient wäre. Die Ukraine kann sich aber solche Ineffizienz nicht leisten, weil Drohnen auch so größtenteils abgewehrt werden oder anderweitig abstürzen.

Würde man Schwärme einsetzen so wäre das für die in der Ukraine real vorhandenen Ziele jeweils ein Übermaß, und würde die Drohnenverluste drastisch nach oben treiben, was sich die Ukraine der Abnutzung in der sie steht gar nicht leisten kann. Deshalb schickt man selbst dann nur spärlich Drohnen, wenn mehr verfügbar wären und dies sogar dann, wenn es mal tatsächlich Ziele gäbe die effektiver mit mehr Drohnen ausgeschaltet werden könnten.

Die beobachteten Umstände resultieren also aus komplexen Wechselwirkungen die bei einem Krieg mit uns als Kriegspartei nicht so auftreten würden - und die für andere Mächte mit völlig anderen Skalierungen in der Produktion und anderen technischen Möglichkeiten gar nicht gelten würden (West-Taiwan). Und die umgekehrt auch für uns nicht gelten würden, wenn wir entsprechend dies großindustriell forcieren würden.

Beschließend sollte man berücksichtigen, dass Drohnen etc. schlicht und einfach Munition sind. Analog wird nämlich auch kein Artillerie-Trommelfeuer mehr eingesetzt sondern sehr sporadisch und viel gezielter geschossen, und selbst die Russen versuchen gezielt zu schießen. Selbst einfache Mörser werden so eingesetzt, dass jeweils nur ganz wenige Schüsse abgegeben werden und dann ist man wieder damit beschäftigt auszuweichen und sich zu verstecken.

Allgemein:

Zum gezeigten System im spezifischen:

https://knds.com/de/pressemitteilungen/k...-loesungen

Amüsant übrigens dass sie von einem Boxer mit RCT30 sprechen, in dem Film aber kein solcher zu sehen ist. Desweiteren ist das System nicht von KNDS selbst und am schrägsten finde ich die Bodendrohne welche da zusätzlich herumgurkt.

https://www.tytan-technologies.com/

Und Tytan sieht das nahende Problem gerade eben in Drohnenschwärmen und sieht seine Abfangdrohnen gerade eben als Lösung für Drohnenschwärme. Das wäre auch noch wesentlich um den Kontext dieses Systems zu verstehen. Diese Firma will also gerade eben auf ein Abfangsystem gegen Schwärme hinaus !

https://www.hartpunkt.de/tytan-intercept...ahrzeugen/

Die Frage ist allerdings, inwiefern sich das realisieren lässt. Primär müssten diese Abfangdrohnen damit günstiger sein als die Angriffsdrohnen und man müsste erhebliche Mengen von ihnen dabei haben, also etwaig ein eigenes Fahrzeug welches als dezidierter Drohnenträger die Luftabwehr verdichtet.
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Darauf bezog ich mich:
Zitat:Scaling up drone use would also involve scaling up the drones’ logistical tail. This means more complicated and expensive logistics for drones that would compete for resources with other types of weapons. (Auszug)
Zitat:In diesem Zusammenhang ist wichtig, mit einem weiteren Mythos aufzuräumen, wonach die Drohnenkriegsführung den Personaleinsatz in den Streitkräften reduziert. Zumindest angesichts des aktuellen technologischen Entwicklungszustandes ist es für die Ukraine oder Russland ganz und gar nicht der Fall. Ein Drohnenteam – das nur eine Drohne, egal ob für den Angriff oder die Abwehr, gleichzeitig einsetzen kann – besteht oftmals aus mehreren Personen. […] Erschwerend kommt hinzu, dass die Drohnenteams die jeweiligen Einsatzräume nicht gänzlich motorisiert erreichen können. Die letzten Kilometer müssen, damit die Teams nicht durch den Feind aufgeklärt werden, zumeist zu Fuß zurückgelegt werden. Die Drohnenteams müssen hier dann eine Vielzahl von Drohnen, der dazugehörigen Munition sowie weiterer Ausrüstung mit eigener Kraft mitführen, alleine dafür sind mehrere Personen notwendig, wenn der Einsatz durchhaltefähig gestaltet werden soll und ständige Bewegungen zur Nachversorgung vermieden werden sollen. (Auszug)
Siehe auch die gleichlautenden Erfahrungsberichte von Michael Kofman.

Die Logistik scheint mir das grundlegendere Problem zu sein, nicht die Steuerung.

Denn selbst wenn bspw. eine echte Slave-Fähigkeit realisiert werden sollte, bei der ein Pilot eine einzige Drohne steuert, der dann "fünfzig" andere Drohnen automatisiert folgen, um dasselbe Ziel anzugreifen (sei es ebenso automatisiert, sei es durch Übernahme durch den Man-in-the-Loop), bliebe der logistische Aufwand enorm.

Sogar wenn Du das Glück haben solltest, per Fahrzeug statt auf Schusters Rappen an den Einsatzort verlegen zu können, wie viel Transportkapazität bräuchtest Du für fünfzig Mavics mitsamt Infrastruktur, vom Personal und dessen Ausrüstung gar nicht zu reden?

Und da stellt Jakub Jajcay in seinem Essay zu Recht die Frage: Warum sollte ich eine komplette Gruppe und ein dutzend Mavics einsetzen, um z.B. einen Panzer zu vernichten, wenn ich stattdessen auch zwei Mann mit einer PALR schicken könnte?
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Zunächst mal sind Drohnen wie auch Verzögerungsmunition etc nichts anderes wie andere Wirkmittel auch. Ob ich einen Mörser einsetze mit einem entsprechenden Mörsertrupp, einem weiteren zwingend notwendigen Munitionstrupp und die ganze Logistikkette nach hinten mit allem was dazu gehört (denn der Regieaufwand hört ja nicht beim Mörsertrupp oder Drohnentrupp auf), oder ich einen Panzervernichtungstrupp mit einer PALR einsetze, oder was auch immer, alles erzeugt einen erheblichen Personalaufwand und sonstigen Aufwand der meist in seiner Gesamtheit, ganzheitlich betrachtet gar nicht umrissen wird.

Deshalb halte ich auch die Aussage:

Zitat:In diesem Zusammenhang ist wichtig, mit einem weiteren Mythos aufzuräumen, wonach die Drohnenkriegsführung den Personaleinsatz in den Streitkräften reduziert.

für völlig am Thema vorbei, weil sie ein Gegenargument zu etwas ist, was nie vorgetragen wurde. Der Personaleinsatz ist ganzheitlich betrachtet immer immens. Er ist bei einer radikalen Drohnenkriegsführung insgesamt betrachtet nicht anderes als bei einer mechanisierten Kriegsführung und auch nicht anders, wenn ich statt Drohnen nun Panzervernichtungstrupps mit PALR einsetze.

Zitat: Warum sollte ich eine komplette Gruppe und ein dutzend Mavics einsetzen, um z.B. einen Panzer zu vernichten, wenn ich stattdessen auch zwei Mann mit einer PALR schicken könnte?

Weil eine PALR in den meisten Fällen nicht reicht, weil die Abwehr-Technologie aktuell alle PALR die nicht auf dem neuesten technischen Stand sind weitgehend entwertet, weil selbst ohne diese Technologie (Stichwort Libanon 2006) die Wirkung von PALR überschätzt wird usw usf insbesondere aber, weil die Gruppe von weiter weg und unter voller Deckung agieren kann, während man PALR dies über eine Fernsteuerung bewerkstelligen müsste (denkbar und machbar) und dann immer noch auf einen kleineren Wirkungsbereich beschränkt wäre und der Gesamtaufwand keineswegs 2 Mann beträgt und darüber hinaus die PALR größer und schwerer ist als eine Drohne etc.

Zitat:Ein Drohnenteam – das nur eine Drohne, egal ob für den Angriff oder die Abwehr, gleichzeitig einsetzen kann – besteht oftmals aus mehreren Personen.

Ja und? Diese Sichtweise ist zudem arg begrenzt. Denn sie lässt außer Acht, dass man die gesamte involvierte Kette berücksichtigen muss. Vom Transport der Systeme aus der Fabrik zu einem Bahnhof, den Transport derselben per Eisenbahn in den Kriegsraum im allgemeinen bis hin zur Beschaffung von Schlafsäcken für die Soldaten, ihr Essen usw. usf.

Man muss den Gesamtaufwand betrachten. PALR frontnah einzusetzen, in ausreichender Anzahl, ist logistisch in keinster Weise weniger aufwendig als Drohnen einzusetzen, aber beschränkter. Tatsächlich aber sind beide von der Wirkung her ziemlich nahe dran und auch sehr ähnlich. Man könnte argumentieren, dass moderne Verzögerungsmunition schlussendlich nur die nächste Generation der PALR darstellt, nur mit wesentlich mehr Möglichkeiten und Reichweite. Der Übergang ist zudem zunehmend fließend.

Zitat:Warum sollte ich eine komplette Gruppe und ein dutzend Mavics einsetzen,

Die Frage sollte viel eher lauten, warum ich überhaupt Mavics einsetze ?! Den die kleineren Rotordrohnen in der Form von Quadrocoptern sind eben nicht die Zukunft in der Drohnenkriegsführung, aus einer Vielzahl von Gründen.

Aber greifen wir die Frage trotzdem auf: warum sollte ich eine Gruppe und ein dutzend Mavics einsetzen statt einer PALR? Die Antwort ist simpel: weil die Möglichkeiten vielfältiger sind, die Aufkärung besser ist und weil diese Aufklärung die wesentlichste Leistung darstellt und nicht die Wirkmöglichkeit selbst und darüber hinaus dadurch andere Waffensysteme stärker befähigt werden, während die PALR andere Waffensysteme nicht ansatzweise gleichermaßen befähigt.

Zitat:Erschwerend kommt hinzu, dass die Drohnenteams die jeweiligen Einsatzräume nicht gänzlich motorisiert erreichen können. Die letzten Kilometer müssen, damit die Teams nicht durch den Feind aufgeklärt werden, zumeist zu Fuß zurückgelegt werden. Die Drohnenteams müssen hier dann eine Vielzahl von Drohnen, der dazugehörigen Munition sowie weiterer Ausrüstung mit eigener Kraft mitführen, alleine dafür sind mehrere Personen notwendig, wenn der Einsatz durchhaltefähig gestaltet werden soll und ständige Bewegungen zur Nachversorgung vermieden werden sollen.

Was für PALR, Mörser und vieles andere inzwischen genau so gilt. Aber warum können sie die Einsatzräume nicht motorisiert erreichen?! Eben wegen der Drohnen. Und nochmal: es ist nicht die Wirkung der Drohnen welche hier ausschlaggebend ist sondern ihre Aufklärungsleistung.

Im übrigen kann man Drohnen auch per Drohne verlegen. Dabei können relative kleine leichte Drohnen bodennah andere Drohnen nach vorne transportieren. Dies geht mit PALR so beispielsweise nicht ! Und auch 120mm Mörsergranaten etc sind zu schwer und zu sperrig dafür und würden größere Transportdrohnen benötigen. Hingegen können Drohnentrupps von anderen Drohnentrupps erstaunlich leicht versorgt werden, insbesondere wenn man die Drohnen nicht als Verzögerungsmunition vergeudet, sondern sie zum Abwerfen von Munition / Wirkmitteln einsetzt. Denn dann müssen entsprechend "nur" Batterien und neue Granaten etc. nach vorne gebracht werden, was mittels anderer Transportdrohnen von weiter hinten problemlos möglich ist bzw. viel leichter möglich ist als eine PALR nach vorne zu bringen.

Zitat:Denn selbst wenn bspw. eine echte Slave-Fähigkeit realisiert werden sollte, bei der ein Pilot eine einzige Drohne steuert, der dann "fünfzig" andere Drohnen automatisiert folgen, um dasselbe Ziel anzugreifen (sei es ebenso automatisiert, sei es durch Übernahme durch den Man-in-the-Loop), bliebe der logistische Aufwand enorm.

Der Transport, das Gewicht und das Volumen sind hier nicht das Problem, auch nicht das Personal. Da gibt es ganz andere Probleme, beispielsweise die akustische und elektromagnetische Signatur, die Frage der Batterien / Akkus, Wind, andere negative Wetterbedingungen, feindliche elektronische Kriegsführung, feindliche Abfangdrohnen, feindliche Luftabwehr etc

Insbesondere aber wirfst du hier völlig kontextlos diese Zahl in den Raum. Du implizierst damit zudem schlussendlich Quadrocoper ala "Mavic". Andere Drohnen können hier jedoch viel größere Reichweiten erzielen, haben eine längere Standzeit und sind auch schneller. Im weiteren benötigt man mit solchen Drohnen, Gleitgranaten etc etc keineswegs 50 Stück pro Panzer, ja nicht mal ansatzweise, während die Bediener dieser Systeme von weiter weg her agieren können und die Wirkung der einer PALR absolut vergleichbar ist.

Du wirfst hier diese Zahl in den Raum ohne festzulegen was für ein Ziel, was für eine Drohne, was für Umstände, welche Distanz, usw. da fehlt einfach jeder Kontext.

Zitat:Sogar wenn Du das Glück haben solltest, per Fahrzeug statt auf Schusters Rappen an den Einsatzort verlegen zu können, wie viel Transportkapazität bräuchtest Du für fünfzig Mavics mitsamt Infrastruktur, vom Personal und dessen Ausrüstung gar nicht zu reden?

50 "Mavics" sind leichter verlegt als 50 Mörsergranaten im Kaliber 120mm, leichter verlegt als 50 Artilleriegranaten und leichter verlegt als 50 PALR.

Zitat:Und da stellt Jakub Jajcay in seinem Essay zu Recht die Frage: Warum sollte ich eine komplette Gruppe und ein dutzend Mavics einsetzen, um z.B. einen Panzer zu vernichten, wenn ich stattdessen auch zwei Mann mit einer PALR schicken könnte?

Weil die PALR wirkungslos bleibt. Wie übrigens die dutzenden Mavics in den meisten Fällen auch. Aber warum überhaupt dieser beschränkte Vergleich? Warum nicht folgendes Beispiel: die Drohnen klären lediglich den Panzer auf, was die PALR nicht leisten kann. Dem folgend wird er per Artillerie mit Minen überschüttet. Oder die Drohne verlegt eine elaborierte Anti-Fahrzeug Mine. Oder es wird eine PALR hoher Reichweite auf das von der Drohne aufgeklärte Ziel abgefeuert. Oder Raketenartillerie löscht mittels Submunition den ganzen mechanisierten Verband aus - oder die Drohne wartet bis die Besatzung in vermeintlicher Sicherheit im Hinterland Pause und greift dann diese an - oder Drohnen verlegen ein Minenfeld in das der Panzer hinein fährt - oder es kommen immer nur zwei oder drei Drohnen gleichzeitig, in Wellen nacheinander bis dem Panzer die Abwehrmittel ausgehen und schließlich ein ausreichender Wirkungstreffer gesetzt wird - und- und - und

Ich finde den ganzen kontextlosen Vergleich der hier angestellt wird daher für ziemlich nichtssagend.
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Konventionelle Konfrontation. Den Essay über die Nicht-Schlacht erneut lesen und das Manöver reaktivieren
Aerion (französisch)
6. Februar 2026
[Bild: https://www.areion24.news/wp-content/upl...6.jpg.webp]
Der russisch-ukrainische Konflikt hat die plausible Hypothese eines groß angelegten konventionellen zwischenstaatlichen Konflikts wieder aufleben lassen. In diesem Zusammenhang ändern sich die Bedingungen für den Einsatz von Bodentruppen angesichts eines symmetrischen Gegners mit gleicher technologischer Ausstattung. In vielfältigen, miteinander verbundenen und weitgehend offenen Konfliktgebieten hat die Technologie die Entwicklung des Bodenkampfes, seines Umfelds und seiner Auswirkungen plötzlich beschleunigt.

Der Paradigmenwechsel wurde von der Armee berücksichtigt, die eine Umgestaltung eingeleitet hat, um den neuen Bedrohungen und Wettbewerbern bestmöglich entgegenzuwirken. So werden heute die Dimensionen der Kriegsführung grundlegend in Frage gestellt. Das Schlachtfeld entwickelt sich ständig weiter (Mittel, Taktiken) und ist durch eine Ausweitung und permanente Neugestaltung seiner Geografie gekennzeichnet.

Die Konfliktbereiche nehmen zu und überschneiden sich, der Druck der Medien ist allgegenwärtig, Innovation spielt eine wichtige Rolle, was zu einer zunehmenden Anzahl von Sensoren auf dem Schlachtfeld und einer besseren Lesbarkeit desselben („Transparenz“) führt. Als Folge des vorigen Punktes werden das operative Tempo (Entscheidung/Ausführung) und der Erkennungs-/Angriffszyklus dank der Technologie verkürzt. Schließlich scheint im Rahmen eines Willenskampfes die Berücksichtigung der Psychologie des Gegners verbesserungsfähig zu sein. Die Identität (als einzigartiger kultureller Abdruck) scheint für die Art und Weise, wie Krieg auf allen Ebenen geführt wird, entscheidend zu sein.

Die Folgen dieser Entwicklungen lassen sich in mehrfacher Hinsicht beobachten. Aus operativer Sicht scheint sich die Dynamik der Operationen auf taktischer Ebene verlangsamt zu haben. Die Initiative wird zwischen Gegnern mit ähnlichen Doktrinen und Mitteln in Art und Umfang (Symmetrie) hart umkämpft, was zu einer gegenseitigen Neutralisierung und einer taktischen Blockade führt.

Die zunehmende Verbreitung von Sensoren führt zu einer besseren Übersicht über das Schlachtfeld, wodurch es unmöglich wird, Absichten zu verbergen und Mittel zu konzentrieren. Die Wahrnehmung wird durch die immer größer werdende Menge an zu verarbeitenden Informationen verzerrt (Sättigung). Die daraus resultierenden Reibungen und Blockaden verhindern, dass eine Vorherrschaft errungen wird, die es ermöglichen würde, die Entscheidung auf einer ausreichend kritischen Ebene (operativ, strategisch, politisch) zu treffen.

Welche Pisten sind also zu beschreiten, um das Landmanöver in einem Umfeld wieder aufzunehmen, das rauer, zerklüfteter und umkämpfter ist als je zuvor? Dieses neue Erscheinungsbild des Schlachtfeldes lässt die personellen, organisatorischen und materiellen Mittel als unangemessen oder begrenzt erscheinen. Tatsächlich macht die lähmende Gefährlichkeit des Schlachtfeldes für den Kämpfer und seine Organisation eine Konzentration der Kräfte und Anstrengungen unmöglich. Das Kampfumfeld führt darüber hinaus zur Zerstreuung der Einheiten und zur Aufhebung der taktischen Verbindung innerhalb dieser Einheiten.

Der tayloristische Ansatz des Kampfes, aus dem eine zunehmende Spezialisierung des Kämpfers resultierte, wird durch die Vervielfachung der Sensoren und die Komplexität des Schlachtfeldes in Frage gestellt. Unter diesen Umständen führen die Verwässerung und Zersplitterung der Manövermassen, um sie weniger anfällig zu machen, zur Isolierung des Kämpfers und zur Infragestellung traditioneller taktischer Schemata und Organisationsformen.

1972 veröffentlichte Guy Brossollet seinen „Essai sur la non – bataille” (Essay über die Nicht-Schlacht). Dieses entschieden disruptive Werk steht im Gegensatz zum damaligen Armeemodell, das auf einem im Rahmen des taktischen Einsatzes von Atomwaffen operierenden Kampfkorps basierte. Mit seinem Vorschlag eines globalen, agilen und pragmatischen Ansatzes „sous la voûte nucléaire”(1) (unter dem nuklearen Gewölbe) präsentiert er ein flexibleres und leichteres Armeemodell, das darauf ausgelegt ist, sich an den symmetrischen sowjetischen Feind der damaligen Zeit anzupassen und sich in den toten Winkel seiner kulturellen und militärischen Software einzufügen.

Indem er Agilität der Masse, die Individualisierung der Feuerkraft den schweren konventionellen mechanisierten Einheiten, die Verwässerung der Streitkräfte ihrer Konzentration, die Absorption und Vermeidung eines Frontalzusammenstoßes gegenüberstellt, gewinnt sein Denken angesichts der jüngsten Ereignisse wieder an Bedeutung.

Tatsächlich könnte das Werk von Guy Brossollet fünfzig Jahre nach seiner Veröffentlichung die passendste Antwort auf die aktuelle Bedrohung liefern. Die Rückkehr des konventionellen Krieges in Osteuropa und das Aufkommen von Konkurrenten, die ein Kräfteverhältnis auf der Grundlage des brutalen Einsatzes militärischer Macht anstreben, werfen die Frage auf, mit welchen Mitteln wirksame Gegenmaßnahmen ergriffen werden können.

Vorstellungen entwickeln und Experimente wagen, um zu optimieren
Guy Brossollet stützt sich auf die Bedeutung der „Vorstellungskraft”, um den Weg des „Möglichen” in einem positiven und zukunftsorientierten Ansatz (2) außerhalb einer dogmatischen Herangehensweise zu beleuchten. Seiner Meinung nach „entwertet das Atom den Panzer(3)”, ohne eine Zwischenlösung zwischen beiden zu lassen, und hier gibt es eine Lücke, die pragmatisch geschlossen werden muss. Auf 120 Seiten präsentiert der Autor eine „schlüsselfertige”, fundierte und ausgereifte Lösung, die zur Umsetzung und zum praktischen Experimentieren auffordert. Das Vorhaben ist gewagt und Teil eines perfektionistischen Ansatzes zur Optimierung des damaligen Heeresmodells.

Aus den traditionellen taktischen Schemata ausbrechen

Aus der Symmetrie ausbrechen, um das ursprüngliche Kräfteverhältnis auszugleichen: hin zur Halb-Symmetrie
Die im „Essai sur la non-bataille” vorgeschlagenen Vorgehensweisen scheinen von der Ablehnung einer symmetrischen „Masse gegen Masse”-Konfrontation geprägt zu sein, die auf der einfachen Arithmetik des Kräfteverhältnisses basiert. Diese taktischen Prinzipien unterscheiden sich von denen des „klassischen” Krieges:
• Ausgangsprinzip einer isolierten, unabhängigen und autonomen militärischen Aktion;
• Akzeptanz eines ungünstigen Gesamtkraftverhältnisses, das durch die Flexibilität und Individualisierung der Feuerkraft, die durch die Technologie ermöglicht wird, ausgeglichen wird;
• Erosion und Neutralisierung der gegnerischen Streitkräfte in der Tiefe des Verteidigungssystems durch ein rückläufiges Manöver;
• Versuch, die Wahrnehmung des Gegners und seine Einschätzung der taktischen Lage durch dezentrale Aktionen zu stören;
• Verlangsamung des taktischen Tempos, um das gegnerische Kampfsystem zu synchronisieren.

So erscheint das Verlassen der mit der Schlacht verbundenen Symmetrie als ein Mittel, um sich die Macht und ihren Einsatz im Kampf wieder anzueignen. Dieses nicht erschöpfende Modell der Nicht-Schlacht schlägt eine neue operative Kunst vor, die auf dem Prinzip der Streuung der Kämpfe basiert. Laut Christophe Maresca „ändert die Neutralisierung der Kräfte die Grundlagen der entscheidenden Schlacht, deren Dialektik „a-“ oder „di-“ symmetrisch wird”. An dieser Stelle kann man sich mit der Terminologie befassen, die rund um die Nicht-Schlacht entwickelt wurde.

Der asymmetrische Ansatz sprengt aufgrund seines unbegrenzten und unkontrollierbaren Charakters den ethischen und staatlichen Rahmen und bleibt de facto das Vorrecht irregulärer revolutionärer Bewegungen. Seine ideologische, populäre und paramilitärische Dimension schließt ihn von vornherein aus dem von Guy Brossollet festgelegten Rahmen aus, dessen Modell sich an staatliche Streitkräfte richtet. Die Frage der staatlichen militärischen Mittel und Organisation ist daher von vorrangiger Bedeutung. Der Begriff „asymmetrisch” ist ebenfalls nicht geeignet, da die Frage der Beschaffung von Material für die Konfrontation hier nicht im Mittelpunkt des Problems steht.

Nicht-Kampf und Techno-Guerilla: praktische Grundsätze

Guy Brossollet definiert den Nicht-Kampf wie folgt: „das Ereignis, das man für entscheidend hält, das aber ungewiss bleibt (die Schlacht), durch eine Reihe kleinerer, aber statistisch wirksamer Aktionen zu ersetzen(4)”. Seine entschieden defensive Aussage stellt den Kampf in einen neuen Zusammenhang mit Zeit, Raum und dem Anderen. Die von ihm gepredigte taktische Wirksamkeit besteht in der Begrenzung von Risiken und der Erhöhung der Überlebensfähigkeit durch Agilität, während gleichzeitig die Möglichkeiten durch die von der Technologie ermöglichte Aggressivität vervielfacht werden.

Das Manöver verlässt die Linearität und verteilt sich durch ein fraktales Manöver (5), das darauf abzielt, ein günstiges, sogar überwältigendes Kräfteverhältnis auf mikro-lokaler Ebene zu gewährleisten. So will man den Gegner nicht vernichten, sondern ihn durch Schikanen zermürben und durch blitzartige Aktionen, die meist nachts ausgelöst werden, schwächen. Der Preis dafür ist, vorübergehend Gelände preiszugeben, um weiter manövrieren zu können. Die größte Herausforderung besteht dann darin, durchzuhalten, um dem Gegner langfristig Schaden zuzufügen und ihn einer hartgesottenen mechanisierten Truppe mit einem günstigen Kräfteverhältnis zu überlassen, um die Entscheidung zu erringen.

Auf diese Weise wechselt man von einem linearen Kampf zu einem fraktionierten Kampf, der von unabhängigen Modulen geführt wird. Diese basieren auf einer ersten Ebene von Kampfgruppen, die von einer zweiten Ebene koordiniert und unterstützt werden, die wiederum von einer dritten Ebene geleitet wird, die die operativen Informationen nutzt (6).

Diese Module wechseln zwischen Konzentration und Streuung (Koaleszenz) in einem zufälligen und synkopischen Rhythmus, der vom Gegner als destabilisierend empfunden wird, aber vom Initiator kontrolliert und beherrscht wird. Geleitet vom Kommando durch Absicht und Hauptwirkung bietet dieses System kürzere Entscheidungsschleifen und ein höheres Engagement.
Das Ziel besteht hier darin, die Lesbarkeit des Manövers zu verschleiern, indem es für den Gegner unvorhersehbar gemacht wird. Das Landmanöver trägt somit aufgrund seines verstreuten und unvorhersehbaren Charakters von Natur aus zur Verschleierung der gegnerischen Wahrnehmung bei und enthält seine eigenen Effekte in sich.

Die Bedeutung des Hinterfragens

Die Formen dieser Art von Kampf schwanken heute zwischen einer embryonalen Form des ungeordneten Kampfes und einer ausgefeilten Form, die als „Techno-Guerilla” bezeichnet wird. Ursprünglich schlug Guy Brossollet den Begriff der „wissenschaftlichen Guerilla” vor, die durch Technologie dynamisiert wird. Auch wenn das Wesen der Guerilla im Grunde genommen dasselbe bleibt, verändert sich ihr Charakter im Zuge der Globalisierung und des technologischen Fortschritts.

Die Guerilla hat die Konturen des Schlachtfeldes verschoben und sie verschwimmen lassen, wodurch das traditionell akzeptierte Schlachtfeld als solches aufgelöst wurde. In defensiver Hinsicht können der Konflikt zwischen der israelischen Armee und der Hisbollah im Juli 2006 und die ukrainische Bremsung in den ersten Tagen der russischen Aggression im Februar 2022 als Experiment betrachtet werden, wenn nicht des „Brossollet-Systems”, so doch zumindest der neuesten und ausgereiftesten Formen dieser Prinzipien. In der Offensive ist das Beispiel der asiatischen Reiter eines der besten Beispiele für die Theorien von Guy Brossollet (7), die zum neuen Konzept des Swarming (8)geführt haben.

n derselben Perspektive schlägt General Guy Hubin vor, vom Dreiklang „fixieren/überrennen/durchbrechen” zu „verflechten/überrennen/zerstören” überzugehen ” (9) zu entwickeln. Diese nichtlinearen „schwarmartigen” Offensivmanöver basieren auf denselben Prinzipien der Sättigung und stellen zweifellos Pisten für die Entwicklung des Landmanövers in naher Zukunft dar. So beleuchtet die Idee, die im Zentrum der nicht-nuklearen Schlacht steht, einige der möglichen Entwicklungen der Kriegsführung (10).

Auch wenn der Kontext, in dem der Essay verfasst wurde, durch den Niedergang der Autorität und das Aufkommen der Informationstechnologie geprägt ist, ist es nicht unangebracht, eine Parallele zu unserer Zeit zu ziehen, die denselben Umwälzungen unterworfen ist, die durch horizontales Management (11) und den Aufstieg neuer Informations- und Kommunikationstechnologien verkörpert werden.

So geht man vom heldenhaften Anführer und einer vertikalen Befehlsstruktur zum organisierenden Anführer/Manager über, der eine eher horizontale Befehlsstruktur verfolgt. In diesem Zusammenhang hinterfragt der Autor die Rolle und den Platz des Anführers im Manöver, indem er von einer starren hierarchischen Organisation zu einer widerstandsfähigen heterarchischen Organisation übergeht. Daraus geht klar hervor, dass der Geist weiterhin die Initiative schaffen muss, die den militärischen Anführer im Kampf vom Opportunisten unterscheidet.

Ebenso ebnet die Frage der Unterordnung unter vertikale Befehle und der Schwierigkeiten bei deren Weitergabe, die im Essay aufgeworfen wird, den Weg für mehr Initiative seitens der Untergebenen. Dieser Punkt ist ein grundlegender Faktor für die Relevanz des Modells der Nicht-Schlacht, das der Autonomie des Kommandos, der taktischen Verbindung und der Technologie einen entscheidenden Stellenwert einräumt, um den Kampf zu dynamisieren. Man kann nicht umhin, darin eine Parallele zur heutigen Zeit zu sehen, in der die Technologie ein wesentlicher Faktor für den Sieg ist.

Der Einsatz von Technologie soll dazu führen, dass Guerillakämpfe nicht mehr auf empirische und handwerkliche Formen beschränkt sind, sondern zu einem organisierten, ausgefeilten, hochentwickelten und professionalisierten Kampf werden. In diesem Sinne bieten die Experimente, die das 3. Fallschirmjägerregiment der Marineinfanterie im Rahmen der Arbeiten „BP2030” im Bereich des Verbundkampfs durchgeführt hat, interessante Entwicklungsperspektiven, die in Zukunft weiterentwickelt werden könnten.

In einem zeitgenössischen Kontext, der durch eine gewisse taktische Blockade und starre Landmanöver gekennzeichnet ist, erinnert uns Guy Brossollet an die Relevanz und Aktualität seines Ansatzes. Er fordert uns auf, unsere Denk- und Handlungsweisen durch einen permanenten Wandel zu hinterfragen, anzupassen und zu optimieren. Er setzt eine Tradition des französischen Militärdenkens fort, die von der Kühnheit geprägt ist, innovativ zu sein, ohne dabei seine Wurzeln zu vergessen.

Der Essai sur la non – bataille plädiert für ein anpassungsfähiges, agiles und flexibles Armeemodell in seinem Denken, seinen Strukturen und seinen Handlungsweisen. Es ist alles andere als realitätsfern, sondern von den Prinzipien der Realität, der Resilienz und der permanenten Anpassung geprägt. Als Beispiel für Kreativität und Pragmatismus wird es von Kriterien der Effektivität und Effizienz geleitet und stellt die Handlungsfreiheit, die Ergreifung und Wahrung der Initiative in den Mittelpunkt seiner Überlegungen, während es gleichzeitig das Prinzip der Konzentration der Kräfte außerhalb des Kampfgeschehens, ein zentrales Konzept der westlichen Militärkultur, in Frage stellt.

Er entwickelt die Konzepte des Kommandos durch Absicht, Subsidiarität, Initiative, individuelle Verantwortung und Agilität und berücksichtigt Umweltfaktoren wie Resilienz, Technologie, Innovation und das Verständnis für den Anderen. Angesichts der Herausforderungen, denen wir derzeit gegenüberstehen, erweist es sich als wertvolle Quelle für Ideen und Inspiration für Landstreitkräfte und junge taktische Führungskräfte in einer Zeit, in der sich der Landkampf neu erfinden muss. Es ist wichtig, sie wiederzuentdecken, damit sie nicht das gleiche Schicksal ereilt wie David Galulas „Contre – insurrection” (14), das fünfzig Jahre lang in Vergessenheit geraten war und erst spät von den Amerikanern wiederentdeckt wurde. Die darin vorgeschlagenen Lösungen scheinen für die Probleme, mit denen die Landstreitkräfte derzeit konfrontiert sind, geeignet zu sein. Wir haben nichts zu verlieren, wenn wir sie ausprobieren, und alles zu gewinnen, wenn sie sich als erfolgreich erweisen. Versuchen wir es also. Bevor es zu spät ist.

Anmerkungen
(1) „Bereits in den 1950er Jahren stellte General André Beaufre […] klar, dass der Handlungsspielraum der Staaten für offensive Maßnahmen zwar eingeschränkt, aber dennoch auf vielfältige Weise unter dem „nuklearen Dach”, d. h. unterhalb der nuklearen Schwelle, erhalten geblieben sei”, Christian De Wykerslooth, „Affrontements hybrides : une dialectique de force sous le seuil de l’escalade“ (Hybride Konflikte: eine Dialektik der Macht unterhalb der Eskalationsschwelle), Défense, 15. Februar 2022.
(2) Christophe Maresca, Non-bataille : vrais guerres. Guy Brossollet ou les racines françaises des guerres modernes, Institut de stratégie comparée, März 2022, S. 22.
(3) Guy Brossollet, „Un beau voyage, souvenirs 1936-2006” in Christophe Maresca, a. a. O., S. 30.
(4) Guy Brossollet, Essai sur la non-bataille, Belin, Paris, 1972.
(5) Eyal Weizmann, À travers les murs, l’architecture de la nouvelle guerre urbaine, La Fabrique, Paris, 2008.
(6) Christophe Maresca, a. a. O., S. 28.
(7) Julien Terrier und Mathieu Peter, Les opérations guerrières en essaims, Combattre autrement, Economica, 2019. Guy Brossollet geht in seinem Werk nicht auf den offensiven Aspekt der Nicht-Schlacht ein.
(8) Streuung der subsidiär in einem bestimmten Raum stationierten Streitkräfte: John Arquila und David Ronfeldt, Swarming and the future of conflicts, RAND Corporation, Santa Monica, 2000; Yedidia Ha’ari und Haïm Assa, Diffused Warfare, the concept of virtual mass, University of Haifa, 2007.
(9) Guy Hubin, Perspectives tactiques, Economica, Paris, 2003.
(10) Christophe Maresca, a. a. O., S. 102-106.
(11) Samantha Slade, Going horizontal: Creating a Non-hierarchical Organization, One Practice at a Time, Berrett-Koehler Publishers, 2018.
(12) „Wir leben in einer Zeit des Vergänglichen und müssen versuchen, uns etwas anderes vorzustellen... An der Spitze, als Nachfolger des heldenhaften Anführers der antiken Schlachten, steht ein Systemführer, oberster Organisator und Verbindungsglied dieses riesigen Zusammenschlusses synchroner Module, der sich je nach den Umständen bilden oder auflösen würde.” (Guy Brossollet, zitiertes Werk).
(13) Amaury Coutansais-Pervinquière, „Libanon: Was ist die Al-Radwan-Truppe, die von Israel angegriffene Eliteeinheit der Hisbollah?“, Le Figaro, 25. September 2024.
(14) An dieser Stelle sei auf die auffälligen Ähnlichkeiten in den Werdegängen von David Galula und Guy Brossollet hingewiesen: Beide sind Absolventen der Militärakademie Saint-Cyr, geprägt von ihren Erfahrungen in Asien und China, Leser und Übersetzer von Mao Tse-tung und kämpften während des Algerienkriegs in einem Aufstandsbekämpfungskontext.
Bildunterschrift auf der Titelseite: Ein ukrainischer T-64 in der Region Charkiw im Dezember 2023. Die Originalität von Brossollets Vision liegt in der Verbindung zwischen positionellen Aktionen und mechanisierten Gegenangriffen – in diesem Sinne handelt es sich um eine komplexe Form der Techno-Guerilla. (© Drop of Light/Shutterstock)

Zum Zeitpunkt dieses Essais gab es noch keine Drohnen, keine infozentrierte Zusammenarbeit im Kampf und keine klassischen Tiefenschläge. Aber die Vision ist da...
[Bild: https://cultureandcommunication.org/gall...taille.jpg]
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