(Luft) Future Combat Air System (FCAS) und New Generation Fighter (NGF)
Sehr interessante Anhörung im frnzösishen Senat von Olivier Andriès Directeur général de Safran
[Video: https://youtu.be/DyYmOOaXD8U?si=xS1Fl7FYfnzQsRLh]
Er hat klar gesagt, dass der NGF-Teil des SCAF gestorben ist, aber er sagt trotzdem, dass die Zusammenarbeit mit MTU beim Triebwerk ziemlich gut läuft, auch wenn sie sich 2019 mit den Deutschen sehr gestritten haben.
[NdÜ: Positiver Streit mit einem Ergebnis am Ende]
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(15.01.2026, 13:53)voyageur schrieb: Er hat klar gesagt, dass der NGF-Teil des SCAF gestorben ist
Gut zu hören, aber könnte er das dann bitte auch zeitnah den zuständigen Regierungsvertretern mitteilen? Die haben das wohl noch nicht mitbekommen. Wink
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Wenn ich das richtig verstehe und das BMVg nicht unterschätze, verlieren wir gerade wertvolle Zeit, während Frankreich sein NGF-Projekt weiterführt. Beide Seiten wollen die Neuorientierung in der aktuellen Lage nicht offziell bekannt geben, da das als europäische Uneinigkeit und Schwäche gewertet werten kann. Wenn wir alles neu aufsetzen, verlieren wir wahrscheinlich 10 Jahre.

Ein gangbarer Weg wäre vielleicht:

Gemeinsames Triebwerk und Sensorik mit Frankreich
Airframe: Saab statt Dassault

Leonardo, RR und BAE stehen wahrscheinlich nicht als Partner zur Verfügung.

Problem bei Saab könnte sein, dass Schweden andere Vorgaben und Zeitansatz hat als Deutschland.
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(18.01.2026, 12:28)Frank353 schrieb: Wenn ich das richtig verstehe und das BMVg nicht unterschätze, verlieren wir gerade wertvolle Zeit, während Frankreich sein NGF-Projekt weiterführt. Beide Seiten wollen die Neuorientierung in der aktuellen Lage nicht offziell bekannt geben, da das als europäische Uneinigkeit und Schwäche gewertet werten kann. Wenn wir alles neu aufsetzen, verlieren wir wahrscheinlich 10 Jahre.

Ein gangbarer Weg wäre vielleicht:

Gemeinsames Triebwerk und Sensorik mit Frankreich
Airframe: Saab statt Dassault

Leonardo, RR und BAE stehen wahrscheinlich nicht als Partner zur Verfügung.

Problem bei Saab könnte sein, dass Schweden andere Vorgaben und Zeitansatz hat als Deutschland.

Nein, Flugzeuge werden um das Triebwerk gebaut. Was würde es bringen zweimal das gleiche Flugzeug zu entwerfen?
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Gut, dann haben wir nur noch schlechte Optionen.
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(18.01.2026, 12:57)Frank353 schrieb: Gut, dann haben wir nur noch schlechte Optionen.

Nicht wirklich, wir handeln halt einfach nur schlecht. Wir müssten uns halt auf eine Möglichkeit festlegen und konsequent 20 Jahre danach handeln, aber das ist halt zuviel verlangt für die Führung in unserem Land. Die Luftwaffe wird sehr sicher bis in die Mitte der 2040er Jahre auch ohne Fcas kompettitiv mit den VKS bleiben. Die Optionen die wir haben sehen nur so schlecht aus weil wir halt die letzten 9 Jahre unnötig verloren haben.
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(18.01.2026, 12:54)Aegrotare schrieb: Nein, Flugzeuge werden um das Triebwerk gebaut. Was würde es bringen zweimal das gleiche Flugzeug zu entwerfen?

Das müssen die Schweden auch... Wo also ist das Problem.?
Besser mit uns und unserem Geld und know how, als allein.
Mit F bleibt nur Sensorik und cloud... Sonst nix.
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(15.01.2026, 15:41)Broensen schrieb: Gut zu hören, aber könnte er das dann bitte auch zeitnah den zuständigen Regierungsvertretern mitteilen? Die haben das wohl noch nicht mitbekommen. Wink
Es war eine Anhörung im französischen Senat
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Ich glaube er meinte die Regierung.
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(18.01.2026, 18:53)Frank353 schrieb: Ich glaube er meinte die Regierung.

Jacke wie Hose. Wie schon von anderen gesagt, weder Macron noch Merz wollen zur Zeit das Ende des NGF deklarieren. Vielleicht haben sie eine "Ersatzidee", vielleicht auch nicht.
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Man könnte folgendes schreiben:

...das deutsch-französisch-spanische Rüstungsprojekt FCAS wird an die veränderte sicherheitspolitische Lage angepasst. Angesichts des hohen Zeitdrucks sollen künftig vor allem die schnell verfügbaren Fähigkeiten wie Vernetzung, Combat Cloud und unbemannte Systeme vorangebracht werden. Die Entwicklung bemannter Plattformen werde in angepassten Kooperationsformaten weiterverfolgt. FCAS bleibe dabei der zentrale Rahmen für das künftige europäische Luftkampfsystem.

Die Normis würden in der Tagesschau von einem Scheitern nichts mitbekommen.
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(18.01.2026, 19:56)Frank353 schrieb: Man könnte folgendes schreiben:

...das deutsch-französisch-spanische Rüstungsprojekt FCAS wird an die veränderte sicherheitspolitische Lage angepasst. Angesichts des hohen Zeitdrucks sollen künftig vor allem die schnell verfügbaren Fähigkeiten wie Vernetzung, Combat Cloud und unbemannte Systeme vorangebracht werden. Die Entwicklung bemannter Plattformen werde in angepassten Kooperationsformaten weiterverfolgt. FCAS bleibe dabei der zentrale Rahmen für das künftige europäische Luftkampfsystem.

Die Normis würden in der Tagesschau von einem Scheitern nichts mitbekommen.

Den meisten Deutschen ist das doch sowieso egal. Ein paar Tage lang gäbe es ein paar Schlagzeilen und dann ist das Interesse daran verflogen.
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Die Kosten beim Konkurrenz-Projekt scheinen etwas aus dem Ruder zu laufen...

Jeder weiss, wie klamm die Briten sind und in Italien sieht es nicht besser aus.

Vielleicht bieten die jetzigen Verzögerungen bei der FCAS-Entscheidung Potential für gute Anteile bei GCAP oder vielleicht sogar in Anbetracht der Trumpschen Weltordnung und Finanzkraft der Franzosen eine erneute Chance zur Fusion.

https://www.defensenews.com/global/europ...1-billion/
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Ich weiß jetzt nicht, ob das einklinken in ein anderes, bereits aus dem Ruder laufendes Projekt jetzt wirklich die klügste Idee wäre. Dann doch lieber FCAS versuchen wieder auf die Bahn zu bringen oder strategisch neu auszurichten, als die Finanzierung für einen bereits verteilten Kuchen zu übernehmen. Und Fusion würde am Ende auch wieder effektiv Projektneustart bedeuten, ich glaube das würden die GCAP Nationen jetzt auch nicht wollen.
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(20.01.2026, 13:48)DrKartoffelsalat schrieb: Ich weiß jetzt nicht, ob das einklinken in ein anderes, bereits aus dem Ruder laufendes Projekt jetzt wirklich die klügste Idee wäre. Dann doch lieber FCAS versuchen wieder auf die Bahn zu bringen oder strategisch neu auszurichten, als die Finanzierung für einen bereits verteilten Kuchen zu übernehmen. Und Fusion würde am Ende auch wieder effektiv Projektneustart bedeuten, ich glaube das würden die GCAP Nationen jetzt auch nicht wollen.

Wissen Sie, weshalb wir überhaupt zwei Projekte haben?

Weil damals Deutschland und Frankreich den Fehler gemacht haben, die potentiellen Partner GB und IT vor vollendete Tatsachen zu stellen. Ihnen wurde angeboten, beizutreten, nachdem vorher keine Gespräche stattfanden.

Das hat dann zur Gründung des Team Tempest, später GCAP geführt.

Bei besserer Kommunikation wären es nie zwei Projekte geworden.

Jetzt ist es aber so, dass außer Deutschland und Japan jedes Land Finanzierungsprobleme bekommt und man es neu beleuchten könnte, um Kosten zu sparen.
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