(Luft) Future Combat Air System (FCAS) und New Generation Fighter (NGF)
(Vor 5 Stunden)Pmichael schrieb: Laut Trappier und Dassault stammt die 80% Behauptung von einer internen technischen Empfehlung.

In der Presserunde (PK zum Halbjahresbericht 2025), in der er explizit und wiederholt die Forderung nach 80% als falsch dargestellt hat, erwähnt er auch ein internes Audit mit notwendigen Organisationsänderungen, die ich hier zuvor wiedergegeben habe. Insofern würde ich mich doch stark über eine solche Äußerung wundern, gibst du bitte die entsprechende Primärquelle an?
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(Vor 5 Stunden)Broensen schrieb: Was gar nicht so falsch wäre. Meinetwegen kann Dassault 50% am NGF-Pillar haben, so lange die vergebenen Unteraufträge die nationalen Wertschöpfungsanteile nicht zuungunsten der beiden anderen Partner verschieben. Also wenn bspw. Thales FR einen Anteil bekommt, dann muss der von Dassaults 50% abgehen, geht der Unterauftrag an Leonardo, wird er zu gleichen Teilen auf Airbus und Dassaults Anteile angerechnet.

Das funktioniert mMn deswegen, weil Frankreich einen höheren Stückzahlbedarf am NGF haben wird als Deutschland, während wir mehr CCA brauchen. Frankreich betreibt einen Teil seiner FCAS-Flotte auf Trägern und allgemein im expeditionären Kontext, wo die Einsatzmöglichkeiten für CCA geringer ausfallen dürften. Außerdem setzen sie stärker als wir auf einfachere Drohnensysteme, weshalb es ja auch bei EuroMALE zu Differenzen kommt. Und noch relevanter: Dassault wird nicht zusätzlich zum Rafale-Nachfolger NGF noch einen Mirage-Nachfolger auflegen können, für den sie keinen Entwicklungspartner haben. Wir hingegen haben die F35.

Das alles lässt mich annehmen, dass für Deutschland ein höherer Anteil an CCA gegenüber NGF sinnvoller wäre als für Frankreich. Dementsprechend können auch die Anteile verteilt werden, sofern die Verknüpfung von Finanzierung und Wertschöpfung gewahrt bleibt.

Ich würde übrigens sogar davon ausgehen, dass bei den CCA die Vorstellungen zwischen D und F hinsichtlich der technischen Auslegung weiter auseinander gehen werden als beim NGF. Insofern wäre es für uns jetzt einfach eine Schwerpunktsetzung zugunsten der zukünftig ohnehin relevanteren, unbemannten Komponenten, wenn wir dort unsere Führungsrolle ausbauen und Dassault mehr Entscheidungsbefugnis beim NGF gewähren.

Dieses Konstrukt würde nur dazu führen, dass man sich das Kampfflugzeug querfinanziert und dann bei den anderen Pillars auf Sparflamme geht und diese dann nicht beschafft. Das Konzept des Geo-Return existiert aus einem guten Grund und wird gerade von Frankreich mit Händen und Füßen anderswo verteidigt.

(Vor 5 Stunden)Helios schrieb: In der Presserunde (PK zum Halbjahresbericht 2025), in der er explizit und wiederholt die Forderung nach 80% als falsch dargestellt hat, erwähnt er auch ein internes Audit mit notwendigen Organisationsänderungen, die ich hier zuvor wiedergegeben habe. Insofern würde ich mich doch stark über eine solche Äußerung wundern, gibst du bitte die entsprechende Primärquelle an?

Technisch gesehen verlangen wir keine 80% aber wenn ihr den Zeitrahmen einhalten wollt dann doch.
https://meta-defense.fr/en/2025/07/08/SC...-NGF-2045/
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(Vor 4 Stunden)Pmichael schrieb: Technisch gesehen verlangen wir keine 80% aber wenn ihr den Zeitrahmen einhalten wollt dann doch.
https://meta-defense.fr/en/2025/07/08/SC...-NGF-2045/

Der Artikel ist hinter einer Bezahlschranke, eine Primärquelle ist das nicht, insofern müsste es diese im Artikel geben, ein entsprechendes Zitat bietest du aber nicht an. Das hilft für deinen Standpunkt nicht weiter.
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(Vor 4 Stunden)Helios schrieb: Der Artikel ist hinter einer Bezahlschranke, eine Primärquelle ist das nicht, insofern müsste es diese im Artikel geben, ein entsprechendes Zitat bietest du aber nicht an. Das hilft für deinen Standpunkt nicht weiter.

Meta-Defense ist die Quelle woher die 80% Behauptung genau stammen. Eine Zusammenfassung findet sich hier:

https://theaviationist.com/2025/07/13/da...workshare/

Lastly, the publication sheds light on the source of Dassault’s proposal: “This figure of 80%, taken up by certain German media as proof of a desire for French capture, is in reality neither a political demand nor a unilateral French position. It is a figure put forward by Dassault as part of a report commissioned by the program itself, as a technical recommendation aimed at meeting the 2045 deadline.”

Dass die 80% Teil der französischen Verhandlungsmasse sind haben Hartpunkt, Reuters und Bloomberg mit je eigenen Quellen bestätigt.
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Du zitierst exakt die Medienberichte (alle ohne konkrete Quellenangabe, außer dem Verweis auf einen nicht näher spezifizierten Report), die Trappier explizit dementiert hat (was ich hier anführte). Das ergibt argumentativ keinen Sinn.
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(Vor 3 Stunden)Helios schrieb: Du zitierst exakt die Medienberichte (alle ohne konkrete Quellenangabe, außer dem Verweis auf einen nicht näher spezifizierten Report), die Trappier explizit dementiert hat (was ich hier anführte). Das ergibt argumentativ keinen Sinn.

Zitat:Obviously, Paris did not limit itself to a verbal warning to recall the crucial importance of the 2045 deadline. In accordance with its tradition of structured negotiation, the French authorities presented to their German and Spanish partners an action plan intended to " return to the line ", in other words, to realign the SCAF program on its initial trajectory, in terms of both timetable and strategic coherence. [...]

To do this, France has proposed returning to a tighter configuration, more in line with its own strategic vision, structured around a more compact NGF, and above all industrial management entrusted to the "Best Athletes", in other words to the most competent and experienced companies in each pillar.
In this dynamic, the initial reactions of the partners were mixed. Spain expressed clear opposition to this refocusing, perceived as a challenge to the balances resulting from Phase 1B. Germany, on the other hand, adopted a more open stance, asking the relevant manufacturers to formalize their recommendations through a consolidated report. The latter was quickly validated by the three states, and the main manufacturers set to work on the task.
It is in this context, and with the clear desire to align the program with the French requirement of 2045, that Dassault Aviation formulated its own proposal: to assume up to 80% of the work on the pillars directly falling under the NGF, namely the airframe, the engine (in partnership with Safran), and the sensors (in conjunction with Thales), based on a consolidated Best Athlete logic. [...]

The objective defended by Dassault Aviation, Safran, and Thales within the framework of the SCAF is in line with this same logic. These three manufacturers are currently the only ones within the program to have the expertise and operational experience in their respective fields: the airframe, the engine, and the sensors. Entrusting each of them with responsibility for the corresponding pillar is therefore not an abuse of a dominant position; it is a requirement for technical consistency and control of calendar risks.

Hier der volle Kontext aus dem MetaDefense Artikel.

Um ein einhalten der 2045 Deadline zu erreichen, sollte das FCAS Programm umstrukturiert werden. Schmaler, fokussierter, nach dem Best Athlet Prinzip.
Die beteiligten Firmen sollten Berichte zusammenstellen wie sie dieses Ziel erreichen soll. Dassault machte den folgenden Bericht mit den 80% um das Ziel 2045 zu erreichen. Dassault, Safran und Thales sollen die Führung im Bereich Flugzelle, Triebwerk und Sensoren übernehmen um einen erfolgreichen Abschluss zu erreichen.

Zitat:Du zitierst exakt die Medienberichte (alle ohne konkrete Quellenangabe, außer dem Verweis auf einen nicht näher spezifizierten Report), die Trappier explizit dementiert hat (was ich hier anführte). Das ergibt argumentativ keinen Sinn.
Du verweist auf die Aussagen Trappiers, kannst du die bitte hier teilen? Dies wäre in Kontext mit diesem Bericht sehr hilfreich um zu sehen was Trappier genau dementiert.
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(Vor 3 Stunden)Gecktron schrieb: Du verweist auf die Aussagen Trappiers, kannst du die bitte hier teilen? Dies wäre in Kontext mit diesem Bericht sehr hilfreich um zu sehen was Trappier genau dementiert.

Ich kann schauen, ob ich ein Transkript der PK bekomme. Aber abgesehen von irgendwelchen wenig zielführenden Interpretationen basierend auf irgendeiner Formulierung wird das wenig mehr Erkenntnis bringen, das kann ich gleich sagen.
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(Vor 3 Stunden)Helios schrieb: Ich kann schauen, ob ich ein Transkript der PK bekomme.
Diese hier?
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https://suv.report/quo-vadis-fcas/

Trappier fordert für Dassault einen Anteil von mindestens 2/3 oder mehr statt der vereinbarten 50 Prozent.

Sein Problem ist, dass er die deutschen und spanischen Sparten von Airbus Defence and Space als 2 Anteilseigner sieht.
Das sind sie aber nicht. Es ist ein Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland, aber einer Mehrländer-Struktur.
Und zwar gibt es deutsche, spanische, französische und britische Teile des Unternehmens.
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(Vor 3 Stunden)Helios schrieb: Ich kann schauen, ob ich ein Transkript der PK bekomme. Aber abgesehen von irgendwelchen wenig zielführenden Interpretationen basierend auf irgendeiner Formulierung wird das wenig mehr Erkenntnis bringen, das kann ich gleich sagen.

Es ist mir ein Rätsel warum du mit dieser Vehemenz Dassault, Trappier und Frankreich verteidigst.
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