(Allgemein) Bundeswehr - Wunschkonzert 2025
(17.03.2025, 14:56)Quintus Fabius schrieb: Erst vor kurzem hast du mir direkt vorgeworfen, dass ich nicht sehen würde, dass selbst Deutschland allein wirtschaftlich und technologisch viel stärker sei und dass viel mehr gehen würde wenn man es nur wollte.

Mit genug Mitteln für Forschung und Entwicklung würde da meiner Einschätzung nach durchaus einiges gehen bis 2040.


Was interessiert mich mein Geschwätz von Gestern.


Wir werden bis 2040 keine neuen bemannten Jet zur Einsatzreife bringen. In Sachen UAV sieht das anders aus. Es lieht nicht an fehlendem Können.
Es liegt daran das wir keinen Fokus, keine Spezialiserung haben. Alles ein bisschen, nichts richtig.
Dadurch dauern die Projekte viel lange, werden zu teuer und am Ende beschafft man zu wenig davon.
Das geht seit Jahrzehnten so. Die BW war deutlich besser dran, als wir Flugzeuge aus den USA gekauft haben und uns Panzer und Uboote fokussiert haben.

Ich verzichte gerne auf den Bau von Bemannten Flugzeugen, wenn wir dafür die besten UCAV der Welt bauen.
Besser Weltklasse in einem Gebiet als Durchschnitt in Allem.
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(17.03.2025, 14:53)Diogenes schrieb: Das ist ein neues bemanntes Flugzeug.

Nein, und die einzig wirklich ambitionierte Komponente ist das Thema Datenverbindungen, aber gerade dieses Thema muss sowieso in den Fokus rücken. Den Rest hätten wir schon seit Jahren haben können, das Problem waren Willen, Geld und Fokus.
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Zur Marine:

Die Organisation bleibt Grundsätzlich erhalten.
Das Marinefliegerkommando wird allerdings aufgelöst.

Einsatzflotille 1 bleibt erstmal erhalten mit Schwerpunkt Ostsee:

Das Ünterstützungsgeschwader wird allerdings aufgelöst.

Bleibt:
1 Korvettengeschwader mit 10 K130/10 USV
1 Minensuchgeschwader mit 12 Booten/10 USV
1 Ubootgeschwader mit 6 U212/3 Oste Klasse/10 UUV
1 KSM
1 Seebataillon
neu: 1 Schnellbootgeschwader (20CB90/20USV)
MFG 5 (30 NH90)


Einsatzflottile 2 wird aufgelöst

Die beiden Fregattengeschwader und das Trossgeschwader werden aufgelöst. Die Schiffe abgegeben.

Sattdessen wird ein neues Uboot Geschwader aufgestellt mit Schwerpunt Nordatlantik/Arktis.
10 Angriffsuboote mit VLS.

Das MFG3 wird ausgebaut: 8 P8 ,20 MQ9B, 20 Loyal Wingman.

Beide Einheiten werden direkt dem MarineKommando unterstellt.

Verzicht auf:
MUSE
F126
F127
F125
sämtliche Logistikschiffe.
Was schon bestellt wurde, soll man verkaufen.

Der Auftrag:
Die Einsatztflottile 1 soll die Infrastruktur in der Ostsee sichern sowie Embargos und Seeblockaden durchsetzen.
Nachdem Luftwaffe und Heer modernisiert worden sind, kann man über neue Korvetten und Minenjäger nachdenken.
Kurzfristig kann man die K130 mit UAV ausstatten. Etwas von der Stange.
Die NH90 im MFG 5 bleiben erstmal. Der K130 Nachfolger soll dann einen NH90 mitführen können.
Ansonsten konzentriert man sich auch hier auf umbemannte System als Ergänzung.
Auf Logistikeinheiten wird verzichtet. Es gibt Argumente dafür, aber man kann nicht alles haben.

Das neue Ubootgeschwader und das MFG3 haben den Auftrag im Nordatlantik russiche UBoote zu jagen, bzw die Nordmeerflotte zu zerstören.

Das Thema Ujagd ist interessant. In einem anderem Strang werde ich darauf näher eingehen. Nur soviel: Fregatten sind als U-Jäger quasi nutzlos. Sie sind viel zu langsam und viel zu leicht aufzuklären.
Man braucht für die Ujagd vor allem Nachrichtendienste, Satelliten, MPA´s, Drohnen und eigene UBoote.
Fluzeugträger sind auch erstaunlich gute UJäger, fallen für uns allerdings aus.

MPA und Drohnen stellen wir mit dem MFG3. Die UCAV in Zusammenarbeit mit den P8 werden gegen Überwasserziele eingesetzt. Bei Bedarf kann das MFG3 durch Luftwaffeneinheiten verstärkt werden.

Die neue Uboote sollen deutlich größer sein als die bisherigen und tiefer tauchen können.

Auf Hochseeambitionen verzichten wir als Nation weitestgehend. Die Sicherung der Seewege überlassen wir anderen, bzw. wir konzentrieren uns auf die "neue" Nordroute.
Deutsche Fregatten im Mittelmeer bedeuten in der Regel tausende neue Flüchtlinge an unseren Grenzen. Auf so etwas verzichten wir in Zukunft.

Das eingesparte Personal und das gesparte Geld fließt direkt in die Aufrüstung der Luftwaffe.
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Wolfsrudel 2.035? Und die fressen was sie finden auf ihrer 3 wöchigen Mission?
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(17.03.2025, 17:23)FJ730 schrieb: Wolfsrudel 2.035? Und die fressen was sie finden auf ihrer 3 wöchigen Mission?
Meinst du die UBoote?
Die sollen warten und nicht aktiv auf die Jagd gehen.
Ist nicht ganz das Thema:
Um ein russisches Atom Uboot erfolgreich zui jagen, darf man es eigentlich nach Verlassen des Hafens nicht mehr aus den Augen verlieren. Am besten weiß man schon Tage vorher wann das Uboot ausläuft. Die eigene Uboote liegen am besten in Engstellen und warten.
Am allerbesten versenkt man das Uboot schon im Hafen.
Deswegen das VLS Smile
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Fregatten zur AAW Schutz von zivilen Schiffahrtswegen und inner EU Konvoi (Truppen Verlegung)
werden definitiv weiter benötigt!!
U Boote Besatzungen sind am schwierigsten zu finden und heutzutage am spezialsiertesten.
16-18 u Boote bekommst du ohne Wehrpflicht und Personal Gewinnung mit Anreiz nie bemannt!
Die bereits vorhandenen Mannschaften der Fregatten kannst Du nicht auf U Boot umschulen!
Dennoch sage ich auch : 6 neue U Boote mit MRSSW... Und diese zur Hälfte Nuklear (zusammen mit Frankreich bauen,
Frankreich liefert Sprengköpfe, D den Raketen Träger)... Zur Hälfte konventionell bewaffnen im Raketen Mix.
3 immer auf See als zweit Schlag Garantie, 1 in Ausbildung und Reserve, 2 in Werft Instandsetzung.
Die F 125 aber bitte komplett abschaffen!!
8 F-127 wären realistisch : aber nicht 1/3 Teilung, sondern 4/2/2
4 im. Einsatz, 2 in Werft, 2 in Reserve/Ausbildung.
Bei der heutigen Automatisierung sollte ja eine Stand Zeit von 2 Jahren (F-125) möglich sein.
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@Diogenes

Zitat:Auf Hochseeambitionen verzichten wir als Nation weitestgehend. Die Sicherung der Seewege überlassen wir anderen, bzw. wir konzentrieren uns auf die "neue" Nordroute.
Deutsche Fregatten im Mittelmeer bedeuten in der Regel tausende neue Flüchtlinge an unseren Grenzen. Auf so etwas verzichten wir in Zukunft.
Also überlassen wir den Schutz von mehr als 50% des deutschen Exportvolumens und 46% des deutschen Importvolumens, zusammengenommen rund 122,5 Milliarden Euro, und somit unser wirtschaftliches Überleben einfach "anderen"? Stattdessen ein Fokus auf eine Handelsroute, die überhaupt nicht existiert und das mit Einheiten, die selbst fürs norwegische Meer ungeeignet sind. Woher kommt diese weit verbreitete blanke Ignoranz gegenüber dem Welthandel? Denken die Leute ernsthaft, deutsche Unternehmen machen ihren Gewinn größtenteils in Deutschland? Ich seh das nicht zum ersten mal hier aber dieser Ansatz ist völlig weltfremd. Die 3. größte Volkswirtschaft des Planeten, wie kaum eine andere Nation an den Welthandel geknüpft, entscheidet sich aktiv dazu, seinen Zugang zum Welthandel nicht zu schützen. Da bettelt man ja fast schon um den wirtschaftlichen und weltpolitischen Untergang...

Und vor allem: wozu dieser neue Fokus? Es mangelt nicht an Infrastruktur, es mangelt nicht an schiffbaulichen Fähigkeiten, es mangelt nicht an Geld und Personalprobleme lassen sich beheben.
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(17.03.2025, 17:46)DopePopeUrban schrieb: @Diogenes

Also überlassen wir den Schutz von mehr als 50% des deutschen Exportvolumens und 46% des deutschen Importvolumens, zusammengenommen rund 122,5 Milliarden Euro, und somit unser wirtschaftliches Überleben einfach "anderen"? Stattdessen ein Fokus auf eine Handelsroute, die überhaupt nicht existiert und das mit Einheiten, die selbst fürs norwegische Meer ungeeignet sind. Woher kommt diese weit verbreitete blanke Ignoranz gegenüber dem Welthandel? Denken die Leute ernsthaft, deutsche Unternehmen machen ihren Gewinn größtenteils in Deutschland? Ich seh das nicht zum ersten mal hier aber dieser Ansatz ist völlig weltfremd. Die 3. größte Volkswirtschaft des Planeten, wie kaum eine andere Nation an den Welthandel geknüpft, entscheidet sich aktiv dazu, seinen Zugang zum Welthandel nicht zu schützen. Da bettelt man ja fast schon um den wirtschaftlichen und weltpolitischen Untergang...

Und vor allem: wozu dieser neue Fokus? Es mangelt nicht an Infrastruktur, es mangelt nicht an schiffbaulichen Fähigkeiten, es mangelt nicht an Geld und Personalprobleme lassen sich beheben.

Die Seerouten sind sicher. Da gibt es nichts zu beschützen. Fregatten gegen Piraten ist wahrscheinlich die dümmste militärische Taktik der neueren Geschichte. Das geht alles viel billiger und effektiver, falls man Piraterie überhaupt als Problem anerkennen will, was nicht der Fall ist.
Für irgendwas muss man ja die 1,5 Millarden Stückpreis rechtfertigen.
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(17.03.2025, 18:17)Diogenes schrieb: Die Seerouten sind sicher. Da gibt es nichts zu beschützen. Fregatten gegen Piraten ist wahrscheinlich die dümmste militärische Taktik der neueren Geschichte. Das geht alles viel billiger und effektiver, falls man Piraterie überhaupt als Problem anerkennen will, was nicht der Fall ist.
Für irgendwas muss man ja die 1,5 Millarden Stückpreis rechtfertigen.
Die eigenen maritimen Fähigkeiten an der aktuellen Weltlage auszulegen ist vollkommen kurzsichtig. Werden die Seerouten denn in 10 Jahren auch noch sicher sein? Gerade da die USA im Inbegriff sind, nicht mehr Weltpolizei zu spielen? Da sollten wir uns jetzt drüber Gedanken machen, denn Schiffe sind kein kurzfristiges Wochenendprojekt.
Und wer redet hier denn von Piraten? Ich rede von Staaten die gewillt sind, diese Schwäche ausnutzen und entweder uns als Staat oder dem gesamten europäischen Kontinent so zu schaden. Da gibts bereits jetzt einige Kandidaten und das werden in Zukunft noch mehr werden. Dafür müssen wir vorbereitet sein, bevor diese Staaten um dumme Ideen kommen.

Nach der Logik "Wenn es jetzt gerade keine Bedrohungslage gibt, brauchen wir xyz nicht" müsste man die gesamte Bundeswehr abschaffen, schließlich sind wir gerade nicht im Krieg.

Wie gesagt, realitätsfremdes Weltbild.
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Zitat:Verzicht auf:
MUSE
F126
F127
F125
sämtliche Logistikschiffe.
Was schon bestellt wurde, soll man verkaufen.

Und er hat Jehova gesagt Wink

Diogenes: das hatten wir hier alles schon sehr sehr oft, meist mit mir in deiner Rolle. Vielleicht ganz allgemein für dich zur Kenntnis: hier gibt es eine sehr alte sehr weitreichende Verbindung zum Marineforum (früheres Schwesterforum wenn man so will) und daher eine starke Pro-Marine Haltung.

Und die ist keineswegs so falsch, selbst mich haben sie im Laufe der Jahre immer weiter pro Marine bekehrt Rolleyes
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(17.03.2025, 12:57)Broensen schrieb: Der EF ist Gen4.5, die F-35 ist Gen5, das FCAS inkl. LW ist Gen6.
Wie genau soll der EF weiterentwickelt werden?

Die Reichweite ist gering. CFT kann man machen, verändert aber die Aerodynamik.
Eloka und Zielerfassung kann man auch nicht einfach einbauen. Interne Waffenschächte gehen auch nicht.
Man braucht eine neue Zelle und damit eigentlich ein neues Flugzeug.

Und nochmal: Wir haben nicht unendlich viele Ingenieure.
Weiterentcklung EF, FCAS, Loyal Wingman, Eurodrohne...wir entwickeln zuviel und zu wenig fokussiert.

Ich wiederhole mich und gehe jetzt zu meiner Wunschmarine über.
Da wird der Rotstift angesetzt.

Was hier völlig außer Acht gelassen wird, ist, dass Rüstungspolitik auch immer Industriepolitik ist. Es ist kein Zufall, dass die Endmontagelinie für den Tornado und EF in Bayern bei München stehen.

Ja, der EF sollte genau weiterentwickelt werden wie damals die F-15A/B bzw. C/D zur E Variante, bzw. jetzt zur EX2-Variante.
Es kommt nicht von ungefähr, dass die Montagelinie für die F-22 nicht reaktiviert wurde, sondern neue F-15 Ex2 gebaut werden.
M. E. brauchen wir einen schweren Jagdbomber bzw. Träger für große Air-to-Air-Raketen mit hoher Reichweite, wie sie bspw. die AIM-54 Phoenix (es müsste natürlich ein neuer Flugkörper her) darstellt, der im Hintergrund die vorne eingesetzten F-35, Loyal-Wingman und sonstigen Drohnen koordiniert und deckt.

In der Rolle als schwerer Jagdbomber sollte der EF EX2 mindestens 6 Taurus tragen können bzw. 6 schwere Anti-Schiffsraketen oder 10-12 Storm Shadow, so dass mit einer Staffel einen kompletten Flugplatz alle Flugzeugbunker/Tanklager/Führungseinrichtungen zerstören kann oder mehrere Hochwertziele in Rotten mit einer Sortie zu zerschlagen.

Die Idee die JAS-39 Gripen einzuführen halte ich für sehr fruchtbar, denn wenn wir sie beschaffen, dann könnten wir andere kleinere NATO-Staaten, bspw. die Estland, Lettland, Litauen, Slowenien oder finanzschwache wie bspw. Rumänien und Bulgarien, dazu ermuntern sich ebenfalls dieses Flugzeug zuzulegen. Das wäre dann ein neuer "Alpha Jet" oder Fiat G-91 bzw. F-86 und für uns ein neuer leichter Jagdbomber, der kostengünstig und effizient zu betreiben ist.
Er bietet außerdem die Möglichkeit von überall aus eingesetzt zu werden, also auch von Autobahnen oder Schnellstraßen.

Die F-35 sollte m. E. nur als SEAD/DEAD Flugzeug eingesetzt werden, dass Flugzeug in Rahmen der nuklearen Teilhabe einzusetzen ist völlig schwachsinnig, denn mittlerweile haben auch schon Friedensforscher verstanden, dass die F-35, wenn sie starten wollen, bereits von einer SS-26 Stone zerstört worden sind.
Daher konsequent eine Mittelstreckenrakete mit einer Reichweite von 3.000 KM (Suggestivname: "Uralrakete" oder "Pershing 3", dem militärhistorisch interessierten Leser wird hier etwas zu einfallen) entwickeln. Das moderne Gelaber von Hyperschall lasse ich mal außen vor, denn viele frühere Raketen sind auch Hyperschallwaffen.

Zielstruktur Bundesluftwaffe:

Minimal 3 Geschwader EF Ex 2 ca. 120 Stück inkl. Trainer.
4 Geschwader EF im Rüststand Tranche 4 ca. 180 Stück
1 Geschwader F-35A
2 Flugkörpergeschwader "Pershing 3" tw. im Ausland (Polen) stationiert
2 Geschwader JAS-39 Gripen
2 Transportgeschwader mit A-400 M
1 Transportgeschwader mit C-17 (maximal 10-15 Stück)
1 Aufklärungsgeschwader mit EF ECR
4 Flugabwehrraketengeschwader

ergänzend dazu immer Loyal-Wingman-Staffeln, bzw. Drohnen Eurohawk usw.

Ggf. ein neues Marinefliegergeschwader mit F-35B für einen Hubschrauberträger oder Flugdeckkreuzer (um es wie die Engländer bzw. bei den Sowjet-Russen zu bezeichnen).

Alternativ könnten die JAS-39 auch im Heer als Heeresflieger eingegliedert werden, um klar zu machen, dass sie überwiegend, wenn auch nicht ausschließlich, für die Heeresunterstützung (CAS, Interdiction usw.) eingesetzt werden sollen, ähnlich wie die leichten Jagdbombergeschwader der Luftwaffe.

Noch etwas Historisches die F-4 Phantom II wurde auch nur als Übergangslösung beschafft, sie sollte nur kurze Zeit im Dienst sein, bis in den frühen 1990er Jahren der "Jäger 90" der heutige EF der Truppe zugelaufen wäre.

M. E. sollte dezidiert auf eine europäische Lösung bei der Gen. 6 hingearbeitet werden und die Gen 4.5 Flugzeuge mit Supercruise, Sensorfusion und KI nachgerüstet werden bzw. neu entwickelt werden.

Die Marine ausbluten zu lassen halte ich für völlig absurd, denn strategische Mobilität, hier Seetransport, geht für schwere Einheiten, nur per Schiff oder Eisenbahn, wobei ca. 400 Züge für eine mechanisierte Division benötigt werden, dies bedeutet, dass eine Hauptstrecke für mehrere Tage für den zivilen Verkehr komplett gesperrt werden muss!
Ein Seetransport egal ob in der Ostsee oder nach Nordnorwegen über die Nordsee/Nordatlantik braucht entsprechende Deckung, sprich mehrere AAW-Fregatten/Zerstörer/Kreuzer, ASW-Fregatten und am besten einen Flugzeugträger.
Aber mehr als 20 große Überwasserschiffe Zerstörer/Fregatten benötigen wir in der Tat nicht; die Größe von 15 Zerstörern/Fregatten ist schon angemessen.

Ich gebe Dir aber recht, dass die U-Bootwaffe quantitativ und qualitativ auszubauen ist: mit kerntechnisch angetriebenen U-Booten mit VLS. Mindestens 4 Stück besser 6. Doch diese können wir in Deutschland nicht sicher stationieren, da die Nordsee mit Ausnahme der norwegischen Rinne verdammt flach ist. Sie könnten auf dem Weg in den Atlantik leichte Beute werden, deswegen müssten wir sie in Brest und/oder Faslane stationieren oder alternativ bei Helgoland einen neuen Stützpunkt bauen (um die Fahrzeit zu reduzieren) und entsprechende Flugabwehr-Korvetten oder AAW-Fregatten stationieren, um ähnlich des SU-Bastionenkonzepts für die SU-"Boomer" den Weg für unsere U-Boote in tiefere Gewässer zu sichern. (Nur nebenbei der Bau von Offshore-Windparks ist auch eine Art Flugabwehr wie früher Fesselballons usw.)
Dazu kommen natürlich noch die konventionellen U-Boote vom Typ 212A bzw. CD im Umfang von einem Geschwader = 12 Stück.
Des Weiteren wäre die Brown-Water-Navy zu erweitern also hochseefähige S-Boote und unbemannte S-Boote inkl. Drohnen im Umfang von 2-3 Geschwadern zu bilden und darüber hinaus diesen Typ bei der Bundespolizei, der Küstenwache, Zoll und bei der Wasserschutzpolizei der Länder einzuführen.
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(17.03.2025, 16:58)Diogenes schrieb: Zur Marine:

Die Organisation bleibt Grundsätzlich erhalten.
Das Marinefliegerkommando wird allerdings aufgelöst.

Einsatzflotille 1 bleibt erstmal erhalten mit Schwerpunkt Ostsee:

Das Ünterstützungsgeschwader wird allerdings aufgelöst.

Bleibt:
1 Korvettengeschwader mit 10 K130/10 USV
1 Minensuchgeschwader mit 12 Booten/10 USV
1 Ubootgeschwader mit 6 U212/3 Oste Klasse/10 UUV
1 KSM
1 Seebataillon
neu: 1 Schnellbootgeschwader (20CB90/20USV)
MFG 5 (30 NH90)


Einsatzflottile 2 wird aufgelöst

Die beiden Fregattengeschwader und das Trossgeschwader werden aufgelöst. Die Schiffe abgegeben.

Sattdessen wird ein neues Uboot Geschwader aufgestellt mit Schwerpunt Nordatlantik/Arktis.
10 Angriffsuboote mit VLS.

Das MFG3 wird ausgebaut: 8 P8 ,20 MQ9B, 20 Loyal Wingman.

Beide Einheiten werden direkt dem MarineKommando unterstellt.

Verzicht auf:
MUSE
F126
F127
F125
sämtliche Logistikschiffe.
Was schon bestellt wurde, soll man verkaufen.

Der Auftrag:
Die Einsatztflottile 1 soll die Infrastruktur in der Ostsee sichern sowie Embargos und Seeblockaden durchsetzen.
Nachdem Luftwaffe und Heer modernisiert worden sind, kann man über neue Korvetten und Minenjäger nachdenken.
Kurzfristig kann man die K130 mit UAV ausstatten. Etwas von der Stange.
Die NH90 im MFG 5 bleiben erstmal. Der K130 Nachfolger soll dann einen NH90 mitführen können.
Ansonsten konzentriert man sich auch hier auf umbemannte System als Ergänzung.
Auf Logistikeinheiten wird verzichtet. Es gibt Argumente dafür, aber man kann nicht alles haben.

Das neue Ubootgeschwader und das MFG3 haben den Auftrag im Nordatlantik russiche UBoote zu jagen, bzw die Nordmeerflotte zu zerstören.

Das Thema Ujagd ist interessant. In einem anderem Strang werde ich darauf näher eingehen. Nur soviel: Fregatten sind als U-Jäger quasi nutzlos. Sie sind viel zu langsam und viel zu leicht aufzuklären.
Man braucht für die Ujagd vor allem Nachrichtendienste, Satelliten, MPA´s, Drohnen und eigene UBoote.
Fluzeugträger sind auch erstaunlich gute UJäger, fallen für uns allerdings aus.

MPA und Drohnen stellen wir mit dem MFG3. Die UCAV in Zusammenarbeit mit den P8 werden gegen Überwasserziele eingesetzt. Bei Bedarf kann das MFG3 durch Luftwaffeneinheiten verstärkt werden.

Die neue Uboote sollen deutlich größer sein als die bisherigen und tiefer tauchen können.

Auf Hochseeambitionen verzichten wir als Nation weitestgehend. Die Sicherung der Seewege überlassen wir anderen, bzw. wir konzentrieren uns auf die "neue" Nordroute.
Deutsche Fregatten im Mittelmeer bedeuten in der Regel tausende neue Flüchtlinge an unseren Grenzen. Auf so etwas verzichten wir in Zukunft.

Das eingesparte Personal und das gesparte Geld fließt direkt in die Aufrüstung der Luftwaffe.

Meine Güte, bei dir kommt die Gulaschkanone auch vom zivilen Caterer. Eine K130 ohne Logistik ist nach einer Woche eine Hafenkönigin.
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(17.03.2025, 13:22)Diogenes schrieb: Was FCAS am Ende wird, weiß noch keiner. Meine Vermutung: Nix.
Aktuell sieht es nach einem bemanntem Kampfluzeug der fünften Generation aus. Ich sehe nicht was daran 6th Gen sein soll.
Das kannst du auch nicht sehen, wenn du FCAS für ein Flugzeug hältst. Das ist es nämlich nicht.

FCAS ist ein System von Komponenten und Systemen, das zusammen genommen zukünftig die Kriegsführung im Luftraum bestimmen soll. Eine dieser Komponenten wird aller Voraussicht nach ein bemannter Kampfjet (NGF) sein. Der unterscheidet sich erst dadurch grundlegend von einem Gen5-Jet, dass er mit anderen Komponenten des FCAS zusammenwirkt, z.b. dem Loyal Wingman. Gen5 ist durch stealth-Eigenschaften geprägt, die Gen6 hingegen definiert sich durch die Kombination mehrerer Systeme, insbesondere dem MUMT-Ansatz von Kampfjet und Wingman/Carrier.
Deshalb kann auch ein weiterentwickelter EF Teil eines Gen6-Verbunds werden, dafür braucht es gar nicht zwingend einen Gen5-Stealth-Flieger.
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(17.03.2025, 18:30)DopePopeUrban schrieb: Nach der Logik "Wenn es jetzt gerade keine Bedrohungslage gibt, brauchen wir xyz nicht" müsste man die gesamte Bundeswehr abschaffen, schließlich sind wir gerade nicht im Krieg.
Wie gesagt, realitätsfremdes Weltbild.

Aktuell befinden wir uns um Krieg mit Russland. Tägliche Sabotage, Spionage, Medienmanupulation ist die Realität. Die Zerstörung der RU Streitkräfte und seiner Führung hat für mich Priorität. Dazu verfolge ich einen allgemein offensiven Ansatz. Schiffe passen da nicht wirklich rein.
Das Gerede von der drittgrößten Volkswirtschaft kann ich nicht mehr hören. Wie sind meilenweit von den USA und China entfernt. Wir können uns mit denen nicht messen. Schon gar nicht auf See. Wir sind eine regionale Mittelmacht und sollten unser Militär danach aufstellen. Ich vergleiche uns eher mit Israel als mit China.

Ansonsten wurde das auch mehrfach durchgekaut und ich bin da auf Quintus Seite.

(17.03.2025, 20:29)ede144 schrieb: Meine Güte, bei dir kommt die Gulaschkanone auch vom zivilen Caterer. Eine K130 ohne Logistik ist nach einer Woche eine Hafenkönigin.
Es gibt in der Ostsee genug freundliche Häfen um sich zu versorgen. Zur Reparatur muss sie dann halt zurück in den Heimathafen.

(17.03.2025, 21:29)Broensen schrieb: Das kannst du auch nicht sehen, wenn du FCAS für ein Flugzeug hältst. Das ist es nämlich nicht.
FCAS ist ein System von Komponenten und Systemen, das zusammen genommen zukünftig die Kriegsführung im Luftraum bestimmen soll. Eine dieser Komponenten wird aller Voraussicht nach ein bemannter Kampfjet (NGF) sein.
Deshalb kann auch ein weiterentwickelter EF Teil eines Gen6-Verbunds werden, dafür braucht es gar nicht zwingend einen Gen5-Stealth-Flieger.

Das ist mir schon klar. Mir ist auch klar was die Entwickling der bemannten Komponente kosten wird und wie lange das dauern wird.
Von Buzzword Bingo wie Cloud Base Combat, Manned Unmanned Teaming, Advanced Avionics halte ich ertsmal nix.
Ansonsten ist auch alles gesagt. Klar kann man einen Eurofigher 2 mit neuer Avionik, Zelle und neuen Triebwerken entwickeln. Das wird mit Sicherheit nicht günstiger als die F35 zu beschaffen und dauert wesentlich länger.
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@Diogenes

gibt in der Ostsee genug freundliche Häfen um sich zu versorgen. Zur Reparatur muss sie dann halt zurück in den Heimathafen.

Daran sieht man, dass du keine Ahnung hast wie Schiffe funktionieren. Es geht nicht darum in einem Hafen den lokalen Markt leer zu kaufen, sondern das zu bekommen was man braucht und das ist neben Lebensmittel und Treibstoff, vor allem Munition und Ersatzteile. Und die sind nicht in irgendeinem Depot, sondern auf den Tendern, inklusive den Fachleuten die sie einbauen können. Und die Tender bzw. deren Nachfolger willst du als nutzlos abschaffen. Kann es sein, dass dein Nachname Musk ist🤔
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