CDU/CSU
(09.12.2018, 15:13)Schneemann schrieb: Genau genommen wird die Politik von Kanzlerin Merkel weitestgehend und mit einem zwar neuen, aber doch ähnlichen Gesicht fortgeführt werden. (...)
Zumindest wäre Herr Merz, egal wie man nun zu seiner Tätigkeit bei diversen Bankhäusern steht, hier ein signifikant deutlicheres Zeichen für einen Wandel gewesen...

Das sicherlich, die Frage ist aber, ob ein solcher Wandel in den Dimensionen, die Merz verspricht, überhaupt im Interesse der Partei gewesen wäre. Auch wenn er nicht so wirtschaftsliberal ist, wie es immer dargestellt wird, hat er augenscheinlich große Probleme, bei den konservativen Protestwählern (von denen es viele gibt) zu punkten. Seine Anbiederungsversuche über die Migration sind da durchaus auch bezeichnend. Im Endeffekt hätte die CDU mit ihm ein klareres Profil bekommen, mit dem sich aber weniger identifizieren können. "Es Annegret" ist da die vielversprechendere Variante, die den Wandel allerdings erst noch herbeiführen muss, in dem sie in den problematischen Fragen eine klare Linie mit Abstand von Merkel fährt. Und das schnell genug, damit der Merkelverdruss nicht auf sie überspringt. Ob ihr das gelingt wird man sehen.

(10.12.2018, 02:00)lime schrieb: Dafür hätte Merz vor allem Wähler der FDP zurückgeholt und diese vielleicht wieder unter die 5% Hürde gedrückt.

Wobei auch da die Frage berechtigt ist, ob das überhaupt im Sinne der CDU wäre. Egal wer an der Spitze ist, man kann nicht an allen Fronten gewinnen, und ich bin mir sicher, man verliert lieber kurzfristig Wähler an die FDP, als an SPD, Gründe oder AFD.
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