13.06.2026, 17:37
(13.06.2026, 16:28)Broensen schrieb: Da würde ich so nicht mitgehen, denn dann wäre das -wie du auch schreibst- ein höchst ineffizienter Hubschrauberträger. Daher würde ich es schon anstreben, die F125 auch im Rahmen eines multistatischen Aufklärungsverbunds einsetzen zu können, so dass sie in Kombinsation mit ihren Kapazitäten in der Verbandsführung einen tatsächlichen Mehrwert darstellen kann. Und dem käme ein ausgelagerter "Aktiv-Pinger" im Verband doch erheblich zugute.
Ich glaube hier im Forum geht in der Diskussion meist unter, dass Fähigkeiten nicht "schwarz" und "weiß" sind, sondern grau.
Wenn eine F125 mit zwei TRAPS ausgerüstet ist, kann sie immer noch Teil eines bi- und multistatischen Ortungsverbundes sein - nur halt evtl. mir geringerer Reichweite von sagen wir 100 km statt 150 km, wenn man es mit dem "Maximum" CAPTAS-4 vergleicht.
Oder ganz "polemisch": Jede Fregatte mit Bugsonar und passivem Schleppsonar ist "bistatisch" und jede Fregatte mit passivem Schleppsonar kann "multistatisch". Auch mit dem aktiven Teil des TRAPS kannst du aktiv pingen und für andere passive Empfänger beleuchten.
(13.06.2026, 16:28)Broensen schrieb: Da würde ich mich DPU anschließen wollen. Die kill-chain vom U-Boot, das den Pinger ortet, die Information darüber in die Barentssee schickt, von wo aus dann an den entsprechenden NATO-Kapazitäten vorbei eine Bekämpfung dieses USV über viele Hunderte von Kilometern hinweg durchgeführt wird, kann ich irgendwie nicht so recht erkennen. Vor allem eben der Anfang der Kette, an dem das U-Boot die Information zeitkritisch absenden muss, ohne die eigene Position preis zu geben, erscheint mir da problematisch.
Wieso geht ihr immer von der Barentssee aus? Jeder "billige" Frachter im Atlantik könnte z.B. mittels SATCOM das Relay für diese Kill-Chain sein. Das würde keiner sehen oder mitbekommen, wenn der zivile Frachter 150 nm weg vom Verband diese Rolle übernimmt.
Mal abgesehen davon kannst du GIUK im Bereich AAW nicht mit denn paar NATO-Einheiten im Bereich AAW komplett abriegeln - da wird dir immer was tief, hoch oder sehr schnell durchschlüpfen.
(13.06.2026, 16:28)Broensen schrieb: Punkte, die grundsätzlich eher für ein LUUV sprechen würden, genau wie die Sicherheit vor AShM, weshalb ich das ohnehin bevorzugen würde. Aber das dürfte noch etwas länger dauern, bis man da ein funktionierendes Produkt ins Wasser bekommt, Ein LUSV dürfte zur kurzfristigen Ergänzung der F125 im ASW realistischer sein.
Beides für mich denkbare Optionen, aber kann ein LUSV mit Aktivsonar überhaupt ein Wegwerfartikel sein?
Wenn du so ein Schleppsonar (wie debattiert) in LUUV einbauen willst, bist du eher bei einem U206 in der Größe

(13.06.2026, 16:28)Broensen schrieb: Beides für mich denkbare Optionen, aber kann ein LUSV mit Aktivsonar überhaupt ein Wegwerfartikel sein?
Why not? Alles, was billig und fließbandmäßig produziert werden kann, ist ein "Wegwerfartikel". Wenn pro Monat 1 bis 2 davon verloren gehen, so what? Wäre bei XLUUV auch nicht anders, die haben keinerlei Verteidigung gegen UUV oder ähnliches und sind somit auch teure "Wegwerfartikel".
