Welchen Nationen gehört das 21.jahrhundert??
#18
@Thomas Wach:

Immer diese endlangen Posts, wo man erstmal ne halbe Stunde mit Lesen verbringt... Big Grin
Ok, mangels Müdigkeit und Faulheit werd ich jetzt nicht auf alles eingehen, nur auf die USA:

Zuerst mal hat mein Kommentar nichts mit Lobgesang zu tun, sondern reflektiert einfach nur die Tatsachen, wie sie derzeit herrschen bzw. sich in der Vergangenheit entwickelt haben. Man möge mich korrigieren, wenn ich irgendwo was falsches gesagt habe. Wink

Zitat:Von daher die wirtschaftliche macht der Usa ist nicht auf ewig begründet
Na ja, hier gings auch um das 21. Jhd. und nicht um die Ewigkeit, insofern war auch meine Einschätzung zu verstehen. Nichts ist für die Ewigkeit gemacht.

Zitat:Gewiss, die Amerikaner haben ein konstantes Wirtschaftswachstum ( noch *fg*)
Das "noch" in Klammern ist wieder das Wunschdenken, was ich meine. Gibt es irgendeinen Indikator, dass es in Kürze/absehbar nicht so sein wird? Momentan sehe ich da nichts. Zu den von dir genannten Punkten:

Zitat:es ist fakt, dass das Leistungsbilanzdefizit nie dagewesene Höhen ereicht hat.
Du, in den 70ern hatte das Handelsbilanzdefizit auch schon "nie dagewesene Höhen" erreicht und trotzdem war das nicht das Ende der US-Wirtschaft. Im übrigen halte ich das Argument "Leistungsbilanzdefizit" im allgemeinen für wenig gültig, ganz einfach aus dem Grund, weil der Begriff an sich absolut nichts darüber aussagt, ob es einer Wirtschaft absehbar schlecht oder gut geht. In diesem Zusammenhang empfehle ich folgende Studie:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.kfw.de/DE/Research/Publikatio94/Mittelstan45/Internatio27/Leistungsb.jsp">http://www.kfw.de/DE/Research/Publikati ... tungsb.jsp</a><!-- m -->

von der kfw-Bankengruppe, die sich vor einiger Zeit mit diesem Thema auseinandergesetzt hat. Die Analyse ist zwar schon von 2000 oder so, aber die darin angesprochenen Punkte sind gerade heute absolut gültig, Stichwort hoher Euro-/niedriger Dollarkurs sowie gestiegene Rohstoffpreise. Eben deswegen sind die tönernen Füße keinesweges so tönern, wie von Dir hier dargestellt.

Nun zur demographischen Entwicklung: Es ist unübersehbar, dass gerade die hispanischen Bevölkerungsgruppen in Zukunft überproportional zulegen werden, daher hängt viel davon ab, inwiefern diese Gruppen in das Establishment weiter integriert werden können ("weiter" deswegen, weil diese Integration bereits erfolgt und man sich hier nicht etwa einem neuen und ungekannten Problem stellt). Inwiefern das möglich ist und welche politischen/wirtschaftlichen Veränderungen sich dadurch ergeben, kann derzeit wohl nur eine Kristallkugel sagen, aber in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass die westliche/amerikanische Kultur in erheblichem Maße integrativ wirken kann (schließlich wurden sogar die Japaner in Fragen der Wirtschaftsordnung faktisch amerikanisiert).

Summa summarum stimme ich mit dir eigentlich nur in einem Punkt in dieser Hinsicht überein, nämlich dass die Interventionspolitik und die sich daraus ergebende politische Isolation tatsächlich die elementare Bedrohung darstellen, denn durch sie verlieren die USA ihre wirtschaftlich als Sicherungen fungierenden Partner, insbesondere in Europa bzw. gerät die Integration weiterer Gebiete (insbesondere China) womöglich ins Stocken.
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