(Asien) Irakische Streitkräfte
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Zitat:Im Rahmen einer Feierstunde im Marinestützpunkt Umm Qasr hat die irakische Marine ihr vorerst letztes SWIFTSHIPS Wachboot übernommen.

Um nach dem Auslaufen des UN Mandats die irakische Marine zur vollen Eigenverantwortung für den Schutz von Ölverladeeinrichtungen im nördlichen Golf, die Überwachung der verzweigten Wasserwege an der (teils umstrittenen) Grenze zum Iran im Schatt el Arab, SAR-Dienst und weitere hoheitliche Aufgaben zu befähigen, waren 2009 mehrere Beschaffungsprojekte eingeleitet worden. Dazu gehörte auch ein aus der US Militärhilfe zu finanzierendes, zunächst neun Einheiten umfassendes Projekt zum Bau von Wachbooten, für das der US Schiffbauer Swiftships den Zuschlag erhielt.

Typboot P-301 (Foto: Swiftships)Mit 35m Länge (97 ts) sind die aus Aluminium gefertigten Boote für Patrouillenfahrten im Schatt el Arab aber darüber hinaus auch im Küstenvorfeld am Persischen Golf optimiert. Sie erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Knoten. Ihre operative Reichweite wird mit 1.200 sm angegeben; diese dürfte sicher nicht ausgeschöpft werden, gibt aber einen Hinweis auf die Fähigkeit zu auch mehrtägigen Operationen.

Ein kleines, über eine Heckrampe zu Wasser zu lassendes Beiboot (RHIB) erweitert das operative Einsatzspektrum. Hauptbewaffnung ist ein 30-mm MSI-Geschütz, das durch ein schweres 12,7-mm-MG und Lafetten für weitere normale Maschinengewehre ergänzt wird. Die Besatzungsstärke wird mit 25 Mann angegeben.

Die Neubauten wurden vom Hersteller Swiftships nicht direkt an die irakische Marine geliefert. Federführung für das Vorhaben hatte vielmehr das Program Executive Office, Ships (PEO Ships) der US Navy, und P-301, das erste fertig gestellte Boot, wurde im März 2010 denn auch offiziell zunächst an die US Navy übergeben. Erst nach mehrmonatiger Ausbildung einer ersten Besatzung und technischen Personals wurde das Boot an Bord eines Spezialfrachters in den Irak transportiert, dort offiziell von der US Navy an die irakische Marine übergeben und von dieser in Dienst gestellt. Ende 2010 wurde das Vorhaben um weitere drei Einheiten erweitert und ist mit der Lieferung aller zwölf Boote (über das PEO Ships) nunmehr abgeschlossen. Möglicherweise gibt es noch einmal drei Boote, aber deren Finanzierung ist offenbar noch nicht geklärt.
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