Das große Nahost Projekt
#77
wenn Palästina ein Indiz dafür ist, was aus dem "großen Nahost-Projekt" wird
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,455021,00.html">http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 21,00.html</a><!-- m -->
Zitat:17. Dezember 2006

PALÄSTINENSERGEBIETE
Hamas-Kämpfer stürmen Lager der Präsidentengarde

Die Gewalt ging in der Nacht ungezügelt weiter: Nach der Neuwahlankündigung von Präsident Abbas griffen Anhänger der radikalislamischen Hamas die Schutztruppe von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas an. Mindestens einer der Wächter wurde getötet, mehrere Menschen wurden verletzt....
und <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6205826_NAV_REF3,00.html">http://www.tagesschau.de/aktuell/meldun ... F3,00.html</a><!-- m -->
Zitat:Nach Neuwahl-Ankündigung
Hamas tötet Wächter von Abbas

...Mehrere Stunden nach der Ankündigung von Neuwahlen durch Abbas griffen dutzende Hamas-Kämpfer in Gaza ein Ausbildungslager der Präsidentengarde an. Dabei wurde ein Offizier der Gardisten getötet. Es ist das erste Mal, dass die dem gemäßigten Abbas loyal ergebenen Offiziere auf diese Weise angegriffen wurden. Die Garde wird von den USA unterstützt und hat etwa 3500 Mitglieder....

Stand: 17.12.2006 08:53 Uhr
sowie <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.welt.de/data/2006/12/17/1149425.html">http://www.welt.de/data/2006/12/17/1149425.html</a><!-- m -->
Zitat:Palästinensergebiete

Schüsse auf Außenminister Al-Sahar

Der Machtkampf der Palästinenserorganisationen ist nach der Ankündigung von Neuwahlen voll entbrannt. Vermummte Kämpfer der radikal- islamischen Hamas stürmten in Gaza ein Ausbildungslager der Garde von Präsident Abbas. Heckenschützen feuerten Schüsse auf den Konvoi des Außenministers. Auch Explosionen waren zu hören....
(und die Situation im Irak scheint diesen Trend zu bestätigen)
dann ist das "Große Nahost-Projekt"
Zitat:Jacks postete
.....
Der Plan war in etwa wie folgt:
Der Krieg im Irak sollte als Grundstein für eine demokratische Umordnung des Nahen Ostens bei gleichzeitiger lösung des Israelisch-Palästinensischen Konflickts.Animiert durch die "neue" Demokratie im Irak sollten die regime in Syrien,dem Iran und Saudi-Arabien von selbst oder halt ein bißchen mit Nachhilfe von außen gestürzt werden.Für den Konflickt in Palästina wurde die Roadmap vorgelegt,welche langfristig in einem unabhängigen Staat Palästina enden sollte.
.....
gnadenlos gescheitert

edit:
Die Zweimonatszeitschrift „Foreign Affairs“ ist die außenpolitische Stimme des amerikanischen Establishments. Das neue Heft (Ausg. Nov./Dez. 2006) ist großenteils dem Weiteren Mittleren Osten gewidmet. Michael Stürmer von der Tageszeitung DIE WELT hat es ausgewertet und die Quintessenz gezogen. Sie lautet:
Zitat:Irak
Im Nahen Osten haben die USA nicht mehr viel zu sagen

In der irakischen Provinz Anbar sind mehr als die Hälfte aller im Zweistromland gefallenen Amerikaner gestorben. Jetzt will das Pentagon diese Provinz ihrem Schicksal überlassen und sich aus ihr zurückziehen. Das ist beides, das Eingeständnis der Niederlage und der Anfang vom Ende des Staates Irak. So wird auf dem Terrain selbst die deprimierende Antwort auf die Frage gegeben, die Amerikas außenpolitische Elite umtreibt: wie, wann und warum die Marines und ihre Kameraden den Irak verlassen sollen.
.....

"In der neuen Ära des Mittleren Ostens werden äußere Mächte wenig Gewicht haben, regionale Kräfte werden die Oberhand gewinnen." Und: "Dieser neue Nahe Osten wird sich selbst, den Vereinigten Staaten und der Welt großen Schaden zufügen."
....

Die Folgen der Doppelkrise Irak und Libanon zeichnen sich in Umrissen ab, unübersehbar im Niedergang der Pax Americana. Wie der weise George Soros dieser Tage bemerkte: Wenn Amerika schwach wird, muss Europa sich selbst um seine Interessen kümmern.

Artikel erschienen am 30.11.2006
Quelle: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.welt.de/data/2006/11/30/1128980.html">http://www.welt.de/data/2006/11/30/1128980.html</a><!-- m -->
- und was Europas Interessen betrifft verweise ich auf die Diskussionsbeiträge seit Mitte Dezember d.J. (S. 54) in
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.forum-sicherheitspolitik.org/showtopic.php?threadid=248&pagenum=1">http://www.forum-sicherheitspolitik.org/show ... &pagenum=1</a><!-- m -->
Zitat:
Zitat:Erich postete
......

Ganz abgesehen davon, ist die Türkei nach wie vor einer der anerkanntesten islamischen Führungsstaaten (eine Nachwirkung des Kalifats?) mit einer weltoffenen aufgeklärten Theologie, der sich dazu um enge Beziehungen mit dem Westen bemüht.
Die OIC (Organization islamic Nations) hat bei den letzen Wahlen einen türkischen Theologen als Präsidenten gewählt und nicht den saudischen Verteter!
Das macht die Türkei zum idealen Bindeglied, zum "Scharnier", zum Mittler und Brückenkopf zwischen islamischen und westlichen Staaten.
Schon alleine aus diesem Grunde müsste es im Interesse des Westens sein, die "sunnitischen Führungsstaaten" - Türkei und auch Ägypten - zu fördern und zu unterstützen.

Stattdessen werden die Saudis und mit diesen der Fundamentalwahabismus hofiert, und die verbreiten mit den von westlichen Ölgeldern finanzierten Imamen und Medien ihre krude Lehre in der gesamten islamischen Welt und gewinnen immer mehr Anhänger.
:wall:
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