China - Russland - Iran: eine neue Militärallianz?
#1
Dass Staaten, die nicht miteinander verbündet sind, gemeinsame Manöver abhalten, ist ja nicht ungewöhnlich. So sei an die diversen Manöver indischer Jets mit z.B. europäischen NATO-Partnern erinnert.

In der gegenwärtigen politischen Situation sind die gemeinsamen Manöver aber schon mehr als ein "Vergleichsfliegen", sondern gleichen einem politischen Leuchtfeuer:
Russland, China und Iran planen gemeinsames Marinemanöver zur „Multilateralen Zusammenarbeit“ berichtet die WELT (Kopie hier):
Zitat: Teheran, Moskau und Peking wollen gemeinsam ein Gegengewicht zum globalen Einfluss der USA schaffen und bereits am Dienstag ihre militärische Stärke am Golf von Oman und im Indischen Ozean demonstrieren. Neun weitere Länder sollen als Beobachter zum Seemanöver eingeladen sein.

Der Iran, Russland und China wollen vor der iranischen Küste ein gemeinsames Marinemanöver abhalten. Wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim am Sonntag berichtete, sollen die Übungen am Dienstag in der iranischen Hafenstadt Tschahbahar am Golf von Oman beginnen. ....

Teilnehmen sollen demnach Kriegsschiffe der chinesischen, russischen und iranischen Marine sowie der iranischen Revolutionsgarden. Stattfinden sollen sie im „nördlichen Indischen Ozean“. Als Ziele gab Tasnim an, „die Sicherheit in der Region zu stärken und die multilaterale Zusammenarbeit zwischen den teilnehmenden Ländern auszuweiten“.

Oman, Aserbaidschan, Südafrika, Kasachstan, Pakistan, Katar, Irak, die Vereinigten Arabischen Emirate und Sri Lanka sind den Angaben zufolge als Beobachter dabei.

Russland und China bestätigten ihre Teilnahme. Das Verteidigungsministerium in Moskau erklärte, Russland werde mit zwei Korvetten und einem Tankschiff der Pazifikflotte vertreten sein. Die Besatzungen sollen demnach etwa die Befreiung gekaperter Schiffe, Such- und Rettungseinsätze auf See sowie Artilleriefeuer auf Ziele auf See und in der Luft üben. Das Verteidigungsministerium in Peking erklärte, China werde mit einem Zerstörer und einem Versorgungsschiff teilnehmen.

Teheran, Moskau und Peking wollen gemeinsam ein Gegengewicht zum globalen Einfluss der USA schaffen. Die drei Länder haben schon mehrfach gemeinsame Militärmanöver abgehalten.

Bereits im November letzten Jahres hat die WELT gewarnt: Russland schmiedet neue „Achse des Bösen“ – „Ein sehr, sehr gefährliches Bündnis“ - aber vor dem aktuellen Hintergrund in der Debatte um DT und das - dem Iran unterstellte - iranische Atomprogramm wird diese Verbindung besonders brisant.
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#2
Am Iran könnte auch die "Männerfreundschaft" zwischen Putin und DT scheitern
Konflikt zwischen USA und Iran: Russland mischt sich ein – „Illegal und inakzeptabel“
(Frankfurter Rundschau
, Kopie hier)
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#3
Was das Manöver betrifft: Seit 3-4 Jahren findet ein gemeinsames Manöver stets im März im Persischen Golf und Golf von Oman statt. So war das auch in diesem Jahr ein geplanter, wiederkehrender Termin und kein gezieltes Leuchtfeuer aus meiner Sicht, auch wenn man versucht sein könnte, das vielleicht anders einzuordnen. Abgesagt wurde es jedenfalls nicht extra für Donald.
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#4
Vor einem Jahr: Prophetische Worte?
Russische Drohnen, iranische Raketen, chinesische Chips: Trumps Iran-Krieg erzeugt neue Achse
Zitat:Stand:26.03.2026, 10:56 Uhr

Der Drohnenangriff in Dubai war schon erschreckend genug, doch am unheilvollsten war, was auf den Trümmern eingraviert war, die nahe dem Hafen von Jebel Ali zu Boden stürzten. Die Markierungen auf dem Fragment waren nicht persisch, sondern kyrillisch – ein Hinweis darauf, dass der Drohnenkrieg einen vollständigen Kreis vollzogen hatte. Die Shahed-Drohne, vom Mullah-Regime im Iran entwickelt, aber nach vier Jahren mörderischer Erprobung in ukrainischen Städten von Russland tödlicher und ausgeklügelter gemacht, war soeben an den Absender zurückgeschickt worden.

Der Angriff in Dubai war nicht der einzige Vorfall, der düstere Echos des ukrainischen Schlachtfelds trug. Auf einem Luftwaffenstützpunkt nahe dem internationalen Flughafen von Bagdad schwebte eine First-Person-View-Drohne kurz, bevor sie in einen HH-60M-Casevac-Hubschrauber der US-Armee krachte, der zum Abtransport verwundeter Soldaten eingesetzt wird. Eine andere soll beim Sammeln von Informationen im US-Botschaftskomplex in der irakischen Hauptstadt ein Glasfaserkabel abgewickelt haben – eine Anlehnung an eine russische Innovation auf dem Schlachtfeld.
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